Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

JANA - Eine Chance von Eins zu Unendlich

von Muosaly
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Jack Frost OC (Own Character) Pitch
26.05.2019
20.10.2019
23
19.123
6
Alle Kapitel
20 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
28.07.2019 971
 
“Sometimes we want what we want even if we know it’s going to kill us.”
Donna Tartt, The Goldfinch


Ich fühlte mich... Großartig. Die letzten Wochen waren gut gewesen. Auch wenn das Tunnelsystem, in das ich verschleppt worden bin, doch gewöhnungsbedürftig war.
Pitch war ein überraschend guter Lehrer und eine noch bessere Gesellschaft. Ich hatte viel Zeit für mich und wurde nicht behandelt wie eine zerbrechliche Kristallkugel. Langsam... Langsam fühlte ich mich wieder lebendig. Wie in der Zeit vor meinem Tod. Pitch verließ die Höhlen regelmäßig und sah nach meinen Brüdern. Einmal brachte er mir sogar ein Bild mit, und einmal nahm er mich mit an die Oberfläche, um mein eigenes Grab zu besuchen. Ein verstörender Moment, vor dem eigenen Grab stehen.
Doch es gab eine Sache, die mich störte: Dass Pitch sich immer noch weigerte, mich meine Fähigkeit benutzen zu lassen. Er sagte, es wäre zu gefährlich. Noch wäre es zu gefährlich. Die Hüter, Jack, konnten mich finden, wenn auch nur ein Mensch eine Schneeflocke oder etwas Frost bemerken würde. Das hielt mich davon ab – ich wollte nicht zurück. Nicht, nachdem Pitch mir eine andere Möglichkeit eröffnet hatte. Eine, die nichts mit irgendeinem verquertem Schicksal zu tun hatte.


Jack hatte irgendwie ein Déjà vu, als er mit dem Sandmann auf einer Terrasse saß und das Treiben im Inneren des Krankenhauszimmers beobachtete. Er erkannte das Mädchen von der Vision. Im Gegensatz zu Jana schien sie gefasster zu sein. Natürlich, der Schock und die Verwirren waren groß, aber als sie zu begreifen schien, was passiert war, hatte sie sich einfach auf den Boden gesetzt, als würde sie auf etwas warten.
„Die da ist jetzt dein Problem.“

Irgendwie ging alles an Jack vorbei. Er registrierte das Mädchen, das jetzt fast immer an Sandmanns Seite war und beigebracht bekam, wie man den goldenen Sand kontrollierte. Er sah sie kaum.
Langsam machten sich die Hüter Sorgen. Nicht nur, dass Jack seine Pflichten vernachlässigte, sein Verhalten hatte sich von Grund auf verändert. Er ließ sich nicht mehr auf Wortgefechte mit dem Osterhasen ein; er schnippte die kleinen Helferfeen genervt weg, sollten sie ihm zu nahe kommen; er hielt sich kaum noch beim Sandmann auf und vermied allgemein alle Hüter. Kurz, er verhielt sich ganz und gar nicht so, wie man es von ihm gewohnt war.

Ich wollte mich nicht mehr zurückhalten. Am Anfang war es ja nicht schwierig gewesen, die Kraft zu unterdrücken, aber es war, als würde sich etwas in mir aufstauen. Es juckte mir in den Fingern. Ich wollte sie benutzen, diese fantastischen Kräfte, nun, da sie mir keine Angst mehr machten. Überhaupt machte mir nur noch wenig Angst. Was schon ironisch war, wenn man bedenkt, wer mich unter seine Fittiche genommen hatte. Ich experimentierte in den Höhlen, lernte die Kontrolle über Eis und Schnee und Sturm. Pitch sah das nicht gern, aber er ließ mich gewähren, solange ich hier unten blieb. Doch mir fiel langsam die Decke auf den Kopf. Ich wollte raus hier, raus ins Freie! Ich wollte damit spielen, mit den glitzernden Kristallen. Alleine wurde es schnell langweilig.
Als ich dies Pitch sagte, hätte er wohl einen Herzanfall bekommen – wäre er noch menschlich und am Leben gewesen. Es gefiel mir nicht, dass er mich wie einen Hund zurückpfiff, aber ich konnte ihn verstehen. Ich würde garantiert auf die Hüter treffen, und bei Pitch's Vorgeschichte würde das nicht gut ausgehen. Entweder würden sie mich zusammen mit Pitch zum Feind erklären und jagen, oder ich würde mich nach einem unvorsichtigem Wort vergessen. Außerdem wollte ich keine Prophezeiung oder so etwas in der Art erfüllen.

Aber irgendwann gab es für mich kein Halten mehr. Und als Pitch das nächste Mal fort war, um etwas zu erledigen, ging ich ebenfalls. Wissen ließ ich ihn das nicht.


---------------------------------------------------------------


Puh, da bin ich wieder, jetzt auch wieder mit regelmäßigen Uploads. Das ist glaube ich das erste Mal, dass aus einem pausiert kein abgebrochen wird.
Also gut, ich weiß, dass das Kapitel eigentlich mehr als deutlich länger sein sollte als die Nachrede (keine Sorge, das nächste Mal fasse ich mich wieder kurz), aber diesmal habe ich ein bisschen was zu sagen: Da ich mich nämlich sehr über ein oder zwei Reviews als Motivation freuen würde, will ich hier dazu auffordern – und wenns nur ein schneller Satz ist, dann weiß ich nämlich, dass das hier tatsächlich gelesen wird. Da ich selbst aber nie weiß, was ich in Reviews schreiben soll, habe ich hier ein paar Punkte aufgelistet, zu denen ich gern etwas hören würde, Lob und Kritik gleichermaßen! Honig ums Maul schmieren bringt mir nicht viel, will mich ja auch verbessern, und solange Kritik sachlich ist nehme ich sie gerne an.

1. Wie gefällt euch mein Charakter Jana bisher? Kann man ihr gut folgen? Ist sie zu flach, geht zu sehr in Mary-Sue-Richtung o.ä.? Einfach mal ne kurze Meinung dazu.

2. Sollte ich mich mehr mit anderen Charakteren (den anderen Partnern beschäftigen oder findet ihr es gut, dass der Fokus auf Jana bleibt?

3. Zu meinem Schreibstil gehört, dass ich extremen Fokus auf einige Szenen lege, während ich andere vernachlässige und der Fantasie überlasse. Beispielsweise fällt mir hier das erste Treffen von Jana mit den Hütern ein, bei denen ich mich nur der Reaktion, nicht aber dem eigentlichen Geschehen gewidmet habe. Wie ist eure Meinung dazu? Findet ihr das gut/ schlecht? Sollte ich diesen Szenen doch mehr Beachtung schenken?

4. Was haltet ihr allgemein von meinem Schreibstil? Irgendwelche Hinweise zur Verbesserung?

5. Last but not least: Ich habe vor, eine zweite Geschichte hier zu schreiben, wie man am Story Tracker meines Profiles sieht, in der eine alternative Version zu diesen Vorkommnissen beschrieben würde. Würdet ihr das lesen wollen?

Natürlich sehe ich gern auch Kommentare zu anderen Punkten, aber diese sind mir im Augenblick besonders wichtig.
Bis zum nächsten Mal, Küsschen, eure Saly.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast