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JANA - Eine Chance von Eins zu Unendlich

von Muosaly
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Jack Frost OC (Own Character) Pitch
26.05.2019
20.10.2019
23
19.123
6
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31.07.2019 930
 
“But all these were things he could not want, because they were things he could not have, and wanting what you could not have led to misery and madness.”
Cassandra Clare, Clockwork Prince


„Jack! Jack!“ Tooth flatterte ziemlich aufgeregt hin und her am Nordpol. Als sie von ihren Feen davon gehört hatte, musste sie auf dem schnellsten Weg hier her kommen. Irgendwie ist der Nordpol der inoffizielle Versammlungsort der Hüter geworden, egal bei welchem Anlass. „Jack, es gibt Neuigkeiten!“
Jack hatte sich Monate nicht mehr aus der großen Halle wegbewegt. Mithilfe des großen Globus hatte er versucht, Jana aufzuspüren – ohne Erfolg.
„Was gibt’s?“, fragte er, ohne einmal seinen Blick abzuwenden. Er schwebte im Schneidersitz mitten in der Luft. Mittlerweile ließ er zumindest zu, dass ihm ein paar Helferfeen Gesellschaft leisteten und aufpassten, dass er keine Dummheiten machte. Tooth war der Meinung, dass, wenn man ihn schon nicht zu seinem Job zwingen konnte, man ihn zumindest davon abhalten sollte, Blödsinn zu machen. Aber auf dazu hatte er in letzter Zeit keine Lust mehr.
„Schnee! Eis und Schnee, ein Schneesturm in Europa!“
Jack wachte auf. Als würde er sich teleportieren rauschte er zu Tooth, bis er keinen Meter mehr von ihr weg war.
„Wo? Ist es Jana?“
„Wer sonst!“ Tooth war aufgeregt. Es machte sie glücklich, Jack wieder so zu sehen. Da war wieder das Funkeln in den Augen, das vor Monaten verschwunden war. Sie beobachtete, wie er sich zum Globus umdrehte und sein Gesichtsausdruck sich aufhellte, als er tausende neue Lichter aufflammen sah.
Er war fassungslos. Nach all dieser Zeit des Suchens nach kleinsten Zeichen ließ sie den Globus plötzlich wie einen Weihnachtsbaum leuchten, als würde sie sie zu ihr rufen. Tooth hatte sie gefunden, die Kinder hatten den Schnee entdeckt und auch ein Sandbote von Sandy kam gerade in den Saal geeilt.
„Ich... Ich muss los.“ Jack wartete gar nicht auf irgendeine Antwort – keine Minute später war er verschwunden.

Ich war glücklich. Wirklich glücklich. Das war das erste Mal seit dem Brand, dass ich wirklich aus tiefstem Herzen lachen konnte. Ich lachte, während ich barfüßig durch tiefen Schnee tanzte und zuließ, das Kälte durch meinen Körper kroch. Es ließ mich wieder lebendig fühlen. Ich hatte die Kälte schön immer geliebt, aber sie zu fühlen, ohne zu frieren und sie sogar kontrollieren zu können war einfach fantastisch! Es kümmerte mich nicht mehr, dass man mich finden würde, und ich kümmerte mich nicht mehr darum, wie Pitch mich dafür ausschimpfen würde. Ich war wie betrunken. Die Sturm tanzte mit mir.

Jack saß in einiger Entfernung auf einem Hügel. Er konnte nicht glauben, was er sah. Sie war so... Verändert. Er hatte sie nicht lange gekannt, aber das war nicht die Person, die vor den Hütern geflohen war. Ihre Haltung strahlte Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit aus, und in ihrem Blick sah er das Leben und pure Freude leuchten. Er hörte ihr Lachen selbst durch den Sturm. Sie schien einfach nur glücklich zu sein.
Auch ihre Kleidung hatte sie verändert. Ein enges, schwarzes Top, das in extremen Kontrast zu der Haut ihrer Arme stand – Schneewittchen würde sie alle Ehre machen. Ihre Jeans war gegen eine schwarze Leggins getauscht worden, sie war immer noch barfüßig und ihre Haare zu einem strengen Zopf geflochten, der sanft auf ihren schmalen Rücken lag. Ihr ganzer Körper war von Eiskristallen bedeckt. Er konnte nicht aufhören, sie anzustarren. Er hätte sie nicht wiedererkannt, hätte er nicht gewusst, dass es Jana sein musste.
Sie schien ihn nicht zu bemerken. Jack konnte sie ungestört beobachten. Sie bewegte sich, als gäbe es ein Lied, das nur sie hören konnte. Am liebsten würde er sie noch lange so beobachten, denn er befürchtete, dass dieses freudige Leuchten in ihren Augen wieder verschwinden könnte.
Dann passierte etwas, das er nicht erwartet hätte. Ein halbes Dutzend schwarzer Pferde mit leuchtenden Augen rauschte an ihm vorbei, direkt auf sie zu. Er wollte aufspringen und sie aufhalten, doch... Jana hatte aufgehört zu tanzen. Sie ging auf die Albtraumgestalten zu, um sanft das erste Pferd hinter den Ohren zu kraulen.
Er war wie erstarrt, konnte sie nur ungläubig beobachten.
„Sie hat sich verändert, nicht wahr?“
Die Stimme ließ ihn einen eisigen Schauer den Rücken herunterlaufen. Er fuhr herum, er kannte die in Schwarz gekleidete Person.
Pitch lachte nur leise. „Sie ist richtiggehend aufgeblüht, als ich sie zu mir nahm. Sie hatte das Angebot angenommen, das du einst abgelehnt hattest. Sie ist mächtig, bald schon mächtiger als du. Wer hätte das gedacht?“
Jack knurrte. Er hatte Pitch instinktiv den Weg zu Jana versperrt.
„Was willst du?“
„Ich will meinen Schützling wieder abholen.“ Pitch's Stimme war zu süß, ironisch, und an seinem Grinsen konnte Jack sehen, als was er seinen Schützling tatsächlich sah. Sie war nichts als ein Werkzeug für ihn, und sie wusste es nicht.
„Pitch? … Jack?“ Jana hatte sie entdeckt und kam geradewegs auf sie zu.
„Was machst du hier, Jack?“
Bevor er die Möglichkeit hatte zu antworten, hatte Pitch schon angefangen zu reden. Er war einen Schritt zu Seite gegangen, um einen guten Blick auf das Mädchen zu bekommen.
„Hatte ich dir Aktionen wie diese nicht untersagt?“ Seine Stimme war scharf, unnachgiebig.
Jana neigte ihren Kopf, nahezu unterwürfig.
„Das stimmt. Hattest du. Und es tut mir leid. Aber...“, an dieser Stelle sah sie auf, „ich bereue es nicht und werde es wieder tun.“

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ACHTUNG!
Ich hab ein bisschen Zeit und Arbeit investiert, um eine Website zu erstellen. Auf der Seite findet ihr Neuigkeiten zu den Geschichten und mit der Zeit auch immer wieder Bonusmaterial, wie aus der eigentlichen Geschichte gelöschte Kapitel. Schaut einfach mal rein!
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