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JANA - Eine Chance von Eins zu Unendlich

von Muosaly
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Jack Frost OC (Own Character) Pitch
26.05.2019
20.10.2019
23
19.123
6
Alle Kapitel
20 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
13.10.2019 732
 
“Because an illusion is an illusion. Reality always exists despite the facade.”
― Kasie West, Pivot Point



Ich bin vor Wut aus dem Haus gerannt. Ich hatte mich einfach nicht mehr zurückhalten können. Binnen weniger Minuten war ich bis auf die Knochen durchnässt, und bin trotzdem einfach weitergelaufen. Der Feldweg unter meinen Füßen ist schlammig und weich und fühlt sich an wie Treibsand. Ich werde langsamer. Mein Herz klopft viel zu kräftig, viel zu schnell, mein Atem geht hektisch und stoßweise.
Nur langsam kann ich mich beruhigen. Ich lege eine Hand auf die Pulsader am Hals und zähle die Schläge, bis er sich wieder normalisiert hat. Meine Kehle brennt von der kalten Luft. Und während ich mich beruhige wäscht der Regen alles weg. Die Wut, die Enttäuschung, die Anstrengungen der letzten Tage und Wochen. Er wäscht alles weg, bis nur noch eine seltsame, taube Leere zurückbleibt.
Ich sehe mich um und stelle sicher, dass niemand in Sichtweite ist. Dann fange ich an, mich zu bewegen. Zögernd erst setze ich einen Fuß vor den anderen, als ich zu tanzen beginne, zu einer Musik, die der Regen spielt und die nur ich hören kann. Und während ich die Augen schließe werden meine Bewegungen sicherer. Das leichte Taumeln verwandelt sich in zielsichere Schritte, und selbst ohne zu sehen verliere ich bei keiner Drehung das Gleichgewicht. Ich werde schneller, und schneller und schneller und schneller bis ich fast zusammenbreche, weil ich keine Luft mehr bekomme. Ich bin durchnässt, stehe knöcheltief im Schlamm, benehme mich wie eine Irre und werde wohl die nächste Woche krank im Bett liegen, aber ich kann nicht anders, als das Gefühl von Freiheit zu genießen. Im Regen sieht man keine Tränen.


„Was hast du mit ihr gemacht?“, hauchte Jack halb ehrfürchtig, halb erschrocken, als er mit Sandy in der Höhle stand. Der Sandmann hatte ein kleines Loch in der Hülle aus Sand geschaffen, sodass sie Jana sehen konnten. Sie lag zusammengerollt in dem Gold mit geschlossenen Augen und ihr Atem ging langsam und gleichmäßig. Ihre Wangen waren nass, als hätte sie geweint.
Sandy wartete eine Weile und ließ Jack seine Zeit, um sich über seine träumende Gefährtin Gedanken zu machen – währenddessen konnte er nicht anders, als die Tat seine Gefährtin zu bewundern. Sie hatte wirklich exzellente Arbeit geleistet. Der Sand ließ sie alte Erinnerungen immer und immer wieder durchleben bis zu dem Punkt, an dem sie den Brand und die Hüter vergessen würde wie einen bösen Traum. Nur leider war nicht jede Erinnerung immer gut.
Er ließ einen Wecker über seinen Kopf erscheinen und neigte fragend den Kopf zur Seite.
„Ja, weck sie auf.“

„Weck sie auf.“
Ich sehe mich verwirrt um.
„Stimmt etwas nicht?“, fragt Laurelie. Ich hatte meine Erzählung über griechische Mythologie unterbrochen, ein Wunder, dass sie überhaupt hingehört hatte. Irgendetwas hatte mich verwirrt.
„Alles in Ordnung.“
Ihr Blick zeigt pure Verwirrung. Normalerweise lasse ich mich nicht so leicht stören oder irritieren.
Und dann fällt das Bild langsam in sich zusammen. Erst nur eine der Topfpflanzen im Hintergrund – sie verwandelt sich in goldenen Sand, der langsam zu Boden rieselt. Ich blinzele mehrmals irritiert.
„Wirklich?“
Als ich wieder zu Laurelie sehe, besteht auch sie nur noch aus, wie aus aussieht, porösen Gold. Ich mache vor Schreck einen Schritt zurück, als auch sie einfach auseinanderfällt. Dann der Tisch, dann die anderen Leute, schließlich verwandelt sich auch der Boden und der Himmel in goldenen Sand und mir wird schwarz vor Augen.


Der goldene Sand wurde von einem nicht spürbaren Wind davon geweht und Jana, die vorher halb in der Luft geschwebt hatte in dieser Hülle, fiel nun. Jack machte einen Schritt nach vorne und fing sie auf. Für ihn schien es, als wäre sie immer noch in dem Traum gefangen. Zumindest blieben ihre Augen geschlossen.

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So, kurzes Kapitel - deshalb auch der neue Upload so schnell.
Erstmal muss ich was loswerden. Ich kann immer noch nicht glauben, dass die schlechteste jemals geschriebene und abgebrochene PJO Fanfiction immer noch mehr Aufrufe, Favoeinträge und Empfehlungen hat! Ich meine, es tut mir mittlerweile fast körperlich weh, meinen Mist von damals zu lesen... Aber worüber ich stolz bin ist die größere Reviewzahl, die ich für diese Geschichte bekomme. Es ist schön tatsächlich eine Rückmeldung zu erhalten, wie ihr diese Geschichte findet und sowohl Plot als auch Schreibstil bewertet. Das ist eine größere Belohnung als hohe Aufrufzahlen :D Deshalb: Fleeißig weiter zurückmelden, gerne mit Kritik!
LG, Milena aka Muosaly
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