Blutlinien

von Aravae
GeschichteAbenteuer / P16
Gaara Kankuro OC (Own Character)
28.05.2019
14.11.2019
14
40418
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
Am nächsten Morgen stehe ich noch vor Sonnenaufgang vor dem Haus und verabschiede mich von Daisuke. Youko und die Jungs schlafen noch und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es besser ist, wenn sie nichts Weiteres erfahren.
„Wenn du das Dorf nach Süden verlässt, triffst du auf drei Pfade. Nimm auf jeden Fall den rechten, wenn du aus dem Wald kommen willst“, erklärte er.
Ich nicke und schultere meinen Beutel. Mit den Vorräten sollte ich die nächsten drei Tage keine Probleme haben, aber wenn ich bis dahin nichts gefunden habe, muss ich mich selbst um Nahrung kümmern.
„Vielen Dank für deine Hilfe“
Er lächelt mich traurig an und reicht mir seine Hand. Ich starre sie für einen Moment verständnislos an, ergreife sie dann aber.
„Ich wünschte, ich könnte mehr für dich tun. Eine gute und sichere Reise“
Mit einem letzten Blick auf das Dorf drehe ich mich um und ignoriere die knurrenden Hunde. Schnellen Schrittes verlasse ich die Lichtung, tauche in die Schatten der Bäume ein und ignoriere das unangenehme Gefühl, wieder auf mich allein gestellt zu sein.
Bis zum Sonnenaufgang kämpfe ich mich durch das Gehölz, reiße mir an Dornenbüschen die Haut auf und bleibe mit den Haaren in Ästen hängen. Echsen, Mäuse und Spinnen nehmen vor meinen Schuhen Reißaus und einmal komme ich dem Baum eines Eichhörnchens zu nahe, das darauf lautstark zu zetern beginnt.
Eine noch deutlichere Spur, wohin ich mich bewege, hätte ich gar nicht legen können. Knirschend kämpfe ich mich weiter, bis ich auf einen kleinen, verwachsenen Pfad stoße. Erleichtert darüber folge ich ihm, bis er sich in drei Wege aufgebalt. Das muss die Stelle sein, von der Daisuke gesprochen hat.
Ich bleibe stehen und ziehe die Augenbrauen hoch. Was hatte er noch mal gesagt? Wenn ich sicher aus dem Wald herauskommen will, muss ich einem von denen folgen. Aber welchem? Ich verschränke die Arme und tippe mit dem Fuß auf dem Boden herum. Minuten vergehen so, während ich angestrengt nachdenke.
Aber es will mir einfach nicht mehr einfallen!
Es hilft alles nichts.
Ich sehe mir die Wege an und nehme dann den Linken. Der erweckt zwar nicht mein Vertrauen, aber so kann ich vielleicht meine Spuren besser verwischen.
Je weiter ich gehe, desto wilder wird das Land. Bald verschluckt die Natur den Pfad vor mir und ich kämpfe mich mehr schlecht als recht durch das Unterholz. Ein Blick nach hinten reicht, um zu wissen, dass ich im Notfall nicht mehr den Weg zurückfinden werde.
Das war eine schlechte Idee.
Ich bleibe stehen und blicke mich um. Die Gegend wird immer steiler, also muss ich mich einem Berg – oder zumindest Hügel - nähern. Von da sollte ich einen guten Überblick über das umliegende Land haben und vielleicht auch erkennen können, wo genau ich mich befinde. Wenn ich mich bis dahin durchschlage, kann ich einen neuen Plan schmieden und entscheiden, ob ich vorerst hierbleibe. Es ist gerade einmal Mittag und meine Beine zittern fürchterlich unter der ungewohnten Anstrengung.
Seufzend greife ich nach meiner Wasserflasche, nehme ein paar Schluck und stecke sie wieder weg. Der Schweiß rennt meinen Rücken herunter. Wozu habe ich mich hier überhaupt angemeldet?
Es ist doch zum Haare raufen!
Ich schüttle den Kopf. Vor allem jetzt muss ich mich zusammenreißen und so viel Abstand wie möglich zwischen mich und diese Gesetzlosen schaffen.
Ich kämpfe mich noch ein letztes Mal durch ein paar Dornensträucher und habe den Gipfel erreicht. Eine grüne Lichtung öffnet sich vor meinen Augen und gibt den Blick auf ein Häuschen frei. Seltsam. Ich dachte, dass die einzigen Bewohner dieses Gebiets unten im Dorf wohnten, aber anscheinend gibt es jene, die es vorziehen, in noch größerer Abgeschiedenheit zu leben.
Ich setze einen Fuß auf die Lichtung, zucke aber zurück, als mich jemand von der Seite anbrüllt.
„Was willst du junges Ding hier?“
Irritiert blinzle ich und sehe zur Seite. Ein alter Mann mit Gehstock steht nur wenige Meter neben mir und starrt mich böse an. Er trägt eine schwarze Jacke und dazu passende Hosen, sein grauer Bart ist zu zwei Zöpfen geflochten und die Haare sind zu einem kleinen Zopf gebändigt.
„Mach, dass du fortkommst, Mädchen“
Er wedelt mit seinem Stock in meine Richtung, aber ich bin zu fasziniert, um mich zu bewegen. Wie überlebt dieser alte Mann hier oben? Lebt seine Familie mit ihm in dem kleinen Haus?
„Verzeihung, ich wusste nicht…“
„Nicht wissen schützt dich nicht vor einer Strafe, Kleine“, blafft mir der Alte ins Wort. Ich bin schockiert von dieser Unhöflichkeit. In den drei Sätzen, die er mit mir gewechselt hat, hat er jedes Mal eine andere Möglichkeit gefunden, mich als jung darzustellen. Was bei allen guten Geistern?
Als er drohend näherkommt, weiche ich zurück und stehe nun völlig auf der Lichtung.
„Du denkst wohl, dein Chakra kann dich schützen, hä?“, keift er weiter. Chakra? Was zur Hölle ist Chakra? Ich weiche noch ein paar Schritte zurück und bin mir sicher, dass ich keine Sekunde länger mit diesem Verrückten auf einem Hügel verbringen will.
Ich mache auf dem Absatz kehrt und will im Wald verschwinden, als der Alte plötzlich vor mir steht. Ängstlich sehe ich zu der Stelle, wo er eben noch stand, aber da war niemand mehr. Wie hat er?
„Jetzt sag mir nicht, du bist den ganzen weiten Weg hier heraufgekommen und weißt nicht, was Chakra ist“
Ich schüttle den Kopf.
„Und wer ich bin, weißt du auch nicht“, fragt er seufzend. Wieder schüttle ich den Kopf. Als ich an ihm vorbei gehen will, streckt er den Stock zur Seite aus und versperrt mit damit den Weg. Von wegen alter klappriger Mann! Der Kerl kann noch sehr gut ohne Hilfen stehen!
„Ich fürchte, es handelt sich um ein Missverständnis“, beschwichtige ich.
Nachdenklich schaut er mich an und ich erwidere seinen Blick. In meinem Kopf rattert es. Er hat sich so verdammt schnell bewegt und das kenne ich bis jetzt nur von den Shinobi.
Das Bild des betrunkenen Shinobi taucht in meinem Kopf auf. Auch der hat sich so schnell bewegen können.
„Was starrst du so?“, blafft er. Ich zucke ertappt zusammen und sehe in eine andere Richtung. Wenn ich den zu sehr reize, kann es sein, dass der mich kalt macht.
Aber andererseits…
Ich betrachte den Mann vor mir genau. Er wirkt zwar alt und klapprig, hat aber eine Ausstrahlung, die mich das Fürchten lehrt.
„Sind Sie ein Shinobi?“, frage ich. Seine Augenbrauen ziehen sich zusammen, sodass sie wie eine aussehen, und ich schrumpfe unter dem tödlichen Blick zusammen.
„Sehe ich wie einer aus?“, blafft er. Ich schüttle schnell den Kopf.
„Da hast du deine Antwort“
Er stützt sich wieder auf seinen Stock und schlurft an mir vorbei in Richtung seines Häuschens.
„Warten Sie!“
„Nein, ich werde nicht irgendein dahergelaufenes Mädchen in mein Haus einladen“, knurrt er, ohne sich umzudrehen.
Ich verenge die Augen zu Schlitzen. Sturer alter Bock! Warum soll ich mich weiter mit so einem auseinandersetzen?
Ich drehe um, den Fuß erhoben, um einen weiteren Schritt zu machen, als mich eine Welle trifft. Meine Augen werden groß, denn ich habe keine Ahnung, was mich da genau erreicht. Es ist wie ein Druck, der sich auf meine Lungen und meine Schultern legt, mir den Atem raubt und mich nach unten drückt.
Ächzend gehe ich in die Knie und fasse mir an die Brust. Mit weit aufgerissenen Augen schnappe ich nach Luft, aber nur wenig kommt in meinem Körper an.
Was ist das?
„Mädchen?“
Ein Kribbeln breitet sich in meinen Augen aus, als würden tausende Ameisen darauf herumtanzen. Ich blinzle, aber das Gefühl vergeht nicht. Im Gegenteil! Es breitet sich auf meinen Kopf aus, läuft meinen Rücken herunter und fährt mir in die Glieder, bis diese unkontrolliert zu zittern beginnen.
Nichts gehorcht mir mehr.
Ich lande mit der Schulter voran im Gras, verkrampfe meine Hände in den Haaren und bete, dass das bald aufhört. Nichts scheint mehr richtig zu sein. Der Himmel ist unten, die Erde oben und ich höre alles nur noch durch einen Schleier.
Ich krampfe mich noch einmal zusammen, dass mir die Muskeln wehtun, und fixiere die Grashalme, die sich direkt vor meinem Gesicht sanft im Wind wiegen. Die Ränder werden schwarz, meine Sicht verschwimmt. Mein Körper kämpft zwar noch dagegen an, aber es ist ein Kampf, den ich nicht gewinnen kann.
„Mädchen?“
Ein Gehstock schiebt sich in mein Sichtfeld, aber mein Kopf gibt in dem Moment auf. Ein paar letzte Gedanken schießen hindurch, bevor ich in die Schwärze stürze.

Ich zucke hoch und fasse mir an den Kopf.
Verdammt. Was ist denn jetzt passiert? Gerade eben war ich doch noch mit dem verrückten Alten auf der Wiese.
Meine Sicht klart auf, aber gefallen tut mir das gar nicht. Sonnenstrahlen fallen in mein Gesicht und machen es beinahe unmöglich, etwas zu erkennen. Ich blinzle mehrmals, bis meine Tränen verschwinden und ich mich an die Helligkeit gewöhnt habe.
Vorsichtig setze ich mich auf und sehe mich um. Ich bin mitten auf einer Straße. Schnell komme ich hoch und drehe mich in jede Richtung. War alles nur ein Traum? Oder hat der Alte was mit mir gemacht?
„Sae?“
Ich zucke zusammen und drehe mich kampfbereit in die Richtung, aus der die Stimme kam. Ein Junge kämpft sich aus dem Wald. Älter als zwölf kann er unmöglich sein. Er hat verstrubbelte, braune Haare und ein breites, ehrliches Grinsen. Das Dunkelgrün seiner Jacke ist vor lauter Dreck kaum noch zu sehen und seine Hose besteht nur aus Flicken.
„Hast dich wohl immer noch nicht daran gewöhnt“, lacht er.
Ich weiß, ich kenne ihn, aber mir fällt beim besten Willen nicht ein, woher.
„Jetzt guck nicht so“, schmollt er, „Wir sind doch bald da“
Er zeigt in eine Richtung und ich folge mit dem Blick seinem Finger. In der Ferne sind schon die Dächer einiger Häuser zu sehen und noch weiter weg starren mich in Stein gehauene Gesichter an.
„Was-?“

Schreiend fahre ich hoch und fasse mir an die Brust.
„Ah, da bist du ja wieder“, stellt der alte Mann zufrieden fest. Ich schließe kurz die Augen und versuche, mir die Bilder genau einzuprägen, aber je mehr ich es versuche, desto schneller verschwinden sie.
Frustriert lasse ich es sein.
„Was ist passiert?“
Der Alte schaut mich schuldbewusst an und richtet sich auf.
„Komm mit, Kleine“ Er schlurft an mir vorbei in Richtung seines Häuschens und ich bleibe nachdenklich zurück. Diese Begegnung ist mir schon mehr als genug gewesen, aber ich will Antworten. Dieser Anfall ist kein Zufall.
Schwankend komme ich auf die Beine und folge ihm im großen Abstand in das Haus. Meine Beine sind immer noch wie Pudding und das Gefühl ist in meine Arme noch nicht zurückgekehrt. Auf dem Weg balle ich immer wieder meine Hände zu Fäusten, aber es bringt nicht viel. Ich muss mich wohl in Geduld üben und hoffen, dass das Gefühl zurückkommen wird.
Als ich eintrete, ist er schon dabei, das Wasser für einen Tee aufzukochen, und ich setze mich auf seinen Blick hin auf das Kissen an dem flachen Tisch. Die Wände und die Decke sehen aus, als würden sie jeden Moment zusammenbrechen. Der Putz ist dabei, sich zu lösen, und die Gläser der Fenster erstrahlen milchig weiß in der Sonne. Selbst das Mobiliar ist in keinem guten Zustand und so dreckig, dass ich nichts davon anfassen möchte. Räumt der Alte denn nie auf?
Seufzend setzt er sich mir gegenüber hin, legt seinen Stock neben sich und ignoriert meinen angeekelten Blick.
„Ich entschuldige mich hiermit für mein Verhalten“, beginnt er, „Diese ganze Bettelei der Nichtsnutze schlägt mir auf’s Gemüt“
Da er nur schlecht hochkommt, stehe ich auf, als die Teekanne pfeift, und gieße uns beiden eine Tasse Tee ein. Köstlicher Dampf steigt mir in die Nase und ich frage mich, was für Blätter der Alte verwendet hat. Einen solchen Geruch kenne ich nicht.
Da es unhöflich gewesen wäre, abzulehnen, schlucke ich meinen Ekel herunter und nehme mir eine der Tassen.
„Entschuldigung angenommen. Aber mich interessiert mehr, was da eben passiert ist?“, frage ich und nehme einen kleinen Schluck des Gebräus. Es belebt sofort meine Sinne und vertreibt selbst die letzten Reste an Unwohlsein nach meinem Anfall.
„Nun, das war mehr oder weniger meine Schuld“
Auf diese Idee wäre nun wirklich nicht gekommen! Der Alte räuspert sich und nimmt noch einen Schluck seines Tees.
„Ich war der Meinung, dass du bei deinem Chakralevel weißt, wie du mit dem anderer Leute zurechtkommst“
Ich blinzle ihn an. Zum wiederholten Mal hat er das Wort erwähnt, aber ich habe absolut keinen Bezug dazu.
„Was ist Chakra?“
Ich weiß nicht, was an der Frage lustig sein soll, aber Yuuto fängt schallend an zu lachen und klopft sich sogar auf den Oberschenkel. Ich befürchte, dass er hintenüberfällt, und setze mich alarmiert hin.
„Mädchen, hast du dich denn nie gefragt, woher die Shinobi ihre Fähigkeiten haben?“, gluckst er. Ich blinzle verwirrt. Der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank…
Hält der mich für eine Idiotin?
„Alles, was ich weiß, ist, dass ich diese Fähigkeiten nicht habe“, schnappe ich, stehe auf und will gehen. Ich höre, wie sich der Alte ebenfalls aufrafft und nach seinem Stock greift, aber bevor er sich in Bewegung setzt, habe ich schon den Ausgang erreicht.
„Das bezweifle ich sehr stark!“, brüllt er mir hinterher.
Ich habe keine Zeit, mich mit diesen Albernheiten abzugeben! Die Ohnmacht und diese seltsamen Bilder muss ich selbst ergründen, aber das werde ich erst tun, wenn Airi gerettet ist und wir uns in Sicherheit befinden.
„Mädchen, du wirst diese Fähigkeiten brauchen, wenn du in der Welt überleben willst“
Abrupt bleibe ich stehen und fahre zu ihm herum. „Was wissen Sie schon von dieser Welt? Sie nerven fremde Leute mit Ihren angeblichen Weisheiten!“
Er lächelt mich an. Er lächelt!
Ich kann nicht fassen, dass der Kerl mich doch tatsächlich anlächelt. Das wirft mich so sehr aus der Bahn, dass ich seinen Stock nur noch auf mich zu fliegen sehe, bevor ich mich auf dem Boden der Tatsachen wiederfinde.
Wortwörtlich.
„Jetzt hör mir mal gut zu, Kleine“, knurrt er gefährlich leise, „Du bist aus dem Nichts auf meinem Grundstück aufgetaucht, kippst um und wagst es jetzt auch noch, meine Gastfreundlichkeit auszuschlagen“
Ich schlage seinen Stock zur Seite und rapple mich auf. Die Sonne steht schon gefährlich tief am Horizont. Der Kerl hat meine Zeit eiskalt verschwendet!
„Ich muss weiter“, murre ich, aber wieder hält mich der Stock zurück. Der Alte fegt mir die Füße unter den Beinen weg und ich treffe schon wieder hart auf dem Boden auf.
Ich zucke zusammen, als das Ende des Stocks kurz vor meiner Stirn zum Halten kommt. Es ist unglaublich, wie schnell er trotz seines Alters ist!
„Du hörst mir jetzt erst einmal genau zu: Der alte Yuuto hat kein Interesse an irgendwelchen herzzerreißenden Geschichten, warum du ausgerechnet vor meiner Tür aufgetaucht bist. Jetzt bist du hier und ich kann so unhöfliche Menschen wie dich gar nicht leiden“
„Dann lassen Sie mich gehen“
Er hebt einen Finger und grinst mich schelmisch an.
„Das wäre doch zu einfach“
Er stupst mir gegen die Stirn und lässt dann endlich von mir ab, sodass ich mich aufsetzen kann. Ich reibe mir beleidigt die Stelle, auch wenn sie nicht schmerzt. Von einem alten Mann mehrmals überwältigt zu werden, fördert nicht gerade mein Selbstbewusstsein.
„Nein, Kleine, du hast mein Interesse geweckt. Jetzt sag mir erst einmal, was du so tief in diesem Wald zu suchen hast“
„Ich hab weder die Zeit noch die Lust, Ihnen meine Lebensgeschichte zu erzählen“, murre ich und unternehme einen letzten Versuch, aufzustehen und zu gehen. Allein das Heben seines Stocks lässt mich aber in meinem Vorhaben innehalten.
„Also?“
Ich lasse mich auf meinen Hintern fallen und verschränke die Arme. Nach allem, was passiert ist, wäre es zu gefährlich, ihn einzuweihen. Sogar die Dorfbewohner haben wegen mir Schwierigkeiten und von denen weiß weniger als die Hälfte, dass ich überhaupt existiere.
„Ich hab mich hier verlaufen“
„Auf die Idee bin ich auch schon gekommen“, grollt er, sodass ich leicht zusammenzucke und mir doch tatsächlich der Schweiß ausbricht.
„Mehr gibt es nicht zu wissen“
„Mädchen, wenn du mir nicht ein wenig mehr sagst, dann kann ich dir leider nicht helfen“
Seufzend steht er auf und ich sehe mit großen Augen nach oben. Was soll das denn jetzt?
„Du kannst die Nacht in meinem Haus verbringen, aber dann musst du gehen“
Ich denke lange über dieses Angebot nach. Ich bin noch lange nicht weit genug von dem Dorf und den Gesetzlosen entfernt, um aufatmen zu können. Wenn sie mich hier finden, habe ich ein Problem.
Aber ich will auch nicht die ganze Nacht draußen im Wald verbringen.
Es hilft nichts.
Ich folge ihm hinein in das kleine Haus und hoffe das Beste. Eines steht aber fest: gut schlafen werde ich auf keinen Fall.


Herzlich Willkommen zurück!
Ich freue mich sehr, dass es euch wieder hierherverschlagen hat und hoffe, dass euch auch dieses Kapitel hier gefällt. Da ich gerade Internet habe, dachte ich mir, nutze ich gleich die Chance, denn ich weiß nicht, ob ich morgen die Gelegenheit dazu finden werde.
Also, euch noch ein schönes Wochenende und guten Start in die neue Woche :)
LG Aravae
Review schreiben