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Sein größter Fehler

von Saibot
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16
Etemon Hikari "Kari" Yagami und Gatomon Sora Takenouchi und Biyomon Taichi "Tai" Yagami und Agumon Takeru "T.K." Takaishi und Patamon Yamato "Matt" Ishida und Gabumon
26.05.2019
31.05.2020
25
33.651
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26.05.2019 697
 
Das rascheln der Laubbäume, der Duft des Waldes und der Wind, der ihm wie eine Brise in das Gesicht flog. Hier war er frei, hatte seinen Abstand von allem. Für diesen kurzen Weg, zwischen Digiwelt und realer Welt, konnte er komplett abschalten. Er setzte langsam einen Schritt vor den anderen und kickte abwechselnd mit beiden Füßen einen Ball vor sich hin. Es war ein sehr schöner Tag. Doch nicht für ihn, nicht für den Jungen Mann. Er erinnerte sich, wie alles begann, vor neun Jahren kam er das Erste mal hierher. Damals noch unfreiwillig und ohne einen Plan wo er war und wie er hierhin kam. Heute ist alles anders, seine sture Ignoranz, würde niemals wieder jemanden verletzten. Nach einer Weile machte er einen halt. Er setzte sich auf einen Felsen, nahm seine Fliegerbrille vom Kopf und durchfuhr seine Braunen Haare. Es war Tai.

Doch warum war er hier, warum ausgerechnet an diesem Tag? Nun, es war nicht irgendein Tag. Zumindest nicht für ihn, es war DER Tag, der einsamste Tag seines Lebens. Er machte sich noch immer diese Vorwürfe und wusste auch nach all der Zeit nicht weiter. Normalerweise hätte er sie um Hilfe gebeten, doch diesmal nicht, nicht mehr. Er öffnete seine Rucksack und nahm eine Wasserflasche heraus, trank einen großen Schluck und ging dann weiter. Nach einer Weile kam er an, wo er ankommen wollte. Es war eine Digimonsiedlung. Hier lebten Yokomon, Gigimon, Viximon und Bukamon. Die kleinen Digimon schauten Tai mit einer trauernden Miene an. Sie wussten bereits, warum er hier war. Doch ihm war das egal, er bemerkte sie nicht und wollte sie auch nicht bemerken. Er setzte seinen Weg bis an das Dorfende fort und stieg eine fein errichtete Treppe hinauf auf einen Hügel. Nun kniete er sich hin und öffnete erneut seinen Rucksack. Er holte eine Trillerpfeife heraus und legte sie nun vor ein Grab. Es war das Grab seiner Schwester, Kari. Noch eine Weile bleib er dort, wollte eigentlich etwas sagen, doch es kam kein Ton aus im raus. Eine Träne floss im aus dem Rechten Auge.

Plötzlich erhellte eine grelle Stimme die Stille. „Die mochte sie immer“ - Es war Gatomon, Karis Digipartner, es hatte auf einem Baum kampiert. Tai drehte sich um, doch er sagte auch jetzt kein Wort. Er war ja nicht überrascht und musterte die weiße Katze, die immer noch aussah, wie früher. Gatomon, hüpfte von dem Baum, auf dem es sich versteckt hatte und fuhr fort: „Ich finde es schön, das du gekommen bist." Sie schaute Tai nun direkt an, ein kurzer Blick fiel auf seine ungewohnt edlen Schuhe, und redete weiter: „Ich habe dich länger nicht mehr gesehen, genaugenommen hat Joe gesagt, du seist weggezogen. Wie ist es so in diesem „Osaka“. Tai sprach immer noch kein Wort und eigentlich wollte das naive Digimon nun fragen, was genau denn Osaka war, doch es wusste wohl um die Reaktion die es erhalten würde und schwieg. Tai stand auf und war bereit zu gehen. „Er steht dir.“ „Bitte ?“ - Antwortete Tai. „Dein Bart, er steht dir“ - erwiderte Gatomon und musterte den großen Mann nun genau. Reflexartig fasste Tai sich an seinen Bart, ihm wurde erst jetzt klar, das er überhaupt relativ groß war. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, ging Tai.

Zurück in der realen Welt, lief Tai auf den Parkplatz seiner ehemaligen Schule. Hier hatte er sich mit Izzy verabredet. Es war auch hier ein schöner Tag, ein schöner Sonnenuntergang. Mit erhobenem Haupt, lief Tai raus aus dem Schulhof, auf die Hauptstraße und warf seinen Fußball jetzt wieder vor sich um ein wenig zu kicken. Er wollte sich nicht anmerken lassen, dass er traurig war. Deswegen hatte er das alles hinter sich gelassen und zog mit seiner Familie nach Osaka. Doch heute konnte er bei Izzy schlafen, er wartete mit seiner Mutter vor der Schule im Auto. Izzy war genaugenommen,der einzige Digiritter mit dem er noch sprach. Als er auf Izzy zuging sagte er:  „Hallo Izzy". Izzy erwiderte und fragte Tai wie seine fahrt war. „Ganz nett, bin nur etwas ausgelaugt.“ Izzy öffnete Tai die Tür und setzte sich schließlich neben seinen Freund. Sie fuhren los. Es war eine schweigsame Fahrt.
 
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