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JANA - Eine Chance von Eins zu Unendlich

von Muosaly
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Jack Frost OC (Own Character) Pitch
26.05.2019
20.10.2019
23
19.123
6
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20 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.08.2019 843
 
“When you come out of the storm, you won’t be the same person who walked in. That’s what this storm’s all about.”
― Haruki Murakami, Kafka on the Shore



Jack beobachtete sie einige Momente, während sie sich aufsetzte und sich den Kopf rieb. Sie wirkte desorientiert, aber nicht mehr aggressiv so wie noch vor einigen Stunden. Unbewusst umklammerte er seinen Stab fester in Erwartung auf das, was kommen würde, wenn die Desorientierung aufhören würde.
Janas Bewegungen froren ein, als sie erkannte, wo sie war. Mit einem Mal sank die Temperatur im Zimmer um mindestens zehn Grad Celsius.
„Tick jetzt ja nicht wieder aus“, warnte er sie. „Ernsthaft, ich will das nicht nochmal machen müssen. Und ich glaube, North würde seinen Palast nicht gern in Schutt und Asche legen lassen.“
„Ich bin am Nordpol?“, fragte sie zaghaft.
„Ja.“
„Was macht ihr jetzt mit mir?“ Ihr Ton war ängstlich, und er sah deutlich, dass sie leicht anfing zu zittern. Er verstand, dass sie Angst vor den Konsequenzen des Ausrasters hatte, aber...
„Warum hast du das gemacht, hm?“ Sein Ton war ruhig, nur eine leichte Neugier schwang mit. Er wollte sie nicht mehr als ohnehin schon aufregen.
Sie antwortete nicht, sondern starrte nur auf die Bettdecke. Sie war bunt und farbenfroh, wie alles hier – mit Ausnahme ihrer dunklen Klamotten. Es wirkte, als ob sie nicht hierher gehören würde.
„Jana, bitte... Ich würde es gern verstehen, die anderen auch. Was hat dich denn dazu geritten? Du bist Neuling, keine Sorge, ich bin schon mit schlimmeren mit nur einem blauen Auge davongekommen. Aber du musst schon was sagen... Wir wollen einfach nur nicht, dass das wieder passiert, verstehst du?“
„Warum nicht?“ Ihre Stimme zitterte. „Warum sollte es nicht wieder passieren? Ihr müsst das doch erwartet haben, oder? Ich bin ein Sturm, ein kalter, tödlicher Sturm und die hässliche Seite des Winters! Unter Stürmen sterben und erfrieren die Menschen, er zerstört Häuser und Wege – wieso... Wieso das alles? Jetzt habt ihr doch nur noch einen Vorwand mehr, um mich zu jagen!“
Jack war einfach nur verwirrt. Er verstand nichts von dem, was sie da sagte. Er wusste nicht, warum sie sich als der zerstörende Sturm empfand, oder warum sie sie jagen sollten.
Er hatte einen Moment zu lange gezögert. Eine Klinge aus Eis bildete sich nur Zentimeter vor ihm, und während er den Schlag abwehrte, sprang sie aus dem Bett und rannte in Richtung Fenster. Geistesgegenwärtig fror Jack es ein.
Für einige Sekunden rüttelte sie am Griff, doch bevor sie begriff, dass es keinen Zweck hatte, viel sie in ein tiefes Loch.

Jack war beunruhigt, mehr als beunruhigt. Bunnymund legte ihm eine Pfote auf die Schulter, ungewohnt freundlich und mitfühlend.
„Ich werd der mal den Kopf waschen. Such den Jungen. Keine Sorge, der wird nix passieren.“

Der Osterhase bereute seine Entscheidung schnell. Sie hörte ihm nicht zu, wann immer er zu ihr kam, und in dem provisorischem Gefängnis lagen die Temperaturen immer unter Null. Gott, wie sehr er Frost doch hasste.
Immer wieder hörte er sie leise singen – jedes Mal lief ihm dabei ein kalter Schauer den Rücken hinunter. Er verstand nicht viel, aber nach dem dreißigstem Mal konnte er sich das Meiste zusammenreimen. Es ging um ein Mädchen, das große Angst hatte allein in ihrem dunklen Zimmer bei Nacht, während draußen der Sturm wütete. Am Ende würde das Haus zusammenstürzen.

Oh sweetheart, oh dear, don't be afraid.
For the storm outside won't last long.
Soon, you'll see, it'll be silent
That's when the morning will come.“

Oh mother, oh please, please don't leave me alone
The shadows are haunting me, chasing me down
Trying to grab me, dragging me into the night
Into the cold, uncaring storm.

Oh mother, come quickly, the ghost in the wind
Aims with its arrows, the lightnings, at me
Just why, just why did you leave me alone?
There! Couldn't you see the ghost on the tree?

The storm has calmed down, now I understand,
For why the shadows and ghosts have been here.
The house is in ruins, our bodies below stone,
Now all storms are silent, for we can't hear.


Sie sang es viel zu oft für seinen Geschmack. Die Melodie war eingängig, wie bei einem Kinderlied – was ihn nur noch wahnsinniger machte.

Eines Abends, nachdem sie wieder das Lied gesungen hatte, sollte sich jedoch einiges ändern. Denn während der Osterhase dem Nordpol und Jack einen Besuch abstattete und sie allein in ihrem Zimmer saß, tauchte plötzlich ein Junge vor ihr auf. Er reichte ihr die Hand.

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Jep, meine lyrischen Fähigkeiten lassen zu wünschen übrig. Ich weiß schon, warum ich mich daran normalerweise nicht versuche.

Entschuldigung für den verspäteten Upload. Ich war gestern den ganzen Tag nicht zuhause ^^" Bin ich eigentlich immer noch nicht, aber jetzt hab ich wieder Internet.

Ihr habt schon bemerkt, dass mittwochs irgendwie nichts mehr kommt. Ich hab gerade das, was wohl Schreibblockade genannt wird - ihr lebt im Augenblick nur von vorproduzierten Kapiteln ^^"
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