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JANA - Eine Chance von Eins zu Unendlich

von Muosaly
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Jack Frost OC (Own Character) Pitch
26.05.2019
20.10.2019
23
19.123
6
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20 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.09.2019 516
 
“I thought about how there are two types of secrets: the kind you want to keep in, and the kind you don't dare to let out.”
― Ally Carter, Don't Judge a Girl by Her Cover


„Wo bist du gewesen?“
Marina verstand den Sandmann, auch ohne, dass er sprach. Es war, als würde ein Gedanke immer wieder in ihrem Kopf wiederhallen, nur einige Momente – gerade lange genug, dass sie ihn bemerkte und erkannte, dass es nicht ihr eigener war. Die ersten Mal hatte ihr das tierische Angst gemacht, aber jetzt hatte sie sich daran gewöhnt.
„Ich... Musste jemanden wiedersehen“, antwortete sie zögerlich. Ganz gelogen war es nicht. Nachdem sie die Höhle wieder verlassen hatte, hatte sie ihre Schwester aufgesucht. Es war bereits zwei Monate her, aber sie hatte sich noch nicht wieder aufraffen können. Marina machte sich Sorgen um sie.
„Sie sieht schrecklich aus. Kann ich wirklich nichts für sie tun?“
Bedauernd und zugleich verständnisvoll schüttelte Sandy den Kopf.
„Du kannst ihr nur in ihren Träumen helfen.“
„Ich weiß. Ich weiß, aber... Aber ich wünschte, ich könnte mehr tun, als ihr nur die Träume zu ersparen. Sie hat ihre Ausbildungsstelle verloren und verschuldet sich immer höher...“
Sanft legte der Sandmann eine Hand auf ihren Arm und schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln.
„Mach dir nicht zu viele Sorgen.“
„Es hilft nicht zu wissen, dass sie bald sterben wird. In dieser komischen Lichtversion war sie schließlich nicht sichtbar älter als jetzt, oder? Das habt ihr mir zumindest so erzählt. Ich... Ich will doch nicht... dass sie stirbt... Bitte entschuldige mich.“ Marina senkte ihren Kopf ein wenig und drehte sich um, den Raum verlassend. Sie brauchte etwas Zeit für sich selbst.

Jack war sichtlich schlecht gelaunt. Die Hüter gingen ihm alle aus dem Weg. Seit er von der letzten Begegnung mit Jana zurückgekommen war schien sich seine finstere Miene nicht mehr zu verziehen. Er war sauer.
Er konnte einfach nicht fassen, was da passiert war. Als würde Jana mit ihnen allen spielen. Er verstand sie einfach nicht! Und jetzt war sie zu Pitch zurückgekehrt. Eine andere Erklärung gab es nicht, schließlich hatte es seitdem kein Lebenszeichen mehr von ihr gegeben.
„Dumme, dumme, dumme Nuss!“, schimpfte er, auch wenn hier in Norwegen niemand da war, der sein Fluchen hätte hören können.
Und trotzdem machte er sich Sorgen. Jetzt, im Nachhinein, als der erste Ärger verraucht war, erst jetzt bemerkte er den seltsamen Ton in seiner Erinnerung, der in ihrer Stimme mitgeschwungen haben musste. Als sie versprochen hatte, dass niemand mehr zu Schaden kommen würde... Es hatte so endgültig geklungen. Wie ein letzter Abschied, von dem sie mit Sicherheit wusste, dass er endgültig war. Das klang nicht danach, als würde sie zu Pitch zurückkehren. Sie musste wissen, dass er es war, der sie erst zu alledem gebracht hatte. Doch nur Pitch wäre eine Erklärung dafür, warum sie nicht mehr aufzufinden war.
Er hatte es versucht, auch die anderen Hüter hatten nach ihr Ausschau gehalten. Doch weder Sandmann noch Zahnfee, die tagtäglich überall zugange waren, konnten eine Spur von ihr entdecken.

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Heute mal wieder ein kürzeres Kapitel.
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