The Elder Scrolls - Legacy -

von Dokrates
GeschichteDrama, Fantasy / P18 Slash
22.05.2019
17.09.2019
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„Ich sah es, die Schriftrollen der Alten,  ihre Prophezeiungen. In einer Zeit in der Tamriel sich isoliert hat, entwuchs in Cyrodiil aus den Ruinen des einstigen Kaiserreiches, eine Rebellion. Ein Drachenblut, welches aus dem Schatten der Septime emporstieg, bricht die lange Isolation der Völker. Jeder kannte den Feind, den Aldmeri-Bund, welcher mit schrecklister Gewalt über Cyrodiil herrschte.“
- Der mysteriöser, alter Weise aus Argonien



24. Jahresmitte 228 4.Ära


Tiefschwarze Wolken zogen über die Kaiserstadt, die im Zentrum des Kontinents Tamriel lag. Vom Regen durchnässt stürmten mehrere vermummte Leute in einen großen Saal. Der Saal war gewaltig und wurde rechts und links von großen Säulen durchzogen. Diese bildeten einen geraden Pfad zu einer leichten Erhöhung. Der Weg wurde durch einen roten Teppich noch unterstrichen. Auf dem Thron, der dort stand, saß eine Frau mittleren Alters in einem kostbaren Mantel. Er war von violetter Farbe und mit einem dicken weißen Kragen versehen.


Eine Eisskulptur hinter dem Thron schmückte den Saal. Die Eisskulptur besaß die Form eines Drachen, der mit seinen Flügeln eine leicht beschädigte Raute bildete.




Die Leute traten im Eiltempo an den Thron heran. Die Frau stand empört auf.


„Was wollt ihr?!“, fragte sie die Eindringlinge. Einer der Vermummten trat vor und zog seine triefende Kapuze zurück. Darunter kam ein Elf mit weißen, langen Haaren, gelbbleicher Haut und tiefgoldenen Augen zum Vorschein. Er trat weiter vor. „Gouverneur Lavindil?“, sagte die Frau leicht verwundert.


Lavindil schmunzelte. „Sehr verehrte Kaiserin Anetha Mede! Ich komme, genau wie einst mein Mentor zu euren Großvater kam, mit einem Geschenk.“ Die Kaiserin schrie nach ihren Wachen. Die Vermummten um Lavindil herum begannen hinterhältig zu lachen. Anetha schaute Lavindil erbost an. Sie zog ihr Schwert hinter dem Thron hervor. Dessen Scheide dort befestigt war. Erhobenen Hauptes schritt die Kaiserin auf Lavindil zu. Abwehrend hob dieser die Hand. „Aber eure Majestät. Hört euch doch bitte mein Angebot an.“ Er winkte weitere Leute in den Saal herein. Soldaten in goldenen Rüstungen mit Helmen, die das ganze Gesicht verbergen traten mit zwei Gefesselten vor. Beide Gefangene hatten einen Sack über den Kopf gestülpt. Anetha starrte die beiden Gefangenen an. „Lavindil, was habt ihr vor?!“ Lavindil erwiderte: „Bitte lasst es mich euch demonstrieren.“


Einer der vermummten riss den Gefangen die Säcke von den Köpfen. Enthüllt wurden die Gesichter von zwei Männern. Der Eine war schon in die Jahre gekommen, der Andere ein wenig jünger.


Der Ältere blickte die Kaiserin traurig an. „Schatz, es tut mir leid, ich konnte dich nicht beschützen!“


Anetha blickte erbost zu Lavindil. „Ihr Schweine, lasst meine Familie frei!“ Lavindil klatschte nur in die Hände. Darauf zog einer der Soldaten seine Klinge und stieß sie dem Jüngeren in die Brust. Es war ein sauberer Stoß mitten ins Herz. Anetha schrie auf.  Der Ältere riss sich los und sprang auf. Voller Zorn stürmte er auf Lavindil zu. Lavindil zog geschmeidig sein Schwert und stieß sie ihm ebenfalls in die Brust. Schreiend glitt der Mann zu Boden. Sein Brustkorb blutig und aufgeplatzt durch die Wucht des Hiebes. Anetha fiel zu Boden. In ihren Augen spiegelten sich die Trauer und die Verzweiflung. Langsam und höhnisch schritt Lavindil auf sie zu.  „Und das, werte Kaiserin, ist das Ende deiner ehemals so stolzen Dynastie.“, lachte Lavindil.  Anetha loderte vor Zorn. Tränen der Wut rannen ihre Wangen hinab. „Tiber Septims Erbe wird hier nicht untergehen! Selbst wenn es begraben wird. Eines Tages, das schöre ich euch, wird der Zorn Talos euch treffen!“ Lavindil erhob seine Klinge. „Das glaube ich…“ Mit einem einzigen Schlag trennte er Anethas Kopf vom ihren Körper. „…Eher weniger.“ Gelassen wischte Lavindil mit ihrem Mantel das Blut von seiner Klinge, eher er sie wieder einsteckte.




Lavindil verließ den Thronsaal. Hämisch verkündete er: „Hiermit ist das Dritte Kaiserreich, sogenanntes Kaiserreich von Tamriel, offiziell vernichtet. Los holen wir uns die restlichen Provinzen.“


Jubelnd folgten ihm seine Soldaten und schliffen die Leichen hinter sich her.


Lavindil währenddessen grinste nur breit vor sich hin.






Kapitel I.


24. Jahresmitte 277 4.Ära


Es war ein schöner Tag im Land Cyrodiil. Die Sonne stand hoch über das Jerall Gebirge, das im Norden des Landes lag. Man hatte einen herrlichen Ausblick auf die nördlichste Stadt Bruma. Zwei Gestalten trafen sich auf einer kleinen Anhöhe. Für das sonst frostige Klima, wuchs hier besonders viel Grün. Kleine Bäume, Sträucher, und zwischen durch ein paar Blüten zierten diesen Teil des Gebirges. Der eine war ein Kaiserlicher. Durchschnittlich, weiße Haut, braune, kurze Haare und blaue Augen. Er trug einfache Kleidung. Ein Hemd, eine Hose, abgetragene Stiefel, mehr nicht. Auf den Rücken trug er einen abgewetzten Lederrucksack, um die Hüfte hang ein altes Stahlschwert an einer einfachen Scheide. Er musterte sein Gegenüber kalt und abweisend.  Ihm entgegen trat ein Elf, mit goldgelber Haut und dunkelblonder, langer Mähne. Auch seine Augen schimmerten gelblich. Im Gegensatz zum Kaiserlichen war der Elf edel gekleidet. Mit einem teuren Mantel und glänzenden Schuhen. Unter dem Mantel schimmerte ein goldener Harnisch hervor an denen kleine Lederbeutel befestigt waren. Der Elf schmunzelte, dann hob er die Hand zum Gruß. „Es freut mich, dass du gekommen bist, mein kaiserlicher Freund.“ Sein Gegenüber begrüßte ihn nicht. Zähneknirschend umfasste seine Faust fest das Heft seines Schwertes. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich dich je wiedersehe, Altmer.“, erklang die Stimme des Kaiserlichen abwertend. Der Altmer lächelte nur. „Aber, aber, Darius. Behandelt man so einen Freund?“ Darius ballte seine Hände zu Fäusten, sein Blick wurde finster. Wie kann er einfach so vor ihm stehen? „Du hast Recht, wir waren mal Freunde. Das ist jedoch keine Entschuldigung für deine Taten!“, zischte Darius. Langsam zog der Kaiserliche sein Schwert ein Stück aus der Scheide. Bereit für einen Kampf.



Der Altmer nahm seinen Arm wieder runter- „Verstehe, dann möchte ich dich was fragen.“, erwiderte der Elf. Darius zog sein Schwert und richtete dessen Spitze ihn.  „Nein! Es wird Zeit Abzurechnen! Du hast mich herausgefordert, also kämpfe auch!“, schrie Darius. Der Altmer sprach ruhig: „Ich bin nicht hier um mit dir zu Kämpfen. Dragir.“ Darius ließ sein Schwert sinken. Er blickte den Elf verwundert an. Woher wusste er… „Du hast mich schon richtig verstanden. Darius Dragir.“, der Altmer lachte gehässig.“  „Das ist also dein Name. Wo kamst du überhaupt auf Darius Novis? Dragir klingt doch viel besser.“ Aus Darius‘ Blick sprach purer Hass. Laut rief er ihm entgegen „Lesarus woher…?“ Er wurde grob von den Elf unterbrochen. „Woher ich deinen richtigen Namen weiß? War das deine Frage?“ Darius schnaubte verächtlich. „Nein, steck dir dein Wissen sonst wohin. Genau genommen möchte ich es gar nicht erfahren. Ich bin nicht drei Tage lang hier hingereist um über alte Zeiten zu plaudern.“  Kühl starrte Lesarus ihn einen Moment an. Dann erklärte er lächelnd. „Da du mir nun anscheinend zuhörst. Ich möchte dir ein Angebot machen.“ Wieder schnaubte Darius. „Lass mich raten. Ich soll dir folgen? Vergiss es. Wohin diesmal? In den Tod?“, zynisch verzog er der Kaiserliche das Gesicht. Lesarus seufzte: „Glaubst du, wenn ich diese Information nicht für mich behalten hätte, dann würdest du noch leben?“  Neugierig schaute Darius Lesarus an. Ob er dieses Mal die Wahrheit sagt? „Ich habe dich nie verraten, Darius.“, Lesarus schaute ihn eindringlich an. „Deswegen höre mir bitte zu.“ Darius sah Lesarus lange und nachdenklich an. Nach einer Weile steckte der Kaiserliche widerwillig sein Schwert weg. „Ich hasse es, wenn du Recht hast.“, meinte Darius seufzend. Den Beutel den ihn Lesarus zu warf, fing er mit Leichtigkeit, wenn auch grimmig. „Danke, dass du auf deinen Freund hörst.“, Lesarus lächelte zufrieden. Dann zeigte er auf einen Berg im Norden. „Wir müssen zum Fahlen Pass.“ Darius schaute Lesarus misstrauisch an und erwiderte „Ware Freundschaft sieht anders aus.“ Lesarus ging voraus ohne sich nochmal umzudrehen, Darius folgte ihm, wenn auch immer noch skeptisch. Ich sollte vorsichtig sein, ermahnte er sich innerlich. Wer weiß was diese Mal geschieht. Darius folgte Lesarus einen Abhang hinunter auf eine weitläufige Fläche, die bedeckt war von Schnee. In der Mitte stand eine merkwürdige Formation aus Stein. Darius konnte zu dem Steinungetüm keine weitere Beschreibung als unförmig und komisch finden. Er konnte aber erkennen, dass es sich dabei um einen versperrten Eingang zur einer Höhle handelte. Kurz davor blieb Lesarus stehen. „Wo sind wir hier? Ist das der Ort?“, Kritisch ließ Darius seinen Blick schweifen. Lesarus nickte leicht. „Ja, dies ist der Eingang zum Fahlen Pass. Und dort wartet mein Geschenk auf dich.“ Er lächelt wieder sein unbehagliches Lächeln. Darius betrachtete den Eingang mit großer Skepsis, Darius griff nach seinem Schwert „Du gehst voran! Ich traue dir nicht, Lesarus. Und eine Höhle macht es nicht gerade besser.“ Lesarus hob schulterzuckend die Hände. „Na gut, wie du meinst. Ich gehe vor.“, damit drehte er sich um und trat als erstes durch den Eingang.



Mit der Hand immer fest um den Schwertgriff folgte ihm Darius auf sicherem Abstand. Im inneren war es kalt und feucht, es wäre stockdunkel gewesen, würden nicht in regelmäßigen Abständen Fackeln an der Wand den Gang erhellen. Das einzige was Darius hören konnte war sein pochendes Herz und die Wassertropfen die von der Decke auf den Boden tropften und ihn nur noch unruhiger werden Liesen. Seine Gedanken kreisten um diesen Ort und seinen Namen. „Fahler Pass. Ich habe schon einmal von diesem Ort gehört.“, murmelte Darius. Seine Stimme hallte leicht von den Wänden wieder. Sein Atem bildete kleine Dunstwolken. „In der ersten Ära war hier ein Unterschlupf der Akaviri,“, antwortete ihm Lesarus ohne sich um zu drehen. „Danach geriet der Fahlen Pass in Vergessenheit.“ Darius behielt trotz gemischten Gefühlen von Skepsis und Begeisterung für diesen Ort, Lesarus vor ihm genau im Auge. Sie liefen den Gang noch eine Weile entlang. Dann nahm Darius Schritte war. Schlagartige stoppte er. Lesarus bemerkte es. Er blickte Darius über die Schulter hinaus an. „Nur keine Angst wegen dem Bretone und dem Nord, die gleich auftauchen. Das sind nur die Wachen.“ Tatsächlichen tauchten besagte Leute vor ihnen auf. Sie hielten einige Meter vor ihnen an und schienen sich zu unterhalten. Darius bekam nur ein wenig mit. „Guck mal, das ist dieser Incalius Bursche.“, grunzte die eine Wache. Die andere nickte nur und zeigte auf Darius. „Und das muss derjenige sein um den hier so ein Wirbel gemacht wird.“ Lesarus lächelte sie freundlich an. „So ist es und jetzt lasst uns vorbei.“ Die Wachen blickten sich gegenseitig an bevor sie wiederwillig zur Seite traten. Darius spürte ihre Blicke immer noch auf sich. Auch wenn er sich sicher war, dass die beiden in eigentlich nicht mehr sehen konnte. Darius schaute sich nachdenklich um Seltsamer Ort.

Nach einer Weile sah er das erste Mal wieder Tageslicht. Die Hölle öffnete sich und vor ihm lag ein weites, offenes Tal. Es war sowohl von Schnee als auch dürrem Gras bedeckt. Ringsherum umschloss das Tal gewaltige Berge und in der Ferne erkannte Darius eine Burgruine. Und davor waren dutzende Zelte aufgebaut die verdächtig nach einem Soldatenlager aussahen.



Erstaunt blieb Darius stehen. Lesarus beobachte ihn, wie immer lächelnd. „Was ist das für ein Ort?“, fragte Darius. Lesarus legte ihm nur die Hand auf die Schulter. „Komm mit mein Freund.“ Verärgert schüttelte er Lesarus Hand hab. Darius schaute Lesarus grimmig an „So langsam nervst du und deine Geheimniskrämerei.“ Lesarus ließ sich davon nicht beirren und lief weiter voraus. Kaum folgte er Lesarus sah Darius schon einen Elfen auf sie zu laufen. Er begrüßte Lesarus höflich. „Mein Herr Lesarus. Wie war ihre Reise? Ich hoffe nicht allzu mühsam?“ Lesarus nahm den dunkelhäutigen Elf nickend zu Kenntnis. „Sie war… beschwerlich. Aber sie hat sich gelohnt. Ich habe ihn gefunden, Marvos.“ Er drehte sich halb zu Darius um und deutete mit dem Kopf auf ihn. Auch Marvos blickte ihn neugierig an. „Das ist er also…“, er musterte Darius interessiert. „Nach ihm sucht fast ganz Tamriel?“ Reflexartig zog Darius sein Schwert und hielt es Lesarus bedrohlich in den Rücken. Lesarus hob beschwichtigend die Hände. Das schien er heute öfters zu tun. „Warte, warte doch. Das meinte Marvos anders.“ Der Marvos sah die beiden verwundert an. Wahrscheinlich war er verwirrter als es Darius war. Vorsichtige nahm er einen langen Stab von seinem Rücken. Der Stab war so dick wie Marvos Arm und verziert von schlängelten Linien. Oben auf dem stab war ein blauer Kristall befestigt, welcher seltsam schimmerte. Zufrieden nahm Lesarus den Stab an sich und bewunderte ihn. Dann nickte er Marvos kurz zu. „Dafür schätze ich euch Telvanni.“ Marvos lächelte dankbar, darauf drehte er sich um und wendete sich an Darius. „Komm wieder runter, alter Freund. Du verstehst das ganz falsch.“ Skeptisch zog Darius eine Augenbraue hoch. Das gefällt mir nicht. Doch was bleibt mir anderes übrig? Seufzend steckte er sein Schwert wieder ein, bevor er Lesarus einen Blick sendet der mehr als Unmut bedeutete. Er folgte Lesarus durch die Zeltreihen zur Burgruine.



Von außen sah sie schwer beschädigt au. Als sie jedoch eintraten erkannte Darius dass sie von innen provisorisch erneuert wurde, morsche Säulen wurden stabilisiert, Risse und Löcher im Stein halbherzig mit Holzlatten überdeckt. Trotz der rauen Innenfassade war es angenehm warm. Überall standen einladend Stühle und Tisch aus Holz. Die Wände waren behangen mit Banner aus hellrotem Stoff auf dem in dunkelrot eine Raute zu sehen war mit goldenen Rand. Sie betraten einen weiter hinter gelegenen Raum. Dieser war größer als der vorige. Durch verschiedene Stellwände waren Raumaufteilungen unternommen worden. Vor sich sah Darius drei Stühle stehen. Einer sah seiner Meinung aus wie ein provisorischer Thron. „Was ist das für ein Ort, Lesarus?“, fragte er. Statt Lesarus antwortete ihm eine raue Stimme. „Ihr seid also der junge Dragir?!“ Er drehte sich zur fremden Stimme hin. Zwei Gestalten kamen auf die beiden zu. Die eine war eine alte Nord, der andere ein relativ junger Dunkelelf. Die alte Nord war bleich und hatte schon weiße Haare trotz ihres starken Auftretens. Der Dunkelelf hatte eine dunkelgraue Haut und schwarze lange Haare. Beide waren jedoch edel gekleidet und machten auf Darius einen vertrauenswürdigen Eindruck. Langsam steckte er sein Schwert wieder weg. „Wer sind die beiden.“, fragte Darius, auch diesmal die Nord Lesarus zuvor.

„Ich bin Großkönigin Dagny. Großkönigin von Himmelsrand.“, Dagny reckte stolz das Kinn als sie sprach. Dann sah sie den Dunkelelf an. Dieser nickte kurz bevor er sich vorstellte. „Mein Name ist Valithus Thanaai, König von Morrowind so wie Vorsitzender des Rates der großen Häuser“

Auch Valithus war eine stolze Erscheinung, wenn er auch ein wenig bescheidener wirkte als Großkönigin Dagny. Überraschenderweise kniete Lesarus vor den beiden nieder. Mit gebeugtem Haupt sprach er feierlich: „Meine Lehnsherren. Ich bringe euch Darius Dragir.“

Einige Minuten starrte Darius Lesarus verwirrt an. Dann kniete auch er ebenfalls nieder. „Nun ist es soweit öffne den Beutel, Darius.“ Darius holte ihn aus einer seiner Taschen hervor, vorsichtig öffnete er den Lederbeutel. In dem Lederbeutel befand sich eine Rolle Pergament. Er sah kurz zu Lesarus rüber. Mit einem Nicken deutete Lesarus ihm an, sie zu lesen. Langsam rollte er das Stück Pergament

aus und begann zu lesen:



„Aldmerischer Bericht vom Jahre 262. Strenggeheim. Laut einigen Forschungsergebnissen, kann es sich bei der Familie Dragier nicht um normale Menschen handelt. Ihr Blutbild passt nicht einmal grob zu den der vier menschlichen Völker. Die aldmerische Regierung vermutet die Legende des Drachenblutes, welches wir jedoch noch nicht 100% ausschließen können.“


„Aldmerischer Bericht vom Jahre 263. Strenggeheim. Auf Grund dessen das keine Beweise gegen die Existenz eines oder mehrere Drachenblutes möglich war, und die die Beweise für ein Drachenblut sprechen möchte die aldmerische Regierung sich nun den Dragir entledigen. Der Gouverneur von Cyrodiil hat nach langer Diskussion doch sein okay gegeben, beginnen mit der Operation.“


Darius stand da wie versteinert, sprachlos. Nein, sprachlos war nicht das richtige Wort für seinen Gefühlszustand, eher geschockt. Lesarus sah ihn nachdenklich an. Vorsichtig legte er ihm eine Hand auf die Schulter „Darius? Geht es dir gut? Ich hoffe, dass es nicht zu überwältigend war.“

Darius brachte nur stotternd ein paar Worte raus. „Wie… und wieso? Ich…“

Dagny musterte Darius eindringlich, bevor sie sagte: „Das Drachenblut war schon immer zum Herrschen bestimmt. Seitdem Alessia regierte, ist deine Blutlinie auserwählt über Tamriel zu herrschen. Sollten diese Dokumente wahr sein, bedeutet es, dass ich und mein Volk hinter euch stehen.“ Dagny warf elegant die Schultern nach hinten um eine noch eindrucksvollere Figur abzugeben. Nach Ihr meldete sich auch Valithus zu Wort. Er sprach sehr eindringlich auf Darius ein. „Wenn durch eure Adern wirklich das gleiche Blut wie in den Adern von Tiber Septim fliest, stehe ich hinter euch. Mein Volk leidet unter dem momentanen Zustand Tamriels. Du bist daher unsere beste Chance etwas zu ändern! Also ist auch mein Volk dabei.“ Lesarus drückte kurz Darius Schulter. „Kurz gesagt: Du wirst uns führen.“, meinte er leicht ihn. „Und das, was du hier alles gesehen hast. Das ist deine Armee.“ Lesarus Augen funkelte freudig auf. „Sie trägt den Namen Rote-Drachen Legion!“



Ruckartig erwachte Darius aus seiner Starre: „War es also das, was du von mir wolltest? Oder ist da noch etwas?“ Lesarus nickte nur „Ich möchte, dass du, die Rebellion anführst. Das Erbe der Septim-Dynastie, das bist du, Darius.“ Vor Darius Augen drehte sich alles für einen Moment. Er schüttelte den Kopf, um das leichte Schwindelgefühl abzuschütteln. „Einen Moment mal.“, erwiderte er überwältigend. „Das Kaiserreich von Tamriel ging vor gut 50 Jahre unter. Die Septime vor genau 277 Jahren! Was soll ich denn mit denen zu tun haben?!“ Dagnys hitziger Blick ruhte auf Darius, als sie ihm entgegnete: „Jede Dynastie beruht nicht auf der vorigen, die Geschichte hat es uns schon immer gezeigt. Ein Drachenblut muss auf dem Rubin-Thron innerhalb der Kaiserstadt sitzen, damit Frieden herrschen kann!“ Darius schüttelte den Kopf, bevor er Lesarus mit zweifelndem Gesicht anschaute. „Ich…ich kann das nicht, ich Kaiser?“, hektisch lief Darius auf und ab. „Das passt doch nicht zusammen! Noch dazu, wie wollen wir denn den Aldmeri-Bund besiegen? Er beherrscht Süd und Mittel Tamriel!“ Lesarus schien von Darius Einwände wenig beeindruckt. „Durch gekonnte Sabotage und präventiv Schläge auf wichtige Einrichtungen.“, antwortete er Darius. „Und dann mit einem finalen Angriff mit allen Kräften der Rebellion. Danach schauen wir weiter. Ich meine, wir wollen erst mal den Bund aus Cyrodiil vertreiben und ihn nicht auf einen Schlag vernichten.“ Darius blickte ihn lange an. Ich hatte mit viel gerechnet, aber nicht mit dem. Ihm fällt langsam auf, dass alles hier sorgfältig durchdacht worden ist. Trotzdem hielt er den ganzen Plan für verrückt „Und was wollen wir gegen die Verstärkung ausrichten?!“ Lesarus Lachen hallte laut von den Wänden wieder. „Unser Gouverneur Lavindil Anaedour hat einige taktische Nachteile. Seinen Stolz, den nutzen wir aus, und dem Überraschungsmoment.“ Lesarus trat näher an Darius heran. Er strahlte etwas Beruhigendes aus, als er ihm beide Hände auf die Schultern legte. „Ich habe dich damals im Stich gelassen. Nicht weil ich es wollte, ich musste es tun. Um mein Ziel, den Bund endgültig zu vernichten erreichen zu können. Und, mein Freund, man kann Niemanden besser besiegen, als die, die man am besten kennt.“

Gerade als Darius was sagen wollte, stürmte ein Soldat hinein „Sir es ist wichtig! Einer unserer Konvois, aus Himmelsrand sollte vor einer Stunde eintreffen. Er ist noch nicht hier“ rief er hektisch. Lesarus reagierte als erster. „Meine Hoheiten, Darius, ich muss mich entschuldigen. Ich werde das Problem natürlich lösen.“ er verbeugte sich kurz vor den beiden Herrschern bevor er Darius zu nickte und sich dann an den Soldaten wandte. Der Soldat fasste mit der linken Hand auf den Schwertgriff, er legte seine rechte Faust auf seine linke Brust und stand kerzengerade. Darius bemerkte seine Bewegungen. Sowas hatte er noch nicht gesehen. „Was ist das für eine Haltung?“, murmelte er, ein wenig mehr zu sich Selbst. Lesarus hatte ihn natürlich gehört. Seine Antwort war kurz. „So salutieren wir.“ Als sich Lesarus aufmachte um besagtes Problem zu lösen. Beschloss Darius ihn zu folgen. Auf dem Weg zum Zelt wo einige Männer schon auf Lesarus warteten, fragte ihn Darius: „Was ist deine Rolle bei alle dem Lesarus?“ Lesarus antwortete kurz und bündig „Ich bin so was wie der Gründer und Taktiker dieser Rebellion. Ich war auf…einer Militärakademie.“ Darius staunte nicht schlecht. „In der Zeit, wo du weg warst, hast du also diese Rebellion aufzubauen?“ Er war auf jeden Fall nicht untätig gewesen. Lesarus schaute kurz zu Darius rüber, dann nickte er. Darius fiel die ganze Sache sichtlich schwer. Dagny und Valithus. Rebellion und Herrschen. Drachenblut und Dynastien. Und natürlich Lesarus. Und ihm zu Vertrauen. Mal wieder. Er kratze sich am Kopf und biss sich auf die Lippe. Er zweifelte kurz bevor er sich wieder an Lesarus wandte. „Ich würde gern mit dir mitkommen. Wenn das hier alles der Wahrheit entspricht, ist das eine Art... Test.“ Lesarus blieb stehen und schaute Darius verwundert an. Man konnte deutlich an Lesarus Gesicht sehen, das er damit nicht gerechnet hatte. „Ja, du hast recht gehört, Lesarus.“ Fuhr Darius fort. „Da drin wurde gewissermaßen beschlossen, dass ich ein Kaiser werden soll.“ Lesarus wollte etwas erwidern, doch Darius fiel ihm direkt ins Wort. „Kein Wenn und Aber. Ich sage es nur wirklich ungern, aber wenn der Herrscher sich nicht rührt, warum sollten seine Männer ihm folgen?“ Lesarus schien von der Idee nicht begeistert zu sein. Er schaute Darius immer noch skeptisch an. „Ich werde eine große Hilfe sein!“, sagte Darius im Versuch Lesarus zu überzeugen. Lesarus gab sich seufzend geschlagen, dagegen konnte er nun wirklich nichts sagen. „Wie in Anvil? Gut. Darius, gehe zum Quartiermeister. Er solle dir eine gute Stahlrüstung geben. Ich warte auf dich. Westlich von dem Berg.“ Damit verabschiedete sich Lesarus recht schnell und ging das Tal hinab. Ein Rebell führte Darius zum Quartiermeister. Das Zelt war nicht weit entfernt. Darius erkannte fast sofort den Quartiermeister. Mehr schüchtern als nervös sprach er den großen Nord an, welcher sich ruckartig aufrichtete. Der Quartiermeister war kräftig gebaut und hatte blondes langes Haar. Er erkannte Darius sofort. „Herr Dragir! Mensch, unfassbar wir ihr eurem Vater ähnelt. Ihr seid sicher wegen einer anständigen Rüstung hier.“ Er nahm einen silbernen Stahlbrustharnisch, sowie Stahlstiefel, Arm- und Beinschienen und breitet die Rüstungsteile vor Darius aus. Alles war bereits mit Pelz gefüttert. „Ist war nicht so gut wie Dragirstahl, aber es reicht, bitte sehr.“, meinte der Nord Schulter zuckend. Darius schaute den Nord fragend an „Wartet ihr kanntet meinen Vater?!“ Der Quartiermeister deutete auf die Rüstung. Sie war massiv und ein Rubin ist in der Brustmitte eingelassen worden. Im Hinterem Teil des Zeltes trennte Wandbehange und ein Paravent einen kleinen Raum ab. Er diente als An- und Umkleidezimmer. Dort zog sich Darius langsam die Rüstung an. Alles passte Problemlos. Nur bei dem Brustharnisch hatte er Probleme. „Warum geht der Dreck nicht zu?“ fluchte Darius verärgert. Kaum hatte er das ausgesprochen zog jemand kräftig die Lederbänder von hinten, zu und band sie schnell zusammen. Verwundert drehte sich Darius um. Hinter ihm stand eine junge Kaiserliche mit brünetten Haaren. Sie grinste ihn an. Er war überrascht von ihrer Hilfe und wie sie so schnell aufgetaucht war. Die Frau lachte leise. „Ich danke dir, aber was ist so lustig?“ Die junge Frau grinste noch breiter: „Ich sehe sofort, wenn jemand, seinen ersten, richtigen Kampfeinsatz hat.“ Darius nickte nur leicht: „Ich bin noch etwas durcheinander, zu viel auf einmal. Aber ich werde das schon packen. Ich muss jetzt los. Wir sehen uns vielleicht später.“ Bevor Darius jedoch gehen konnte, hielt sie ihn noch zurück. „Nehmt das noch!“, die junge Frau hielt ihm einen großen Eisenschild vor die Nase. Er war rund, und dafür das er aus Eisen war erstaunlich leicht. Wieder musste die Frau über Darius Gesicht lachen. „Jetzt musst du los. Ich wünsche dir viel Glück!“ und damit war die Frau wieder verschwunden. Darius verabschiedete sich vom Quartiermeister und suchte Lesarus am verabredeten Treffpunkt auf. Dieser stand vor der Höhle und redete mit Marvos. Marvos übergab den Starb gerade Lesarus. „Sie ehren mich, Lesarus. Ich gehe meinen Pflichten nach und teste unser Projekt, viel Glück, “ hörte Darius den Dunkelelf noch sagen bevor er in ein Zelt ging. Lesarus sah Darius in voller Montur auf ihn zu kommen. Er nickte zufrieden: „Wie ein Krieger!“ Darius lächelte angespannt: „Keine Ahnung warum ich dir vertrauen sollte, aber mir bleibt jetzt wohl nichts Anderes übrig. Wehe du hintergehst mich!“ Lesarus lachte laut und blickte zu den gut zehn Männern, welche in wild gemischten Monturen um ihn herumstanden.

Die Truppe marschierte los, Darius fühlte sich etwas fremd zwischen den vielen Rebellen, welche freudig mit einander schwatzten. Einer der Soldaten welcher hinter Darius lief tippte ihm auf die Schulter. Darius drehte sich halb zu ihm um. „Hallo, ihr seid also dieser Dragir?“ Hinter ihm stand ein großer, muskulöser Ork mit grüner Haut. Er trug eine leicht grünlich schimmernde Eisenrüstung und einen dicken Kriegshammer auf den Rücken. Darius nickte ihn freundlich zu, und fragte nach seinem Namen. Der Ork schaute ihn kurz an dann erwiderte er: „Mein Name? Man nennt mich Gro-Shok. Warum wollt ihr das wissen“ Darius staunte ein wenig, dann schüttelte er ihm die Hand „Gro-Shok, also. Freut mich, nenn mich bitte Darius, okay?“ Gro-Shok nickte. Darius fragte interessiert „Kommt ihr aus dem Drachenschwanz oder Wrothgarischen Bergen?“ „Ich bin in der Wildnis aufgewachsen, bis vor einigen Monaten hatte ich nicht mal einen Namen.“ Darius murmelte kurz etwas, dann fragte er: „Gro-Shok, warum lebtet ihr in der Wildnis? Was ist mit euren Eltern?“ Gro-Shok zuckte uninteressiert mit den Schultern. „Es sind wohl meine Fähigkeiten, die anderen angst machen.“ Darius zog neugierig eine Augenbraue hoch. Natürlich interessierte ihn jetzt, was für Fähigkeiten das sind. Doch bevor er fragen konnte hielt der gesamte Trupp abrupt an. Darius schaute nach vorne aber, die Rebellen vor ihm versperrte ihm die Sicht. Langsam bahnte er sich einen Weg nach vorne um zu fragen, warum sie anhalten. Als er jedoch freie Sicht auf den Weg vor ihm hatte, blieb ihm die Luft im Halse stecken. Genau vor ihnen lagen die zertrümmerten Überreste eines Wagens so wie glühende Asche und einige Leichen. Lesarus schaute sich um „Das ist also mit unseren Gütern passiert.“ Darius starrte immer noch auf die Leichen. „Ich nehme alles zurück, Lesarus. Selbst du würdest nichts Derartiges anrichten, nur um jemanden zu hintergehen.“ Einer der Männer schrie: „Lesarus, hier sind Fußspuren!“ Der Rebell stand an einem kleinen Nebenpass an dem der Schnee noch sehr hoch lag. Lesarus kniete sich nieder um die Spuren zu inspizieren. „Das sind mehrere gewesen. Seht ihr, verschiedene Formen. Hoffen wir mal, dass wir nicht zu spät kommen!“ Vorsichtig zog Lesarus seinen Stab von seinem Rücken und ging voran. Auch der Rest der Truppe zogen ihre Waffen und folgten ihm. Darius stand immer noch wie Angewurzelt vor den Leichen. Sein Gesicht wurde immer blasser je länger er auf ihre Gesichter starrte. „Darius, kommt!“, rief Gro-Shok ihm zu. Darius erschrak kurz, dann nickte er dem Ork zu. Er zog sein Schwert und hielt sein Schild bereit, noch ein letztes Mal, blickte er auf die Toten, anschließend folgte er der Truppe.

Es dauerte nicht lange, da fand sie einige fremde Soldaten. Sie trugen eine goldene Rüstung zusammen mit einem Langschwert und einem einfachen Schild. Hinter diesen hatten sich einige weitere Leute versammelt. Die meisten schienen verwundet zu sein. Lesarus sagte ihnen still zu sein und außer Sicht zu blieben. „Der Aldmeri-Bund?“, flüsterte er fragend. Darius machte unbewusst einen Schritt zurück. Na toll, der Aldmeri-Bund., dachte er zynisch. So früh schon? „Oh Mann. Hätte nicht gedacht, dass ich je in meinem Leben der stärksten Armee Tamriels gegenüberstehe.“ Gro-Shok tippte Darius auf die Schulter. Das war wohl eine Eigenart der Orks „Keine Sorge.“, meinte er zu Darius. „Ich habe schon so viel von denen getötet. Habe das Zählen schon aufgegeben.“ Einer der fremden Soldaten fing an zu lachen. Anscheinend wurden sie entdeckt. „Das ist ja eine richtige kleine Verschwörung. Aber so müssen wir die Leute nicht suchen, welche diese Schmuggler angeheuert haben.“, sagte einer von ihnen breit grinsend. Ein anderer meldete sich skeptisch zu Wort: „Ist es aber nicht seltsam, dass die Klienten kommen um ihre Ware abzuholen?“  Weder ein anderer der fremden Soldaten zuckte mit den Schultern. Er wirkte griesgrämig. „Woher soll ich das wissen? Aber wenn wir diese Schmuggler hier und jetzt stoppen könnte was Schönes für uns drin sein!“ Die aldmerischen Soldaten wendeten sich den Verletzten ab und der neuen Gruppe zu. Lesarus schaute sich kurz um, sie alle Standen in einen etwa fünf Meter breitem Nebenpass mit steilen Wänden, die Darius nicht beschreiben konnte. Lesarus drückte seinen Fuß in den Schnee und zählte durch. Neugierig beobachtete Darius Lesarus.

Lesarus rief der Trupp schnell Anweisungen zu: „Frontkämpfer nutz die Schilde um den Pass um den Weg zu versperren. Bogenschützen positioniert euch direkt hinter Ihnen!“ Die Frontkämpfer eilten vor und hoben ihre Schilde. „Bogenschützen Pfeilhagel.“ Die Bogenschützen des Bundes zielten mit ihren Bögen nach oben, bereit eine Flut von Pfeilen auf sie nieder regnen zu lassen. Auf das Zeichen des aldmerischen Soldaten schossen sie. „Bogenschützen bereitmachen!“. Rief Lesarus seiner Truppe zu, während sich Darius hinter seinem Schild duckte. Lesarus erzeugte Flammen, die er aus seinen Händen direkt auf die Pfeile schoss. Das Holz der Pfeile verbrannte sofort zu Asche, nur die Spitzen fielen vor ihren Schilden herunter. Die Altmer lachten nur: „ Das können wir auch, Magier!“ Die Magier drängelten sich vor zur Front. In genau diesem Moment rief Lesarus: „Schuss!“ Die Bogenschützen schossen in die ersten Reihen und trafen einige Leute. Der Altmer knirschte mit den Zähnen „Sie sind uns im Nachteil!“ Lesarus ließ sich davon nicht beirren: „Feuert auf die hinteren Reihen!“, rief er. Die drei Bogenschützen schossen über die Köpfe der Soldaten hinweg. Ihre Pfeile trafen einen Soldaten aus der hinteren Reihe. Lesarus wandte sich zu Darius und sagte: „Darius, gehe du und kümmere dich um die Zivilisten.“ Darius schaute sich leicht verunsichert um. Er meinte doch nicht…? „An den Soldaten des Feindes vorbei?“ Gro-Shok nahm seinen Kriegshammer und sagte zu Darius: „Einen Versuch, Dragir.“ Nervös legte Darius den Schild ab und machte sich bereit. Gro-Shok stürmte aus der Formation hinaus auf die aldmerischen Soldaten zu. Er holte einmal aus und schlug zwei Leute auf einmal zu Boden. Die Magier des Bundes schossen mit Zaubern auf ihn, doch er wich gekonnt jedem Feuerball aus. Er erwischte noch einige Soldaten, Dann nahm Gro-Shok den Griff des Hammers fest in beide Hände und begann auf die aldmerischen Soldaten los zu stürmen. Darius schaffte es in der Zeit, zu den Verletzten, Er staunte über Gro-Shok: „Was für eine Kraft.“ Darius stützte einen der verletzten Rebellen. Er bemerkte unter den Zivilisten eine junge Frau, die versuchte die verletzten zu heilen „Nett, dass ihr auch mal kommt“ Bevor er etwas erwidern konnte hallte ein langer und kraftvoller Schrei von Gro-Shok durch das Gebirge. Darius erschrak und schaute zurück. Gro-Shoks Muskeln begannen sich Aufzupumpen, sie wurden so groß, dass sie zu einer leichten Verformung der Rüstung führten. Seine Pupillen wurden kleiner und liefen von der Farbe Gelb zu Rot über. Auf einmal begann er, nach nur einem Schlag sich zu drehen und in die feindlichen Reihen zu schlagen. Er verletzte und tötete einige gegnerische Soldaten.“ Lesarus gab wieder den Befehl zu feuern. Gro-Shok nahm eine Leiche und warf sie vor sich, die Pfeile Prallten an der Leiche ab. Und die hinteren Reihen wurden Aufgemischt. „Alle Mann ausfallen!“, rief Lesarus die Rebellen lösten die Formation auf und rannten auf die gegnerischen Soldaten zu.

Fast alle feindlichen Soldaten wurden vernichtet, Lesarus lächelte und tippte sich auf die Schulter. „Gut gemacht, ohne Verluste.“, als die Verletzten versorgt waren liefen sie alle zurück zum Wagen. Jeder schnappte sich einige Ausrüstungsteile und marschierte in Richtung Fahlen Pass. Darius erkannte die Zivilistin neben sich wieder Darius und die beiden kamen während des Marsches zurück ins Gespräch. „Darius Novis, schön dich kennenzulernen, “ sagte er freundlich. Sie nickte „Kay Mors, kaiserliche Kampf- und Heilmagierin.“ Darius lächelte „Du bist eine Kampfmagierin und bist in der Wiederherstellungs-Magie geübt?“ Kay lächelte zurück: „Nicht nur geübt, ich bin ein kleines Talent, sagen die Leute immer.“ Sie marschierten eine Weile weiter. Darius musste aufpassen nicht auszurutschen. „Du kommst aus Himmelsrand?“ Kay nickte nur „Wieso?“ Darius wischte sich mit der Hand über den Nacken: „Nun ja, weil du vom Kaiservolk bist und keine Nord.“ Kay sagte: „Mein Vater stammte aus Cyrodiil, Meine Mutter wurde schon in Himmelsrand geboren. Ich lebte in Flusswald. Meine Familie hatte jegliche Kontakte, aus welchem Grund auch immer, zur Familie meines Vaters in Cyrodiil verloren, daher war es mir auch nie wichtig.“ Einen Augenblick musterte er Kay „Aber Flusswald ist doch vor elf Jahren…?“ Kay nickte kurz. Sie erwiderte mit bedrückter Stimme „Es gab nur wenige Überlebende, und ich bin eine dieser Überlebenden. Und das nur wegen dieser blöden Mutprobe.“ Das Ende murmelte sie. Darius nickte verständnisvoll „Es tut mir leid, was mit deiner Familie passiert ist. Ich habe meinen Vater nie kennengelernt, er starb einige Monate vor meiner Geburt. Ich verlor meine Mutter und meine Oma mit sieben Jahren ebenfalls bei einem Brand.“ Kay schaute Darius fragend an, „Novis, ist das dein echter Name?“ fragte sie. Darius nickte und sagte: „Warum sollte ich lügen?“ Lesarus ging zügig um mit breitem Grinsen an beiden vorbei und legte Darius einen Arm um die Schulter. „A: Dragir, B: Angst vor der Vergangenheit.“ Darius stieß genervt seinen Arm weg „Muss du das so hinausposaunen, du Idiot. Versau dir nicht gleich wieder alles!“ Kay fragte: „Du heißt also Dragir? Der Name sagt mir was“ Darius schmunzelte „Gut möglich…“ Kay unterbrach ihn „Warte Dragir? Dein Name ist Darius Dragir?“Darius nickte „Ja Warum?“ Kay sagte: „Durch die Familie Dragir ist Flusswald reich geworden. Durch die hohen Erzvorkommen in der Nähe von Flusswald blühte das Geschäft zwischen Flusswald und Bruma richtig.“ Darius schwelgte kurz in Erinnerungen „Das Schmiedeunternehmen war schon was Tolles“ „Das tut mir leid für dich, dass du deine Familie so früh verloren hast.“, sagte Kay bedrückt. Darius „Ebenfalls, mein Beileid. Themenwechsel! Was machst du eigentlich in Cyrodiil?“ Kay sagte: „Eine gute Freundin aus Kindertagen ist auch hier, bei den Rebellen. Ich wollte euch aufsuchen und mich euch anschließe. Doch sieht so aus als ob ihr mich gefunden hättet.“ Nach mehreren Minuten erreichten sie den Fahlen Pass. Die Abenddämmerung hatte bereits begonnen. Bevor Lesarus im Eingang verschwand, wandte er sich an kurz an Darius, „Wir müssen uns mit unseren Vorhaben beeilen“ Darius schaute ihn verwirrt an.



Gegen Abend versammelten sich so gut wie alle Rebellen, an der Burg. Lesarus und Darius standen auf der Erhöhung der Burg über dem großen Tor. Lesarus sah triumphierend auf die Rebellen herab „Heute Nacht, werden wir die ersten großen Siege gegen den Aldmeri-Bund erringen. Wir haben uns schon lange genug versteckt. Es wird Zeit zu zuschlagen! Unsere ersten Ziele sind zum einen die Stadt Bruma und der naheliegende Wolkenherrscher-Tempel. Für die Eroberung der Stadt Bruma werden wir unsere Armee in drei Truppen teilen. Zwei der Truppen, unter dem Kommando von Darius und mir.“ Er zeigte auf Darius neben ihn, dann auf sich. „Ich werde das Nord-Tor belagern, Darius das Ost-Tor. Eine weitere kleine Einheit wird abrückende aldmerische Soldaten des Bundes aufhalten. Diese Operation wird Ardialt Stein-Hammer übernehmen. Währenddessen werden wir eine vierte Einheit den Wolkenherrscher-Tempel infiltrieren. Allerdings brauchen wir dafür noch jemanden der die Operation leitet!“ Darius schaute Ardialt an, er stellte sich als der Quartiermeister heraus, der ihm behilflich war. Auf einmal hob Kay die Hand und rief: „Still und heimlich?“ Lesarus nickte bestätigend. Kay schaute Lesarus verunsichert an, dann holte sie tief Luft und sagte: „Ich mache es! Ich weiß wie das geht!“ Lesarus nickte: „Gut! Komm nach vorne.“ Kay trat vor. „Wie lautet dein Name?“ fragte Lesarus. Kay antwortete leicht launisch: „Kay Mors.“ Lesarus nickte wieder: „Sage mir einfach, etwas brauchst du alles?“ Kay fragte: „Kann man den Tempel nicht stürmen?“ Lesarus schüttelte mit dem Kopf, „Nein. Er ist so konstruiert, dass er mit wenigen Mann, einer Invasion lange standhalten kann.“ Kay nickte verstehend, dann wandte Lesarus sich wieder an alle. „Die Belagerung wird durch diese Steine entschieden!“ Lesarus hielt einen Stein nach oben der leicht schimmerte. Unter den Rebellen brach eine kleine Diskussion und Fassungslosigkeit aus. Lesarus sagte: „Dies nenne ich Runenstein, er ist mit einem Runenzauber belegt. Die Rune wird aktiviert sobald sie einen ungesicherten Bereich verlassen. Sie explodieren bei der kleinsten Berührung. Wir werden keine Unterstützung haben, weil wir sehr dünn gesät sind. Versorgung aller Art ist findet nur bedingt statt. Die Leitung über die Sanitäter übernimmt Emilia Omaru. Ansonsten rücken wir in einer halben Stunde aus!“, damit beendete Lesarus seinen Vortrag. Die Rebellen salutierten und machten sich an die Vorbereitungen. Darius folgte dem jungen Mädchen von vorhin mit dem Namen Emilia. Sie bemerkte Darius und fragte ihn freundlich: „Kann ich was für dich tun?“ Darius erwiderte: „Nein, ich wusste nicht das du Sanitäterin bist.“ Auf einmal kam Kay und warf sich Emilia um den Hals. Sie sagte mit hoher und erfreuter Stimme: „Schön dich wieder zu sehen, wie geht es dir!“ Emilia erschrak kurz, bevor sie die junge Frau erkannte. „Kay schön dich zu sehen. Deine Reise nach Cyrodiil lief anscheinend nicht so gut?“ Kay nickte und schaute Darius an „Ihr kennte euch?“ Darius nickte und sagte: „Ja sie hatte mir beim Anlegen der Rüstung geholfen, welche mit Vermerk schwer ist und echt auf den Schultern drückt.“ Kay lachte: „Da musst du wohl noch Trainieren!“ Emilia sagte mit breitem Grinsen: „Wenn du je Hilfe dabei brauchst oder überhaupt Hilfe benötigst, es ist immer gut Sanitäter als Freunde zu haben.“ Lesarus klopfte ihm auf die Schulter er erschrak kurz und sagte: „Ja sicher Freunde.“ Lesarus schaute Darius verwundert an und sagte: „Alles okay?“ Darius nickte und sagte: „Ja, nur etwas aufgeregt“ Lesarus sah ihn lange an, dann sagte er: „Also, ich habe mich bei dir noch nicht entschuldigt wegen der Geschichte meines Verschwindens.“ Darius nickte stur und sagte: „Das war eine Scheißaktion von dir!“ „Ja ich weiß schon, aber das gehörte alles zum Plan“ Darius ging an Lesarus vorbei „Noch habe ich dir nicht ganz vergeben, und meine Nervosität kommt noch immer daher, dass ich dir nicht hundert Prozent vertraue.“ Lesarus schaute Darius hinterher, Ardialt sah den beiden hinterher „Ihr und der junge Dragir. Ist was in der Vergangenheit vorgefallen?“ Lesarus zuckte mit den Schultern und antwortete: „Nichts was euch angeht.“ Die Rebellen legten sich ihre Rüstung an, nahmen als Waffen Schwerter und Schilder und wenige nahmen Bögen und noch weniger Magier waren dabei. Nach der halben Stunde war alles bereit, und die Rebellen Marschierten unter der Führung von Lesarus, Darius, Ardialt und Kay los. Nach nur wenigen Minuten trennte sich eine Truppe mit Bögen welche enterharken ähnliche Pfeile an denen ein Seil befestigt war und als einzige Waffe ein Kurzschwert führten, vom Heer ab.



Gut fünf Minuten später teilte sich dann die Truppe erneut die Sanitäter nahmen im sicheren Abstand auf der Straße zwischen Bruma und dem Wolkenherrscher-Tempel Stellung. Einige Meter weiter spaltete sich die Truppe erneut. Die eine Truppe blieb im Schutz der Nacht stehen, die andere marschierten zum Ost-Tor und Spaltete sich dort das letzte Mal auf. Auf das ertönen des Kriegshorn folgten mehrere Explosionen. Die aldmerischen Soldaten eilten auf die Mauern. Lesarus ließ das Feuer nun auf diese eröffnen. Daraufhin rief: „Werft weiter Runen-Steine bis das Tor Schrott ist. Bogenschützen schießt die aldmerischen Bogenschützen von der Mauer. Magier, wie besprochen, Magische Projektile abfeuern!“ Die Soldaten des Bundes versuchten sich am Nord-Tor zu sammeln und machten sich mit den verfügbaren Truppen bereit. Plötzlich explodierte das Ost-Tor, die aldmerischen Soldaten schauten sich völlig überfordert um. Auch das Nord-Tor explodierte kurze Zeit später. Die Soldaten des Bundes waren maßlos überfordert und orientierungslos. Die Rebellen marschierten langsam auf die aldmerischen Soldaten zu. Darius rief seinem Trupp „Pfeilhagel!“ zu. Welcher auf die aldmerischen Soldaten nieder regnete, dabei wurden nur wenige getötet, jedoch mehre verwundet. Die Rebellen vielen in beide Tore ein. Bruma war eine Stadt die im Süd und im Osten niedriger gelegen war als im Norden und Westen. Überall standen Häuser und eine riesige Treppe diente als Auf- und Abstiegsmöglichkeit. Die aldmerischen Truppen versammelten sich vor dem Tor des Palastes des Grafen der im Nordwesten der Stadt stand.

Darius und seine Truppe stürmten die Treppen hoch und Trafen auf Lesarus welcher die aldmerischen Soldaten mächtig auf Trab hielt. Während die vordere Line beider Seiten zahlreiche Verletze und einige Tote hervorbrachte, so nahmen die aldmerischen Truppen durch den Überraschungsangriff und die fehelende Vorbereitung beträchtlich mehr Schaden. Darius befahl den Bogenschützen, das Feuer zu eröffnen. Der Rest sollte sich erst noch zurückhalten und auf seine Anweisungen warten. Darius Schaute hoch und sah am Himmel einen Falken fliegen. Darius reagierte zügig „Magier schießt den Vogel ab, schnell!“ Die Magier feuerten ein paar Male auf den Falken, jedoch gelang er außerhalb ihrer Reichweite. Die wenigen aldmerischen Soldaten gewannen nach und nach die Oberhand zurück und drängten die Rebellen aus dem Tor des Palastes. Darius erwiderte: „Einige von euch werden zum Ost-Tor gehen und ein Signal geben falls Verstärkung eintrifft! Der Rest kümmert sich jetzt auch um das Tor. Unterstützt Lesarus seine Truppen!“ Darius zog sein Schwert und hob sein Schild, sein Herz raste vor Aufregung. Er schloss genervt die Augen um sich zu beruhigen und murmelte „Unfassbar, warum stehe ich hier eigentlich. Ich glaube wegen jemanden der mich wie eine heiße Kartoffel fallen ließ.“ Lesarus rief: „Darius!“ Darius öffnete die Augen, er sah wie ein Feuerball an ihm vorbei raste. Lesarus stand vor ihm mit seinem Stab und rief: „Konzentriere dich!“ Darius erwiderte leicht panisch: „Tut mir leid! Ich hatte nur gerade so ein Unwohlsein.“ Lesarus sagte: „Wenn wir die Feinde nicht schnell wieder Richtung Palast zurückdrängen, war es das!“ Darius fragte: „Wo ist Gro-Shok?“ Lesarus zuckte mit den Schultern „Keine Ahnung, ich hatte ihn aus den Augen verloren.“ Darius sagte: „Wenn er dasselbe wie heute Morgen macht, dann…!“ Lesarus unterbrach ihn und erwiderte: „Nein, dieses war die Fähigkeit der Orks, Blutrausch, ist für seinen Körper extrem gefährlich. Dabei wird sein Körper enormen Spannungen ausgesetzt ist, er würde im schlimmsten Falle sein Leben geben.“ Darius erwiderte: „Aber wann…? Wann kann er diese Fähigkeit den wiedereinsetzen?“ Lesarus antwortete: „Einmal pro Tag!“ Lesarus feuerte mit seinem Stab auf die aldmerischen Soldaten „Wir werden zurückgedrängt!“ „Da die Unterstützung noch nicht eingetroffen ist, hole ich meine Männer von der östlichen Mauer wieder her, “ rief Darius, Lesarus nickte und Darius rannte zur östlichen Mauer. Nach nur einer Minute kehrte er mit weiteren Männern zurück. Nur gut eine halbestunde Später setzte sich eine kleine aldmerische Truppe, aus der Südöstlich gelegenen Stadt Cheydinhal, in Bewegung. Ardialt und seine Männer wirkten zur selben Zeit Runen auf der Straße zwischen Bruma und Cheydinhal, die Rebellen warteten größten Teils nur ab und hielten sich in unmittelbarer Nähe zur Straße auf.

Währenddessen machte sich der Trupp von Kay gerade an den Wänden des Wolkenherrscher-Tempels zu schaffen. Die Festung war Ellipsenförmig, mit einer massiven und hohen Mauer, es gab nur einen Eingang, Meter hohe Tore die ca. einen halben Meter dick waren und mit Stahl verstärkt wurden. Die Rebellen nahmen ihre Bögen und schossen von Norden aus auf den hinteren Teil der Festung. Die Pfeile die mit Harken ausgestatte waren harkten sich auf den Mauern gut fest. Die Rebellen kletterten die Seile hoch und gelangen so auf die Mauer. Die Rebellen schlichen still und heimlich zu einem großen Haus welches am Ende eines großen Platzes lag. Dieser war mit einer Treppe verbunden welche metertief bis zum Tor reichten. Kay nahm ein Stück Spiegel und schaute um die Ecke, sie sah einen schwach bewachten Trainingsplatz. Kay sprach zu ihren Trupp: „Ich sehe vier Soldaten die hier draußen sind, drei auf der Mauer und einer am Tempel Eingang. Kay grinste „Ein Kinderspiel!“ merkte sie an. Sie nahm fünf Messer und sagte: „Ich hätte nie gedacht, das ich mal hoffe, dies nicht verlernt zu haben.“ Sie ging um die Ecke und warf ein Messer, dieses traf den einzelnen Soldaten perfekt und tötete ihn sofort. Sie ging schnell zum aldmerischen Soldaten fing seine umkippende Leiche und warf ein weiteres. Aus der Bewegung heraus war sie noch zwei Messer. Eins nach links und das andere nach rechts und tötete so drei weitere Soldaten. Der letzte Soldat wurde aufmerksam. Kay warf noch ein Messer hinterher und tötete ihn noch bevor er überhaupt reagieren konnte. Kay wendete sich den Rebellen zu „Schafft die Leichen weg. Ich schaue mich innen etwas um“ sie erschuf etwas magische Essenz in Ihrer linken Hand, es wirkte so als würde von ihrer Hand aus dunkelblauer Nebel austreten und den Unterarm herunterlaufen. Sie konzentrierte diese bis sie eine blaue Kugel ergab. Diese ließ sie dann Platzen und die Funken die dabei entstanden hafteten sich an Ihre Füße. Kay stampfte auf den Boden „Lautlosigkeit?“ stellte ein Rebell staunend fest. Kay öffnete langsam und lautlos die Tür, der Eingangsbereich des Tempels war nicht stark bewacht. Am anderen Ende brannte ein Kamin, in der Mitte standen einige Tische und Bänke. Direkt dahinter war der Raum aus Stein gebaut im dessen Mitte eine Feuerstelle brannte. Kay sagte: „Eins, Zwei, Drei.“ Sie ging etwas weiter hinein, auf einmal stand einer der Wachen auf und streckte sich. „Ich habe es satt hier in diesen verdammten Tempel zu sitzen!“ rief die Wache genervt. Eine andere Wache erwiderte: „Ich weiß, Cyrodiil kann so ein langweiliges Land sein. Als der Aufstand noch vor Drei Jahren wütete, da war es hier spannender.“ Die andere Wache sagte: „Ja, das kann man so sagen. Eines muss ich diesen Tieren aber lassen. Kämpfen können sie.“ Die andere Wache sagte: „Hast du mittlerweile etwas vom Lord gehört?“ Die andere Wache schüttelte den Kopf „Nein, ich weiß nur, dass er irgendwelche Männer für illegalen Waffenschmuggel suchte, Er sollte jetzt auf dem Weg nach Umarnium sein.“ Die Wache sagte: „Hoffentlich bekommen wir bald von Lord Lavindil eine spannendere Aufgabe.“ die andere Wache lachte „Hoffentlich erhöht er die Steuern für die Leute, dann können Steuern in Bruma einsammeln und diesen Tieren das letzte Brot klauen.“ Die andre Wache erwiderte leicht skeptisch: „Allgemein finde ich ist Lord Lavindil seit der Vollmacht Übertragung über Cyrodiil viel zu weich geworden.“ Die andere Wache nahm einen Bierkrug und sagte: „Ach ja, schon von diesen komischen “Krieger“ im Osten Valenwalds gehört?“ Die andere Wache nahm ebenfalls einen Bierkrug und einen großen Schluck, „Ja, aber auch nein. Was mir viel mehr Sorgen bereitet ist dieser “Geist“ er soll unsere Versorgung zusammengeschmiedet haben ohne irgendein Werkzeug“ Die andere Wache erwiderte: „Was? Ein Geist, du hast wohl noch nicht genug Mett getrunken, oder auch zu viel, dass du das noch glaubst.“ Die andere Wache seufzte und erwiderte: „Es gibt keine Infos zu diesem Geist, nur das er letzte nach in Bruma gesehen wurde, aber vielleicht hast du ja Recht?“  Kay warf zwei Messer tötete Die beiden Wachen, ohne dass sie etwas davon bemerkten. Die Männer von Kay kamen ebenfalls herein, „Der Tempel scheint soweit Frei zu sein, Kommandantin!“ sagte ein Rebell. Kay nickte und sagte: „Gehe bitte nach Bruma und überbringe Darius und oder dem Elf, die Nachricht das der Wolkenherrscher-Tempel unter unserer Kontrolle steht.“ Der Rebell salutierte und ging los. Kay schaute die anderen Rebellen an: „Räumen wir auf!“ Einer der Rebellen trat vor „Kommandantin Mors, darf ich sie fragen, wo sie das gelernt haben? Das erscheint mir alles nach dem Werk der Bruderschaft, oder irre ich mach?“  Kay blieb kurz stehen, ging aber ohne einen Ton zu sagen weiter.

Nach einem harten Kampf stieß der Trupp der Rebellen die aldmerischen Truppen bis zur Festung des Grafen zurück, welches jedoch noch immer von den aldmerischen Truppen hart verteidigt wurde. Beide Truppen gingen nach einem kräfteraubenden Gefecht für einige Minuten auseinander. Die aldmerischen Truppen zogen sich in die Enge der Mauer welche die Festung umschloss zurück, sie hoben ihre Schilde und steckten ihre Schwerter stachelartig heraus. Darius schmunzelte und sagte: „Hat was von einem Igel.“ Lesarus kam zu Darius und sagte: „Neue Taktik: fordere Linie in Verteidigungsstellung. Magier feuert abwechselnd im fünf Sekunden tackt auf die vordere Linie des Bundes. Bogenschützen feuert ihr einfach in die ersten Reihen des Gegners.“ Darius welcher genauso wie Lesarus aus dem letztem loch pfiff riss sich kurz zusammen und rief: „Bogenschützen, Magier feuert was das Zeug hält! Brecht eine Lücke in die gegnerische Phalanx!“ Die Rebellen gingen in die Hocke und nahmen eine stabile Haltung an, als die Magier der Rebellen kontinuierlich die aldmerischen Soldaten befeuerten war es nur eine Frage der Zeit bis sich eine Lücke auftat. Die aldmerischen Soldaten versuchten es den Rebellen gleich zu tun und begannen in die Stellung der Rebellen zu feuern. Zum Pech der aldmerischen Soldaten traf ein Feuerball gerade einen Soldaten welcher mit den Kräften am Ende war, die gegnerische Phalanx wurde in einer ketten Reaktion zunichtegemacht, Lesarus nickte Darius an, dieser erwiderte das Nicken und gab den Befehl zum frontalen Stürmen. Die Rebellen griffen erneut die aldmerischen Soldaten an, dieses Mal mit größeren Erfolg. Die Rebellen konnten viele aldmerische Soldaten ausschalten, genug damit die Truppen von Lesarus durchbrechen konnten. Die restlichen Soldaten des Bundes wurden von Darius seiner Truppe sichergestellt, während Lesarus seine Truppe zum Palast des Grafen gingen. Die übrigen aldmerischen Soldaten welche denn Palast verteidigen sollten, waren schnell besiegt. Allerdings waren die Türen zum Palast verriegelt worden. Lesarus verdrehte die Augen: „Toll, verriegelt, “ Darius streckte die Arme aus und erwidert: „Wir haben rein Zufällig eine Armee vor Ort.“ Lesarus nickte und sagte: „Was für ein Glück das die sich verlaufen hat. Naja Glück für uns!“

Es dauerte nicht sehr lange, da hallte ein gewaltiger Knall durch den gesamten Palast. Die Tür brach zusammen und die Rebellen stürmten den großen Sahl des Grafen. Beim Reinkommen wurde auf sie mit Pfeilen geschossen, doch diese wurden gut abgewehrt. Der Eingangssaal war mit Säulen ausgestattet, Links und Rechts gab es in den Wänden Bögen, welche den ersten Saal mit anderen Räumen verbindet. Gerade aus weiter begann in einen weiteren Raum eine kleine Treppe. An dessen Ende stand der Thron des Graf von Bruma. Er war ein Hochelf. Recht groß mit langen weißen Haaren und in adliger Kleidung. Er trug ein einhändiges Schwert bei sich. Der Graf stand auf und lief klatschend die Stufen hinunter, Darius und Lesarus schauten ihn leicht verwundert ins Gesicht. Der Graf sagte: „Herzlichen Glückwunsch, wie kommt es, dass ihr “Tiere“ auf einmal Bruma angreift?“ Lesarus erwiderte: „Nennt die Menschen nicht immer Tiere! Ihr seid doch gierig über das Kaiserreich und über das Akephaliesche Reich hergefallen!“ Der Graf erwiderte: „Ja aber wir taten nur das, was Tiber Septim schon lange vor uns tat. Ganz Tamriel erobern und es unter einem Banner vereinen.“ Lesarus erwiderte: „Aber Tiber Septim eroberte Tamriel wesentlich schneller als…“ Der Graf unterbrach ihn: „Tiber war wie ein gieriges Raubtier, wir sind wie eine tödliche Krankheit, die sich langsam über ganz Tamriel ausbreitet. Nur um den Samen der Erneuerung in den Trümmern zu pflanzen. Wir werden den Menschen und Betmer schon noch zeigen, wo sie in der Gesellschaft stehen!“ Darius war empört: „Aber! Die Khajiit sind doch Teil des Bundes?!“ Daraufhin erwiderte der Graf: „Wir werden uns aller Völker befassen, doch es wird nur unser Volk sein welches…“ Darius viel ihm ins Wort „Kranke Schweine! Ihr wollt eure eigenen Leute ausbluten lassen“ Lesarus erwiderte: „Das werden wir nicht zu lassen! Schade, dass du das Lavindil nicht mehr sehen wirst. Aber Cyrodiil wird bald wieder einen rechtmäßigen, von den Göttern bestimmten Herrscher haben!“ Der Graf zog die Schultern hoch und schüttelte mit dem Kopf, „Götter? Rechtmäßig? Herrscher? Da ihr ein Altmer seid, hätte ich euch für etwas intelligenter gehalten. Die Menschen wurden schon vor sechsundsiebzig Jahren von den Göttern verlassen, mit dem Verschwinden des Drachenblutes von Himmelsrand. Egal, die Legende, dass die Drachenblüter von Akatosh persönlich zum Herrschen auserwählt wurden, ist laut meiner Meinung eine Anmaßung, eine Herabsetzung und Entwürdigung der Willen aller anderen Sieben verbleibenden Göttlichen“ sagte der Graf. Lesarus wurde leicht zornig und erwiderte: „Die Göttlichen haben gut daran getan sich von unserem Volk abzuwenden, wenn es so tickt wie es das momentan tut. Außerdem habt ihr ein einfacher Graf, in der Ideologie der Altmer doch keine Verwendung.“ Der Graf grinste: „Selbst wenn…Ihr werdet heute sterben“ er schnipste und die Bogenschützen machten sich Schuss bereit. Die Rebellen begaben sich in eine Verteidigungsposition um Darius und Lesarus herum und hielten sich bereit.

Im Schloss von Bruma standen sich nun Lesarus, Darius und den Grafen von Bruma gegenüber. Die Bogenschützen des Bundes hatten die Bögen dauerhaft gespannt und die Pfeile auf Lesarus und Darius gerichtet. Mittlerweile hatten sich Bogenschützen hinter den Frontkämpfern, im hinteren Teil des Saals versammelt. Die selbst auf den Graf zielten. Einer der Rebellen rief: „Herren ihr müsst zurückkommen! Es ist zu gefährlich!“ Darius erwiderte: „Nein! Wir bleiben, ich habe keine Lust mehr mich vor diesen Perversen Mono…“ Lesarus klopfte Darius auf die Schulter und erwiderte: „Alles Gute, mein Freund.“ Darius erwiderte: „Lesarus? Was hast du vor?“ Lesarus richtete seinen Stab auf den Grafen, sein Grinsen wurde immer breiter „Ihr habt euch komplett geirrt, die Götter schickten uns schon eine Antwort. Mein Freund hier, ist aus dem Hause Dragir!“ Der Graf lachte und sagte: „Das kann nicht sein, das Haus der Dragir starb vor langer Zeit aus. Eine schöne Gesichte die du erzählst, aber ich sehe das du lügst. Dein Stab hat keinen Saft mehr, um mich zu besiegen musst du eher aufstehen!“ Darius nahm Lesarus seine Hand von seiner Schulter und sagte: „Graf von Bruma, kann ich euch eine Frage stellen?“ Der Graf schaute Darius angewidert an und sagte: „Ich rede ja eigentlich nicht mit so niederen Kreaturen. Aber es sei dir gewährt, angesichts eurer aussichtslosen Lage.“ Lesarus schaute sich um „Aussichtslos, wir sind umstellt mehr aber auch nicht, und wenn ihr tot seid…“ der Graf viel Lesarus ins Wort, er rief: „Schweig Hund! Das Kriechtier hat das Wort.“ Darius trat vor, die Bogenschützen richteten ihre Bögen auf Darius, dieser fragte: „Stimmt es, das der Aldmeri-Bund den Befehl zur Exekution der Dragir gab?“ Der Graf schaute Darius fragend an, der Graf antwortete mit einer Gegenfrage „Wer möchte das wissen, und warum?“ Darius zeigte mit dem Daumen auf sich, der Graf lachte, „Ja du hast ja recht, der Tod der Dragir brachte mir und meiner Stadt nicht den größten Rum, es war eine Tragödie, welche sich aber nicht vermeiden lies“ Darius ließ seinen Schild fallen. Der Graf schaute sich Darius genauer an und sagte: „Wenn ich es mir recht überlege, muss ich was korrigieren. Erschießt diesen Bastard!“ Darius ballte seine linke Hand zur Faust und rief Zorn entbrannt: „Du sollst von innen heraus langsam und qualvoll verbrennen. Die Bogenschützen feuerten auf Darius. Lesarus warf sich vor Darius und erzeugte eine magische Wand an welche die Pfeile abprallten. Lesarus bekam auf einmal ein eigenartiges Gefühl in der Magengegen. Zu dem stellte sich jedes Haar an seinen Körper auf. Darius rief laut: „Stirb!“ Aus seiner linken Hand schoss ein stark konzentrierter Blitz auf den Grafen zu. Dieser stellte einen magischen Schutzwall auf, welcher jedoch kaum stand hielt. Der Graf war fassungslos als sein Schutzwall innerhalb von Sekunden zerbarst und der Blitz durch seinen Körper zog. Der Blitz war so stark das er die Lehne des Thrones, welcher aus Stein bestand hinter dem Grafen zerbarsten lies.

Der Graf viel tot um. Darius viel keuchend und entkräftet auf die Knie, er stützte sich nur noch auf seinem Schwert. Die aldmerischen Soldaten sowie die Rebellen und Lesarus starrten Darius fassungslos an. Absolute Stille legte sich über den gesamten Saal. Lesarus ging kurz darauf langsam auf Darius zu und fragte vorsichtig „Darius? Ist alles…okay?“ Darius linker Arm hang herunter wie ein nasser Sack, er keuchte sehr stark und brachte keinen vernünftigen Satz heraus. Lesarus schmunzelte und rief: „Soldaten ihr habt nun die Macht des Drachenblutes von Cyrodiil gesehen! Legt eure Waffen nieder und folgt uns! Den Rebellen des Rubin-Roten-Drachen!“ Die aldmerischen Soldaten schauten sich gegenseitig Fragend an, einige von ihnen reagierten blitzschnell und spannten ihre Bögen neu, sie zielten auf Darius welcher noch immer vollkommen entkräftet kniete. Einer der aldmerischen Soldaten rief: „Tot diesem Tier!“ Sie feuerten gleichzeitig ihre Pfeile auf Darius ab. Lesarus klopfte mit seinem Stab auf den Boden und erzeugte einen Schild welcher die Pfeile abwerte, die Bogenschützen der Rebellen eröffneten das Feuer auf die aldmerischen Soldaten und töteten diese.  

Die Rebellen begannen voller Freude zu jubeln. „Wir haben es geschafft!“ Die Rebellen klopften sich gegenseitig auf die Schultern, Lesarus versuchte Darius aufzuhelfen. Er hob ihn hoch und stützte ihn, Darius floss der Schweiß vom Gesicht, wie ein Wasserfall herunter wehrend er sich nicht mal auf den Beinen halten konnte. Lesarus setzte ihn unter Anstrengung auf die Treppe zum Thron und öffnete als erstes seine Rüstung. Darius atmete noch immer schwer „Weißt du…Lesarus, vor vier Jahren…da…da warst du…nicht halb so gut.“ Lesarus schmunzelte und setzte sich neben ihn „Danke für die Blumen, aber du hast dich auch gemacht. Einen Angriff wie diesen…“ Darius schaute Lesarus verwundert an. Lesarus erwiderte den verdutzten Ausdruck „Du verarschst mich“ sagte Lesarus mit sarkastischem Unterton. Darius wischte sich den Schweiß von seiner Stirn und lehnte sich zurück. Lesarus stand auf und schaute Darius fragend an. Er fasste sich ans Kinn und murmelte „Er verheimlicht doch was, so einen Angriff. Bei wem hat er gelernt. Als ich ihn vor vier Jahren zurück lies, hätte ich ihm nie so einen Angriff zu getraut. Genau genommen würde ich es nicht einmal glauben, wenn ich es nicht selber gesehen hätte.“ Darius fragte: „Hey Lesarus, wie gut bist du in Wiederherstellung?“ Lesarus war so in Gedanken vertieft, dass er ihm nicht wirklich zuhörte. „Lesarus, ich bin mir noch immer nicht sicher bei der Sache. Tut mir leid, ich sah zwar was wir jetzt erreichten. Aber ich sehe mich nicht als Feldherr und schon überhaupt nicht als Herrscher.“ Lesarus wendete sich Darius zu. Die Sonnenstrahlen der Morgensonne schienen durch ein großes Panorama Fenster hinter dem Thron, Lesarus schmunzelte und sagte: „Jetzt bist du dabei. Tut mir leid, Darius. Ich fürchte, dass du es jetzt zu Ende bringen muss.“ Darius lachte und sagte: „Sicher….das ich nicht doch… getroffen wurde und gerade elendig Sterbe?“ Lesarus schaute Darius fragend an, dieser begann langsam aber sicher einzusacken. Lesarus fing Darius Körper auf bevor dieser die Treppe runterfallen konnte, „Sanitäter!“ rief Lesarus und erzeugte eine goldgelbe Kugel mit der er über Darius Körper langsam fuhr.
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