Die goldene Mitte

von Snowsong
GeschichteFamilie, Freundschaft / P18
OC (Own Character)
26.05.2019
27.08.2019
5
11952
5
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
 
Diese FF ist Teil einer kleinen Reihe. Da die einzelnen Teile aufeinander aufbauen, wären Vorkenntnisse sehr vorteilhaft ;)
Teil eins ist hier zu finden: https://www.fanfiktion.de/s/545fccc10001602931809de3/1/Das-truegerische-Licht-der-Hoffnung-brennt-hell



So, nun ist es also so weit. Hier ist der Auftakt zum 7. und letzten Teil meiner Torell- Saga. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß. Wie immer freue ich mich über Reviews, Empfehlungen und Kritik.
Gerne dürft ihr Fragen auf per Mail stellen; ich antworte  dann :)


In diesem Sinne: Viel Spaß.

Eure Snowsong


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Prolog


Das Leben eines Jedis ist nicht für einen Sith gemacht. Zu groß waren und sind die Unterschiede der beiden Fraktionen.
Ein Nachtfalter vermag sich am Tage auch nicht zu orientieren, während ein Schmetterling in der Nacht schnell das Opfer einer Fledermaus oder ähnlichem werden würde.
Und genau so ergeht es einem Sith unter Jedis. Ohne Anpassung war und ist seine Existenz dem Untergang geweiht.

Es ist bedingt möglich, eine Zeit lang Seite an Seite zu leben. Doch irgendwann... irgendwann bricht die wahre Natur der jeweiligen Fraktion wieder aus.

Es beginnt mit einer inneren Unruhe. Zuerst nur leicht, und es ist möglich diese Gefühl auf Stress, Übermüdung oder eine Grippe zu schieben. Die Unruhe aber wird sich nicht legen,  im Gegenteil, sie nimmt zu. Sie befällt den Sith, treibt ihn an.

Es ist wie ein Fass, dass sich langsam aber sicher mit Wasser füllt, ein Topf, in dessen inneren der Druck immer mehr steigt.
Und irgendwann... geht es nicht mehr. Irgendwann ist der Druck zu hoch, das Fass voll.

Ein Fass das Überlauft oder ein Topf, der explodiert kann man verkraften. Ein Machtwirker dagegen; gleich ob es sich um einen Sith oder einen Jedi handelt, das ist eine andere Geschichte.
Machtwirker können viel Schaden anrichten. Sehr viel Schaden. Ob sie wollen, oder nicht. Manchmal liegt das außerhalb ihrer Kräfte, ihres Ermessens. Dann, wenn die Macht in ihnen sich selbstständig macht, kommt es unweigerlich zu einer Katastrophe...

Ein Sith vermag sich nicht lange unter Jedi aufzuhalten, wie ein Jedi nicht lange unter Sith bestehen kann. Wie ein Fisch, der an Land gespült wird, stirbt der jeweilige unweigerlich, wenn er sich nicht anpasst.
Doch auch liegt es nicht in der Natur des Sith; oder des Jedi, kampflos aufzugeben. Es ist ein Selbsterhaltungstrieb, den sie mit dem erlernen der Macht von selbst entwickeln. Aufgeben ist keine Option.
So kämpfen sie gegen die unangenehmen Fesseln an, versuchen einen Weg aus dem Dilemma zu finden.

Dieses Aufbäumen kann Paläste einreisen, Meere Spalten, Stürme entfesseln, Völker ausrotten und Feuersbrünste heraufbeschwören.

Um genau so etwas zu verhindern, gilt es, eine geeignete Umgebung für beide Fraktionen zu erschaffen, in der sie sich begegnen können, ohne unter Druck zu geraten, sich ändern zu müssen.
Diese Umgebung muss perfekt ausbalanciert sein, damit es nicht zu dem Aufbäumen kommt.

Gleichgewicht bedeute Gleichgewicht. Keiner darf zu wenig sein, und keiner mehr. Das eine besteht nicht ohne das andere. Erst wenn das verstanden ist, kann man sich annähern und dann kann man über den Frieden sprechen, der von so vielen gewollt wird.
Es ist nicht eine Frage der Ausrottung. Es ist nicht eine Frage der Zerstörung. So wie es nicht eine Frage des Bekehrens ist.
Es ist eine Frage nach Akzeptanz. Nach Gegenseitigem Respekt. Es ist eine Frage nach Verstehen, nach begreifen.
Jeder ist unterschiedlich, keiner gleicht dem anderen. Und gerade jene Vielfalt macht uns aus.

Ist das Begriffen, können wir Seite an Seite stehen. Seite an Seite kämpfen. Uns stützen und unterstützen.
Dann haben wir den wahren Weg der Macht erkannt. Denn die Macht ist weder schwarz, noch ist sie weiß. Sie ist grau. Grau, in den unterschiedlichsten Abstufungen zur hellen und zur dunklen Seite. Es gibt das absolute extreme weiß oder schwarz nicht.

Und erkennt man dies, so ist der nächste Schritt, das sich begegnen, gar nicht mehr so schwer. Man trifft sich plötzlich ohne die üblichen Vorurteile, ohne den Gegensätzlichen Hass. Man trifft sich, ohne zu verachten, ohne zu verleugnen.
Man trifft sich mit sich und seinem Umfeld im Gleichgewicht.

Man trifft sich, genau in der Mitte.




- Dies ist ein Auszug aus einem Tagebuch, welches Schmuggler aus einem zerstörten Jeditempel geborgen haben. Der Autor konnte nicht ermittelt werden, das genau alter der Schrift ist unbekannt -
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