A study in the Supernatural

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16 Slash
26.05.2019
15.06.2019
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Die ersten Sonnenstrahlen kitzelten auf Deans Nase und ließen ihn schließlich wach werden. Sein erster Blick ruhte auf dem Engel, der immer noch neben ihm lag und noch nicht bemerkt hatte, dass der Winchester wach geworden war.

„Morgen Sonnenschein“, begrüßte er Cas immer noch verschlafen.
Dieser Drehte sich zu ihm und schenkte ihm dieses aufrichtige Lächeln, das Dean so sehr mochte. So könnte er jeden Morgen wach werden, wenn es nach ihm ginge.

Als er etwas munterer wurde, blickte er zu Sam, der immer noch schlafend auf der Couch lag. Sherlock und John waren anscheinend noch nicht wach, sonst hätten sie sich bestimmt schon wieder einen Tee gemacht, wie Dean vermutete. Sein erster Gang galt dem Badezimmer und als er nach ein paar Minuten wieder zurück kam, war John bereits wach und war gerade damit beschäftigt, Sam aufzuwecken.

Er hatte sich einen neuen Pullover angezogen, der nicht mehr mit Blut getränkt war und die Wunde an seinem Arm vollständig abdeckte.
Kurz danach kam auch Sherlock aus seinem Schlafzimmer gelaufen und sein erster Blick galt John.
„Wie geht es deinem Arm?“
„Schon besser.“, gab John seinem Freund als Antwort und war dankbar, dass sich dieser um ihn kümmerte.
„Am besten rufen wir gleich nachher den Notarzt.“

„Und was wollt ihr denen erzählen? Dass John entführt wurde?“
„Ich denke darüber müsst ihr euch keine Sorgen machen, wir lassen und schon etwas einfallen.“, antwortete John zuversichtlich auf Deans Frage.
„Was wird aus den Leichen im Keller von Mrs. Sullivan?“, fragte Sam, der sich mittlerweile auf dem Sofa aufgerichtet und hingesetzt hatte.

„Ich habe meinem Bruder Mycroft gestern Abend schon Bescheid gesagt, er hat sich bereits darum gekümmert, so war er zumindest zu etwas zu gebrauchen in diesem ganzen Fall. Mrs. Sullivan wird also nie erfahren, was in ihrem Keller vor gegangen ist."

Dean schaute ertappt zu Sam. Er hatte völlig vergessen, Sherlock und John zu erzählen, dass Adams Mutter ebenfalls eine von den Angreifern war und jetzt tot ist, doch er beschloss, es für sich, Cas und Sam zu behalten. Es war wahrscheinlich besser gewesen, John und Sherlock nichts von Adams Mutter zu erzählen, die von einem Dämon besessen war.

„Wollt ihr eine Tasse Tee?“, bot John seinen Besuchern ab, doch diese schüttelten sofort den Kopf.
„Keinen Tee mehr, bitte.“ Sam versuchte höflich zu bleiben und lächelte verlegen. Doch auch Dean konnte diese Kräuterbrühe langsam nicht mehr sehen, er hatte definitiv erst einmal genug von Engländern und ihrem Tee. Er fragte sich, ob sie überhaupt wussten, wie ein ordentliches Bier schmeckte.

„Ich denke wir werden langsam aufbrechen.“, sagte Castiel und bekam als Zustimmung ein Nicken von Dean und Sam.
Diese holten schnell ihren Rucksack und machten sich gemeinsam mit Sherlock und John auf den Weg zur Tür.

Am Treppenende wurden sie schon von Mrs. Hudson mit einem aufgeweckten „Guten Morgen“ begrüßt. Sie trat auf ihre Gäste zu und bemerkte, dass sie anscheinend vor hatten, zu gehen.
„Oh, schon so früh? Möchten sie nicht noch einen-“
„NEIN!“ Sam und Dean lehnten gleichzeitig ab, noch bevor die ältere Dame zu Ende sprechen konnte. „Keinen Tee mehr, bitte.“

Mrs. Hudson blickte sie erschrocken an und holte eine Tüte Plätzchen hinter ihrem Rücken hervor.
„Aber nein, keinen Tee, ich wollte euch meine gebackenen Kekse mit geben, die ich gestern zubereitet habe.“ Sie schenkte ihnen ein freundliches Lächeln. „Danke nochmal Sam, für deine Hilfe.“

Der jüngere Winchester nahm die Tüte dankend entgegen und lächelte sie gutherzig an. Er wusste, er würde die nette, leicht geschwätzige Frau vermissen, darum freute er sich umso mehr über die Plätzchen.

Als die Winchesters und Castiel aus der Tür heraus traten, wussten alle, sie mussten jetzt von einander Abschied nehmen. Auch wenn es bloß zwei Tage gewesen waren, würde ihnen dieses Abenteuer umso mehr im Gedächtnis bleiben.

„Also dann…“ Dean versuchte die richtigen Worte zu finden, er hasste Abschiede. Auch wenn er am Anfang so schnell wie möglich wieder aus London verschwinden wollte, konnte er nicht leugnen, welch ein gutes Team sie gewesen waren. Er war glücklich so einem Menschen wie Sherlock begegnet zu sein, auch wenn er ihn immer noch für einen arroganten Idioten hielt, mit dem man allerdings gut seine Zeit verbringen konnte und der bei weitem selbst nicht perfekt war.

„Es hat mich sehr gefreut sie kennenzulernen.“ Sam machte den ersten Schritt und streckte Sherlock und John die Hand entgegen.
„Ebenfalls. Und euch noch eine gute Reise.“, sagte John und man konnte tatsächlich eine gewisse Traurigkeit in seinen Augen erkennen, denn auch er musste zugeben, er hatte die Abwechslung genossen, die die Winchesters mit zu ihnen gebracht hatten. „Ihr seid hier immer gern gesehen.“, fügte er zu seinen Überlegungen hinzu.

Sam war immer noch überwältigt, den wahren Sherlock Holmes kennengelernt zu haben und es war ihm eine große Ehre, dass er mit solch einem Menschen die letzten Tage verbringen durfte, doch er freute sich auch schon wieder auf Amerika und sein zu Hause, den Bunker.

Dean nickte Sherlock lediglich zu, der ihm und Cas einen wissenden Blick zuwarf. Beide wussten, sie brauchten keine Worte, um sich zu verabschieden, denn Sherlock würde sie auch so verstehen.

Mit traurigen Blicken traten Cas, Dean und Sam den Rückweg an und liefen die Baker Street entlang. Sie konnten noch einige Häuser weiter Mrs. Hudsons aufgebrachte Stimme hören: „Und jetzt ihr beiden, erzählt mir alles.“ Und mit diesen Worten schien sie die schwere, grüne Tür der 221 B zu schließen.

„Dann wird es jetzt wohl Zeit, Crowley anzurufen…“ Dean nickte zu Castiel und Sam und kaum hatte er die 666 auf seinem Handy gewählt, erschien ein bekanntes Gesicht vor ihnen.

„Die Herren hatten gerufen.“
„Wir haben deine dämlichen Dämonen erledigt, jetzt wollen wir nach Hause.“
„Sicher Dean? Ihr wollt nicht noch einen Tag hier bleiben? Habt ihr meinen persönlichen Lieblingsdetektiv gefunden?“ Crowley grinste sie mit einem verschmitzten Lächeln an, als er sah, dass ihn die drei lediglich zornig anblickten.

„Okay, schon gut…“ Der König der Hölle warf die Arme in die Luft, als wollte er sich ertappt stellen.
„Bring uns einfach zurück.“ Dean hatte im Moment keine Lust auch nur ansatzweise mit Crowley zu zanken.

Crowley nickte bloß und bevor einer der drei etwas sagen konnte, befanden sie sich schon wieder im Bunker.
„Bitteschön, hier sind wir wieder.“
„Danke Crowley.“, sagte Sam und setzt seinen Rucksack ab, den er auf den Tisch in der Bibliothek warf.

Sam setzte sich an den großen von Büchern umgebenen Tisch, unendlich froh, wieder zu Hause zu sein und auch Dean und Cas gesellten sich zu ihm und setzten sich Sam gegenüber.
„Ich nehme an, ich werde hier nicht mehr benötigt.“ Crowley war schon kurz davor, wieder zu verschwinden, als er sich noch ein letztes Mal zu den Winchesters umdrehte. „Und danke.“
Bevor einer der drei etwas sagen konnte, löste sich der Dämon in Luft auf.

Sam schüttelte den Kopf. „Ob wir je richtige Freunde mit diesem Kerl werden?“
Dean musste schmunzeln über diesen Gedanken. „Lieber nicht, ich glaube es ist nicht unbedingt eine gute Idee beste Freunde mit dem König der Hölle zu sein.“
„Aber ihr seid doch auch mit einem Engel befreundet?“ Cas legte den Kopf schief und sah die Brüder verwundert an.
„Ja Cas, das stimmt wohl.“ Dean konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Und wie es aussieht, haben wir jetzt auch Freunde in England, bei denen wir immer zu einer Tasse Tee willkommen sind.“
Sam, Dean und Cas lächelten sich gegenseitig an. Das wird wohl immer ein Erlebnis bleiben, dass keiner von ihnen vergessen wird.
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