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Verlorene Hühnerfedern

von zimtia
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Melanie Klupsch Trudhild Bogolowski / Trude Wilma Irrling
25.05.2019
21.08.2020
10
22.578
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15.07.2019 2.563
 
Ausnahmsweise war Sprotte an diesem Morgen mal nicht total spät dran. Sie war nur ein bisschen spät dran. Drei Straßen von ihrer Schule entfernt erwischte sie sogar noch Frieda, welche hektisch in die Pedalen trat.

Grinsend klingelte sie mit ihrer Fahrradklingel. Das Mädchen drehte sich überrascht zu ihr um und lächelte. „Guten Morgen, Sprotte!“, grüßte sie.
Sprotte hatte sie nun eingeholt. „Morgen Frieda,“ erwiderte sie den Gruß immer noch breit grinsend.

„Du bist aber gut gelaunt heute“, bemerkte ihre Freundin mit einem Seitenblick.
Sie zuckte die Schultern. „Die Sonne scheint“, antwortete sie. Es stimmte. Die Sonne schien wirklich. Aber das war nicht der Grund warum Sprotte sich so leicht wie eine Hühnerfeder fühlte. Ob sie es ihr sagen sollte? Dass sie und Fred…

„Langsam wird’s Sommer“, stimmte Frieda lächelnd zu, während sie in die Sonne zwinkerte.
„Apropos Sommer, wir sollten uns echt beeilen. Die Sommerkorn meckert immer so, wenn man zu spät kommt.“ Sie zog eine Grimasse.
„Mist! Wir haben Geschichte in der ersten?“
„Ja, du Morgenmuffel! Heute ist doch Montag!“

Noch zwei Straßen. Frieda hatte Recht. Sprotte hatte an diesem Morgen nur flüchtig auf den Stundenplan gesehen. Ihre Gedanken waren in letzter Zeit so unfokussiert. Und dabei war sie schon so oft zu spät gekommen in diesem Halbjahr!

„Hatte ich vergessen! Schnell, beeilen wir uns!“, rief Sprotte, als sie in die Quangelstraße einbogen. Eine Straße noch.
„Warte auf mich!“, hörte sie Frieda hinter ihr rufen. Sie hasste es sich abzuhetzen. Vor allem, weil man dadurch so schlecht auf den Verkehr achten konnte.

Da endlich. Die Fahrradständer vor der Schule waren in Sicht. Schnell stiegen die Mädchen von ihren Rädern und schlossen diese ab. Da fiel Sprottes Blick auf die große Uhr, die an der Außenwand der Schule hing. Fünf vor acht.
„Ist ja noch gar nicht so spät. Jetzt haben wir uns umsonst so abgehetzt,“ sagte sie nach Luft schnappend.

Frieda sah auf ihre Armbanduhr. Der kleine Zeiger zeigte auf die acht, während der große über der eins schwebte. Sie stöhnte. „Das war bestimmt schon wieder Luki“, sagte sie verärgert, „Momentan betrachtet er meine Uhr als Lieblingsspielzeug. Tut mir Leid.“

„Schon okay“, versicherte ihr Sprotte, während sie über den Schulhof liefen, „Immerhin sind wir nicht zu spät. Vielleicht könnten wir ihm eine Spielzeuguhr besorgen.“
„Da würde er sich riesig drüber freuen. Er ist immer so süß, wenn er sich freut“, fügte sie stolz hinzu. Als ob sie irgendwie dazu beigetragen hätte, dass ihr kleiner Bruder süß war.

Sprotte schnaubte, „Wäre schön wenn er öfter süß und seltener anstrengend wäre.“
Sprotte. Nun, sei doch nicht so fies“, wandte Frieda ein.
„Ich mach doch nur Spaß.“ Sie grinste und hakte sich bei ihr unter.

„Redet ihr zwei etwa über mich?“, fragte da plötzlich eine Stimme von hinten. Sprotte musste sich gar nicht erst umdrehen um zu wissen wer da gesprochen hatte. Eine Sekunde später quetschte er sich auch schon zwischen die beiden Freundinnen. Fred. Wieso raste ihr Herz denn schon wieder so?

„Wenn du der kleine sabbernde Zwerg bist, der Friedas Uhr zehn Minuten vorgestellt hat, dann ja“, gab sie spöttisch zurück, während sie vorsichtig zu Frieda rüberschielte.

„Hm. Ne, ich glaub da liegt ne Verwechslung vor“, antwortete er spielerisch.
Frieda kicherte. „Wir haben über Luki geredet. Guten Morgen übrigens“, grüßte sie. Sie ließ wirklich nie eine Gelegenheit aus gute Manieren zu zeigen.
„Morgen“, erwiderte er den Gruß, „Und ich dachte schon ich muss mir Sorgen machen.“

Sie schüttelte den Kopf und grinste. „Hast du dich denn bei anstrengend oder süß angesprochen gefühlt?“

Sprotte starrte ihre beste Freundin an. Was redete sie da?
„Ich weiß auch nicht“, sagte Fred schulterzuckend, „Was denkst du denn dazu?“

Die Frage war an sie gerichtet. An Sprotte. Sie rollte die Augen und sah weg. Das Ganze war einfach nur unangenehm. Was dachte sich Frieda nur dabei?
„Na da passt auf jeden Fall anstrengend besser“, grummelte sie.
„Autsch“, sagte Fred, „Bekomm ich eigentlich kein freundliches ‚Guten Morgen‘ von dir?“

Gerade wollte sie ihm ein giftiges ‚Nein‘ entgegenschleudern, da spürte sie warme Finger, die sich um ihre Hand schlossen.

„Guten Morgen Sprotte“, sagte er fröhlich, lehnte sich zu ihr herüber und küsste sacht ihre Wange. Woraufhin ihr ganzes Gesicht anfing zu kribbeln.
„Bist du wahnsinnig? Lass das!“ Sie machte sich von ihm los und sah sich nach allen Seiten um. Auf dem Schulhof tummelten sich zum Glück nur Schüler aus den unteren Jahrgängen.

„Was wenn das jemand gesehen hätte?“, zischte sie ihm verärgert zu. Dann fiel ihr Blick auf Frieda.
Die sah überrascht zwischen ihr und Fred hin und her. „Gibt es da vielleicht etwas, was du mir sagen wolltest, Sprotte?“

Fred sah verwirrt von Sprotte zu Frieda. „Ach, hast du das Frieda noch gar nicht erzählt?“, fragte er, „Ihr Hühner erzählt euch doch sonst immer alles.“
„Das wollt ich ja“, ereiferte sie sich verärgert, “Aber mir ist ein bestimmter Blödmann zuvorgekommen!“, sie starrte den Jungen böse an. „Tut mir Leid Frieda“, fügte sie hinzu. Hoffentlich war sie ihr nicht böse.

Frieda fing zu ihrer Überraschung an zu lachen. „Ich habs dir doch gesagt“, prustete sie, „Das ist echt gruselig wie gut ihr zwei zusammenpasst. Ihr seid jetzt schon wie ein verheiratetes Ehepaar.“

„Blödsinn!“, sagten Fred und Sprotte zur selben Zeit und schauten sich danach verdutzt an. Frieda lachte nur noch lauter.

„Soll ich schon mal vorgehen?“, fragte sie kichernd, „dann habt ihr zwei noch nen Moment für euch.“

„Nein!“, antwortete Sprotte zu schnell, „Da können wir ja gleich der ganzen Schule sagen, dass wir-“ Sie biss sich auf die Zunge. Sie konnte es immer noch nicht aussprechen.

„Dass wir miteinander ausgehen?“, fragte er spitzbübisch. War das peinlich! Bestimmt war sie schon wieder so rot wie eine Tomate. Sie presste die Lippen aufeinander und sah zur anderen Seite.

„Schon gut, Oberhuhn. Ich werds schon keinem verraten“, raunte er, stellte sich direkt vor sie und zog an einer Haarsträhne, die sich in ihrer Hühnerkette verfangen hatte. „Ich geh dann schon mal vor. Und verspätet euch nicht, sonst nimmt euch die Sommerkorn wieder aufs Korn.“ Er zwinkerte belustigt. Sprotte verdrehte die Augen. Würde sie sich jemals an diese bescheuerten Witze gewöhnen können?

„Geh schon“, forderte sie ihn auf, während sie ihn bestimmt in Richtung Haupteingang schubste.
„Ach bevor ichs vergesse“, erinnerte er sich, „weißt du, mein Großvater ist wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden und er braucht ‘n wenig Hilfe im Garten. Deshalb wollte ich heute mal bei ihm vorbeischauen.“ Er vergrub seine Hände in den Hosentaschen und zog die Schultern hoch. „Ich dachte… naja, du kennst dich doch auch mit Gemüse und Pflanzen aus, vielleicht hast du ja Lust…“ Er sah sie ein wenig schüchtern an. So kannte sie ihn gar nicht.

„Wenn du magst zeig ich dir ein paar von Oma Slättbergs Geheimtricks“, sagte sie schmunzelnd.
Fred grinste sie an. „Das wär super!“, rief er begeistert, „Ich mein… ich hol dich dann so um drei ab, okay?“, sagte er etwas ruhiger, mit einem Seitenblick auf Frieda.

„Okay“, bestätigte Sprotte mit einem kleinen Lächeln.
Daraufhin salutierte er spöttisch und verschwand in Richtung Schuleingang. Sprotte merkte gar nicht, dass sie ihm nachsah. Sie seufzte abwesend. Frieda hüstelte neben ihr.

„Dich hats aber ganz schön erwischt was?“, fragte sie belustigt, „Was hab ich denn gestern noch alles verpasst?“
„Hm?“ Sprotte fühlte sich schrecklich ertappt. „Och… wir haben uns auf dem Heimweg getroffen.“
„Und?“, wollte Frieda wissen.
„Er hatte nen Platten und… ich hab ihm meine Pumpe geliehen und… dann…“ Sie scharrte verlegen mit den Füßen auf dem Boden.
„Ja?“
„Dann haben wir uns eben ein bisschen unterhalten.“
„Hast dus ihm gesagt?“
Sprotte nickte.
„Und… wie hat er reagiert?“
„Na wie schon?“, gab sie zurück. Freds Rad war genau in dem Moment umgefallen, als sie ihm gesagt hatte, dass sie ihn mochte. Aber das erschien ihr nun wirklich zu blöd um es zu erzählen.

„Ich mein…“, Frieda beugte sich näher an sie heran und flüsterte, „Seid ihr jetzt zusammen?“ Ihre Augen funkelten und sprühten, so als wäre sie diejenige, die sich federleicht fühlte.

Sprotte zuckte die Achseln. „Irgendwie schon“, antwortete sie leise an ihre Schuhe gerichtet. Immerhin hatte er sie gestern zum Abschied geküsst. Und das war schon das zweite Mal gewesen. Frieda sprang auf sie zu und drückte sie fest an sich.

„Ich freu mich so für dich, Sprotte“, quietschte sie glücklich in ihr Ohr. Dann trat sie einen Schritt zurück. „Willst dus den anderen sagen?“, fragte sie vorsichtig. Frieda kannte sie einfach zu gut.

„Ich…“, sagte sie zögernd, „Noch nicht gleich.“ An sich hatte sie gar kein so großes Problem damit den andern Hühnern von Fred und ihr zu erzählen. Wenn sie nicht genau wüsste, dass Melli ihr damit keine Ruhe lassen würde.
„Melli?“, fragte Frieda mitfühlend.
Sprotte nickte. „Die wird mich das doch nie vergessen lassen.“

Ihre beste Freundin grinste verschwörerisch. „Von mir erfährt sie‘s nicht.“ Sie zwinkerte. Dann fiel ihr Blick auf ihre Uhr. „Mist, jetzt sind wir aber wirklich zu spät“, murmelte sie und hielt Sprotte die Uhr vors Gesicht. Viertel nach acht.

„Verdammt!“, fluchte Sprotte, griff nach Friedas Arm und rannte in Richtung Schule. Während sie mit ihrer besten Freundin durch die Gänge rannte, hatte sie das Gefühl, dass selbst das griesgrämige Gesicht der Sommerkorn ihr die Laune nicht verderben könnte.

Als die beiden schließlich in den Klassenraum stürmten und sich den Tadel der Geschichtslehrerin anhören mussten, bemerkte sie Fred, der ihr aus der letzten Reihe grinsend zuzwinkerte. Da war es wieder. Dieses warme Kribbeln. Und mit einem Mal kam ihr das Zuspätkommen schon gar nicht mehr so schlimm vor.



„Gehen wir doch heute alle zum Wohnwagen, was meint ihr?“ schlug Trude in der Pause vor, „Ich hab die Hühner noch gar nicht gesehen, seit wir wieder hier sind.“
„Klar,“ entgegnete Wilma. „Nicht, dass die uns schon wieder vergessen haben.“ Sie grinste.
„Das ist gar nicht mal so abwegig,“ warf Frieda ein, „Isolde hat mich gebissen, als wir gestern nach den Hühnern gesehen haben.“

„Was? Wirklich?“, fragte Wilma erstaunt, „Dann müssen wir auf jeden Fall heute zum Wohnwagen! Wer weiß, was die Pygmäen mit unseren Hühnern angestellt haben!“ Dann verzog sie das Gesicht, legte die Hand übers Herz und verkündete in ihrer Theater-Stimme: „‚Mein Herz ist bang und ahnet ein Verhängnis, das noch verborgen in den Sternen heut Abend auf den Festlichkeiten beginnen wird, und mir die Dauer des kaum geschützten Lebens kürzt; das meine Brust verschließt und mir durch Frevel Tod bringt, vor der Zeit.“
Sie machte das wirklich gut. Das musste man ihr lassen.

Melli kicherte. „Du hast aber auch für jede Situation nen Shakespeare Spruch parat. Am Ende beißen dich die Hühner noch, weil du so komisch redest,“ Sie warf ihre blonden Locken zurück, „Also ich bin dabei. Meine Schwester macht mich schon wieder wahnsinnig mit ihrem Yoga-Wahn.“ Sie sah Frieda und Sprotte fragend an.

„Bei mir geht‘s auch. Ich müsste dann aber Luki mitbringen.“
„Kein Problem, um den kümmern wir uns schon. Der ist ja ganz pflegeleicht,“ sagte Trude fröhlich. Sie hatte schon immer eine Schwäche für Friedas kleinen Bruder gehabt.

„Was ist mit dir Sprotte? Du sagst ja gar nichts,“ bemerkte Wilma stirnrunzelnd.
„Äh…“ begann sie. „Wie wärs denn mit morgen? Heute passt bei mir nicht so gut.“ Frieda warf ihr einen schnellen Blick zu.
„Wie blöd,“ seufzte Wilma, „Wir haben doch ab morgen die ganze Woche Probe. Ich weiß gar nicht ob meine Mutter mich überhaupt heute Nachmittag gehen lässt.“
Trude und Frieda nickten zustimmend.

„Was hast du denn überhaupt heute vor, dass so wichtig ist?“, fragte Melli, „Kannst du das nicht verschieben?“
Mit einem Mal waren vier Augenpaare auf Sprotte gerichtet. Drei davon neugierig und eines besorgt. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Sollte sie den Mädchen erzählen, dass sie schon mit Fred verabredet war? Dass sie und Fred… Mellis blaue Augen bohrten sich unangenehm in ihren Kopf.

„Ich muss wieder mal bei O.S. aushelfen. Die wollte das Gemüsebeet neu bestellen,“ log sie kurzentschlossen.
Das blonde Mädchen musterte sie immer noch skeptisch. Beinahe so, als ob sie ihre Lüge durchschaut hätte.

„Och, wie schade,“ schmollte Trude, „Ich dachte wir könnten heute alle zusammen zu den Hühnern. Grade weil jetzt bald Endproben sind und dann wird das bestimmt erst wieder was nach der Aufführung.“

Sprotte kaute auf ihren Lippen. Sie wollte ja mit ihren Freundinnen und den Hühnern Zeit verbringen. Aber ein genau so großer Teil von ihr wollte mehr von diesen neuen Gefühlen erkunden, die in ihrem Inneren herumgeisterten.

„Naja, vielleicht könnt ich später noch dazukommen,“ murmelte sie schließlich.
„Das wär super!“, freute sich Trude, „Dann bring ich noch Zutaten für nen Waffelteig mit.“

Frieda musterte sie besorgt, woraufhin Sprotte nur mit den Achseln zuckte. Vielleicht konnte sie es den Hühnern ja heute Nachmittag erzählen. In aller Ruhe bei Waffeln und einer Tasse Tee.

„Vielleicht verrät Sprotte uns dann auch endlich mal was aus diesem mysteriösen Liebesbrief geworden ist,“ stichelte Melli und ließ ihre Augenbrauen spöttisch auf und ab tänzeln. So ein Mist. Konnte sie etwa Gedanken lesen? Bevor Sprotte etwas erwidern oder auch nur mehr tun konnte als puterrot zu werden, ertönte laut die Schulglocke und läutete somit das Ende der Pause ein.

„Wenn man vom Teufel spricht,“ fuhr Melli fort, „Ist das da vorne nicht Fred?“ Sie deutete auf etwas oder jemanden hinter Sprotte und obwohl sie den Jungen nur am Klang seiner Stimme erkannte, drehte sie sich nicht um. Sie wusste was Melli vorhatte. Und wenn das blonde Mädchen sie so selbstzufrieden von der Seite angrinste, verkrampfte sich alles in ihr und sie fühlte sich wie ein eingeschüchtertes kleines Kätzchen. Und das wo sie doch sonst immer eine schlagfertige Bemerkung auf Lager hatte!

„Lass uns einfach gehen,“ grummelte sie ärgerlich, griff nach Friedas Arm und marschierte mechanisch in Richtung des Schulgebäudes ohne sich noch einmal umzudrehen.

Hinter ihnen hörte sie Wilma flüstern: „Warte, war das nicht ein Scherz? Hat sie wirklich einen Liebesbrief von Fred bekommen?“
Sprotte wäre beinahe stehen geblieben und hätte sich umgedreht, aber ihre beste Freundin lächelte ihr mitfühlend zu und zog sie sacht weiter.

„Ja, ich glaub schon,“ zischte Trude leise zurück. Sie dachten wohl, dass die beiden Mädchen vor ihnen sie nicht hören konnten. „Auf dem Reiterhof.“
„Kein Wunder,“ mischte sich Melli ein, die sich nicht einmal bemühte leise zu sprechen, „Der arme Junge wäre ja fast gestorben vor Eifersucht.“
Was? Wieso das denn?“, flüsterte Wilma etwas lauter.
„Na wegen Maik natürlich,“ erklärte Melli, als ob es das offensichtlichste von der Welt wäre. Sprottes Wangen glühten. Und nun war auch Frieda stehen geblieben. Bei der Erwähnung von Maik war sie kaum merklich zusammengezuckt.

Sprotte drehte sich zu den anderen Mädchen um und verengte die Augen zu Schlitzen. „Halt einfach die Klappe Melli!“, entgegnete sie wütend, die Hände zu Fäusten geballt, „Ich misch mich auch nicht pausenlos in deine Angelegenheiten ein!“

Das blonde Mädchen öffnete den Mund, als wollte sie etwas erwidern, doch da hatte Sprotte sich bereits umgedreht und war in Richtung ihres Klassenzimmers davongerannt.
Stimmen riefen ihr nach. Aber die waren ihr egal. Und dabei hatte der Tag so schön angefangen.


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A/N: Hallo mal wieder. Hab gerade den ersten und zweiten Hühner-Film auf Netflix geguckt und mir frische Inspiration geholt :) Witziger Fact: Es gibt den dritten Film überhaupt nicht auf Netflix! Wahrscheinlich weil er zu unbeliebt ist xD
Hat jemand zufällig das vierte Buch zur Hand und kann mir sagen ob jemals erwähnt wird, warum Freds Großvatrer im Krankenhaus war? Ich kann mich da irgendwie nicht mehr dran erinnern :/ Danke fürs Lesen!
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