Der winkenden Mann

von luis
OneshotAllgemein / P16
Freddie Faulig Sportacus
27.05.2019
27.05.2019
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Regentropfen  liefen  an ihm herunter. Es war kalt und dunkel. Er stieg aus dem Zug und rannte so schnell es ging unter das Dach. Ein Taxi fuhr an den Straßenrand und hielt dort an. Er rannte zu diesem Taxi und klopfte an die Scheibe. Der Fahrer ließ die Scheibe herunter und sah ihn böse an.
,,Ja?“
,,Hallo. Fahren Sie mich bitte direkt zum nächsten Hotel“
Der Fahrer nickte und der Mann stieg ein.

10 Minuten später hielten sie vor einem kleinem Hotel. Der Mann stieg aus, bedankte sich bei dem Fahrer und bezahlte die Fahrt.
So schnell es ging rannte er zum Eingang.
,,Ja bitte ?“ fragte eine Frau mit Brille hinter dem Tresen.
,,Hallo. Ich brauche bitte ganz dringend ein Einzelzimmer. Nur für diese Nacht“
,,tut mir leid. Aber wir sind ausgebucht“
,,Oh. Können Sie da wirklich gar nichts machen ?“
,,Nun... wir haben noch ein Doppel Zimmer. Aber dort ist schon ein Mann. Wenn es ihnen nichts ausmacht...“
,,Nein nein ist okay. Ich nehme das Zimmer.“
,,Nun gut. Hier ist ihr Schlüssel!“
Sie reichte ihm einen kleinen goldenen Schlüssel. Er bedankte sich und ging auf die Suche nach seinem Zimmer.
Vor einer dunkelbraunen Tür blieb er stehen und lächelte.
,,Hier muss es sein”


Er öffnete die Tür und ging herein.
Alles war dunkel. Er suchte nach einem Lichtschalter, den er irgendwann auch fand. Er sah zwei Betten. Auf einem lagen viele verstreute Sachen.
Diese müssten dem andern Mann gehören. Auf einmal öffnete sich die Badezimmer Tür und ein großer blasser Mann mit schwarzen Haaren kam heraus. Er trug nur ein Handtuch um seine Hüften. Man sah sofort das  er nicht richtig laufen konnte.  Beide Männer erschraken sich.
,,Wer bist du ?!” Fragte der große dünne Mann.
,,Mein Name ist Sportacus. Und wie heißt du ?”
,,Robbie Rotten”
,,Schön dich kennnen zu lernen Robbie !” Sportacus hielt ihn eine Hand hin, doch Robbie machte nicht den Eindruck sie zu schütteln.
Langsam zog Sportacus seine Hand zurück.
,,Was willst du hier ?”
Robbie hob eine Augenbraue.
,,Ich habe dieses Zimmer hier gemietet. Für eine Nacht. Zusammen mit dir.” Erklärte Sportacus.
Aber Robbie verstand nicht. Sportacus erklärte es ihm.
Nach dieser Erklärung sah Robbie zwar nicht glücklich aus, aber er akzeptierte sein Schicksal.

Knapp eine Stunde später lagen sie in ihren Betten und unterhielten sich. Sportacus fragte Robbie warum er so schlecht laufen konnte und diese Krücken besaß.
,,Autounfall. Ich bin seit dem fast gelähmt in den Beinen.”
,,Das tut mir leid Robbie.”
,,Ja... whatever”
,,Wenn es irgendetwas gibt was ich für dich tun kann...”
,,Ja. Lass dieses Mitleid. Ich bekomme täglich genug davon. Jetzt lass uns das Thema wechseln.”
,,Hast du Kinder ?”
,,Wie bitte ?”
,,Hast du Kinder ?”
,,Ich hasse Kinder.”
,,Oh. Warum?”
,,Meine Frau starb bei der Geburt unseres ersten Kindes.“
,,Oh Robbie. Das tut mir so-...“
,,Wie ist es bei dir ? Hast du Kinder ?“
,,Ja. Einen Sohn. Er ist 5 Jahre alt.“
,,Und wie geht es ihm so ?“
,,Er ist unglücklich. Er hat eine geistige Behinderung. Er ist jeden Tag am Bahnhof und winkt den Leuten im Zug zu. Aber nie winkt jemand zurück. Und das macht ihn traurig. Er denkt das ihn keiner mag, aufgrund seiner Behinderung.“
,,Ich würde ja Mitleid haben. Aber ich hasse Kinder, und somit auch deinen Sohn“

Sportacus wollte gerade etwas darauf sagen als Robbie sich auf die Seite dreht und einschlief.

Sportacus blieb noch lange wach. Er dachte über Robbies Worte nach. Wie konnte er eine Person hassen die er gar nicht kennt ?. Robbie war so unfreundlich und unhöflich.


Am nächsten Morgen war Robbies Bett leer und seine Koffer weg. Sportacus ging zurück zum Bahnhof und stieg dort in den Zug der ihn nach Hause fahren sollte.

Als er zu Hause die Tür öffnete fiel ihm sein Sohn mit ausgestreckten Armen entgegen.
,,Papa! Einer hat tatsächlich gewunken. Er hat mir aus dem Zug zu gewunken. ! Zuerst nur aus dem Fenster und dann hat er ein Taschentuch an seine Krücke gebunden und diese aus dem Fenster gehalten damit ich es sehen kann. Er hat mir ganz lange zu gewunken.“

Sportacus erstarrte.
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