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Blutlinien

von Be Izzy
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
Kankuro OC (Own Character)
28.05.2019
11.06.2020
24
77.012
3
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23.06.2019 2.715
 
Willkommen zurück!
Wie ihr vielleicht schon festgestellt habt, ist meine Geschichte in mehrere Teile gesplittet. Heute kommen wir zum letzten Kapitel des ersten Teils ^^
Ich wünsch euch allen einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche!
LG Aravae

Schäumend vor Wut findet sich Kankuro früh am Morgen im Kazekageturm ein. Er hatte keine Zeit, seine Klamotten zu wechseln, sein Kopf tut weh von der letzten Nacht und er kann sich kaum noch an die Einzelheiten erinnern.
Wenn er dieses freche Gör erwischt! Sie hat ihn doch tatsächlich in irgendeiner dunklen Ecke mitten im gefährlichsten Viertel Sunagakures liegen lassen und ihm auch noch sein Geld abgenommen! Aufgewacht ist er erst, als ein paar Betrunkene am helllichten Tag über ihn stolperten und sich so laut beschwerten, dass er befürchtete, sein Kopf würde platzen.
Kankuro ist daraufhin schwankend auf die Beine gekommen und hat sich davon gemacht, bevor jemand Hilfe holen konnte. Er muss zugeben, dass es weitaus schlimmer hätte kommen können.
Gut, dass niemand dieses kleine Gör gesehen hat, wie sie ihn nach allen Regeln vorführte, ansonsten hätte er seine Karriere als Shinobi an den Nagel hängen können. Wäre er doch lieber vorbeigegangen und hätte sie das selbst regeln lassen! Nach allem, was er gesehen hat, wäre sie wahrscheinlich auch gut selbst zurechtgekommen.
Er fasst sich an die Stelle, die vor einigen Stunden Bekanntschaft mit der Straßenlaterne gemacht hat, und murrt in sich hinein. Eine Beule wird ihn in den nächsten Tagen ständig an sein Versagen erinnern.
Mehrere Shinobi aus der Verschlüsselungsabteilung blicken ihm amüsiert entgegen und fangen sofort an zu tuscheln, als sie die dreckige und zerschlissene Kleidung sehen. Kankuro glüht sie verärgert an, aber das stört die Gruppe nicht weiter. Sie drängeln sich in dem schmalen Gang an ihm vorbei und setzen ihren Weg ungerührt fort.
Seufzend hält er vor der Tür zum Büro des Kazekagen und reibt sich den Nacken. Gegen das Getuschel kann er jetzt auch nichts mehr tun, außer es auszuhalten, aber was ihn drinnen erwartete, beunruhigte ihn noch mehr. Gaara wird ihm heute sicher wieder einen Vortrag halten und darauf hat er jetzt schon keine Lust mehr. Wäre er nicht so betrunken gewesen, hätte ihn diese kleine Göre wohl auch nicht so einfach überwältigen können und er wäre jetzt nicht so in Bedrängnis. Für Reue ist es jetzt aber sowieso zu spät. Er hätte es sich überlegen können, ob er ihr hilft, und jetzt musste er eben mit den Konsequenzen leben.
Höflich klopft er an die Tür und tritt ein. Neben seinen Geschwistern stehen auch zehn Shinobi bereit und sie alle starren ihn an. In Gaaras Augen erkennt er die Missbilligung, so wie er sich schon gedacht hat.
„Guten Morgen“, murrt Kankuro und gesellt sich zu den Shinobi.
„Wo bist du so lange gewesen?“, fragt Gaara ruhig, aber sein Bruder weiß, dass es gefährlich wird. Diese Tonlage hat er immer nur drauf, wenn ihm etwas nicht passt und im Moment ist das Kankuro, der aussieht, als hätte die letzte Woche keinen Schlaf bekommen.
„Ich hab verschlafen“
„Und das soll Alles sein?“, blafft Temari ihn laut an. Er hält sich den Kopf, verengt die Augen und sieht böse zu seiner Schwester.
„Kannst du weniger schreien?“
Die Shinobi in seinem Rücken kichern hinter vorgehaltener Hand, denn so sieht man Kankuro in letzter Zeit öfter. Er verbringt viel Zeit in den Bars und natürlich mit den Frauen, wofür er schon öfters von seinen Geschwistern eine Rüge bekommen hat. Aufgehalten hat ihn das bis jetzt allerdings nicht.
„Nein kann ich nicht“, schreit Temari in noch höherer Tonlage, die Kankuro durch Mark und Bein geht. „Man, du bist so ein Trottel! Wie kannst du dich nur vor einer Mission so volllaufen lassen?“
„So schlimm ist es gar nicht, Temari“, rudert er genervt zurück und fährt sich durch die Haare. Pech nur, dass dabei die große Beule an seiner Stirn sichtbar wird.
„Du hast dich gestern geprügelt“, sagt Gaara scharf. Früher wäre Kankuro unter seinem Blick zu einer Mücke zusammengeschrumpft, aber jetzt begegnet er diesem mit Gelassenheit. Es ist gut für ihn, dass seine Geschwister nicht wissen, was tatsächlich in der Nacht passiert ist.
„Das ist nur ein Kratzer“
Temari scheint mit der Aussage nicht zufrieden zu sein und will weiterbohren, aber der Kazekage akzeptiert die Verschwiegenheit seines Bruders. Sie haben Besseres zu tun, als Kankuros Babysitter zu spielen.
„Gut. Kommen wir zu dem eigentlichen Grund, warum ich euch hierher gerufen habe“, beginnt Gaara. Er holt einige Dokumente hervor und reicht sie dem nächsten Shinobi. Der verteilt die Zettel weiter unter der Gruppe, bis auch Kankuro einen entgegennimmt und nachdenklich die Informationen liest.
„Das Reich der Flüsse will unsere Hilfe?“
„Ja. Sie haben in letzter Zeit unter massiven Angriffen von Gesetzlosen zu leiden und bekommen es selbst nicht unter Kontrolle“
„Warum wenden sie sich an uns?“, fragt einer der Shinobi – Kankuro kann schwören, dass der Kerl Asahi heißt und zur Anbu gehört.
„Sie haben nicht genug Shinobi und die Verbrecher haben sich bereits eine feste Basis errichtet, die noch nicht zerstört werden konnte. Außerdem gibt es Bericht, dass sie sich auch auf das Windreich ausbreiten wollen“
„Das klingt gar nicht gut“, kommentiert Temari.
„Deswegen wird der Trupp auch sofort aufbrechen und die Sache untersuchen“, sagt Gaara fest, „Kankuro wird ihn anführen. Wenn sich die Sache als harmloser herausstellen sollte, als erwartet, kehrt ihr sofort zurück und erstattet Bericht“
Die Shinobi nicken und verlassen einer nach dem anderen den Raum. Nur Kankuro bleibt stehen und sieht seinen Bruder aus unergründlichen Augen an.
„Gibt es noch etwas, das ich wissen sollte?“
Gaara gibt seine ernste Haltung auf und blickt aus dem Fenster. Die Müdigkeit ist ihm ins Gesicht geschrieben.
„Es gab gestern Nacht eine heftige Auseinandersetzung zwischen Suna-Shinobi und einer Horde Gesetzloser. Wir haben sie nur mit Mühe ausschalten können“
„Wissen wir, was die hier zu suchen hatten?“, fragt Temari. Die ganze Sache schmeckt ihr gar nicht, denn es ist schon länger nicht mehr zu solchen Auseinandersetzungen gekommen. Dass es jetzt wieder anfängt, ist kein gutes Zeichen.
„Nein, aber wir wissen, dass einige entkommen konnten. Ich habe bereits einen Trupp zusammengestellt, der das Ganze untersuchen soll, aber es wird eine Weile dauern, bis wir die ersten Ergebnisse haben“
„Zu schade. Ich würde gern wissen, ob da welche aus dem Reich der Flüsse dabei waren“, flucht seine Schwester.
„Wenn es so ist, dann ist unser Problem größer als gedacht“, antwortet Kankuro. Er denkt zurück an letzte Nacht und überlegt, ob er den Vorfall melden sollte. Wenn er das aber tut, muss er seinen Geschwistern beichten, dass ein Mädchen ihn ausgeschaltet hat.
Nein. Das kommt gar nicht in Frage.
Sollte die beiden Angreifer tatsächlich auch zu der Gruppe Gesetzloser gehören, würde der Untersuchungstrupp das herausfinden.
„Deswegen will ich, dass du die Augen offenhältst, Kankuro“ Gaara ist bewusst, dass es ein Risiko ist, seinen Bruder zu schicken, aber ihm vertraut er von allen nun mal am meisten und Temari braucht er hier an seiner Seite. Wenn wirklich etwas schieflaufen sollte, dann wird Kankuro das händeln und sein Team heil zurückbringen können. Oder bei dem Versuch sterben.
Er nickt mit ernstem Ausdruck im Gesicht.
„Du solltest dich losmachen“, rät der Kazekage.
Kankuro verabschiedet sich von den beiden und verlässt dann den Raum in Richtung seiner Wohnung. Bevor er zu einer langen Mission aufbricht, will er wenigstens eine Dusche nehmen und sich frische Kleidung anziehen. Dreckig wird er auch früh genug wieder.

Am nächsten Morgen lehne ich an der Hauswand eines kleinen Ladens und bewege vorsichtig meine linke Hand. Die Schwellung ist schon ein wenig zurückgegangen, aber meine Knöchel pochen immer noch unangenehm. Ich werde sie wohl noch einige Zeit nicht einsetzen können und das wurmt mich.
Ich bin so hilflos, dass ein betrunkener Shinobi mich retten musste. Ein betrunkener Shinobi! Wie erbärmlich ist das denn bitte? Wenn ich schon allein zurechtkommen muss, dann sollte ich auch in der Lage sein, mich im Notfall selbst zu verteidigen.
Aber nein! Ich muss mich ja wieder ins Chaos stürzen.
Ich schüttle den Kopf und drehe weiter mein knackendes Handgelenk. Wenigstens hat es sich gelohnt. Nach allem, was ich gestern aus der Bar erfahren habe, gibt es keinen Zweifel daran, dass die Typen nichts Gutes mit Airi vorhaben. Es ist klar, dass ich sie zurückholen muss, aber jetzt steht auch mein Leben auf der Kippe. Wenn sie mich erwischen, dann gibt es keine Hoffnung mehr für uns. Ich muss so schnell es geht aus Sunagakure verschwinden, untertauchen und so viel über meine Gegner herausfinden wie möglich.
Die Wüste zu durchqueren ist aber kein Unterfangen, das ich leichtfertig angehen sollte. Schon mit Ken’ichi habe ich darüber gestritten, dass es purer Wahnsinn ist. Ich weiß, dass die Händler eine spezielle Route haben, und die Shinobi mit ihren übernatürlichen Fähigkeiten haben auch keine Probleme, sicher von einer Ecke in die nächste zu gelangen. Aber ich brauche mehr als Glück und übernatürliche Fähigkeiten. Ich brauche Ausrüstung.
Deswegen stehe ich auch an diesem Morgen vor dem kleinen Laden und warte ungeduldig auf den Besitzer. Die Sonne zeigt sich gerade einmal am Horizont und bis auf ein paar Hunde ist in der Nähe niemand schon wach.
Neben mir wird eine Tür geöffnet und mein Blick schnellt in die Richtung.
„Nun“, spricht er mich an, „Mit so frühem Besuch habe ich nicht gerechnet“
Ein alter Mann mit Gehstock lächelt mich freundlich an und geht an mir vorbei, um die Tür zu öffnen. Neugierig beobachte ich ihn. Seine Haut ist runzlig von all den Jahren, die er erlebt hat, und er bewegt sich trotz der Hilfe nur gebeugt fort.
Ich lege den Kopf schief, als er die Tür öffnet und mich erwartungsvoll ansieht. „Na los, Mädchen. Wir werden nicht jünger“
Lächelnd schlüpfe ich an ihm vorbei in den spärlich belichteten Raum. Ein paar Regale stehen an den Wänden und mir gegenüber ist eine kleine Theke aufgestellt. Dutzende Gläser fangen die ersten Sonnenstrahlen auf und machen es mir schwer, den Inhalt zu erkennen.
„Deine Hand sieht gar nicht gut aus, Kleine“, sagt der alte Mann, schlurft an mir vorbei und lehnt sich hinter der Theke gegen das alte Holz.
„Deswegen bin ich nicht hier“, sage ich. Als er mehrere Lampen anzündet, kann ich auch endlich damit beginnen, mir die Regale anzusehen. Wenn etwas von meinem Interesse da gewesen wäre.
„Wenn du hier etwas kaufen willst, musst du warten, bis ich fertig bin“, sagt der Alte, „Oder du hilfst mir beim Einräumen“
Da ich bei seinem Tempo Wochen warten werde, bis in dem Laden alles an seinem richtigen Platz steht, nicke ich und folge ihm in den hinteren Teil des Hauses.
„Mein Name ist im Übrigen Taro“, sagt er und zeigt auf ein Regal zur Rechten, „Du kannst das Alles nach vorn bringen, aber wehe, du stiehlst etwas“
Leicht schmunzelnd beginne ich damit, die Körbe mit Obst und Gemüse nach vorn zu bringen. Allerdings nur einen nach dem anderen, da meine linke Hand zu nichts mehr zu gebrauchen ist.
„Es ist schön, Ihre Bekanntschaft zu machen“, rufe ich nach hinten, „Man nennt mich Sae“
Als Taro wieder nach vorn kommt und Gläser mit seltsamen Flüssigkeiten auf die Theke stellt, sehe ich, dass er lächelt.
„Ist das dein wirklicher Name oder nennt man dich nur so?“
Da ich ihm auf diese Frage nicht antworten will, gehe ich nach hinten und hole einen Beutel mit vielen seltsamen Dingen nach vorn. Neugierig schiele ich hinein und weiß nichts mit dem Inhalt anzufangen. Blitzt da etwa Metall? Schulterzuckend lege ich es auf Anweisung des alten Mannes hin in eines der Regale und denke nicht weiter darüber nach.
Trotz meiner Verletzung stehen nach einer Stunde alle Dinge an ihrem vorgesehenen Platz. Taro inspiziert ein letztes Mal alle Stücke und grinst dann zufrieden.
„Nun. Eine Diebin bist du auf jeden Fall schon mal nicht, auch wenn du deine Geheimnisse zu haben scheinst“ Als er meinen Blick bemerkt, fügt er noch schnell hinzu: „Die mich natürlich nichts angehen“
„Also, was willst du haben?“
Da ich nun im Bild darüber bin, was es hier so gibt, zähle ich ihm schnell Alles auf, was ich meiner Meinung nach brauchen könnte. Taro pfeift durch seine Zahnlücken und beginnt gleich damit, die aufgezählten Dinge auf den Tresen zu legen.
„Mädchen, du siehst mir nicht wie jemand aus, der die ganze Welt bereisen will“, gibt er zu und ich ziehe eine Augenbraue hoch.
„Das will ich auch nicht“
„Dann solltest du dir noch einmal genau überlegen, was du wirklich brauchst“, rät er mir. Ich versuche, mir mein Misstrauen nicht anmerken zu lassen. Weiß er etwa, was ich vorhabe? Aber das kann nicht sein.
Er nickt, als ich ein Messer und den Brotlaib wieder zurück an ihren Platz lege, dafür aber eine größere Karte herausnehme. Noch immer beobachte ich ihn ganz genau, aber mehr als einen alten Mann kann ich in ihm nicht erkennen. Was hat er nur an sich, dass meine inneren Alarmglocken alle zur gleichen Zeit angehen?
„Du musst vor mir keine Angst haben, Kleine“, sagt er in einem sanften Tonfall. Ertappt zucke ich zusammen.
„Sie scheinen sehr viel zu wissen, Taro“
„Ich weiß nichts über diese Welt“, widerspricht er mir, „Aber ich bin durchaus noch in der Lage, zu sehen“
„Und was genau sehen Sie?“
„Eine junge Frau mit einer Mission“ Seine Antwort kommt so schnell, dass ich am liebsten aufgesprungen und gegangen wäre. Mir sind Menschen, die mich auf der Stelle durchschauen, nicht geheuer.
„Verzeihen Sie, wenn ich Sie in meine Pläne nicht einweihe“
Schallendes Lachen erfüllt für einen Moment den Raum, in dem ich den alten Mann irritiert anstarre und nicht weiß, wie ich mit dieser Situation umgeben soll. So jemand ist mir noch nie zuvor begegnet.
„Kleine, ich mach dir einen Vorschlag: du zeigst mir, wie du das Alles bezahlen willst, und ich werde dir noch eine Kleinigkeit mitgeben als Dank dafür, dass du mir geholfen hast“
Soweit kann ich also mit ein wenig Arbeit kommen. Der Alte mag mich und will mir sogar etwas aus seinem Laden für umsonst mitgeben. Kann ich diesem Angebot denn widerstehen?
Ich hole den Stoffbeutel hervor, den ich gestern Abend Ken’ichi abgenommen habe, und verteile einige Münzen auf dem Holz des Tresens. Der Alte staunt nicht schlecht, als er das ganze Geld sieht, und auch ich habe noch nicht realisiert, in welchem Reichtum ich gerade lebe.
Taro zählt sich ein paar Münzen ab, gibt mir den Rest zurück und zeigt mit seinem Finger auf ein Regal zu meiner Linken.
„Nimm den da mit. Ich bin sicher, er kann dir mit deiner Hand helfen“
„Vielen Dank“ Ich sammle alles ein und lasse es in meinen neuen Beutel fallen. Es ist der, den ich vor einer Stunde schon einmal in der Hand gehabt habe. Was genau sich darin befindet, werde ich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt herausfinden.
Im Moment liegt mein Blick eher auf einem dunkelgrünen Mantel mit Kapuze. „Den nehm ich auch noch“
Nachdem weitere Münzen den Besitzer gewechselt haben, verabschiede ich mich von dem alten Mann und trete nach draußen in die helle Sonne. Auch heute wird es ein Tag ohne Wolken am Himmel werden.
Ich lasse den Beutel zu Boden rutschen und werfe mir den langen Mantel um. Zu lang, wie ich feststellen muss, aber das Problem werde ich erst später beheben. Im Moment ist mir nur wichtig, dass mich der Stoff vor neugierigen Blicken schützt.
Mit langen Schritten gehe ich in Richtung Westen, denn dort befindet sich einer der wenigen Ausgänge der Stadt Sunagakure. Auf dem Weg fülle ich meine neuen Wasserflaschen bis zum Rand mit dem Wasser eines Brunnens, was mir einige mürrische Blicke einbringt.
Die Menschen aus Suna mögen es nicht, wenn jemand ihr wertvolles Wasser stiehlt, aber darum habe ich mir noch nie Gedanken machen können. Hätte ich es getan, wäre ich wohl vor langer Zeit verdurstet.
Kurz bevor die Sonne ihren höchsten Punkt erklimmt, erreiche ich den schattigen, aber schmalen Durchgang. Shinobi stehen zu beiden Seiten und behalten mich fest im Blick, als ich einen Fuß vor den anderen setze und die flirrende Wüste am anderen Ende immer näherkommt.
Mein Herz schlägt mir bis zum Hals.
Vor zwei Jahren bin ich in Sunagakure in einer dunklen Ecke aufgewacht und seitdem ist diese Stadt zu so etwas wie einem Zuhause geworden. Nun verlasse ich meine bekannte Heimat. Was mag mich dort draußen erwarten?
Ich weiß es nicht, aber eines steht fest: Ich komme, Airi.
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