Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Prinzenrolle 3

GeschichteAbenteuer, Familie / P18 / MaleSlash
Loki OC (Own Character) Thor
27.05.2019
24.02.2020
41
120.828
49
Alle Kapitel
528 Reviews
Dieses Kapitel
10 Reviews
 
17.02.2020 2.848
 
N/A: Ihr Süßen habt uns den Tag mit einer Review versüßt (Doch, man darf süß sagen, nur nicht in Bezug auf Thor und Loki ;-)) Danke an: Asda, Blacky0809, G1976, Gast, Hyrule, Kitao, Liko Lokison, My-name-is, Princess650girl, Piccolo II, Tauruial, Trafalgar-Law-17, Waermelampe, Wolkenspinnerin.

Wann war noch mal wer? Links am Ende des Kapitels.

=======================

Mein plötzliches Auftauchen, in meinem alten Gemach, bescherte mir einen blutigen Schnitt an der Kehle. Gleich darauf prallte mein Schwert neben mir auf den Boden, vor mir fiel mein Kammerdiener auf die Knie.

»Mein Prinz! Verzeiht mir. Ich vermutete diebische Eindring…«

»Steh auf und bring mir zu Trinken, Harivald! Ich habe nicht viel Zeit.«

»Sehr wohl, mein Prinz.«

Als Harivald durch die Tür verschwand, sah ich ihm irritiert hinterher. Diebische Eindringlinge? Im Palast?
Kopfschüttelnd schritt ich zu den Regalen mit den magischen Büchern, die mir Thor damals in den Kerker schmuggelte. Selbst wenn Thor überall in meinen Sachen herumwühlen würde… dort sicher nicht.

Ich musste mich beeilen. Harivald würde nicht mehr lange brauchen, bis er zurückkehrte. Da war es: Verbotene Magie.
Grinsend zog ich das Buch heraus und langte in den Hohlraum dahinter. Es lag noch immer so gut in der Hand, wie ich erinnerte. Schnell ließ ich es in meiner Gewandtasche verschwinden. Die Tür wurde geöffnet. Ich schob das Buch zurück an seine Stelle.

»War Euer Vorhaben von Erfolg gekrönt, mein Prinz?« Harivald stellte ein Tablett auf dem Tisch ab und schenkte mir in einen Becher Eronbeerensaft, den ich dankend annahm.

»Darüber gibt es keinen Zweifel, Harivald. Genauso wenig darüber, dass ich solche Taten nicht wiederholen möchte. Ein schlagendes Herz in den Händen zu halten… ist jagt einem frostige Schauer über den Körper. Doch gehe ich fest in der Annahme, für denjenigen, dem das Herz genommen wird, ist es noch kälter.« Ich leerte den Becher mit einem Zug. »Was habe und was werde ich verpassen?«

»Gesindel treibt sich überall im Palast herum, mein Prinz. Darum dachte ich irriger Weise, ein Eindringling wollte Eurem Eigentum habhaft werden.«

»Gesindel? Wie kommt es in den Palast?«

»Irmingard lud unzählige Gestalten dazu ein, Zeuge eines epochalen Ereignisses zu werden.«

»Harivald, sagte ich nicht bereits, dass ich nur wenig Zeit habe? Kürze diese epochale Geschichte ab.«

»Irmingard ist darnieder gekommen und strebt an, aller Welt den neuen Stammhalter der südlichen Nidaler zu präsentieren.«

»Ubila! Sag an, wurde es ein Junge, wie sie prophezeite?«

»Thorwald, ein winziger Knabe. Seinem Vater Snerk wie aus dem Gesicht geschnitten, erzählt man im Palast.«

»Thorwald!« Das würde Thor sicher nicht erfreuen. »Was sagt der Allvater dazu

»Er hat eine begrenzte Anzahl an Gratulanten genehmigt, allerdings gleichsam die Lords Fandral, Volstagg und Hogun darum gebeten, die Ordnung zu überwachen.«

Die drei Narren? Das konnte nur in einer Katastrophe enden. Es war besser, schnellstens das Weite zu suchen. »So werde ich mich eilen aufzubrechen und… Harivald, ließ Königin Frigga einen Weinkrug für Thor in sein Gemach bringen?«

»Ja, mein Prinz. Jotan sprach von dem eigenartigen Geruch. Er fürchtete, der Wein könnte verdorben sein.«

Oh ja. Er war verdorben, wenn auch auf eine andere Art. »Bring mir den Krug. Ich werde ihn für Thor mitnehmen

»Sehr wohl, mein Prinz.«

***

Odin und Frigga erschienen direkt vor dem Eingang von Vilis Schloss. Missbilligend blickte sich Odin um. »Midgardisch! Ich wusste es.«

»Odin, es ist eine Lustbarkeit für Vilis Neugeborene. Denk daran diplomatisch zu bleiben. Besonders wenn wir auf Helblindi treffen.«

»Frigga, ich bin König. Diplomatie ist meine Stärke.«

»Meistens.« Sie lächelte wissend.

In diesem Moment öffnete sich das Tor und Vili trat strahlend heraus. »Wie wunderbar, dass ihr gekommen seid. Ich begrüße euch im Hafaz. Tretet ein, fühlt euch willkommen. Wie war die Anreise mit der Blase?«

»Ich habe uns hierhergebracht«, gab Odin brummig zurück.

Vili ließ sich davon nicht anstecken. Er trat zur Seite, um für das asgardische Herrscherpaar Platz zu machen.

Frigga stieß Odin leicht gegen die Schulter. Dieser blickte sie fragend an und folgte ihrem Blick zu seiner Hand. »Eehm… wir haben eine Gabe zur Wasserweihe deiner Tochter mitgebracht.« Odin übergab Vili ein kleines Kästchen.

»Danke Bruder.« Vili öffnete es. Seine Augen begannen zu glänzen. »Ein Makare-Stein. Wie wunderbar. Sie sind selten geworden. So wie ich erinnere, wirken sie phantastisch, um den Schmerz beim Zahnen zu dämpfen. Danke, im Namen von Ysmi. Ich hoffte, du und Frigga kommt zur Wasserweihe. Wir werden sie mit dem Eisritual in Jotunheim verbinden. Aber das können wir später besprechen.« Vili deutete einladend ins Schloss hinein. »Nun kommt erst einmal herein!«

Frigga wollte los, doch Odin blieb stehen. »In Jotunheim?« Odin starrte Vili missbilligend an und spürte sogleich Friggas Hand, die sich beruhigend auf seinen Arm legte.

»Ja. Ysmi ist ein Kind beider Welten. Auch deine Enkel haben das Eisritual vollzogen. Die Wasserweihe allerdings nicht, oder?«

Odin verzog unzufrieden den Mund. »Da Loki und Tiara auf Midgard und Thor mit Loan im verbotenen Wald weilten, war dies nicht möglich.«

»Wunderbar! Dann lass uns doch nachträglich die Wasserweihe vollziehen. Mit allen drei Kindern. Auch Loan und Tiara sollten auf die alte asische Weise in die Sippe aufgenommen werden.«

»Falls Loki und Thor dies wünschen, wird es in Gladsheim stattfinden, nicht in Jotunheim.« Odin betrat das Schloss und musterte die außergewöhnliche Einrichtung.

Frigga blieb bei Vili am Eingang stehen und raunte ihm zu: »Ich würde eine gemeinsame Weihe sehr begrüßen. Ich habe es bedauert, dass wir diese versäumt haben.«

Vili lächelte noch immer. »Ich werde mit Helblindi, Loki und Thor reden. Es wird sich ein Weg finden. Und nun komm.«

***

Aus dem Salon hörte ich die laute Stimmen. Die eine von Helblindi, die andere von… Odin. In diesen Zweikampf wollte ich mich jetzt nicht verwickeln lassen. Ich huschte an der offenstehenden Tür vorbei und warf einen schnellen Blick hinein. Vater, Mutter, Helblindi, Nal und Ysmi waren anwesend. Thor konnte ich nicht sehen. Wahrscheinlich weilte er in unserem Gemach.

Ob Helblindi absichtlich stand? Er überragte Vater um mehrere Köpfe und das schien diesem nicht sonderlich zu behagen. Mutter hielt Ysmi in den Armen und wirkte entzückt, was ich gut verstehen konnte. Auch mich erinnerte Ysmi an die Anfangszeit von Tiara. Doch musste dies jetzt alles warten. Meine vordingliche Aufgabe hieß Thor. So löste ich mich von diesem Anblick, um zu unserem Gästegemach zu eilen.

An der Tür traf ich auf Limiteti, die geschäftig meine Kinder vor sich aus dem Raum schob.

»Schsch Prinz Loan, wir wollen Prinz Thor doch nicht wecken… Prinzessin Tiara, nicht so schnell, hiergeblieben und… oh... Prinz Loki, willkommen. Prinz Thor ist bei der Bespaßung der Kinder eingeschlafen. Wollt Ihr Loan und Tiara bei Euch behalten?«

Ich war auf ein Knie gegangen, um Tiara einzufangen, hielt sie noch im Arm und strich Loan über den Kopf, der seine Hände nach mir ausstreckte. »Jetzt nicht. Ich habe noch etwas zu erledigen.«

»Sehr wohl, Prinz Loki.«

Limiteti knickste. Ich richtete mich auf, übergab Tiara ihrer Kindermaid, nicht ohne sie und Loan vorher zu küssen. »So seid brav und stehlt Limiteti nicht noch ihren letzten Nerv. Dafür ist jemand anderes zuständig.« Ich erhaschte noch einen Blick auf ihre erröteten Wangen, bevor ich unser Gästegemach betrat.

Die Bettstatt war unbenutzt und leer. Aber sagte Limiteti nicht Thor wäre eingeschlafen? Irritiert umrundete ich die Bettstatt und fand Thor auf dem Boden sitzend, das Kinn auf der Brust ruhend. Um ihn herum lagen mehrere Holzpferde. Daneben konnte ich neue Figuren erkennen. Ähnlich der Plastik-Spielfiguren aus Midgard, die es von allen Avengers und sogar von mir gab, waren hier aus Holz Thor, unsere Kinder und ich nachgebildet. Wo kamen diese wohl her? Etwas was ich später herausfinden konnte. Ein Schwebetrick war die beste Methode Thor in die Bettstatt zu bekommen, ohne ihn dabei zu wecken.

Thor grummelte leise vor sich hin, griff sich ein Kissen und schob es sich unter den Kopf. Ich webte Magie und sorgte dafür, dass er tiefer in den Schlaf versank als üblich. Wenigstens trug er nicht seinen Waffenrock mit dem Brustpanzer. So schob ich seine Hemdtunika nach oben, bis ich an die Stelle seines Herzens kam und schloss die Augen.

Meine Fingerspitzen kribbelten, als ich meine Magie aussandte, meinen Anker in ihm zu finden, ihn zu prüfen und erneut zu festigen. Danach suchte ich nach Amoras Hinterlassenschaften. Wie sie es sagte, fand ich den magischen Splitter direkt hinter dem meinen, mit meiner Aura überzogen. Nur ich selbst war in der Lage, diesen von dem meinigen zu unterscheiden. Wütend knirschte ich mit den Zähnen und schickte Vernichtung auf den falschen Splitter. Nie wieder würde er Thor und mir Ärger bereiten. Er verging in meinem magischen Leuchtfeuer.

Thor bewegte sich unruhig. Ich strich ihm beruhigend über die Wange, den Hals entlang bis zur Brust. »Schschsch Donar… es ist alles gutschschsch… schlaf weiter, tief und fest.«
Er entspannte sich. Ich wartete noch einige Lidschläge, um wirklich sicher zu gehen, bevor ich meinen Rachefeldzug begann.

Zuerst holte ich mein kleines midgardisches Kleinod aus der Tasche und legte es neben mich. Zufrieden ließ ich meinen Blick über Thors gewaltigen Körper streichen. Wie wunderbar anzusehen er war. Meins!
Lächelnd rückte ich näher an ihn heran, streichelte seine Seiten, bis meine Hand schließlich ihren Weg unter den Bund seiner Hose fand. Thor räkelte sich, fand jedoch nicht aus seinem Schlaf heraus. So sollte es sein. Ich beugte mich vor, küsste seinen Hüftknochen und wirkte Magie direkt in ihm. Vorsichtig und sanft…

Zufrieden betrachtete ich mein Werk, während ich ihm die Hose richtete und mich neben ihn legte. »Oh Donar, ich kann dir nicht sagen, wie sehr ich mich auf die nächsten Stunden freue.« Doch vorher wollte ich den Moment nutzen, um eine wichtige Frage endgültig zu klären.

***

»Mab!« forderte Tiara nachdrücklich. »Mab!«

»Ach, Eure Figuren habe ich im Gemach Eurer Eltern liegen lassen. Schaut her, Prinzessin Tiara. Dieses Flugschiff gehörte Prinz Falk. Es ist…«

»Mab!« bestand Tiara auf ihren Wunsch.

Limiteti sah nach Loan, der es geschafft hatte die Tür aufzudrücken. »Prinz Loan!«

Im gleichen Moment stand Königin Frigga in der Tür. »Da sind ja meine Lieblinge. Loan!«

»Amma!« Loan lachte und streckte seiner Großmutter die Arme entgegen.

»Limiteti, du wolltest doch nicht meine Enkel vor mir verstecken?« scherzte Frigga, während Tiara auf die Beine kam und zu ihrer Großmutter rannte. »Ich nehme die Kinder mit mir. Nimm dir etwas Zeit für dich.«

»Sehr wohl Majestät.« Limiteti sah der Familie nach und räumte die Spielsachen zusammen.

***

Vilis Bibliothek war nicht annähernd so groß wie die in Gladsheim, führte jedoch Bücher, die ich nie zuvor gesehen hatte. Wo mochte ich ein Buch finden, dass meinen Wissensdurst zu stillen wusste.

»Ist es wieder dies hier, was Ihr sucht?«

Ich fuhr herum. Keenor. Er hielt mir ein Buch mit rotem Umschlag entgegen. Wieder? »Ich kenne diese Bibliothek nicht. Wie sollte ich hier wieder etwas suchen?« Keenor wirkte erschrocken.

»Gewiss, Prinz Loki. Ich dachte… da Ihr die Welten bereist… könnte dieses Buch aus Midgard Euch nützlich sein.«

Interessiert blickte ich auf den Umschlag. In 80 Tagen um die Welt. Als ob Midgarder dazu in der Lage wären. »Augenblicklich suche ich eine andere Lektüre.«

»Sagt mir was Ihr sucht. Ich kenne jedes Buch hier.«

Seine Stimme war dunkel und klar wie Kristall. »So seid Ihr der Bibliothekar?«

»Ich suchte eine Beschäftigung und wenn man diese mit dem Vergnügen verbinden kann...« Er lächelte.

»Ich suche ein Buch über die zehn Welten Yggdrasils

»Dort in diesem Bereich findet Ihr alles was der Herr über Yggdrasils Reiche zusammentrug.«

Ich folgte seinem Handzeig. »Habt Dank.« Er neigte etwas den Kopf und verließ die Bibliothek. Sein „wieder“ wollte mir nicht aus den Sinn. Ich verfolgte seinen Rückzug, denn nichts Anderes schien es mir. Konnte es sein, dass ich hier schon einmal war und es vergessen hatte? Seltsam!

Ich schüttelte Gedanken vertreibend den Kopf und schritt zügig zu dem Regal. Neugierig las ich die verschiedenen Buchtitel. Die 10 Welten Yggdrasils. Da war es! Nicht mehr zu Verleugnen. Nicht mehr nur eine vage Ahnung. Es gab zehn Welten! Eine Welt, die man uns vorenthielt. Niemand sprach darüber. Nicht in der Lehranstalt, kein Ase erwähnte je eine zehnte Welt. Es gab keine Bücher darüber in Asgard. Der Allvater selbst musste Vili verboten haben, darüber zu reden. Aber warum?

***

»Li?«

Erschrocken fuhr sie herum. Falk war hereingekommen und lächelte sie unsicher an. So kannte sie ihn nicht. Bisher wirkte er stets selbstsicher und erhaben. »Du fragst hoffentlich nicht nach meiner Entscheidung.« An seinem verlegenen Gesicht konnte sie die Wahrheit erkennen.

»Nun… ich wollte dich bitten mit uns zu feiern. Es sind genügend andere da, die nach Loan und Tiara sehen werden.«

»Dennoch ist es meine Aufgabe, stets für die beiden zur Verfügung zu stehen.«

»Auch eine Kindermaid muss Nahrung zu sich nehmen.« Falk lächelte und Limiteti verzog amüsiert das Gesicht als sie sah, wie Falk nervös von einem Bein aufs andere trat.

»Ich weiß, dass du ungeduldig auf eine Antwort von mir wartest. Doch ist es eine schwere Entscheidung, die ich treffen muss.«

Falk wirkte enttäuscht. »Ich verstehe… du brauchst mehr Zeit.«

»Ich habe darüber nachgedacht, was mein Herz möchte. Es gibt noch jemanden, der ein Teil davon beansprucht.«

Erschrocken riss Falk die Augen auf.

»Nachdem du gegangen bist, wollte ein Lord mir den Hof machen und ein Kammerdiener.«

Falk sog scharf die Luft ein und war versucht nach den Namen der beiden zu fragen.

»Doch für keinen von beiden schlug mein Herz. Es gibt nur einen Mann, der mein Interesse weckte, obwohl seine Gesinnung nicht meinem Ehrgefühl gleichkam. Doch ich habe eine Aufgabe zu bewältigen, die mir Prinz Loki auftrug. Tiara. Ich werde mich so lange um die Prinzessin kümmern, wie sie mich braucht und dann will ich eine hervorragende Kriegerin werden.«

»Li, das schließt doch meinen Wunsch, sich mit dir zu vereinigen, nicht aus.«

»Aber… ich kann nicht dein Weib werden, wenn du hier im Schloss lebst und ich in Asgard.«

»Ich will dem Ruf meines Herzens folgen und nie mehr ohne dich sein. Ob hier, in Asgard, oder auf jeder anderen Welt. So lass mich dein Gemahl sein, wo immer du leben willst.«

»Du bist ein Prinz.«

Falk trat einen Schritt näher und sah Limiteti liebevoll an. »Ja und du meine Prinzessin… wenn du ja sagst. Gleichsam kannst du Kindermaid und Kriegerin sein, so es dein Wunsch ist.«

»Dann kann es nur eine Antwort auf deine Frage geben. Ja, ich will.«

Lachend drückte Falk seine Limiteti an sich. »Du machst mich zum glücklichsten Prinzen aller Universen!«

***

Ich musste an mich halten, um Thor nicht gleich auf die richtige Art zu wecken. So strich ich ihm über die Nasenwurzel und erfreute mich an den Zuckungen seines Gesichtes und dem trägen Versuch die imaginäre Fliege zu vertreiben.

»Hmmmm.«

»So bleibt mehr Bilgenschwein für mich, wenn du nicht aufstehen willst.«

»Du isst nicht gerne Bilgeschwein«, brummte ich schläfrig, zog Loki zu mir und küsste ihn. »Wie lange bist du schon zurück?« Ubila! Ich fuhr hoch. »Die Kinder! Eben noch haben wir gespielt… wo sind sie?«

Ich starrte ihn an. »Was? Du hast… hast die Kinder verloren?«

Mit einem Satz war ich aus der Bettstatt und sah mich hektisch im Gemach um. Das konnte doch nicht sein! Ich warf mich auf den Boden und blickte unter die Bettstatt. Nichts! Loan trug doch seinen Armreif, oder? »Ich muss sie finden!«

»Das will ich dir raten. Einzuschlafen während du mit den Kindern spielst.«

Ich stürzte zur Tür und riss sie auf. »Loan? Tiara?«

Wir lauschten beide. »Ich höre sie nicht.« Ich musterte Thors Rückseite. »Wieso bist du so schmutzig? Was hast du mit den Kindern gemacht?«

»Das waren die Púcas. Sprich einen Auffindezauber! Los!«

»Púcas? Hier sind Púcas? Die armen Kinder!«

»Nein, ich war im Eisenwald. Finde die Kinder!«

»Im Eisenwald?«

»Loki, was soll das? Die Kinder!«

»Die Kinder sind bei Limiteti und nun komm her und säubere dich. Konntest du es nicht erwarten Alberich seinen Ring zu bringen?«

»Falk und mir war öde, so brachen wir in den Eisenwald auf.« Ich begab mich in den Waschraum.

»So hattet ihr euren Spaß, während ich meine Hand in Blut baden durfte?«

»Ist sie tot?«

»Das will ich meinen. Hela hat sie geholt. Hela persönlich.«

»Dann scheint sie ein besonderes Interesse an Amora zu haben.«

»Hast du Hela schon einmal gesehen?«

»Nein, nur ihren Vorgänger Karak.«

»Und wie sah der aus?«

»Kannst du mich nicht schnell säubern und mir ein frisches Gewand geben?«

Ich schnipste und erfüllte ihm den Wunsch. »Wie sah er aus?«

»Schwarze Haut, lange rote Haare und schaurig spitze Zähne.«

»Dann scheint er mit Hela nicht verwandt zu sein.«

»Sind Vater, Mutter und Vé schon da?«

»Vé kommt nicht. Unsere Eltern sind bereits anwesend

»Dann lass uns in den Festsaal gehen. Ich habe einen Bilgenhunger.«

»Wann nicht?« Ja, wir sollten schnellstens in den Festsaal gehen. Mein Spielzeug erwartete ausprobiert zu werden.

=================================

Das Buch „Verbotene Magie“ hat Thor in diesem Kapitel für Loki mitgebracht:
Prinzenrolle 1 –Der Anfang vom Ende

Warum rächt Loki sich?
Prinzenrolle 3 –Rache ist Bettstatt
und
Prinzenrolle 3 –Watte, Sirup und Synchronizitäten

Keenor und Loki und 80 Tage um die Welt:
Prinzenrolle 2 –Das schloss der Zuflucht
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast