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GeschichteKrimi, Romanze / P18 Slash
Draco Malfoy Harry Potter Scorpius Malfoy
27.05.2019
26.07.2019
18
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Kapitel 14

Draco wusste, es war absolut wahnsinnig, was er hier gerade tat. Wenn er nicht selbst dabei wäre, würde er sagen, dass so etwas niemals geschehen könnte. Doch dieser Kuss mit Harry hatte ihn einfach nicht losgelassen. Er hatte gegrübelt, er hatte sogar davon geträumt, hatte sich dann in seinem Bett im Dunkeln ausgemalt, wie es hätte weitergehen können, wenn Scorpius nicht dazwischen gekommen wäre. Wie weit wären sie gegangen? Hätten sie vielleicht sogar miteinander geschlafen? Dieser Gedanke hatte mehr als anregend auf ihn gewirkt, und heute hatte er es einfach nicht mehr ausgehalten. Er hatte die Dame kontaktiert, die bereits seit Scorpius ein Baby gewesen war ab und an auf ihn aufpasste, und hatte sie gebeten, diese Nacht auf seinen Sohn aufzupassen, denn auch wenn Scorpius protestiert und behauptet hatte, er könne natürlich auch alleine bleiben, er sei ja immerhin schon acht, konnte er den Jungen natürlich nicht die ganze Nacht allein lassen. Wenn er selber denn überhaupt die ganze Nacht wegbleiben würde.

Auch wenn er es nicht gerne zugab – aber er hatte wirklich Angst gehabt – trotz der Nachricht, die Harry ihm geschickt hatte. Es war ein Signal gewesen, zumindest hatte Draco es so verstanden und gehofft, es richtig einzuschätzen. Sicher war er nicht gewesen. Er hatte sogar zu spüren geglaubt, wie seine Knie zitterten, als er von dem Hauselfen in den Flur von Harrys Haus gebeten worden war. Ein Glück, dass er schon einmal hier gewesen war und deshalb wusste, wo Harry wohnte, sonst hätte er diese unüberlegte Aktion direkt sein lassen können.

Er hatte gezögert, hatte sich beinahe in die Hosen gemacht, doch dann hatte Harry ihn so angesehen, auf diese sexy herausfordernde Weise, die seinen Bauch kribbeln ließ wie bei einem verliebten Teenager. Er hatte ihn so angesehen, und Draco hatte einfach nicht anders gekonnt, als sich auf ihn zu stürzen, und ihn wieder zu küssen, wieder diesen köstlichen Geschmack zu kosten. Nun stand er hier, presste sich atemlos an Harry, löste seinen Mund von den weichen Lippen und lehnte seine Stirn gegen Harrys. Er spürte den Dunkelhaarigen zittern und spürte den heißen Atem auf seinem Gesicht, konnte die Erregung förmlich spüren, die auch von Harry Besitz ergriffen zu haben schien. Harry fuhr wieder mit den Lippen über Dracos und fragte heiser: „War es das, was du wolltest? Oder kommt da noch mehr?“

Draco drängte sich eng an Harry, schloss kurz die Augen, als er dessen Erektion an seinem Oberschenkel spürte und schluckte. Verdammt, wieso war er nur so aufgeregt? Doch bei allen Heiligen, er hatte das hier noch nie mit einem Mann gemacht. Und er war überrascht, wie geil es sich anfühlte, den harten Penis eines anderen Mannes zu spüren. „Wenn du willst, kommt noch mehr. Wenn nicht … gehe ich.“ Er presste die Lippen zusammen, trat einen kleinen Schritt zurück und sah Harry in die Augen, die unglaublich anziehend wirkten, so dunkel wie sie waren … von der grünen Iris war kaum etwas zu sehen. Wenn er ihn jetzt wegschicken würde, Draco wusste nicht, was er tun würde. Doch ein verruchtes Lächeln umspielte nun Harrys Lippen, er hob eine Augenbraue und sagte leise: „Geh nicht. Ich würde dir gerne etwas zeigen.“

Draco erwiderte nervös das Grinsen und fragte mit schiefgelegtem Kopf: „So? Was ist es denn?“

„Mein Schlafzimmer.“

Nun war es an Draco, die Augenbrauen hochzuziehen, und Harry leckte sich über die Lippen bevor er fragte: „Würdest du es gerne sehen?“

„Oh ja.“ Draco legte eine Hand in Harrys Nacken, zog ihn zu sich und küsste ihn erneut, bevor Harry sich von ihm löste, in Dracos Hosenbund griff, und ihn kurzerhand hinter sich her, die Treppe hinauf und in eins der Zimmer zerrte. Er ließ die Tür offen stehen, natürlich, hier war ja sonst niemand, zerrte Draco weiter ins Zimmer und schubste ihn in einer fließenden Bewegung auf das große Bett.

Draco spürte die Matratze unter sich federn und griff an seinen Gürtel, um ihn zu öffnen, als Harrys Hände ihm dazwischen kamen. „Nein, warte, lass mich. Dich auszuziehen ist so geil, das will ich selber machen.“ Er grinste dreckig und zerrte sich selber sein Hemd vom Körper, wirkte kurz etwas unsicher, als er Dracos Blick über seinen Oberkörper wandern spürte, doch Draco bemerkte, dass die Unsicherheit bisher nicht notwendig gewesen war. Er stand definitiv auf Männer.  

Draco wand sich ein wenig, drückte Harry auf den Rücken, sah ihm in die grünen Augen, die ihn voller Lust ansahen und küsste ihn wieder. Er schloss die Augen, legte sich mit seinem ganzen Körper auf Harry und seufzte wohlig, als er ihn unter sich spürte, die Haut an seiner, doch er wollte noch mehr davon. Harry schien das ebenso zu sehen, denn er lag nicht ruhig, sondern zerrte weiter abwechselnd an seinen eigenen und Dracos Sachen herum, bis sie endlich beide nackt waren. Atemlos betrachtete Draco Harry und schluckte aufgeregt. Er kam sich vor wie ein Schuljunge bei seinen ersten sexuellen Erfahrungen, und irgendwie war es ja auch so, denn immerhin war  Harry der erste Mann, mit dem er das Bett teilte. Wieder spürte er diesen Anflug von Furcht in seinem Inneren. Einmal einfach, weil es ungewohnt und neu war, und zum anderen weil er konkret Angst vor Schmerzen hatte. Er war nervös, denn er wusste nicht, wie es zwischen ihnen laufen würde. Sie hatten noch nicht über sowas gesprochen … sie hatten sich bisher nur ein einziges Mal geküsst. Es war wahnsinnig, was sie hier taten … Er schloss seufzend die Augen, als Harry an seinem Hals saugte und gleichzeitig Dracos Pobacke fest mit seiner Hand drückte. Merlin, das fühlte sich so gut an.

Wieder drückte er Harry unter sich auf den Rücken und leckte nun seinerseits an Harrys Hals entlang, nahm den salzigen Geschmack auf und genoss die lustvollen Laute, die Harry ausstieß. Er fuhr weiter nach unten, streichelte und befühlte Harrys Oberkörper, genoss, dass es  sich so anders anfühlte, als eine Frau zu streicheln … Sein harter Penis schob sich an Harrys Oberschenkel entlang, und Draco verstärkte den Druck, genoss das Gefühl und strich mit der Hand vorsichtig über Harrys Erektion und erschauerte lustvoll bei dem Gefühl, einen fremden Penis zu berühren.

Er fuhr mit der Zunge über Harrys Bauch, umkreiste seinen Bauchnabel und strich wieder sanft über Harrys Penis, der nun an Dracos Kinn stieß. Draco hob den Kopf ein wenig, sah Harry in Gesicht, der ihn mit geöffneten Lippen ansah, neugierig, was Draco nun tun würde, doch nicht fordernd, was Draco beruhigte. Langsam senkte er wieder den Kopf und betrachtete Harrys Härte genauer, spürte seinen Bauch kribbeln und senkte die Lippen auf die gespannte Haut. Vorsichtig strich er darüber, tippte mit der Zunge dagegen, ließ die Zungenspitze sanft darüber gleiten und küsste die Penisspitze. Er wusste, dass Harry nun vermutlich erwarten würde, dass Draco seinen Penis in den Mund nahm … doch wenn er ehrlich war, war ihm das zu viel. Zögernd hob er wieder den Kopf ein Stück an, fragte sich, ob er erklären sollte, wieso er sich noch nicht dazu bereit fühlte, das nun zu tun, doch bevor er dazu kam, noch während er die richtigen Worte suchte, um Harry nicht zu verletzen, spürte er Harrys Hand an seiner Wange. Er blickte auf, und sah in Harrys lächelndes Gesicht.

Harry ergriff ihn am Arm, zog ihn zu sich hoch und küsste ihn. Schweigend legte sich Draco wieder auf Harry, bettete seine eigene Erektion an Harrys und bewegte sich langsam auf ihm. Er stützte sich mit den Armen neben Harry ab und legte sein Gesicht in Harrys Halsbeuge, hörte Harrys schweren Atem, sein leises Seufzen, spürte, wie er sich Draco entgegen hob und sich noch fester an ihm rieb. Es war ein absolut unglaubliches Gefühl, sich an einem anderen Schwanz zu reiben, und Draco spürte, wie er immer heißer wurde, wie er das Gefühl hatte, bald diesen Punkt zu erreichen, ab dem man nicht mehr aufhören konnte … ab dem man nur noch Erfüllung brauchte. Harrys Hand stahl sich über Dracos Rücken hinab auf seinen Po, die Fingerspitzen glitten zwischen die Pobacken und Draco konnte kaum fassen, dass diese intime und eigentlich doch beschämende Berührung noch mehr Lust in ihm auszulösen vermochte.

Er beschleunigte seine Bewegungen und nach wenigen Augenblicken ergoss er sich zwischen ihre Körper, bewegte sich noch weiter und konnte kaum fassen, als Harry sich plötzlich ebenfalls verkrampfte und es noch heißer und feuchter zwischen ihnen wurde. Atemlos wurde er langsamer, hielt schließlich in seinen Bewegungen inne, wandte den Kopf etwas und küsste Harrys Ohr, das er in dieser Position vor sich hatte.

Harry lachte leise und versuchte, die Schulter hochzuziehen, um sich zu jucken, traf jedoch unsanft Dracos Kinn, was diesen zurückweichen ließ.

„Au, Potter! Bis eben war es so gemütlich, und jetzt  das?“ Er rollte sich von Harry auf die Seite und sah den Helden an, der sich ihm zuwandte und Draco sanft an der Wange berührte. „Entschuldige … bist du verletzt? Brauchst du einen Heiler?“

„Mach dich nicht über mich lustig. Das ist nicht nett, Gryffindor.“

„Wer sagt, dass ich immer nett sein muss?“ Harry grinste breit.

„Keiner.“

Harry lächelte, legte sich auf den Bauch und küsste Draco auf den Mund. „Wieso bist du eigentlich hier?“

„War das nicht recht eindeutig?“, fragte Draco grinsend und senkte dann den Kopf. Es war ziemlich irre gewesen, einfach herzukommen und DAS zu tun. Draco schüttelte den Kopf und grinste noch breiter.

„Ich kann es nur ehrlich gesagt nicht fassen.“ Harry biss sich grinsend auf die Lippe und fuhr dann fort: „Nicht, dass ich es mir nicht gewünscht hätte, das habe ich, aber … dass es wirklich passieren könnte. Dass du wirklich herkommst, um mit mir …“ Er lachte und schüttelte den Kopf.

Draco seufzte. „Ja, ist irgendwie irre. Ich war mir auch nicht sicher, wenn ich ehrlich bin. Hätte ja auch sein können, dass du mich in die nächste Woche hext … oder mich auslachst, oder … keine Ahnung. Aber nach deiner Nachricht konnte ich nicht mehr anders. Ich war froh, dass du dich gemeldet hast.“

„Es war toll.“

Draco zuckte mit den Schultern. „Naja, es war ein bisschen kurz … harmlos ... irgendwie hätte ich eigentlich gedacht, wir würden …“

„Miteinander schlafen?“ Harry stützte den Kopf auf die Hand und fuhr mit den Fingern der anderen über Dracos nackte Brust und seinen Bauch. „Das ist doch egal. Es war heiß. Es hat wirklich Spaß gemacht. Und wer weiß was passiert, wenn du das nächste Mal spontan Lust hast, auf meiner Matte zu stehen. Ich bin da für alles offen.“

Nun musste Draco lachen. „Also, du würdest mich nochmal reinlassen, auch wenn ich mich so stümperhaft anstelle?“

„Was meinst du?“

Draco leckte sich nervös über die Lippen. „Naja … einen Blowjob konnte man das wohl nicht gerade nennen.“

Harry ließ sich auf den Rücken fallen und legte einen Unterarm über die Augen. „Wie gesagt, es war schön, egal was es war oder wie man es nennt oder nicht. Es gibt da keine Regeln, Malfoy, man kann nichts falsch machen. Wenn es beiden gefällt, ist alles erlaubt. Oder nicht?“

Draco dachte einen Moment nach, dann atmete er tief durch. Er war froh, dass Harry es nicht so eng zu sehen schien.

„Es war dein erstes Mal im Bett mit einem Mann, oder? Es … IST das erste Mal, wir sind ja immer noch hier.“ Er grinste breit und leckte Draco kurz über die Brustwarze. Ein wenig verlegen nickte Draco. „Ja. Ist es. Ich hoffe, ich habe mich nicht ZU blöd angestellt.“ Aber wahrscheinlich hatte er das, denn immerhin hatten sie keinen Sex gehabt. Keinen richtigen zumindest. Trotzdem schien Harry zufrieden zu sein. Er wirkte entspannt ... und er war ja ebenso wie Draco gekommen. Ja, doch, es WAR schön gewesen.

„Du warst toll. Und wenn ich ehrlich bin … würde ich mich freuen, wenn wir das mal wieder machen.“

Draco sah Harry einen Moment an und prustete plötzlich los. Es war einfach zu bizarr, dass sie beide hier lagen und gerade so eine Art Sex miteinander gehabt hatten.

„Wieso lachst du“, und plötzlich wirkte Harry ein wenig unsicher, wie es Draco vorkam.

„Es ist einfach zu gut. Wir liegen hier … du und ich, Potter und Malfoy … und wir haben gerade SOWAS getan. Das ist einfach nur … ich kann es nicht fassen.“

Jetzt lächelte auch Harry wieder. „Da hast du recht. Und wir wollen es wieder machen, oder?“

„Ja. Wollen wir.“

Harry rückte näher, legte seinen Kopf auf Dracos Schulter und raunte ihm ins Ohr: „Oder wir gehen einen Schritt weiter und … gehen was essen.“

„Potter! Nein, dazu bin ich noch nicht bereit. Wir kennen uns doch quasi kaum.“ Draco grinste. „Sagen wir, auf einen Kaffee würde ich mich vielleicht einlassen. Aber zu mehr bin ich noch nicht bereit. Ich bin doch kein Flittchen!“

„Nein, natürlich nicht! Niemals würde ich so etwas behaupten! Als würdest du einfach bei Menschen ins Haus kommen, die du kaum kennst und mit ihnen ins Bett gehen! Das ist absurd!“ Kitzelig glitten seine sanften Finger Dracos Seite entlang und lösten eine Gänsehaut aus. Es fühlte sich gut an, was er hier mit Harry tat.

„Bleibst du zum Frühstück?“

Draco blickte in Harrys Augen. „Es ist gerade halb zehn Uhr abends.“

„Und? Ich bin gerne vorbereitet.“ Harry zuckte mit den Schultern und legte fragend den Kopf schief.

„Hast du Müsli?“

„Ich habe alles, was du willst.“ Harry grinste dreckig, und Draco biss sich auf die Lippe bevor er entgegnete: „Dann bin ich dabei.“
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