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Lifesaver/ Kogan

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Kendall Knight Logan Mitchell
25.05.2019
25.05.2019
8
9.485
 
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25.05.2019 972
 
Ich hörte meinen nervtötenden Wecker, der mich wie jeden Morgen für die Schule wecken soll. Müde schaltete ich den Wecker aus und rieb mir verschlafen die Augen. Mal wieder ein Schultag auf den ich mich überhaupt nicht freue. Ich legte die Decke zur Seite und ging ins Bad, um mir die Zähne zu putzen. Danach ging ich runter ins Wohnzimmer, wo auch schon meine Eltern mit meiner kleinen Schwester überfordert waren. Jeffrey Schatz, ziehst du bitte Presley an und machst sie fertig für den Kindergarten!, schrie meine Mum von der Küche aus. Ja, sofort, rief mein Vater zurück und ging mit ihr nach oben. Als meine Mutter danach ins Wohnzimmer kam, sah sie mich total entsetzt an. Junge, umziehen, du musst zur Schule, sagte sie. Mum, ich geh mich gleich umziehen, sagte ich und checkte meine Nachrichten.

Nicht gleich, jetzt!, befahl sie mir und nahm mir mein Handy aus der Hand. Was soll das denn?, rief ich entsetzt. Zieh dich um, mach dich fertig für die Schule und danach darfst du wieder dein Handy haben, sagte sie und ich ging wütend nach oben. In meinem Zimmer zog ich mir eine Jeans und ein T-Shirt an und ging danach mit meinem Rucksack runter. So für meine kleine Presley habe ich hier ein leckeres Sandwich und ein bisschen was Süßes, sagte sie mit einem Lächeln. Ich bring Presley schon mal zum Auto, sagte mein Vater und ging mit ihr raus. Na los, ab zur Schule, sagte sie und ich sah sie nur an. Bekomm ich auch noch was zu essen für die Schule?, fragte ich fassungslos. Achja, hier dein Brot, sagte sie und gab mir ein, mit Alufolie umwickeltes, Brot.

Danach ging ich aus dem Haus und sah meine Eltern mit Presley davonfahren. Ich war froh, dass ich nicht auf sie angewiesen bin, wenn ich zur Schule muss, denn das wäre jeden Morgen die reinste Katastrophe. Meine Schule war etwa 15 Minuten von zu Hause entfernt, darum musste ich mich nicht wie die drei jeden Morgen so beeilen. Dort angekommen, sah ich schon die ersten Schüler, die mir mega auf die Nerven gingen. Was los Henderson? Gestern wieder die ganze Nacht wach gelegen und nur Pornos geschaut, weil du e nie eine abgekommst, lachten Nick und Dan. Halt einfach mal deine verdammte Schnauze, sagte ich und ging an ihnen vorbei. Ich glaube du hast den Gesichtsausdruck deiner Eltern übernommen, lachte Dylan. Warum, denn?, fragte ich ihn emotionslos. Weil sie anscheinend genauso geguckt haben, als sie dich gesehen haben, lachte er und ein paar andere lachten mit. Ich ging ins Schulgebäude, suchte meine Klasse, setzte mich auf meinem Platz und hoffte, dass der Tag schnell vergeht.

Nach der Schule checkte ich meine Nachrichten und darunter war eine von meiner Mum. Hol Presley vom Kindergarten ab!, schrieb sie mir ohne Smiley, ohne Bitte ohne irgendetwas. Ich war schon lange sauer auf meine Eltern, da sie sich nicht mehr für mich interessierten, seit Presley auf der Welt ist. Sie ist die Prinzessin und ich nur der große Bruder, der die ganze Drecksarbeit erledigen darf. Ich machte mich auf den Weg zum Kindergarten, der genau in der entgegengesetzten Richtung war und es etwa 45 Minuten dauert, um dort anzukommen. Ach, ich liebe Los Angeles! Leute, die dich nicht begrüßen, da sie denken, dass wir nichts wert sind. Schüler, die sich über mich lustig machen, da ich aus Texas komme und mich immer mit Sandy vergleichen, da ich, laut ihrer Meinung, genau so ein Vollidiot bin und natürlich meine Freunde, die ich nie haben werde, da mich alle nach einer Weile total fertig machen, dachte ich mir.

Beim Kindergarten angekommen, sagte ich der Kindergärtnerin dort, dass ich der große Bruder von Presley bin und sie abholen will. Sie verstand und holte Presley aus dem großen Garten, die dann mit ihrem kleinen Rucksack zu mir kam. Schönen Tag euch noch, sagte sie und ein kleines Mädchen kam zu Presley. Bis morgen, freu mich wieder darauf, dass wir wieder spielen können, sagte sie und ging nach einer Umarmung wieder. Als wir eine Weile gegangen waren, fing Presley an zu meckern. Wieso musst du mich abholen?, beschwerte sie sich. Weil Mum und Dad wieder mal arbeiten sind und ich die Drecksarbeit erledigen darf, ganz einfach, antwortete ich ihr. Du bist immer so mega mies drauf. Kellys Bruder ist voll cool, der kann Gitarre spielen und super singen, schwärmte sie. Wenn du wüsstest was bei mir derzeit los ist, flüsterte ich. Was?, fragte sie neugierig nach. Vergiss es, sagte ich und wir gingen die Straßen weiter zu unserem Haus.

Zuhause angekommen, ließ ich Presley im Garten spielen und ich ging nach oben um meine Hausaufgaben zu machen. Spanisch kotzt mich so an, ich werde es nie checken, dachte ich laut und warf das Buch von meinem Schreibtisch. Was machst du denn schon wieder so einen Lärm?!, beschwerte sich meine Mutter, die von ihrer Arbeit erst vor einer halben Stunde nach Hause gekommen war. Hör sofort auf hier so einen Aufstand zu machen, befahl sie mir und schlug die Tür zu. Ich entschied mich kurz darauf einfach nach draußen zu gehen um ein wenig Ruhe zu haben. Als ich eine Weile herumschlenderte, bemerkte ich bei einem Haus eine Menge Umzugskartons, die mich nicht weiter interessierten. Nach einer Stunde kam ich wieder zu Hause an, aß noch etwas und verzog mich den restlichen Abend nur noch in mein Zimmer. Mein Leben in Texas war perfekt. Ich hatte Freunde, eine coole Schule, bis mein Vater diese verdammte Beförderung bekam. Jetzt war er schon fast Manager in der Firma, wo er schon seit 15 Jahren war. Beide waren in der Bürobranche und mussten zuhause immer mal das ein oder andere erledigen. Nachdem ich wieder mal viel Zeit zum Nachdenken hatte, entschied ich mich um 21:30 Uhr schlafen zu gehen, da morgen wieder Schule war.
 
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