non pianificata

OneshotHumor, Romanze / P18
Deutschland Italien Österreich Preussen Ungarn
29.05.2019
29.05.2019
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Wie löst man eine Schreibblockade? Genau! Man hat vier Theater Vorführungen in fünf Tagen, schläft in der Zeit nicht und kotzt dann sein Hirn nach der letzten Vorstellung auf die Tastatur.
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Die Musik war laut, ebenso wie die Menschen um ihn herum. Feliciano war das Feiern zwar aus seiner Heimat gewohnt, allerdings war das hier ganz anders. Anderer Alkohol, andere Menschen, andere Musik. Und die einzige Person, die er in der Masse von Menschen kannte, war sein Bruder, auch wenn sich dieser schon vor einiger Zeit auf die Tanzfläche begeben hatte.

Lovino war vor einigen Jahren zum Studieren nach Deutschland gezogen und wollte nun, dass sein kleiner Bruder ihn besuchte. Doch statt sich um ihn zu kümmern hatte er ihn einfach mit einem Bier alleine gelassen. Das hatte gut geschmeckt, keine Frage, aber er fühlte sich doch Fehl am Platz.

„Na, kleines Vögelchen, willst du noch ein Bier?,“ rief jemand hinter Feliciano. Der brünette Italiener sah von seinem leeren Glas auf und suchte nach der Person, der die Stimme gehörte. Ein Mann mit weißen Haaren – heilige Scheiße! - hatte sich hinter ihm angeschlichen und grinste ihn frech an.

„Eigentlich nicht. Ich wollte nämlich nach Hause gehen,“ innerlich klopfte sich der Kleinere dafür auf die Schulter, dass er einen korrekten Satz hatte bauen können. „Willst du nicht lieber zu uns kommen?,“ bot der Weißhaarige an und bestellte fünf Bier, „Du siehst so allein aus, da wollten wir dich nicht einfach stehen lassen.“

Warum eigentlich nicht. Ohne Lovinos Hilfe würde er ohnehin nicht zurück zu dessen Wohnung kommen. Und wenn sich sein Bruder in den letzten zwei Jahren nicht zu sehr verändert hatte, dann wollte dieser ihn die Nacht über auch am liebsten nicht auf der Couch haben.

„Wenn ihr mich unbedingt dabei haben wollt... Gerne. Wo sind denn die anderen?,“ fragte Feliciano und nahm dem Größeren zwei Gläser ab. „Die sind da drüben in der Ecke. Da sind übrigens Lutz, Rod und Elli. Ach ja, und meine Wenigkeit. Wenn sich der coolste Kerl im ganzen Club vorstellen dürfte: Gilbert, oder Gil für Freunde,“ der größere Mann verbeugte sich in einer ausschweifenden Geste, ohne dabei das Bier zu verschütten.  
„Gil also. Ich bin Feliciano,“ schmunzelte der Italiener und folgte dem anderen blind durch die Menge sich bewegender Körper und glaubte, zwischenzeitlich sogar seinen Bruder kurz gesehen zu haben.

An dem Tisch, an den Gilbert ihn geführt hatte, konnte der Brünette drei Personen ausmachen. Ein Mann mit eher schmaler Statur auf dessen Schoß eine kleine durchtrainierte Frau mit hellbraunem Haar in einem kurzen schwarzen Kleid saß. Ihnen gegenüber saß ein Mann, etwas größer als Gilbert, mit zurück gekämmten blonden Haaren, der mit seinem muskulösen Oberkörper durchaus etwas furchteinflößend wirkte.

Der Weißhaarige stellte die drei Gläser vor sich und dem Pärchen ab und gab dem dunkelhaarigen Mann, der um die Frau herum nach einem der Gläser griff, einen Kuss auf die Wange. „Leute, das ist Feli! Darf dich doch so nennen, oder Kleiner? Das sexy Biest ist Elli, der Lauch ist Rod und Lutz,“ er zeigte auf den Blonden, „ist mein kleiner Bruder und übernimmt heute die Rechnung. Also, hau rein, Kleiner!“

Während sich Gilbert zwischen Elli und Rod quetschte nahm Feliciano neben Lutz Platz und reichte ihm sein Glas. „Danke. Gilbert ist immer ein wenig schräg. Ich hoffe, er hat sich nicht zu sehr daneben benommen,“ meinte der große Blonde und schenkte Feliciano ein schüchternes Lächeln, das ein wenig seltsam bei einem so großen und angsteinflößenden Mann wirkte.

„Ach, alles gut. Ich war nur etwas verwundert, dass er mich einfach so angesprochen hat. Das bin ich nicht gewohnt,“ stellte der Brünette fest und lehnte sich zurück. Immerhin war er jetzt nicht allein im Club und musste nicht einsam zu Lovinos Wohnung laufen.

„Jemand wie du wird nicht ständig in Clubs angesprochen?“ Die helle Stimme der einzigen Frau in der Runde übertönte mit Leichtigkeit die Musik: „Leute! Ludde flirtet! Ein Wunder ist geschehen!“ Der Blonde wiederum wurde rot und schüttelte vehement den Kopf.

Der Italiener seinerseits fühlte sich ein wenig geschmeichelt: „Ne, ich werde nicht häufig angesprochen. Ich weiß ja nicht, wie das hier in den Clubs ist, aber Zuhause falle ich nicht so ins Beuteschema von den Leuten,“ druckste der Brünette, sich wohl bewusst, dass der einzige Grund, aus dem er in seiner Heimat nicht oft angesprochen wurde der war, dass er selbst meist die Initiative ergriff.

„Also, wenn ich nicht Elli und Rod hätte und wüsste, dass Lutz schon seit dich der komische Typ sitzen lassen hat immer wieder zu dir rüber gestarrt hätte, dann hätte ich dir schon lange angeboten, dich mit zu mir zu nehmen. Apropos: Wer war der Typ überhaupt?“

„Ich glaube, du meinst meinen Bruder,“ Feliciano nahm einen Schluck, „Der wollte wohl einfach tanzen. Immerhin kann er hier alles und jeden verstehen.“ „Kommst du nicht von hier?,“ wollte Rod wissen und rückte sich seine Brille zurecht. „Ich komme aus Italien. Mein Bruder hat mich für ein paar Tage eingeladen. Aber ich glaube, der will sich jemanden … klären? Er meine, ihr nennt das so.“

„Das kann durchaus sein, immerhin sehe ich gerade unseren Toni mit ihm abhauen,“ kicherte Elli wieder. Feliciano seufzte auf: „Ich wusste es! Toll. Er hat den Schlüssel fürs Auto und ich kenne mich hier nicht aus.“

„Ist doch kein Problem,“ der blonde Riese neben Feliciano nahm dem Kleineren das Glas aus der Hand – er befürchtete, dass der Italiener Alkohol wohl nicht wirklich vertrug – und stellte es neben dem seinen ab, „Ich kann dich fahren. Die drei wollen wahrscheinlich eh zu Elizabeth.“

„Darauf kannst du deinen süßen Arsch verwetten,“ lachte die Frau und donnerte vor Rod eine Flasche auf den Tisch, die Feliciano zuvor noch nicht aufgefallen war. Vodka. „Dann kann Ludwig auch in Ruhe flirten ohne von seinem großen Bruder beobachtet zu werden,“ meinte die Brünette weiter.

Der Dunkelhaarige schüttelte nur den Kopf und stand auf: „Tut mir wirklich Leid, aber die beiden sind auf Vodka nicht zu ertragen. Ich bringe die mal nach Hause. Ludwig, verzeih die Unannehmlichkeiten, aber könntest du hier alles übernehmen?“

Und schon saßen Feliciano und Ludwig alleine am Tisch. Keiner wusste so recht, was er sagen sollte. Feliciano fasste sich zuerst ein Herz und fragte einfach frei heraus, was es mit Rod, Elli und Gil auf sich hatte. „Die sind zu dritt in einer Beziehung. Typisch Gil, selbst in Sachen Romantik ist er unersättlich. Aber die drei sind schon süß zusammen,“ ein kurzes Schweigen legte sich zwischen sie, „Wie kommt es eigentlich, dass du Deutsch sprichst?“

Stolz stemmte Feliciano die Hände in die schmale Hüfte: „Ich habe mir das selbst beigebracht! Und, wie findest du es?“ „Sehr gut. Du hast sogar kaum Akzent. Kannst du noch andere Sprachen? Ich bin da nicht wirklich gut drin.“

„Oh ja!,“ stolz, endlich mal mit seinem Sprachtalent angeben zu können, grinste er von einem Ohr zum anderen, „Ich spreche noch Griechisch, Französisch, Spanisch, Englisch, Japanisch und lerne im Moment Mandarin.“ Mit offenem Mund starrte Ludwig ihn an: „Das ist wirklich außergewöhnlich! Aber faszinierend. Ich selbst kann nicht einmal richtig Englisch.“ „Warum denn nicht?“ „Keine Ahnung, um ehrlich zu sein. Meine Talente liegen eher im Praktischen. Sport, Handwerk und sowas.“

„Und welche Sportarten?“ „Das Übliche. Fußball, Joggen, Schwimmen, Gewichte heben,“ ein verträumtes Lächeln schlich sich auf die schmalen Lippen des muskulösen Berges von einem Mann vor Feliciano. „Ich bin total schlecht in Sport. Nur im Fußball macht mir niemand was vor!“

Wieder schwiegen sie sich einige Sekunden an. „Ich meinte das vorhin übrigens ernst,“ der Blonde spielte nervös mit seinen Fingern, „Also, dass ich nicht verstehen kann, wie du noch nicht angesprochen worden bist. Eigentlich müssten sich doch alle um so einen hübschen Jungen reißen, nicht?“

Der Kleinere konnte spüren, wie seine Ohren immer wärmer wurden. Ludwig wollte wohl doch flirten und auf was anderes hinaus. Na dann wollte er doch mitspielen. Mit etwas Alkohol im Blut konnte er auch einfacher seinen Charme spielen lassen, den er sich sonst nicht wirklich traute zu nutzen. Er lehnte seinen Kopf an den unbekleideten Arm – Ludwig trug ein Tanktop – und sah mit großen Augen zu dem Größeren hoch: „Die Leute haben einfach keinen Geschmack, sonst säße ich jetzt nicht neben so einem Adonis.“

„Ich... Ich äh...,“ der Blonde schien überfordert, „Ich glaube, ich sollte dich nach Hause bringen.“




Im Auto sitzend wollte dem Kleineren partout nicht einfallen, wo sein Bruder wohnte. „Ich weiß nicht wohin. Ähm... kann ich heute bei schlafen?,“ fragte er unschuldig und warf Ludwig sein bestes Lächeln zu. Wenn sein Bruder ihn schon für ne Eroberung stehen ließ, dann wollte er selbst nicht auf die Möglichkeit einer Nacht mit Ludwig verzichten. Der Deutsche neben ihm sah aber auch zum Anbeißen aus. Fast einen Kopf größer und ein vielfaches an Muskelmasse machten sich nicht nur positiv bemerkbar, sondern entsprachen auch Felicianos Typ. Außerdem war er verdammt süß, so nervös wie er wirkte.

„Also... Meine Wohnung ist klein und... und nicht aufgeräumt und...,“ der Kleinere unterbrach ihn: „Nicht schlimm. So lange ich nicht auf der Straße schlafen muss und und dich in meiner Nähe habe, ist doch alles gut.“

Ludwigs Finger öffneten und schlossen sich, unschlüssig wie er mit der Situation umgehen sollte, um das Lenkrad und durch den Feliciano zugewandten Oberarm zuckten die Muskeln. Der Italiener war in diesem Moment verdammt froh, dass Gilbert ihn angesprochen hatte.

„Ich... also... Ich mache sowas sonst nicht,“ stammelte der Blauäugige vor sich hin und versuchte krampfhaft nicht zu dem kleineren Mann herüber zu sehen während er fuhr. War vielleicht besser so, aber jetzt wollte Feliciano seine Aufmerksamkeit.

„Meinst du damit, andere Leute für einen Kaffee in deine Wohnung einzuladen oder Kerle?,“ vielleicht war es fies, aber der Brünette fand es einfach zu süß, wie nervös und unerfahren der Größere wirkte. Hinter all den Muskeln und dem im Club noch so ausdruckslosen Gesicht verbarg sich also ein kleiner nervöser Junge, der keine Ahnung davon hatte, was er gerade tat.

„Was?,“ Ludwig verzog kurzzeitig das Lenkrad. Zum Glück war nachts kaum jemand unterwegs. „Also ich bin schon... na ja, schwul, also nicht wirklich, eigentlich bi... aber das heißt nicht, dass... also dass...“ Feliciano konnte sich das einfach nicht mehr mitansehen. Hätte er Ludwig unter anderen Umständen getroffen, hätte er ihn vorher wirklich auf nen Kaffee oder in ein schickes Restaurant ausgeführt, aber er hatte kaum Zeit. In drei Tagen würde er wieder zurück nach Rom fliegen. Er hatte keine Zeit zu verlieren und fasste ein Entschluss, der vielleicht nicht ganz stilvoll war.

Er legte eine Hand auf Ludwigs beeindruckenden Oberarm und stellte fest: „Es ist wohl besser, wenn du kurz an die Seite fährst.“ Lduwig tat, wie ihm gesagt wurde und fuhr auf den Seitenstreifen der Landstraße. Nun blieb Feliciano nur noch übrig zu hoffen, dass niemand an ihnen vorbei fuhr.

Bevor Ludwig sich überhaupt abschnallen konnte, hatte sich der kleine Italiener schon auf seinem Schoß breit gemacht und presste seine Lippen auf Ludwigs. Verwirrt wusste Ludwig nicht, was er tun sollte und drückte den Brünetten von sich. Unsanft stieß Felicianos Rücken an das Lenkrad. „Willst du das lieber in deiner Wohnung machen?,“ wollte der kleinere wissen und sah ihn aus bettelnden bernsteinfarbenen Augen an.

„Ich weiß nicht. Ich hab noch nie...“ „Wie? Du bist noch Jungfrau?“ Ludwig schüttelte den Kopf. „Hast du noch nie mit einem Mann?“ Wieder ein Kopfschütteln: „Einfach noch nie außerhalb einer Beziehung.“ „Na wenn das so ist. Willst du trotzdem?,“ provokant bewegte der Schmalere seinen Schritt in Kreisbewegungen in Ludwigs Schoß.

Enthusiastisch nickte der Blonde und wollte, etwas weniger verunsichert, da weiter machen, wo er aufgehört hatte. Feliciano jedoch schüttelte den Kopf und deutete auf die Rückbank. So ungeduldig er auch war, das Lenkrad drückte doch schon recht unangenehm ihn seinem Rücken.

Als sich beide also auf der Rückbank gegenüber saßen grinste der Brünette breit und nahm erneut auf dem Schoß des Blonden Platz. Nun, da die Unsicherheit beinahe gänzlich aus Ludwig verschwunden zu sein schien, küsste dieser auch endlich vernünftig. Und dafür, dass er noch Minuten zuvor wie verlorenes Kind gewirkt hatte, gar nicht mal schlecht. Während sich Ludwig sichtlich darum bemühte, sein Bestes zu geben, schlich sich die Hand des Brünetten zu Ludwigs Hosenbund und verschwand dann in seiner Unterhose.

Erschrocken stöhnte der Blonde in den Kuss hinein, löst sich dann widerwillig und versuchte seine Atmung unter Kontrolle zu bringen. Süß, musste Feliciano wieder bemerken.

„Ich... Ich...,“ ein Seufzen verließ Ludwigs Lippen. Er legte den Kopf in den Nacken und genoss für einen kurzen Moment einfach die Aufmerksamkeit. Egal, was sie beide vor hatten, es war klar, dass der Italiener die Kontrolle haben würde. Und das nutze dieser auch sogleich aus, indem er seine Hand aus der Hose des Blonden nahm und dessen Oberteil über seinen Kopf zog.

Im schummrigen Licht der Beifahrerlampe konnte der Kleinere den durchtrainierten Oberkörper des Deutschen gut bewundern. Ihm lief beinahe das Wasser im Mund zusammen, als er seinerseits eine Hand spürte. Ludwig hatte sich wieder etwas aufgerichtet und beidhändig hinter den Kleineren auf seinem Schoß gegriffen. Leicht seufzend lehnte sich Feliciano in die Berührung hinein und versuchte sich damit weiter Erleichterung zu verschaffen, sich an Ludwigs Schritt zu reiben.

Langsam aber sicher erwachte auch in seiner Hose etwas. Wieder fing er an Ludwig zu küssen, dieses Mal jedoch mit einem neu gewonnenen Feuer dahinter. Innerhalb weniger Augenblicke verloren beide Hosen und Unterwäsche und sahen sich tief in die Augen, als der Kleinere dieses Mal den Kuss unterbrach. Schwer atmend brachte er hervor: „Willst du das wirklich jetzt und hier tun? Ich will dich nicht zu irgendwas drängen.“ Ludwig nickte nur eifrig.

Dann konnte Feliciano ja zeigen, womit er dem Deutschen eine angenehme Begegnung bescheren konnte. Bestimmt stieß er ihn zurück und grinste den Größeren verschmitzt mit dem Kopf zwischen seinen Beinen an. Ludwig schien zu wissen, was vor hatte und griff ihm in die brünetten Haare. Bestärkt in seinem Vorhaben schloss er seine Lippen um Ludwigs Glied und genoss das herzhafte Stöhnen, das er ihm damit entlockt hatte.

Das Wissen, dass jeder sie sehen könnte, macht das Ganze noch interessanter und während der Brünette abwog, ob das Brennen in seinem Hals oder das Ziehen an seinen Haaren geiler waren, versuchte er sich selbst vorzubereiten.

Sein Speichel war zwar ein wirklich schlechter Ersatz für Gleitgel, aber was sollte er machen? Er hatte nicht damit gerechnet, am heutigen Abend noch mit nem Kerl abzuhauen, und daher nichts mitgenommen. Dann musste er halt vorsichtig und etwas langsamer als sonst sein.

In seinen Gedanken und dem Gefühl in ihm, das ihn immer weiter in seine Gedanken hinein trieb, versunken, merkte er erst zu spät, dass die Beine des Blonden anfingen zu zucken und er immer lauter wurde. Mit einem unterdrückten Stöhnen Felicianos Namens stolperte er über seinen eigenen Höhepunkt. Ohne den kleinen Italiener vorzuwarnen. Die kräftigen Oberschenkel drohten seinen Kopf zu zerquetschen, doch hatte sich Feliciano dies noch nie so sehr gewünscht, wie in diesem Augenblick.

Dieser jedoch versuchte dem anderen zu zeigen, auf wen er sich eingelassen hatte und schluckte. Alles war besser, als es irgendwo ins Auto zu spucken.

„Das... Das war fantastisch,“ atmete der Größere schwer und nahm seine Hand aus den brünetten Locken. „Überraschung, es wird noch besser,“ grinste Feliciano vorfreudig und legte seine Arme um Ludwigs Hals, „Nimm mich! So hart du kannst!“

Das ließ sich der Blauäugige nicht zwei Mal sagen, verlagerte sein Gewicht auf seine Knie und drang langsam in den Schmaleren ein. Dieser stöhnte kurz auf – das Gefühl war nicht gänzlich schmerzhaft, aber doch unangenehm. Ludwig fand schnell eine Lösung, wie er Felicianos Aufmerksamkeit von diesem Gefühl ablenken konnte und verwöhnte seinen bis jetzt vernachlässigten besten Freund.

„Ah! Da... Que... Questo è... ah! Perfetto!,“ ein Wunder, dass Feliciano überhaupt noch etwas hervorbringen konnte. Als der leichte Schmerz endlich abklang hielt sich Feliciano nicht mehr zurück und übernahm wieder die Führung.

Ein schmerzerfülltes Keuchen unterbrach die monotone Geräuschkulisse von Felicianos Stöhnen und ihren heißen Körpern, die einander verbrannten wie die heiße Sommersonne Italiens. Ludwig hatte sich am Fenster den Kopf gestoßen, als Feliciano beschlossen hatte, ihre Position zu verändern.

„Sorry, tesoro mio,“ lachte der Brünette atemlos und versuchte sich mit seinen Armen hinter sich abzustützen, nur um den Blonden noch tiefer in sich spüren zu können. Der konstante Druck zwischen seinen Beinen schien immer weiter diesen Berg erklimmen zu wollen, dem der Italiener einfach nicht widerstehen konnte. „Sì! Più forte! Los!“

Auch Ludwig schien sich langsam seinem zweiten Höhepunkt zu nähern und ihm regelrecht hinter zu jagen, zumindest demnach zu schließen, wie er versuchte härter in den Kleineren zu stoßen und zu Felicianos Glück auch tat.

Plötzlich fühlte es sich an, als durchfahre ihn ein Blitz und der Mann mit den bernsteinfarbenen Augen schrie auf. Hinter seinen explodierte ein Stern und raubte ihn kurzzeitig der Sicht.

Einige Sekunden kostete er seinen Orgasmus mit dem Namen des Blonden auf den Lippen aus, bis er erschöpft inne hielt und versuchte wieder einen klaren Gedanken zu fassen.

Dies fiel ihm wohl ebenso so schwer wie seinem Partner, der ebenfalls, gerade wieder zu Atem kommend, kommentarlos in der Stille etwas Fernes verfolgte. Die blonden Strähnen, die zuvor noch so streng zurück gelegt waren, klebten ihm nun an der vor Schweiß glänzenden Stirn. In seinen halb geschlossenen Augen konnte der Italiener nur Entspannung erkennen. Vielleicht auch etwas anderes, das er zu seinem Bedauern aber nicht benennen konnte.

Auch sein trainierter Oberkörper glänzte leicht. Um sie herum roch es nach Schweiß und Sex. Solche Momente genoss Feliciano einfach zu sehr.

Plötzlich fiel ihm etwas auf. Nicht nur, dass er sein eigenes Hemd noch trug und durchgeschwitzt hatte, er hatte noch immer Ludwigs Schwanz in seinem Arsch. Und langsam wurde es wieder unangenehm.

„Lutz?“ „Hm?,“ der Blonde hob den Kopf und suchte im Gesicht der Kleineren nach einer Antwort.  Feliciano hob sich mit zitternden Gliedmaßen von Ludwigs Schoß und bat kurz um dessen Hilfe: „Ich kann meine Beine nicht ganz spüren und... Ich glaube, du hast gleich was auf dem Sitz, wenn du mir kein Taschentuch oder so geben kannst.“

Die blauen Augen wurden groß und schnell suchte er im Fach unter der Handbremse nach einer Packung. Feliciano diese reichend versuchte er sich mit einem Tuch die Spuren des anderen vom Bauch zu wischen, bevor er sich in seine Hose quälte. Der Kleinere tat ihm wortlos gleich.




Einige Minuten später saßen sie schweigend nebeneinander. Vor ihnen lag nur die leere Landstraße und die Spiegelung des Mondes in einer Pfütze.

„Lutz? Ich kann doch immer noch bei dir schlafen, oder?,“ tastete sich der Italiener vorsichtig vor. „Natürlich,“ bestätigte der Blonde, „Jetzt doch erst Recht.“ „Gut, ich brauche nämlich dringend ne Dusche für mich und mein Hemd muss ich auch waschen.“

Ludwig startete den Motor: „Da musst du dir keine Sorgen drum machen. Das kriegen wir wohl hin, oder?“

Das plötzliche Selbstbewusstsein des Deutschen überraschte Feliciano. Irgendwie mochte er beide, den schüchternen und den dominanten Ludwig. Vielleicht hatte er, wenn sie bei ihm angekommen waren, ja sogar Lust auf eine zweite Runde.
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