The Elder Scrolls - Legacy -

von Dokrates
GeschichteDrama, Fantasy / P18
22.05.2019
31.03.2020
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Kapitel II.


Es war ein sonniger, wenn auch seltsamer Tag. Die Luft war angenehm warm und ein Gefühl von Sommer lag in der Luft. Ein Junge von etwa sieben Jahren, stürmte durch eine Tür. Oben an der Tür erschallte eine Klingel. „Mama, die Klingel funktioniert ja wirklich!“, rief der Junge voller Freude. Eine junge Frau mit braunen bis zu den Schultern reichenden Haaren und gut gebautem Körper kam aus einem Hinterraum. Der Raum erinnerte an einem Geschäft für Waffen und Rüstungen. An den Wänden hangen Ständer mit polierten Waffen und neben der Tür standen drei Rüstungsständer, alle mit glänzenden Rüstungen besetzt. Das meiste im Raum bestand zum größten Teil aus Holz, wie der Tresen der direkt parallel zur Tür stand. Vorne auf dem Tresen prangte eine aus Metall gefertigte Raute mit einem Flaggen ähnlichem Schriftzug, auf welchen Dragir stand. Die Frau schmunzelte: „Gut gemacht, Darius.“ Dieses Bild verschwamm stattdessen wurde ein anderes immer deutlicher. Das gerahmte Bild brannte Lichterloh.

Am frühen Mittag schreckte Darius mit ausgestrecktem rechten Arm und tränenverschmierten Gesicht hoch. Beim Aufwachen rief er laut „Mutter!“. Darius‘ Sicht war durch die Tränen verschwommen. Nach einiger Zeit wurde sein Blick klarer, er verblieb in jener Position. Darius schaute sich um und sah, dass er in einem ihm nicht bekannten Bett lag. Der Raum war nicht sehr groß und komplett aus hellbraunen Holzbrettern gemacht. Zum Kopf des Bettes hin gab es ein Fenster, unter welchem ein kleiner Schreibtisch stand. Die Mitte des Raumes war mit einem runden Teppich ausgelegt und in der Ecke stand ein kleiner Schrank, neben welchen Darius Rüstung auf dem Boden lag. Darius zog die Decke weg und stand auf. Schon beim Aufstehen fiel ihm auf, dass sein linker Arm sich schwer anfühlte. Die Kraft in seinen Muskeln blieb aus.

Auf einmal riss jemand die Tür schwungvoll auf, Darius erschrak und zog die Decke enger um seinen Körper. Lesarus, Emilia, Kay und Ardialt kamen herein. „Morgen Schlafmütze“, flötete Emilia mit fröhlicher Stimme. Lesarus lachte: „Hör auf mich zu veraschen. Darius, du trägst eine Unterhose.“ Darius schaute die Vier fragend an „Könnt ihr mir sagen, was passiert ist? Ich kann mich nicht daran erinnern, was geschah nach dem wir den Grafen gegenüberstanden.“ fragte Darius. Lesarus antwortete ihm: „Wir haben den Grafen schneller erledigt als gedacht. Danach bist du erschöpft zusammengebrochen.“ Emilia nickte und trat näher an Darius heran, ihre Hände fingen an im goldenen Licht zu schimmern und sie legte sie auf seinem Rücken. „Ich habe keine Kraft in meinen linken Arm. Er ist aber nicht taub oder ähnliches.“ Lesarus zuckte mit den Schultern „Naja seltsam, aber Alles Gute, Darius.“ Alle im Raum schauten die beiden verwundert an. Kay fragte: „Wieso `Alles Gute´?“ Lesarus blickte überrascht die anderen an. „Warum? Heute ist doch der 25. Tag des Monats Jahresmitte, oder nicht?“ Darius nickte: „Er hat schon recht. Danke Lesarus, aber…“ Lesarus unterbrach ihn und sagte: „Heute Nacht hat ein neuer Teil deines Lebens begonnen. Schließe mit der Vergangenheit ab.“ Emilia sagte lachend „Alles Gute Darius, wie alt seid Ihr denn geworden?“ Darius antwortete wenn auch wieder willig „21 Jahre, aber was tut das zur Sache?“ Kay schnaufte kommentierte „O, ja dann Alles Gute auch von mir“ Darius stöhnte genervt und bedanke sich. Er stand auf und zog sich an. Sein rotes leicht zerlumptes T-Shirt, zusammen mit einer braunen Fellhose und schwarzen Stiefeln “Wie kommt es, dass alle meine Sachen hier sind…Wo sind wir überhaupt?“ Kay antwortete: „Im Wolkenherrscher-Tempel. Hier haben wir nun unser Hauptquartier von wo aus die Rebellion des Rubinroten Drachen, richtig Fahrt aufnehmen kann.“ Darius staunte und sagte: „Cool, hier sind wir wirklich sicher.“ Lesarus nickte und sagte: „Das Beste ist noch, dass wir dazu nun den Handel nach Himmelsrand aufnehmen können, als Quartier für uns ist der Wolkenherrscher optimal, als sozusagen Legionslager ist Bruma auch spitze. Wir müssten allerdings schon bald zuschlagen. Wenn wir zu lange warten überrollt uns der Bund.“

Noch am frühen Morgen stürmte ein aldmerischer Soldat in einen großen runden Saal. Der Saal war gewaltig und wurde rechts und links von großen Säulen durchzogen. Diese bildeten einen geraden Pfad zu einer leichten Erhöhung. Auf dem Thron, der dort stand, saß ein Elf mit edlen Gewändern. Er war von violetter Farbe und mit einem dicken weißen Kragen versehen. Schulterlanges, weißes Haar, gelbbleiche Haut, und tiefgoldene Augen. Einige Falten zierten sein Gesicht und über seine feine Kleidung trug er ein Goldenes Gewand mit eingestickten silbernen Runen und ausgestopftem Kragen. Der Elf schaute den Soldaten böse an, dieser kniete fast sofort vor ihm nieder „Lord Lavindil, es tut mir unendlich leid, aber ich habe einen Brief für sie aus Cheydinhal.“ Lavindil rieb sich noch leicht verschlafen die Augen “Lest ihr doch bitte vor, bin noch zu müde.“ Der Soldat schaute Lavindil verwundert an, er öffnete den Brief und las trotz großer Verunsicherung vor.



An den Palastturm: Wir senden ihnen die Benachrichtigung eines bewaffneten Aufstandes in Bruma. Erst vor wenigen Stunden erhielten wir die Information durch einen Falken von Bruma und entsendeten Soldaten welche seitdem sich nicht mehr gemeldet haben. Bitten um Verstärkung und oder Anweisungen zum weiteren Vorgehen.


Der Soldaten wischte sich den Schweiß von der Stirn und atmete auf. Lavindil trommelte mit den Fingern auf der Armlehne des Thrones herum und sagte nach einer kurzen Bedenkzeit: „Was ist mit Lord Korus?“ „Lord Incalius?“ fragte der Soldat. Lavindil schüttelte fassungslos den Kopf „Nein, den anderen aus Ersthalt stammenden Befehlshaber, der momentan in Cyrodiil ist und rein zufällig auch Korus heißt.“ Der Soldat schaute Lavindil entgeistert an “Weiß ich nicht, Lord Lavindil. Ich kann es jedoch herausfinden.“ Lavindil nickte bestimmt: „Gut, überbringt ihm eine Nachricht. Er soll mit einem Trupp von wo auch immer er ist, nach Cheydinhal reisen und von dort aus den Wiederstand in Bruma niederschlagen. Schon vor elf Jahren konnte ich auf Ihn setzten.“ Der Soldat salutierte „Wie Ihr befehlt mein Lord!“ Er drehte sich um und wollte gerade den Raum verlassen da rief ihm Lavindil hinterher „Kein Wort zur Königin! Ich würde die Sache gerne so unauffällig wie möglich über die Bühne bringen. Der Geheimdienst soll dennoch die Identität der Köpfe dieses Aufstandes herausfinden.“ Der Soldat wendete sich Lavindil zu und salutierte erneut, dann verschwand er aus der Tür und diese wurde fest hinter ihm verschlossen.

Darius nahm gegen späten Nachmittag ein Pferd und ritt mit diesem vom Wolkenherrscher-Tempel in Richtung Süden immer der Straße entlang. Er gelangte nur einige Minuten später am Stadttor von Bruma, dort stellte er sein Pferd ab und ging durch den Stadtbogen. Er hielt sich angewidert die Nase zu: „Kacke ist das krass, in der Stadt riecht es noch schlimmer.“ Er schaute sich um und sah wie Rebellen an der Kapelle, im südlichen Teil der Stadt die Leichen der aldmerischen Soldaten verbrannten. Neben dem brennenden Haufen lagen ihre Rüstungen, aufgeteilt in zwei Stapel. Darius lief bleich an und drehte sich weg. Einer der Rebellen kam auf Darius zu und sagte: „Kommandant, ist was nicht in Ordnung?“ Darius schaute einen Moment nachdenklich zum Boden und fragte: „Was geschieht mit der Ausrüstung der Soldaten?“ Der Rebell antwortete: „Hatte Kommandant Lesarus Ihnen das nicht gesagt?“ Darius schüttelte mit dem Kopf „Nein, ich habe heute kaum mit ihm gesprochen.“ Der Rebell sagte: „Okay, wir nutzen die nahezu unbeschädigten Rüstungen für Spionage- und Sabotageaktionen. Die beschädigten zerlegen wir und schmelzen sie neu ein, um mehr Ausrüstung herstellen zu können.“ Darius schaute verträumt in die Gegend „Wenn Kommandant Lesarus fragte, sagt ihm nicht wo ich bin“ Darius verschränkte die Arme und ging in Richtung Osten der Stadt. Der Rebell rief fragend hinterher „Wohin?“ Darius sah schmunzelt über seine Schulter. Dann sagte er: „Gut!“ Als Darius die Treppen aufstieg, um in den höhergelegenen Ostteil der Stadt zu kommen, spürte er wie wenig Kraft er momentan besaß. Schon auf der Hälfte der Treppe musste er keuchen. Missmutig öffnete und schloss er seine Hand am linken Arm immer wieder. “Kaum Kraft, verdammt was hat mich nur so ausgelaugt?“ Nach einigen Minuten erreichte er sein Ziel, im Nordosten der Stadt stand eine Steinsäule ungefähr so hoch wie ein Kind.

Darius kniete vor diesem nieder und starrte den Stein verträumt an “Du bist vorhersehbarer als du denkst, Darius“ sprach eine Person hinter Darius. Erschrocken drehte sich Darius um. Hinter ihm standen Kay und Lesarus. Kay war ebenfalls bleich angelaufen und machte den Anschein sich jeden Moment übergeben zu müssen. Lesarus begann bei dem Anblick zu lachen: „Ihr beide solltet euch mal sehen! Könnt ihr echt keine Leichen sehen ohne euch zu übergeben?“ Lange sagte niemand was. Bevor Kay mit angeschlagener Stimme und verschränkten Armen zu Lesarus meinte: „Halt die Klappe! Leichen sind nicht das Problem, der Geruch von Leichen aber. Und wenn diese noch dazu Brennen!“ Kay schüttelte sich kurz. Darius stand auf und fragte: „Was wollt ihr beiden hier?“ Lesarus trat näher an Darius heran. Genauso entspannt und elegant wie immer: „Ich weiß das es dir nicht leichtfällt.“ Darius wendete sich genervt von ihm ab. Kay rieb sich die Arme als ob sie frieren würde und fragte: „Kann ich gehen? Haben ihn ja jetzt gefunden.“ Lesarus beachtete sie gar nicht. Er wandte sich an Darius: „Wie hast du das gemacht?“ Darius hielt einen Moment inne. Er sah Lesarus verwirrt an. Auch Kay schien seine Frage nicht zu verstehen. Beide schauten Lesarus fragend an “Was meinst du?“ fragte schließlich Darius. Lesarus‘ Gesicht blieb ausdruckslos. Er zeigte auf Darius linken Arm “Letzte Nacht hast du einen Energieschock erzeugt, welcher selbst meine Fähigkeiten der Zerstörungsmagie bei weitem übertrifft! Du warst noch nie der begabteste Magier, es reicht immer für mittelmäßige Veränderungs- und Wiederherstellungsmagie. Na gut, Verzauberung auch etwas aber du kannst mir nicht sagen, dass du nicht heimlich Magie geübt hast!“ Darius war noch immer verwirrt. Er verstand nicht ganz was Lesarus damit meinte. Er schaute Lesarus fragend an: „Es tut mir leid, aber ich beherrsche nur schwache Zerstörungsmagie, was du da sagst, klingt sehr an den Haaren herbeigezogen.“ Lesarus zog eine Augenbraue hoch. Mit dieser Antwort wirkte er nicht zufrieden. Er stampfte mit dem Fuß auf: „Komm schon, Darius. Ich weiß mehr als du glaubst über dich, so mächtige Magie…“ Wie oft muss ich, dass Lesarus noch sagen, dachte Darius. Er erwiderte mit lautem und genervtem Ton „Hör auf, Lesarus!“ Lesarus fragte: „Wie gut kanntest du deine Familie überhaupt? Ich behaupte sogar mehr über diese zu wissen!“ Darius senkte zornig seinen Blick. Er fuhr sich verärgert über die Augen. Die Alpträume in der Nacht reichten ihm. Er musste seine Dämonen nicht noch am Tage sehen. Kay wurde nun selbst auch wütend: „Nun hört schon auf ihr beiden!“

Am späten Abend standen Darius und Lesarus an den Südmauern des Wolkenherrschers und unterhielten sich. Darius wurde neugierig und während sie so über die Mauern schauten fragte er: „Was genau, hast du im Aldmeri-Bund so getrieben?“ Lesarus schwieg einige Zeit bevor er antwortete: „Ich war, ob du es glaubst oder nicht, im aldmerischen Mutterland den Sommersend Inseln.“ Darius wirkte erstaunt „Du warst auf Sommersend?!“ Lesarus nickte und schaute auf Bruma “Wie du weißt habe ich selber Familie auf Sommersend. Ich habe dort nach, sagen wir mal Informationen über Cyrodiils Besatzer geschaut. Und irgendwann hatte ich alle Infos und verließ Sommersend.“ Darius sah ihn eindringlich an: „Lesarus, wenn du wichtige Informationen hast, bitte ich dich sie mir mitzuteilen.“ Lesarus seufzte nur auf: „Darius, deine Aufgabe ist es nicht dich mit so etwas aufzuhalten.“ Eine wirkliche Antwort war das nicht. Darius sagte: „Lesarus, Hand aufs Herz, was sind deine Ziele? Möchtest du Cyrodiil an das Akephaliesche-Reich geben? Oder es als unabhängiges Land mitten in einer großen Pufferzone lassen.“ Lesarus lachte laut auf: „Erstmal hatte ich nicht vor Cyrodiil an das Akephaliesche-Reich abzutreten. Noch dazu möchte ich dich als Drachenblut auf den Kaiserthron hieven.“ Darius schwieg kurz. Es verärgerten ihn, aber er versuchte es nicht zu zeigen: „Ich kann das immer noch nicht gutheißen. Ich, als Kaiser? Kaiser von Cyrodiil?“ Lesarus nickte: „Noch dazu sagte ich es dir schon einmal, den Bund auf einen Schlag zu besiegen klappt nicht. Aber dennoch würde ich das gerne bis Ende des Jahrhunderts schaffen“ Darius erwiderte: „Gibt es kein anderes Drachenblut was regieren könnte, außer ich? Ja wie wäre es mit meinem Bruder?!“ Lesarus erwiderte genervt: „Nein, ich sagte, dass ich dich auf den Thron bringe und das wir Tamriel einigen werden.“ Darius erwiderte: „Also werden wir bald sehr viel Blut vergießen müssen?“ Lesarus nickte und erwiderte: „Aber darüber sollten wir uns jetzt noch keine Sorgen machen. Wir müssen erst mal das hier zu Ende bringen.“ Darius lächelte zustimmend: „Okay ich gehe schlafen, war heute ein anstrengender Tag.“ Dann machte sich Darius auf den Weg zurück.

Gerade als Darius in seinen Gemächern angekommen war und sich umzog, klopfte es an der Tür. Da Er gerade fertig wurde bat er den jemanden herein. Emilia stand leicht besorgt in seiner Tür: „Darius? Ich wollte nur sehen ob es dir gut geht?“ Darius nickte einfach, doch es schien als wollte Emilia noch mehr: „Kay ist total neben der Spur. Ihr ist andauernd schlecht. Aber es ist nicht so wie du denkst.“, fügte sie schnell hinzu. Darius zuckte nur mit den Achseln: „Seit wann denke ich großartig über so etwas nach?“ „Kay war nicht in Bruma oder?“ fragte Emilia, ihr Stimme war vor Sorge belegt. Darius überlegte und sagte: „Doch sie und Lesarus hatten mich dort abgeholt“ Emilia nickte verständlich, als hätte sie diese Antwort erwartet. Merkwürdig, dachte Darius. „Okay sie kann nämlich Tod und Zerstörung nicht so gut abhaben. Vergangenheit und so.“, erwähnte Emilia erklärend. Darius nickte darauf nur: „Okay, ich hoffe, dass sie dennoch beim nächsten Angriff dabei sein wird.“ Emilia lächelte „Nacht Darius, ich hoff…“ sie schloss die Tür und ging hinaus. Darius schaute Emilia verwundert nach. Er drehte sich noch einmal um und hob seinen linken Arm im rechten Winkel. Er konzentrierte sich stark auf den Arm und auf seinen Blut- und Magicafluss. Es dauert keine zehn Sekunden, da ließ Darius den Arm enttäuscht wieder fallen. Er fasste sich mit der rechten Hand an den Oberarm. „Ich bekomme noch nicht einmal Magica durch diesen Arm gepumpt. Wie soll ich Magie eingesetzt haben, welche selbst Lesarus‘ Macht übertroffen hat?“



Nächsten Morgen war es recht frisch im Gebirge. Darius zog sich einen Mantel eng um seine Schultern und verließ sein Zimmer. Vor der Tür auf dem Hof des Tempels lag eine kleine Schneedecke. Das Sonnenlicht spiegelte sich im eisigen Weiß wieder. Der Anblick machte Darius nachdenklich: „Ich habe lange keinen Schnee mehr gesehen. Letztes Jahr hatte es ja kaum geschneit.“ „Darius!“ Er drehte sich um und ihn traf einen Schneeball mitten ins Gesicht. Darius öffnete wieder die Augen und wischte sich den kalten Schnee aus dem Gesicht. Vor ihm stand Lesarus leicht lächelnd, der schon einen zweiten Schneeball bereithielt. Wieso war ihm das fast klar gewesen. Darius erwiderten: „Du bist ein Pisser, wusstest du das?“ Lesarus ignorierte seien Kommentar und warf den Zweiten. Doch diesmal kam Darius ihm zuvor und schlug diesen in der Luft mit der linken Faust weg. Darius war nicht sehr begeistert: „Was soll der Unsinn, Lesarus?“ Lesarus nickte in Richtung seines Armes: „Dein Arm ist ja wieder geheilt.“, bemerkt er an, bevor er seine eigentliche Frage beantwortete. „Kälte-Therapie, mit etwas Glück werde ich so nicht so häufig krank.“ Darius schaute Lesarus entgeistert an: „Wir haben Jahresmitte. Und du denkst, dass du dir eine Erkältung einfangen könntest.“, darüber schüttelte Darius nur den Kopf. Verstehe ihn wer will, er jeden falls tut es nicht. „Ich gehe was Essen, ist produktiver und hält mich zumindest am Leben“ „Der hat nicht gut geschlafen“ sagte Lesarus mit enttäuschtem Gesichtsausdruck. Auf einmal traf ein Schneeball Lesarus an der Schulter, Lesarus schaute sich um und Bemerkte Emilia. Sie sprach: „Und wann wird der nächste Angriff gestartet?“  Lesarus sagte ernst: „Wir haben vier Probleme, wir müssen erstmal wieder die Rebellen verarzten und zu Kräften kommen lassen. Noch dazu müssen wir Ardialt und seine Truppen schnellst möglich an der Grenze unterstützen. Noch dazu scheinen Darius und Kay angeschlagen zu sein und unsere Ressourcen sind noch nicht wiederaufgeführt.“ Emilia erwiderte: „Welche Stadt wäre den als Nächstes dran?“ Lesarus überlegte: „Ich glaube Cheydinhal oder Chorrol. Aber Cheydinhal kommt eher in Frage. Da sie uns dort - bis jetzt - an meisten Probleme bereiten.“ Emilia nickte: „Okay und wann kommen die nächste Waffenlieferung hier an?“ Lesarus antwortete: „Aller spätestens in zwei Tagen“ Emilia lächelte darauf: „Okay dann kümmre ich mich mal um Kay.“ Emilia verschwand wieder im Tempel und Lesarus ging zu Darius, welcher schon wieder den Weg nach Bruma angetreten war.

Lesarus schaffte es, Darius kurz vor Bruma mit einem Pferd einzuholen. Er führte ein zweites Pferd mit sich und schnitt ihm den Weg ab. Darius verzog das Gesicht und fragte genervt: „Lesarus, was möchtest du?“ „Wissen wo du hingehst.“ antwortete Lesarus mit einem breiten Grinsen. Typisch Lesarus. Dann erwiderte Lesarus: „Ich weiß, wie wir dich wieder aufmuntern. Pass auf, ich gebe dir jetzt einen kleinen Trupp mit und du nimmst die Trostlose Mine ein. Okay?“ Darius seufzte. Was sollt er schon darauf erwidern? Kurz angebunden fragte er: „Was bringt uns die Mine?“ Lesarus lächelte elfisch und voller Zuversicht: „In ihr sind riesige Eisenerzvorkommen. Wir brauchen die, um es zu Stahl zu verarbeiten, und diese weiter verwenden zu können.“ Darius nahm die Zügel des Pferdes in die Hand. Er schaute Lesarus nachdenklich an und sagte: „Okay, die Trostlose Mine.“ Lesarus stürmte in das Zimmer von Kay und sagte: „Kay mach dich breit!“ Kay lag zusammen gekauert ihn ihrer Bettdecke auf ihrem Bett und schaute Lesarus nicht einmal an. Emilia schaute den Elf zornig an: „Du Idiot! Erstens, man klopft an. Zweitens, siehst du nicht, dass es Kay nicht gut geht.“ Lesarus blieb ganz gelassen, er klopfte gegen die Tür und sagte dann: „Kay, du wirst Darius bei einer Säuberungsmission zur Trostlosen Mine begleiten.“ Kay drehte auf die andere Seite. Emilia verschränkte die Arme vor der Brust. „Sie kann diese Mission nicht ausführen“ Lesarus erwiderte bestimmt: „Sie wird aber, sie brauch Ablenkung und...“ Emilia unterbrach ihn: „Lesarus! Sie wird nicht mitkommen. Sie hat schon genug Schockmomente gehabt! Sie hat schon genug Dinge getan, die sie eigentlich nicht machen wollte! Lass sie in Ruhe!“ Lesarus schaute Kay ruhig an: „Wenn Kay irgendeine Mission nicht machen kann, dann soll sie es das nächste Mal sagen. Jetzt jedoch ist sie die Einzige, die Darius unterstützen kann.“ Lesarus hörte ihr nicht zu, drehte sich einfach um und schloss die Tür. Darius sah seinen Freund mit hochgezogenen Augenbrauen an: „Ich erkenne dich kaum wieder.“ Lesarus tappte Darius auf die Schulter und erwiderte: „Kay und du seid euch ähnlich, ihr seid vom selben Schlag und habt eine ähnliche Vergangenheit. Kurz gesagt: Ihr seid euch ähnlicher, als du glaubst.“ Lesarus nahm seine Hand runter und ging an ihm vorbei. Darius drehte sich um und rief ihm hinter her: „Lesarus…“ Lesarus hielt an. „Du hast recht. Ich kann Kay überraschend gut verstehen, ich fühle sogar ein wenig wie sie. Doch lass mich das bitte alleine machen. Lass sie da aus dem Spiel.“ Auf einmal ging die Tür hinter Darius auf und Kay stand hinter ihnen. Kay erwiderte leicht schummrig: „Nein…ist schon in Ordnung. Ich komme mit.“ Darius schaute Kay verwundert an während Lesarus grinsend hinter ihm stand. Vielleicht hat der Elf schon von Anfang an gewusst, dass es so kommt.

Nach gut zwei Tagen saß Darius zusammen mit zwei Rebellen in einer verlassenen Burgruine, östlich des Wolkenherrscher Tempels in einem kleinen, aufgeschlagenen Lager. Darius war selbst noch bis in die späte Abendstunde noch auf und schaute bedrückt ins Feuer. Ein Rebell sah ihn und erwiderte: „Herr, schlaft doch bitte. Ich übernehme.“ Darius schaute ihn an: „Wann haben sie zuletzt eine Mondüberlappung gesehen?“ Der Rebell schaute Darius fraglich an und sagte: „Eine Mond Überlappung? Lassen sie mich nachdenken.“ Der Rebell fasste sich ans Kinn und sagte: „Ja genau, das Jahrhundertschauspiel: Es war am 26 Tag des Monats Jahresmitte im Jahre 228 der 4.Ära. Der Tag an dem Cyrodiil zu einem Mitgliedsstaat des Aldmeri-Bundes wurde. Aber, warum?“ Darius legte sich auf die Seite und sagte: „Ach vergessen Sie es, ist nicht wichtig.“ Darius schlief sofort ein und der Rebell stand vollkommen überfragt am Feuer und schaute die Monde an. Beide Monde waren sich erstaunlich nahgekommen, jedoch stand Secunda noch nicht genau vor Masser und der Rebell war noch überfragter.

Am nächsten Morgen machten sich die drei wieder auf den Weg zum Wolkenherrscher-Tempel. Einige Minuten später kam Kay in die Nähe der Burgruine, allerdings ritt sie daran vorbei, sie schaute etwas mitgenommen, da sie die Nacht über, nicht geschlafen hatte. Kay blickte den Weg entlang, und bemerkte einige Hufabdrücke im Schlamm. Kay flüsterte: „Hufabdrücke?“ Sie stieg ab und streckte sich einmal gähnend. Ihre Hand strich den Abdruck entlang: „Der Abdruck ist noch frisch. Das heißt, dass sie erst vor geringer Zeit hier waren.“ Kay setzte sich wieder auf ihr Pferd und rieb sich die Augen: „Null Stunden Schlaf, gleich absolute Unaufmerksamkeit? Was für ein Unsinn.“

Sie ritt etwas schneller um Darius und die anderen noch einzuholen. Nach einigen Minuten erreichten Darius und die beiden Rebellen die direkte Straße nach Bruma. Darius streckte sich und sagte: „Was für ein Scheißtag.“ Einer der Rebellen rief: „Kommandant!“ Darius schaute sich um und hörte wie ein Pferd schnell näherkam. Darius stieg ab und zog sein Schwert. „Bereitmachen fürs Gefecht!“ Als das Pferd um die Ecke geschossen kam. Es war Kays Pferd. Kay rief ihnen zu: „Darius! Ich habe dich erwartet!“ Darius staunte „Kay du hast uns eingeholt? Wie schnell bist du denn bitte geritten? Noch dazu wie lange?“ Kay zuckte mit den Schultern und sagte: „Kein Schlaf. Reicht das als Antwort?“ Darius verschränkte die Arme vor der Brust: „Bist du nicht Müde?“ Kay sagte leicht benommen „Hundemüde, aber sonst ist alles gut.“ Darius lachte darauf: „Wir erreichen in Kürze Bruma. Von dort aus dauert es keine halbe Stunde bis wir am Tempel sind.“ Kay erwiderte: „Ardialt bat mich darum, Lesarus zu sagen, dass er neue Männer brauch. Könntet du ihm das sagen, ich muss unbedingt schlafen, würde mir dann in Bruma ein Zimmer nehmen.“ Darius nickte: „Ich werde Lesarus nachher sagen, dass die Eroberung von der Öden Höhle und der Trostlosen Mine erfolgreich war. Und das was Ardialt wollte.“ Kay wirkte erleichtert. Nun zogen sie zu viert weiter.

Nach einer halben Stunde erreichten sie das Ost-Tor von Bruma, Kay gab ihr Pferd an den Ställen ab und ging in die Stadt zur Kaserne während Darius und die Rebellen einen Bogen um Bruma machten und zum Wolkenherrscher-Tempel ritten. Kay nahm sich ein Zimmer in der Taverne von Bruma. Ihr Zimmer war klein und bescheiden: Ein kleiner, quadratischer Raum, mit zwei Kleiderschränken, einen großen und einen kleineren. Hinten in der Ecke stand ein Bett, an dem ein kleines Regal stand. Sie legte ihre Rüstung ab und stellte das Schwert zwischen dem kleinen Regal und dem Bett hin. Sie aß noch schnell sich ein Mahl und legte sich dann Schlafen. Währenddessen kamen Darius und seine Begleiter am Wolkenherrscher-Tempel an. Ein Rebell auf den Mauern rief: „Kommandant Darius ist da!“ Die Tore wurden geöffnet und die Rebellen stellten sich in einer Reihe auf und bildeten eine Gasse, die geradeaus zum Haupteingang führte.

Die Rebellen salutierten. Als sie Darius zusammen mit den beiden Rebellen den Weg langliefen sahen, warfen sich die Rebellen fragliche Blicke zu. Einer flüsterte: „Haben es nur die geschafft oder ist das eine Eskorte?“ Ein anderer erwiderte: „Aber was ist dann mit Kommandeurin Mors?“ Gerade als Darius auf der richtigen Höhe war, vielen zwei Rebellen mit jeweils zwei Dolche aus der Reihe und griffen Darius an. Andere Rebellen versuchten diese aufzuhalten oder zumindest die Arme der Angreifer zu erwischen. Einer konnte schnell aufgehalten werden ein anderer jedoch stach zu, Ein Rebell schmiss sich mit einem Schild dazwischen Darius. Schnell konnten die Angreifer gestoppt und festgehalten werde. Ein Rebell fragte: „Was sollen wir nun mit ihnen machen, Herr?“ Darius strich sich unsicher durchs Haar: „Ich weiß nicht, wir sollten…“ „Verrätern jeglicher Art werden vom Schafsrichter gerichtet“ unterbrach Lesarus und fiel Darius so ins Wort. Er hatte die Ereignisse vom Eingang des Tempels aus beobachtet und ging langsam auf Darius zu. Dieser erwiderte: „Die Todesstrafe?“ Lesarus fasste Darius auf die Schulter und erwiderte: „Verräter sind unsere Feinde, tötet sie vor den Toren.“ Zwei Rebellen zerrten die Verräter vor das Tor. Sie holten einmal mit ihrem Schwert aus und köpften sie mit nur einem Schlag. Darius und Lesarus standen auf der Mauer und schauten zu. Darius sagte „Sicher, dass wir sie nicht doch…“ Lesarus unterbrach ihn sagte: „Nicht mit Reden werden die großen Fragen der Zeit beantwortet, sondern durch Eisen und Blut.“ Darius schaute Lesarus besorgt an. Mit gesenkter Stimme sagt er:„Die Eroberung der Trostlosen Mine und der Öden Höhle waren erfolgreich. Kay ist momentan in Bruma, sie hat den weiten Weg nicht geschafft.“ Lesarus nickte und sagte: „Wie viele Tote gab es?“ Darius zuckte mit den Schultern und erwiderte: „Weiß ich nicht, bei meinem Einsatz starb keiner, nur Wenige wurden überhaupt verletzt. Aber, der Häuptling der Goblins ist gefallen.“ Lesarus nickte und fragte: „Von dir?“ Darius hob die rechte Hand auf Brusthöhe und schaukelte diese herum. Lesarus schaute Darius verdutzt an und fragte: „Warum bitte nicht von dir?“ Darius fasste sich an den linken Arm und sagte: „Der Arm war wohl doch nicht fit. Heute geht es wieder aber gestern war nichts drin.“

Die Rebellen kamen wieder hinein und sagten: „Herr?“ „Wie lange musst du dich noch schonen?“ fragte Lesarus, Darius antwortete mit abreißender Stimme „Bei guter Behandlung, zwei bis drei Tage.“ Lesarus nickte, drehte sich um und sagte: „Mach einige Männer bereit, Sie sollen die Kommandeure warnen, dass es einige Verräter gibt.“ Der Rebell salutierte und sagte: „Sicher, gibt mir einfach die Infos wo sich die Kommandeure aufhalten“ Lesarus sagte: „Kommandeur Stein-Hammer ist in der Öden Höhle, und Kommandeurin Mors ist zurzeit in Bruma.“ Lesarus sagte: „Komm mit Darius, ich werde dich zu Emilia bringen“ Darius ging zusammen mit Lesarus auf dessen Zimmer und klopften an die Tür. Emilia öffnete diese, Darius und Lesarus traten ein. Emilia saß an Darius‘ Schreibtisch und las ein wenig. Als sie die beiden hereinkommen sah, sprang sie auf und sagte: „Oh Darius?! Ich…ähm…Wie lief es?“ Darius hob die Hand und sagte mit entspannter Stimme: „Was machst du, in meinem Zimmer?“ Emilia bekam rote Wangen und erwiderte: „Aber man weicht einer Frage nicht aus, schon gar nicht die einer Dame“ Darius und Lesarus schauten sich beide mit dummen Gesichtsausdrücken an. Darius ging noch mal in sich und sagte: „Die Eroberung lief gut, bin jedoch noch nicht ganz fit, und wie war dein Tag?“ Emilia legte das Buch offen zur Seite und sagte: „Geht. Doch, wo ist Kay?“ Darius antwortete: „In Bruma, du sollst mir bitte etwas mixen, was mich schnell wieder auf den Damm bringt.“ Emilia klopfte sich auf die Brust und rief erhobenen Hauptes „Ich soll ihn weiterbehandeln? Verstanden!“ Darius legte die Rüstung ab und entspannte erst einmal, Lesarus sagte: „Also dann ich muss erst mal, der Angriff auf Cheydinhal vorbereitet sein. Emilias Hände fingen an zu schimmern und sie führte sie langsam über den Rücken von Darius. Sie fragte: „Was ist denn das Problem?“ Darius antwortete: „Energielosigkeit.“ Emilia lachte und fragte: „Ist das überhaupt ein echtes Wort?“ sie legte ihre Hand über ihren Mund und fügte diesem noch hinzu „Tut mir leid“ Darius fragte: „Wenn du nicht bei der Rebellion wärst, würdest du Heilerin sein?“ Emilia antwortete mit einem Schulterzucken „Wahrscheinlich. Meine Mutter ist Priesterin von Mara, sie brachte mir viel bei.“ Sie nahm die Hände weg „So, dein ganzer Körper war angespannt, hoffentlich kommst du wieder zu Kräften, wenn dein Körper Ruhe hat.“ Darius stand auf und bedankte sich bei ihr. Emilia klappt das Buch zusammen und fragte: „Kann ich mir das Ausleihen, es handelt über Kräuter und…“ Darius viel ihr ins Wort und antworte ganz lässig „Ja sicher, wenn es dich voranbringt. Ich lese um ehrlich zu sein eh nicht so gerne und so viel.“

Er brachte sie noch zur Tür, sie drehte sich zu Darius und fragte: „Wenn du Lust hättest würde ich euch gerne zum Essen einladen. Würde auch etwas Kochen, was dich wieder zu Kräften kommen lässt.“ Darius erwiderte grinsend „Liebend gerne, aber du musst mich nicht einladen“ Emilia wirkte überfordert und fragte etwas verunsichert: „Was isst du denn gerne?“ Darius erwiderte: „Ich esse eigentlich alles, suche dir was aus. Sag mir einfach wann ich kommen muss.“ Emilia antwortete erfreut: „Sagen wir so um 19 Uhr?“ Darius stimmte zu und schloss die Tür hinter Emilia. Währenddessen kamen die Rebellen in der Kaserne an, sie gingen an die Theke, der Gastwirt sagte: „Willkommen im Olav‘s Bräu und Streu, wie kann ich ihnen helfen?“ Einer der Rebellen sah sich um, er sah ein paar Gäste, welche am Tresen standen. Die Männer ging zum Tresen und fragte: „Wo ist Kommandantin Mors?“ Der Gastwirt schaute beide misstrauisch an und fragte: „Wer will das wissen?“ Einer der Männer klopfte auf den Tisch und sagte: „Einer von uns, muss ihr eine Nachricht überbringen.“ Der Gastwirt schaute sich beide Rebellen an und sagte: „Aber es sind doch erst vor gut fünf Minuten, Männer der Rebellion zu ihr gegangen.“ Einer der beiden Männer erwiderte: „Was?! Welches Zimmer sagt es uns schnell!“ Der Gastwirt hob die Hände und ging einen Schritt zurück, er sagte: „Okay, Okay…Zimmer Drei, einfach die Treppe hoch, nicht zu übersehen.“ Die beiden Rebellen rannten los, die Treppe hinauf und brachen durch die Tür.

Kay schreckte hoch und erwiderte: „Was ist hier…!“ sie verstummte schlagartig, als sie die beiden bewaffneten Männer sah. Kay schaute beide fragend an „Was wollt ihr hier?!“ fragte sie. Beide Männer liefen zügig auf sie zu und hoben bereits ihre Waffe. Auf einmal traf ein Stück Brot die Lederrüstung von einen der Männer. In der Tür stand ein junger Mann, er hatte hellbraune, fast schon blonde Haare und recht muskulös gebaute Arme. Er trug einen Eisentorso und darunter ein ärmelloses Hemd. Er trug noch dazu eine Lederhose und Armschützer aus Eisen, als Waffe führte er ein altes einhändiges Schwert.

Er hob den linken zeige Finger und bewegte ihn seitlich hin und her. “Aber, aber, man erschreckt keine Frauen, vor allem nicht während die ihren Schlafhalten. Einer der beiden Männer sagte: „Töte Sie, wenn es vollbracht ist können sie nichts mehr dran rütteln. Der andere Mann stach zu, jedoch hob Kay ihre Decke hoch und lies das Schwert ins lehre gehen. Sie sprang in die Hocke, ihre linke Hand fing an zu dampf und Backte den Mann ins Gesicht, dieser fing an zu schreien. Der andere Mann richtete sein Schwert auf den in der Tür stehenden Söldner. Er griff den Söldner an. Dieser machte einen Schritt zurück, sodass er fast neben den Türrahmen stand und zückte auf einmal ein Schild mit welchem er den Schlag umlenkte und selber ungehindert zustechen konnte. Der andere Mann riss sich los, verfehlte jedoch Kay mit der Hand. Kay griff zu ihrem Schwert. Als sie plötzlich erstarrte vor Furcht. Sie starrte in das nun verbrannte und verhasste Gesicht ihres Angreifers schaute. Der Söldner warf sein Schild mit den Worten „Heb das bitte auf!“ weg und eilte Kay zur Hilfe. Der Angreifer schlug mit seinem Schwert zu, Kay konnte den Schlag zwar mit ihrem Schwert abwehren, jedoch starrte sie den Mann noch immer noch verängstigt an. Sie lief bleich an, der Angreifer hob sein Schwert und rief: „Stirb endlich!“ Genau in diesem Moment durchstieß der Söldner mit seinem Schwert, die Brust des angreifenden Mannes. Kay lies ihr Schwert fallen und sank zu Boden. Der Söldner sagte: „Julivia, kümmere dich um sie.“ Ein ebenfalls junges Mädchen mit derselben Haarfarbe wie die der junge Mann kam herein. Sie war recht groß und ihre Haare gingen ihr bis zu den Schultern. Sie hielt das gerade verwendete Schild und legte es zur Seite. Kay wirkte wie traumatisiert, Julivia hockte sich vor Kay und fragte: „Ist alles okay?“ Dann stürmten weiter Rebellen herein, mit gezogenen Waffen und riefen: „Keine Bewegung“ Der Söldner hob die Hände und sagte: „Kein Grund so zu schreien, ein Danke würde schon reichen.“ Einer der Rebellen erwiderte verärgert: „Danke? Wofür? Dafür, dass du unsere Männer abschlachtest?“ Er erwiderte: „Da liegt wohl ein Missverständnis vor. Ich habe ihr den Hinter gerettet, fragt sie gerne selber.“ Der Rebell erwiderte: „Und die beiden Toten?!“ In der vorderen Kaserne hörte man dem Gespräch aufmerksam zu, einer der Gäste sprang auf „Ein…Ein Toter?“

Kay atmete tief ein und aus „Es ist so wie er es sagt. Danke.“, sagte Kay, welche den Anschein ergab sich jeden Moment übergeben zu müssen. Ihr Gesicht war bleich und sie hielt sich eine Hand vorm Mund. Sie sah zu den beiden jungen Kaiserlichen auf und fragte: „Wie lautet euer Name?“ Der junge Mann steckte sein Schwert weg und antwortete: „Lucatius Vinette und die Dame ist meine jüngere Schwester, Julivia Vinette.“ Kay schaute beide verwundert an und fragte: „Ihr seid doch vom Kaiservolk, aber eure Namen lassen eher auf das Volk der Bretonen vermuten, wie kommt das?“ Lucatius sagte: „Ein Teil der Familie stammt aus Hochfels. Also das von damals, vor der ganzen Republiksache.“, Kay begann zu würgen, Julivia fragte: „Ist alles okay?“ Kay nickte und sagte: „Ja es geht, es ist der Geruch von Verbranntem.“ Lucatius begann zu schmunzeln und sagte: „Habe schon gedacht ich hätte was nicht verstanden. Kay Mors, eine der Kommandanten der Rebellen kann keine Leichen sehen?“ Kay schaute Lucatius verwundert an, sie sah in Lucatius Reaktion einen kleinen Teil von Darius, Julivia stellte sich ins Blickfeld von Kay und baute sich in diesem auf. Kay sagte: „Zumindest Danke.“ Julivia drehte sich zu Lucatius und sagte: „Sie hat dich so seltsam angesehen Bruder.“ Kay erwiderte überrascht: „Was nein! Er hat mich nur an jemanden erinnert, den ich kenne!“ Lucatius schaute Kay mit großen Augen an, bevor er zögerlich erwähnte: „Ich habe dich jedoch nicht ohne Grund gerettet...“ Kay schaute ihn verwundert an und fragte: „Was? Möchtest du jetzt eine Belohnung?“ Lucatius nickte nur. „Ich möchte, dass du mich dem Anführer der Rebellen vorstellst, kurz gesagt bring mich zu Darius.“ Kay starte Lucatius verdutzt an.

Darius und Lesarus saßen zusammen mit Marvos in der Großen Halle am Tisch, und hatten den Stadtplan von Cheydinhal aufgerollt. Lesarus tippte sich nachdenklich mit dem Zeigefinger an dem Kinn „Cheydinhal besitzt zwei Eingänge, einmal das Ost- und einmal das Westtor. Wir greifen mit zwei Truppen an, die eine greift von Osten, die andere von Westen an. Sobald die…“ Darius unterbrach Lesarus mit einem lauten Niesen. Darius rieb sich die Stirn und sagte: „Tut mir leid, Lesarus. Mach weiter.“ Marvos sagte mit großen Augen „Gesundheit.“ Lesarus, welcher sich zu Tode erschrocken hat räusperte sich und setzte fort: „Also, sobald die Truppen die Tore eingerissen haben, stößt eine Unterstützungstruppe zu jeweils einer Truppe. Wir versuchen dann in der Mitte der Stadt am Tor des Schlosses des Grafen uns zu bündeln, dann wird eine weitere Unterstützungstruppe uns den Rücken freihalten.“ Darius nickte und sagte: „Okay ich habe mir einige Formationen ausgedacht, womit der Vorstoß leichter werden dürfte.“ Lesarus und Marvos schaute Darius fragend an. “Wir sind deutlich unterlegen, wir brauchen eine Strategie.“ meinte Darius. Lesarus nicke zustimmend: „Ja sicher, hast ja auch recht. Wie sieht diese aus?“ Darius sagte: „Einige Männer laufen in einer Vierergruppe auf die Tore zu. Die Schilder immer bereit um einen Pfeilhagel abzuwehren. Die Bogenschützen befinden sich weiter hinten, an den Seiten und hinter der Formation.“ Lesarus nickte und sagte: „In den nächsten zwei Tagen bereiten wir uns vor, in drei Tagen beginnt der Angriff“ Darius nickte. Damit war es beschlossen.

Nach gut einer dreiviertel Stunde ging die Tür auf und Kay kam hinein, begleitet von Lucatius, Julivia und einigen Rebellen. Diese waren zu jeder Zeit bereit Lucatius und Julivia zu töten. Darius und Lesarus sprangen auf, Darius wollte gerade was sagen, jedoch verstummte er beim Anblick von Kays Begleitung. Lesarus entdeckte ebenfalls die fremden Leute in der kleinen Gruppe: „Kay! Wer sind diese Personen?! Hast du allem ernst zwei Fremde hereingelassen!“ Darius hob die Hand und sagte: „Warte Lesarus, ich kenne die beiden“ Julivia fragte: „Ist er das Bruder?“ Lucatius schmunzelte und sagte: „Ja" Er trat einen Schritt vor und bei den Rebellen gingen sofort die Alarmglocken an. Sofort gingen diese in Kampfstellung. Darius erwiderte: „Ist schon gut!“ Die Rebellen sahen sich verwundert an und steckten die gezogenen Schwert wieder weg, Marvos stand auf und sagte: „Darius, als dein Berater…“ Darius ignorierte Marvos und ging auf Lucatius zu, beide hob die Hand und beide schlugen in der Luft ein. Darius fragte: „Lange nicht gesehen. Wie geht’s, wie steht’s?“ Lucatius schmunzelte und sagte: „Alles so weit gut, und selber?“ Darius antwortete: „Auch…siehst ja was ich seit neustem mache. Und was machst du so, wer ist die junge Dame?“ Lucatius lachte und sagte: „Das ist Julivia“ Darius verstummte und erwiderte: „Bitte was, wo. Also, aus ihr ist ja eine richtige junge Frau geworden.“ Julivia gab Darius eine Ohrfeige und erwiderte: „Was soll das heißen!“ Alle anwesenden im Raum erschraken, Darius rieb sich die Wange und schaute Lucatius an. Dieser zog seine Schwester am Arm und erwiderte: „Hör mal, das macht man nicht!“ Darius lachte und fragte: „Naja schön dich wiederzusehen. Lucatius, was machst du hier?“ Lucatius sagte: „Ich bin gekommen um mich deiner Rebellion anzuschließen“ Lesarus pfiff sehr laut „Das ist genau genommen nicht meine“ sagte Darius und wurde immer leiser dabei. Lesarus trat mit dickem Grinsen vor und sagte: „Willkommen, ich nehme mal an, wir können uns auf dich verlassen?“ Lucatius schaute Lesarus mit einem nichtssagenden Blick an, Lesarus erwiderte: „Wo bleiben meine Manieren? Lesarus Incalius, lass dich vom Namen nicht täuschen. Ich hasse den Bund genauso wie jeder andere auch.“ Lucatius wirkte skeptisch, während sich Julivia komplett hinter ihm versteckt hielt. Darius schaute auf ein Stundenglas, welches auf dem Tisch stand und erwiderte: „Ach du kacke, Lucatius können wir unser Wiedersehen gleich vorsetzen, ich wurde zum Essen eingeladen.“ Lucatius schmunzelte und fragte: „Wer ist denn die Glückliche?“ Darius lachte und sagte: „Halt die Klappe“ Kay und Marvos schauten sich verdutzt an. “Wow, Darius kann ja, recht humorvoll sein“ sagte Kay. Lesarus nickte und sagte: „Ja, eigentlich ist er ein sarkastisches Arschloch, ganz ehrlich. Aber er hat einen gut ausgeprägten Sinn für das Hier und Jetzt. Das unterscheidet ihn von seinem Bruder.“ Marvos sagte: „Deshalb möchtest du ihn auf dem Thron sehen?“ Lesarus nickte ohne ein Wort zusagen, während Lucatius ihm skeptische Blicke zuwarf.

Darius ging zu seinen Gemächern aus welchen es bereits nach Essen duftete, Darius klopfte an die Tür und kam herein. Der Tisch von der Wand wurde in die Mitte gerückt und mit einem weißen Tuch überdeckt. Gegen über voneinander lagen Teller und Besteck, auf der Mitte war eine kleine Holzplatte. Emilia stellte einen kleinen Topf auf die Holzplatte, im inneren des Topfes blubberte eine braune Brühe mit Fleisch drin, Darius fragte: „Was genau ist das?“ Emilia antwortete mit glücklichem Gesichtsausdruck: „Rinderfleisch gebraten in Wein, in einer Stein-Suppe, das ist eine Spezialität aus Himmelsrand, eigentlich muss das Fleisch einen Tag lang in Cyrodiilischen Branntwein eingelegt werden, aber da ich keinen da haben und wir nicht mit einer Alkoholfahne Rumlaufen wollen habe ich es nur kurz in einfachen Wein eingelegt.“ Darius nahm einen Löffel in die rechte Hand und probierte ein wenig von der Sauce und sagte: „Die schmeckt nicht schlecht“ Emilia lief rot an und sagte leicht verlegen: „Dabei kann ich nicht wirklich gut Kochen.“ Darius schnitt sich ein Stück vom Fleisch ab und aß es. Er kaute ein wenige drauf herum, er schlucke es mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck herunter. Emilia wirkte leicht verzweifelt und fragte: „Schmeckt es nicht?“ Darius schüttelte mit dem Kopf und sagte: „So etwas Leckeres habe ich…seit meiner Kindheit nicht mehr gegessen.“ Emilia strahlte förmlich und sagte: „Das freut mich so zu hören. Danke Darius!“ Die beiden aßen in Ruhe auf und daraufhin verabschiedeten sie sich am späten Abend.

Am nächsten Morgen fingen alle Rebellen mit den Vorbereitungen an. Sie schliffen ihre Schwerter und schlossen die letzten Reparaturen ab. Darius und Lesarus gingen die Pläne durch. Lesarus plante: „Also du und ich, wir übernehmen den ersten Angriff auf die Mauern. Du Westen, ich Osten. Die Sanitäter werden von uns beiden aus gut erreichbar sein. Kay übernimmt die erste Nachhut. Sie unterstützt deine Truppe und Ardialt unterstützt meine Truppe.“ Darius nickte und sagte: „Okay, um wie viel Uhr treffen wir uns?“ Lesarus sagte: „Der Angriff beginnt so um 18 Uhr, das dürfte reichen. In Falle einer Niederlage ziehen wir uns bis zur Trostlosen Mine zurück.“ Darius nickte, er stand auf und sagte: „Lassen wir es nicht dazu kommen.“ Lesarus legte Darius die Hand auf die Schulter „Du solltest auch deine Rüstung überprüfen lassen und dein Schwert schärfen“ sagte Lesarus. Darius nickte erneut, Marvos kam mit zu Darius und Lesarus, er hatte in seiner rechten Hand ein einhändiges Langschwert aus Stahl, welches über die gesamte Klinge verteilt rot funkelte. In der linken hielt er einen ca. 170cm großen Stab aus Eichenholz auf dessen Spitze ein Seelenstein befestigt war. Er überreichte Darius das Schwert und Lesarus den Starb, Darius beobachtete das Schwert und fragte: „Eine Verzauberung?“ Marvos nickte und antwortete mit stolzer Stimme „Korrekt, es erzeugt beim Aufprall Feuer.“ Er wendete sich Lesarus zu und sprach „Deinen Stab habe ich wieder aufgeladen und optimiert, mit ein paar Handgriffen lässt sich der verbrauchte Seelenstein gegen einen neuen austauschen.“ Lesarus schmunzelte und sagte: „Habt Dank Marvos“ Marvos überreichte Lesarus noch eine Tasche, in welcher sich einige Seelensteine befanden. Sie gingen nun alle.

Zu selben Zeit ging ein aldmerischer Soldat, mit einem Pergament in der Hand, die Treppe des Weißgoldturms in Umarnium hoch. Er Soldat öffnete die Tür zum Thronsaal und trat ein. Lavindil saß auf dem Thron und erwiderte leicht erzürnt: „Habe ich Ihnen Erlaub einzutreten? Habe ich Sie gerufen?“ Der Soldat schüttelte mit dem Kopf und erwiderte: „Nein…Herr, aber laut unseren Informanten sind die Attentate auf die Terroristen nicht geglückt.“ Lavindil erwiderte bestimmt: „Okay lest mir noch einmal die Beschreibungen durch. Hoffentlich ich finde einen anderen Weg.“ Der Soldat nickte, entwickelte das Pergament und er las vor.

Aldmerischer Bericht zur Terrorgruppierung: Der Aldmer Lesarus Incalius, gut 185cm groß, goldgelbe Haut, dunkelblonde lange Haare und genau 22 Jahre alt. Darius Dragi, ein Kaiserlicher aus Bruma stammend, lebte etwas länger in Leyawiin und Anvil unter seinem Pseudonym Darius Novis. Er ist ca.180cm groß und hat kurzes braunes Haar, dazu einen kleinen Drei-Tage Bart, er ist erst vor kurzen 21 geworden. Die Kaiserliche Kay Mors, sie lebte lange Zeit in Himmelsrand und ist die einzige Überlebende der Katastrophe von Flusswald. Lange Zeit verschwand sie spurlos und tauchte auf einmal in Cyrodiil als Teil der Rebellen auf. Sie ist ca.170cm groß und hat braunes bis kurz vor die Schulter gehendes Haar, sie ist ca.20 Jahre alt. Als letztes dann noch ein Nord mit dem Namen Ardialt Stein-Hammer, sein Alter wird auf 35 geschätzt, recht muskulös mit langen blonden Haaren.


Lavindil kreuzte die Beine und tappte sich mit dem Zeigefinger an die Wange.  Er sagte: „Darius Dragir?“ Der Soldat nickte und sagte: „Ja, Darius Dragir.“ Lavindil stand auf und sagte: „Die Familie Dragir, ich wusste das sie uns eines Tages gefährlich werden würden. Aber das einer überlebt hat… Der Bund hatte sich ihnen doch entledigt. Und diese Incalius!“ Der Soldat sagte: „Das es sich tatsächlich um Vilanas misslungenen Spross handelt, wird es der Familie nur noch mehr Schande bringen.“ Lavindil nickte und sagte: „Ja, die Familie Incalius.“ Er stand auf und ging zu Fenster, welches sich hinter dem Thron befand. „Ich möchte die Akte über Lesarus Incalius, aus dem Mutterland haben“ sagte Lavindil. Der Soldat zögerte kurz und fragte daraufhin „Aber ich dachte…“ Lavindil drehte sich zum Soldaten und sagte: „Gebt einfach keinen Grund an und falls sie euch nerven sagt Lord Korus möchte ein wenig lesen.“ Der Soldat salutierte und ging.

Gegen Abend zog sich Darius seine Rüstung an und rüstete sich mit seinem Schwert und seinem Schild aus. Lesarus zog auch seine Rüstung an. Diese bestand aus einer dicken Lederrüstung unter, welcher ein Kettenhemd lag. Dazu trug er ein Schwert welches er sich um die Hüfte gebunden hatte und seinen Magierstab in seiner linken Hand mit sich. Sie nahmen die Pferde und ritten gemeinsam mit ihren Truppen in Richtung Cheydinhal. Auf dem Weg zur Öden Höhle kam Lucatius zu Darius um ein wenig zu plaudern „Darius, was hast du so getrieben?“ fragte Lucatius. Darius antwortete: „Was soll ich großgetan haben? Nach dem ich aus Bruma floh, ging ich zu meinem Stiefvater nach Leyawiin. Von dort aus mit 16 dann nach Anvil um das Schmieden und das Handelswesen zu erlernen. Und dann erhielt ich vor gut drei Wochen einen Brief von Lesarus, jetzt bin ich hier.“ Lucatius schaute Darius verdutzt an und fragte: „Was hat Lesarus denn vor?“ Darius schmunzelte misstrauisch und schaute zu Lesarus rüber. „Er möchte mich zum Kaiser machen und das Kaiserreich von Tamriel wiederherstellen“ Lucatius lachte und sagte: „Das Kaiserreich, du Kaiser, man also bist du vom Traum deines Schmiedeunternehmens abgefallen.“ Darius misstrauisches Schmunzeln änderte sich in ein verträumtes, leicht sarkastisch angehauchtes und sagte: „Ja, so sieht es aus.“ Lucatius fragte: „Und du glaubst wirklich, dass Lesarus dich zum Kaiser machen kann?“ Darius schüttelte den Kopf und antwortete mit bestürztem Gesichtsausdruck „Nein. Ich vertraue Ihm einfach nicht. Nur so weit wie es nötig ist.“ Lucatius fragte: „Wärst du den im Stande, ihn zu töten?“ Darius schaute erneut zu Lesarus rüber und antwortete: „Lesarus, wenn es sein müsste ja…“ Lucatius unterbrach ihn und sagte: „Nein nein, ich meine Lavindil den Gouverneuren von Cyrodiil.“ Darius schaute den Hang hinunter auf den gewaltigen Weißgoldturm, in Zentrum der ehemaligen Kaiserstadt. Darius schüttelte bestürzt den Kopf „Nein, Lavindil hat viel mehr Erfahrung. Noch dazu was soll ich gegen ihn ausrichten?“ Lucatius tippte Darius auf den Schoß und sagte: „Wir machen das, ich werde dir wenn es zum Kampf zwischen euch kommt zur Seite stehen“ Darius schaute mit verunsichertem Blick in Richtung Cheydinhal und sagte: „Ich verstehe Lesarus nicht. Ich und Kaiser?“ Lucatius antwortete mit großem Gelächter „Ja weiß auch nicht, was er sich dabei denkt!“ Lesarus wurde aufmerksam auf die beiden und murmelte nach einem kurzen Blick nach hinten „Die beiden kennen sich sehr gut. Wer weiß, vielleicht kann ja doch vom Nützen sein.“

Am darauffolgenden Abend marschierten Darius und seine Einheit ans West-Tor und Lesarus‘ ans Ost-Tor. Darius war etwas in Gedanken und so näher sie Cheydinhal kamen, des so mehr beschäftigte ihm die Frage, wie viele Rebellen er heute in den Tod befehligen würde. Lucatius klopfte ihm auf den Rücken: „Kopf hoch, Darius. Jeder von ihnen zieht mit einem Lächeln in die Schlacht.“ Darius schaute nach hinten. Er staunte, als er tatsächlich lächelnde Rebellen sah. Sie schienen bereit für die Freiheit Cyrodiils ihr Leben zu geben. Gro-Shock welcher zusammen mit Lucatius Darius beschützen sollte, klopfte ihm gegen den Helm und sagte: „Jeder der Männer vertraut seinem Anführer, er muss erhobenen Hauptes in die Schlacht ziehen. Noch dazu habe ich wegen dem Geist ein gutes Gefühl.“ Darius erwiderte besorgt: „Ja aber…“ Gro-Shok erwiderte: „Nein kein aber. Diese Männer sind bereit für deine Ideale zu sterben. Falls sie sterben, entwürdige sie nicht.“ Darius nickte und sagte: „Ja da hast du recht. Was meinst du übrigens mit Geist…“ Gro-Shok stieß Darius zur Seite, im Augenwinkel sah wie ein Pfeil an ihm vorbeizog. Gro-Shok rief: „Sie wissen das wir hier sind!“ Die Rebellen hoben die Schilde und Marschierten in einer geschlossenen Formation vorwärts.

Währenddessen standen zwei Dunkelelfen in aldmerischer Rüstung auf den Mauern und hielten beide einen Bierkrug in der Hand. hinter ihnen standen vier lehre Weinflaschen. Einer der Soldaten lachte und sagte: „Und, Banuren glaubst das du, ein Karnickel töten kannst? Du kannst ja nicht einmal die Finsternis treffen.“ Banuren erwiderte mit stotternder Stimme „Doch…ich beweise es…dir.“ Er erschuf in seiner rechten Hand einen magischen Bogen, dieser war durchsichtig und wurde nur durch leichte lila schimmernde Konturen sichtbar. Beim Spannen bildete sich ein Pfeil welchen er ins Nichts feuerte. Der Dunkelelf verstummte kurz. Banuren fragte: „Was ist Gi…raimir?“ Er hörte einmal einen lauten Schrei, und daraufhin ein lautes Klappern. Die Dunkelelfen schauten sich blöd an, Banuren rief in völliger Geistesabwesenheit: „Habe die Finsternis doch getroffen!“ Giraimir ließ trotz Freude den Kopf hängen „Dann war das unsere letzte Saufnacht. Und ab morgen früh, sind wir dann keine Dunkelelfen, sondern Hellelfen.“ Giraimir zückte einen kleinen Goldbeutel und nahm etwas Geld heraus er sagte: „Hier bitte dein Wett…“ Auf einmal traf ihn ein Pfeil direkt in die Schulter, Banuren erschrak und rief: „Die Finsternis, sie setzt sich zur Wehr!“ Andere aldmerische Soldaten unterhalb der Mauer die sich ans Tor lehnten, seufzten und sagten: „Wir müssen aufhören Dunkelelfen zu rekrutieren, die trinken doch eh nur.“ Ein anderer aldmerischer Soldat nickte. Auf einmal explodierte das Tor. Die Rebellen fielen in die Stadt ein. Die beiden Dunkelelfen auf den Mauern legten sich auf den Bauch und schauten hinunter. Beide schienen zu weinen. Giraimir sagte: „Dunkelheit, du bekommst auch den Wetteinsatz, nur bitte lasse uns am Leben.“ Aldmerische Soldaten stürmten auf die Mauer, sie fanden jedoch nichts, außer umgekippte Weinflaschen und eine kleine Blutlache, einer der aldmerischen Soldaten erwiderte fassungslos „Deserteure!“  

Auch Lesarus seine Truppen fielen in die Stadt ein. Die aldmerischen Soldaten gingen jedoch erst nach einigen Minuten in Kampfstellung. Während diesen Minuten konnten die Rebellen schon fast bis zum Schloss vordringen. Die aldmerischen Soldaten bildeten einen Halbkreis vor dem Torbogen der zum Schloss führte, die ersten beiden Reihen waren mit einem Schild und einem Schwert bewaffnet, dahinter befanden sich zwei Reihen von Kampfmagiern und auf dem Torbogen hielten sich Bogenschützen bereit. Darius und Lesarus vereinigten sich kurz vor dem Tor, Lesarus sagte: „Wie geht es euch?“ Gro-Shok seufzte und sagte: „Frage mich bei Sonnenaufgang erneut, wenn ich einige Elfenschädel gespalten haben“ Darius sagte: „Wir haben keine Verluste und Ihr?“ Lesarus schüttelte den Kopf und sagte: „Nur Verletzte, aber es sieht so aus als ob es schon bald Tote gäbe.“ Gegenüber dem Bogen, auf dem Marktplatz der Stadt stellten sich die Rebellen in Fünferreihen hintereinander auf. Die Bogenschützen und Magier befanden sich links und rechts hinten an der Seite der Formation. Lesarus erwiderte: „Ob das wohl gut geht?“ Darius nickte und sagte: „Abmarsch!“ Die Rebellen bewegten sich etwas unregelmäßig, jedoch in einer geschlossenen Formation vorwärts direkt auf die feindlichen Linien zu. Die Bogenschützen spannten den Bogen und feuerten, die Rebellen hoben ihre Schilde und ließen den Großteil der Pfeile abprallen, keiner der Pfeile landete einen tödlichen Treffer, dennoch gab es einige Verwundete. Die Bogenschützen der Rebellen nahmen die Bogenschützen auf den Torbogen unter Beschuss, während die Magier die vordere Stellung der Feinde beschoss. Die Aldmeri-Soldaten konterten Mit gleichen Mitteln nur weniger gezielt. Die Formation der Rebellen wurde nach nur wenigen Minuten durchbrochen, und die Truppen der Rebellen wichen einige Meter zurück, jedoch hatte die Verteidigung des Bundes auch Schaden erlitten.

Lesarus rief: „So kommen wir nicht weiter“ Darius erwiderte: „Ich weiß, wo bleibt die Verstärkung.“ Lesarus nickte und zeigte auf einen Bogenschützen, dieser nahm ein mit einem Tuch umwickelten Pfeil dessen Ende er anzündete. Er schoss es in die Luft. Lesarus rief: „Formation wieder einnehmen und wartet auf mein Signal. Bogenschützen und Magier beschießt ihre Truppe weiterhin, bis die Verstärkung eintrifft!“ Hinter den Linien der Aldmer sah es nicht viel besser aus. Die Soldaten am Schloss schleppten verwundete und tote Soldaten an das Schloss. Auf einmal öffnete sich das Tor und ein alter Altmer kam heraus, er hatte eine gebleichte Silberne-Rüstung an und langes weißes Haar. Der Graf von Cheydinhal klammerte sich an den Hochelfen, er sagte: „Lord Korus, die Rebellen halten unsere Stellung unter starken Beschuss von Magiern und Bogenschützen! Bitte tretet doch endlich in Aktion!“ Korus nickte und zog sich Stahlhandschuhe an, Er nahm ein Schwert aus Silber und haute dem aldmerischen Soldaten den Kopf von den Schultern. Der nun tote Graf fiel wie ein nasser Sack zu Boden, ein paar aldmerische Soldaten zucken zusammen, wagten es jedoch nicht das Schwert gegen Korus zu erheben. Korus sagte: „Ich möchte jeden noch verfügbaren Mann, der gerade sich nicht in der Formation befindet, hier vor mir haben.“

Gro-Shok kam zu Darius und Lesarus, er sagte: „Wenn ihr gestattet, würde ich gerne durchbrechen.“ Lesarus schüttelte den Kopf und sagte: „Warte noch, deine Gelegenheit wird noch komme.“ Hinter der aldmerischen Verteidigungslinie versammelten sich recht zügig viele Schwertkämpfer und Kampfmagier. Korus sagte: „Also hier ist der Plan, Die Magier werden einen gewaltigen Feuerregen auf die Terroristen niederregnen lassen. Ihr brecht aus der Formation aus und greift die Terroristen schnell an.“ Die Soldaten salutierten und machten sich bereit. Die Magier konzentrierten jeder Einzelne ihre Energie in einen Angriff, Lesarus streckte die linke Hand nach oben, Die Rebellen machten sich bereit magische Geschosse abzuwehren. Die Magier der aldmerischen Armee schossen mit allem was sie hatten. Die Feuerbälle prallten mit großer Wucht auf die Schilder der Rebellen. Diese wurden von der Wucht des Angriffes zurückgeworfen. Viele verletzten sich bei diesem Angriff sehr stark. Einer der aldmerischen Soldaten rief Korus zu „Welch ein genialer Schachzug!“ Korus richtete das Schwert auf diesen Soldaten und erwiderte: „Darauf hättet ihr auch kommen können, ich bin hier doch nicht von Schwachköpfen umgeben!“ Die aldmerischen Soldaten brachen aus, mitten in die Reihen der Rebellen

Darius erschrak, er sah wie die aldmerischen Soldaten die Rebellen aufrieben und abschlachteten. Durch die Feuerballsalve, kam ein dichter Rauch auf, der das Schlachtfeld umfasste. Darius versuchte sich zu orientieren. Auf einmal kam ein aldmerischer Soldat mit Axt bewaffnet, aus dem Rauch angerannt und schrie: „Du primitives Tier! Stirb!“ Darius Reaktionszeit war nicht schnell genug um den aldmerischen Soldaten aufzuhalten, gerade noch rechtzeitig unterbrach Lucatius den Angriff in dem er mit seinem Schwert eine Kerbe durch seine Brust schnitt. Der aldmerische Soldat bemerkte erst was geschah als auch noch ein Eisstachel ihn durchbohrte und seine Leiche weg katapultierte. „Danke Lucatius!“ rief Darius mit aufgeregter stimme, er schaute zu Lesarus welcher sich mit der linken Hand das Auge bedeckte. Seine rechte Hand dampfte noch von der Kälte.

In selben Moment hörte man einen Kampfschrei und man sah Gro-Shok zu Darius stürmen, er stellte sich vor Darius und versuchte ihn zu decken. Lesarus und Lucatius stellten sich dazu. Lesarus wirkte einen Eiszauber in der linken Hand und Lucatius hob sein Schwert. Es stießen fünf Rebellen dazu, Kay befand sich darunter und sie bildeten einen Kreis um Darius. Einige Augenblicke drauf stürmten mehrere aldmerische Soldaten auf sie zu. Die Rebellen wehrten die wenigen Soldaten gut ab, doch nach und nach kamen sie immer näher ran. Lesarus und Kay versuchten sie mit Feuer- und Eismagie fernzuhalten, jedoch ohne große Wirkung. Lesarus keuchte und erwiderte: „Es geht nicht anders. Kay! Weiter zurück!“ Gerade als ein aldmerischer Soldat, Gro-Shok attackieren wollte, deformierte sich sein Schwert. Der Soldat erwidert: „Meine Waffe?! Sie hat sich verformt?!“ Gro-Shok staunte und schlug den Soldaten weg. Kay wunderte sich: „Was ist mit den Schwertern?“ Lesarus nahm einen blau eingefärbten Trank zu sich und sagte: „Ich sollte überlegter Magie einsetzen.“ In den Moment kam die Verstärkung für die Rebellen.

Lesarus begann Lähmungszauber auf die aldmerischen Soldaten zu wirken. Kay schnaufte und erwiderte: „Zugegeben eine gute Idee!“ Auch sie begann damit Lähmungszauber zu wirken, um die Rebellen zu unterstützen. Darius stellte sich mit Gehobenen Schild vor Lesarus und schützte ihn. Als der Rauch des Kampfes sich langsam begann zu lichten, rissen die Verstärkung Truppen unter Ardialt die aldmerische Verteidigung auseinander. Nun sah Lesarus denn aldmerischen Befehlshaber. Er ballte eine Faust und schrie: „Korus!“ Korus sah ihn und Darius, er ging schmunzelnd in das Schloss. Lesarus erwiderte: „Darius, Kay, Lucatius, Ardialt und Gro-Shok! Kümmert ihr euch um alles Weitere!“ Er rannte auf das Schloss zu, Darius erwiderte: „Das ist Wahnsinn!“ er versuchte Lesarus zu folgen wurde jedoch durch aldmerische Soldaten daran gehindert. Lesarus hielt sich das linke Auge und spuckte auf den Boden er sagte: „Zu oft verdammt, egal dem Penner zeige ich es!“

Darius nahm seine ganze Kraft zusammen und rief: „Dafür habe ich keine Zeit!“ er schlug den Schild eines aldmerischen Soldaten weg. Der Soldat schaute Darius in die Augen und erschrak, Darius holte aus und durchschnitt die Kehle des Soldaten, nach dem ging sofort ins Schloss. Dort fand er Lesarus vor, welcher entkräftet von verbrannten Leichen umgeben war. Darius erwiderte: „Lesarus?!“ er schaute sich weiter um und fragte: „Lesarus, was ist geschehen?“ Lesarus gab Darius keine Antwort. Lesarus schrie mit geballter Faust „Korus du dreckiger Wichser, ich werde dich kriegen. Euch alle!“ Darius nahm die Waffen runter und steckte sein Schwert in die Schwertscheide. Lesarus drehte sich um. Darius lief auf ihn zu und sagte: „Alles gut, kann ich dir helfen?“ Lesarus schaute ihn kalt an und sagte: „Schade, ich hätte gerne noch mehr geschlachtet.“ Lesarus versuchte aufzustehen, fiel jedoch zu Boden. Darius fing ihn auf und Hild ihn aufrecht, Darius bemerkt eine Augenbinde um sein Rechtesauge „Was ist? Warum trägt er diese?“ fragte Darius. Er wollte die Binde abnehmen, jedoch hinderte Lesarus in daran, „Habe nur was ins Auge bekommen. Im selben Moment stürmte Ardialt hinein und sagte: „Darius wir haben gesiegt.“ Ardialt erschrak und ging zu Lesarus und Darius, er fragte: „Was ist passiert? Geht es ihm gut?“ Darius sagte: „Ja, aber ich bringe ihn mal zu den Sanitätern. Sorgt ihr bitte dafür das hier aufgeräumt wird.“ Ardialt salutierte und ging hinaus um Leute zu holen.

Die Verletzten wurden so schnell wie möglich zu den Sanitätern gebracht, Kay ging durch die Reihen und schaute sich die Opfer an, sie blieb alle fünf Meter stehen und legte ihre Hand auf den Mund. Sie flüsterte: „Das ist echt widerlich.“ Kay sah einen scheinbar verbrannten Rebellen, welcher sich qualvoll über den Boden wälzte. Kay ging zu ihm, sie lief bleich an als sie den Rebellen sah, sein gesamter rechter Teil der Rüstung hatte sich in den Körper gebrannt. Der Rebell sah Kay und fragte mit letzter Kraft: „Habe ich meine Aufgabe erfüllt?“ Kay sagte kein Wort und schaute den Rebellen geschockt an. Der Rebell hörte auf sich zu bewegen und starb an seinen Verletzungen. Kay nickte und sagte: „In jeglicher Hinsicht.“ Einige Sanitäter rannten an Kay vorbei, Kay rief: „Was ist? Wo hin wollte ihr?“ Einer der Sanitär rief: „Kommandant Incalius ist kollabiert, ihn hat es wohl scheinbar erwischt!“
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