ST Voyager (8. Staffel): Neue Abenteuer II

von VoyGirls
GeschichteSci-Fi / P16
B'Elanna Torres Chakotay Kathryn Janeway Owen Paris Seven of Nine Tom Paris
21.05.2019
11.12.2019
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Am nächsten Morgen

Chakotay
Ich erwachte noch vor dem Weckruf und blinzelte, ehe ich mich strecken wollte. Dabei wurde ich etwas schmerzhaft an meinen Arm erinnert, den ich irgendwie verdrängt hatte. Ich fluchte innerlich und kniff die Augen zusammen. So ein verdammter Mist! Ich öffnete die Augen wieder und sah zu Kathryn, die dicht an mich gekuschelt noch schlief. Ich lächelte, hauchte ihr einen sanften Kuss auf den wuscheligen Haarschopf. Dann rollte ich mich vorsichtig aus dem Bett und ging ins Bad. Das Ausziehen des Shirts dauerte etwas, aber ich schaffte es schließlich allein unter die Dusche und dann ans Waschbecken, um mich zu rasieren. Zum Glück hatte es nicht meinen rechten Arm erwischt!


Kathryn
Ich hatte lange bis in die frühen Morgenstunden gearbeitet und war erst vor ein paar Stunden schlafen gegangen. Allerdings hatte ich nur einen leichten Schlaf und spürte, dass Chakotay aus dem Bett kroch. Ich drehte mich nochmals um, bis mir urplötzlich übel wurde, ich aus dem Bett sprang und zur Toilette lief. Na toll. Morgenübelkeit. Dafür hatte ich weder Zeit, noch Nerv.
"Verdammich", murmelte ich und keuchte ein wenig.
Sich auf leeren Magen übergeben war alles andere als angenehm oder gut.


Chakotay
Mir viel vor Schreck der Rasierer ins Waschbecken als Kathryn plötzlich ins Bad stürmte und sich auf der Toilette übergab.
"Kathryn!", rief ich besorgt und füllte ihren Zahnputzbecher mit Wasser, ehe ich an ihre Seite eilte.
"Soll ich den Doktor rufen?"
Sie hat sich noch nie übergeben am Morgen! Bei dem Tag gestern wäre es aber nicht verwunderlich, wenn ihr das auf den Magen geschlagen ist!


Kathryn
Ich nahm den Becher und spülte mir den Mund aus.
"Guten Morgen", murmelte ich blass im Gesicht und richtete mich auf.
"Nein, alles gut."
Ich wusste ja, woran das lag. An meinem kleinen Untermieter.
"Sorry. So wollte ich den Tag nicht beginnen."
Ich fuhr mir durchs Haar und verkniff mir ein kleines Gähnen.


Chakotay
Ich brummte leise.
"Das dachte ich mir. Aber falls es dich etwas aufmuntert... Ich finde den Morgen auch nicht besser."
Ich hob leicht die Schiene und sah sie besorgt an.
"Sicher, dass alles okay ist? Du bist ganz blass. Wann bist du denn ins Bett?"
Ich war irgendwann eingeschlafen. Ich legte meinen gesunden Arm um sie und zog sie sanft an mich.


Kathryn
Ich lächelte leicht und lehnte mich an ihn. Ein wenig wacklig stand ich auf den Beinen.
"Die Schiene ... du siehst aus, als ob du dich mit einem Targ angelegt hättest und der deinen Arm als Knochen missbraucht hätte."
Langsam atmete ich tief ein und aus.
"Ich weiß es gar nicht mehr", gab ich zu und drückte ihn dann von mir weg.
"T'schuldige", nuschelte ich, ehe ich erneut die Kloschüssel beehrte.


Chakotay
Ich kam gar nicht dazu, den Targ zu kommentieren, weil Kathryn erneut zur Toilette eilte. Ich verzog mein Gesicht, weil ich mit ihr litt und ging zum Waschbecken. Neues Wasser holen.
"Ich werde dir besser einen Tee und etwas magenschonendes zum Frühstück machen."
Ich hob leicht eine Augenbraue.
"Sofern du überhaupt was runter bekommst."
Ich setzte mich auf die Kante von der Wanne. Ich wollte sie nicht allein lassen. Nicht, dass sie mir noch abklappte.
"Soll ich nicht doch den Doc rufen? Er kann dir was für den Magen geben."
Es war einfach zu viel gestern!


Kathryn
Ich blieb auf den Knien vor der Toilette und keuchte leise.
"Danke."
Ich nahm erneut den Becher entgegen und spülte mir den Mund aus.
"Ich mach das schon. Schone deinen Arm!", meinte ich sogleich.
"Hast du noch Schmerzen?", wollte ich wissen und schüttelte den Kopf.
"Der Doktor hat genug zu tun."


Chakotay
Ich hob eine Augenbraue.
"Aha... Der Doktor hat also zu tun, mh?"
Bei mir hat die Ausrede nicht gezählt! Ich schmunzelte leicht und bewegte meinen Arm.
"Mhm... Ist okay. War nur heute morgen etwas schmerzhaft. Aber so schlafe ich in der Regel auch nicht."
Ich nahm ihr den Becher ab und füllte ihn noch einmal.


Kathryn
Ich lachte leise.
"Ja, er hat zu tun.", versprach ich ihm und verließ die Toilette.
Mein Magen - oder besser das Baby - hatte sich beruhigt und mir ging es wieder viel besser.
"Stimmt. Du lagst wie eine Schildkröte auf dem Rücken.", neckte ich ihn liebevoll und putzte mir die Zähne. Sich übergeben war etwas widerliches!
"Ich muss auch gleich wieder los."
Streng sah ich ihn an und spuckte die Zahnpasta aus.
"Und du ruhst dich noch aus. Aru bringe ich zu Amal."


Chakotay
Ich rollte mit den Augen.
"Vergiss es. Wenn ich schon Stubenarrest bekommen habe, dann frühstücke ich mit Aru in Ruhe. Und ein Spaziergang bis zu Amal ist kein Stress."
Ich hob meine Hand.
"Ich verspreche, dass ich den Arm schone. Wenn ich Schmerzen habe, lege ich mich hin."
Ich räusperte mich.
"Aber wenn du mir hilfst, mich anzuziehen, wäre ich dir dankbar."
Das würde echt ne Quälerei sein.


Kathryn
Besorgt sah ich ihn an.
"Meinst du, dass du das schaffst?", wollte ich von ihm wissen und legte eine Hand auf seine Stirn.
Mhhm ... nicht erhitzt. Es schien ihm tatsächlich besser zu gehen.
"Natürlich helfe ich dir", versprach ich ihm und ging voraus in den Schlafraum.
Dort kramte ich ihm bequeme Freizeitkleidung hervor.
"Na komm her ... lass dich anziehen."


Chakotay
Ich verkniff mir ein 'Ja, Mommy' als sie mir an die Stirn fasste. Menno! Ich bin ein MANN! Ich werde nicht krank und habe auch keine Schmerzen!
"Aber Uniform!", rief ich ihr hinterher und folgte ihr in unser Schlafzimmer.
"Und jaaa... Ich schaffe das."
Ich grinste leicht.
"Oder ich mache einen auf krank und du bleibst hier und pflegst mich den ganzen Tag."
Mhm, mhm...


Kathryn
Ich hob eine Augenbrauen.
"Uniform? Wozu. Chakotay ... Der Doktor hat dir einen Befehl gegeben. Und ich auch. Und ich schwöre dir, wenn du das Quartier verlässt ...!", drohte ich ihm und schmunzelte dann.
"Da müsste ich meine Schwester abbestellen. Für private Pflege habe ich wirklich keine Zeit."


Chakotay
Ich rollte mit den Augen.
"Weil ich trotzdem noch immer der Erste Offizier bin. Aber schön... Dann eben Freizeitsachen."
Ich zog meine Schlafshorts aus.
"Hose kann ich alleine. Nur Shirt", murrte ich.
"Und außerdem muss ich das Quartier verlassen, um Aru zu Amal zu bringen. Und ich kann auch mit Aru und Amal den Vormittag verbringen. Oder spazieren gehen."
Ich bin doch nicht fünf!


Kathryn
Ich zog mich ebenfalls an.
"Und die Socken."
Mit nur einer Hand ging das schlecht. Ich kniete mich vor ihm hin und half ihm.
"Spazieren wird schwer. Das halbe Schiff sieht aus wie ein Schlachtfeld. Ich werde Amal bitten, ein Auge auf dich zu haben."
Ich küsste ihn sanft.
"Damit die nicht passieren."


Chakotay
Hallooo?! Amal ist Arus Babysitter und nicht meiner!
"Übertreib es nicht. Sonst erfährt der Doc von deinem 'guten Morgen' heute. Dann sehen wir weiter, wer noch dienstunfähig ist."
Ich ließ mir die Socken anziehen.
"Vielleicht habe ich ja Glück und mir fällt eine Deckenplatte auf den Kopf. Dann bekomme ich nicht mit wie ich bevormundet werde."
Pfft. Nix da!
"Ich schaue mir das Ausmaß an. Ohne Jefferies-Röhren. Und jetzt Schluss damit."
Ich zog sie auf meinen Schoss.
"Mir geht es gut und ich werde den Arm schonen."


Kathryn
Empört sah ich ihn an.
"Erstens wirst du dem Doktor gar nichts sagen! Und zweites: was heißt da bevormundet, hn?", wollte ich wissen und half ihm in das Shirt.
Das war ein ziemlicher Aufriss. Plötzlich zog er mich auf seinen Schoß.
"Ich mache mir einfach Sorgen um dich."
Ich kuschelte mich an ihn.


Chakotay
Ich knabberte an ihrem Hals.
"Brauchst du aber nicht. Ich schone den Arm. Und ich werde nur ein paar Stationen ablaufen, um mir die Schäden anzusehen. Mir passiert nichts."
Ich seufzte leise.
"Da habe ich mehr Grund, mir Sorgen zu machen. Das Ganze schlägt dir jetzt schon auf den Magen und ich kann dir nicht einmal helfen!"
Ich sah sie besorgt an.
"Lass dir wenigstens von Admiral Paris helfen."


Kathryn
Ich genoss sein Geknabber und entspannte mich.
"Na schön. Aber sein vorsichtig", gab ich nach und schloss die Augen.
"Mir geht es gut und auf Paris kann ich gut verzichten. Wer weiß, wo der wieder ist."
Mir hatte die Missachtung der Vorschriften gar nicht gefallen.


Chakotay
Ich hob leicht meine Augenbrauen.
"Seit wann bist du so überfürsorglich, mh? Ich passe immer auf mich auf."
Ich sah auf meinen Arm.
"Und das ist eine Kriegsverletzung. Dafür kann ich nichts."
Ich grinste leicht und küsste sie sanft.
"Du kannst ihn doch durchs Schiff scheuchen. Dann sitzt er dir wenigstens nicht im Nacken."
Ich erhob mich vorsichtig.
"Und jetzt geh ins Bad. Ich mache Frühstück und wecke Aru. Damit er dich noch sieht, bevor du los musst."



Zwei Stunden später

Chakotay
Ich hatte Aru bei Amal abgesetzt und mit meinem Bruder noch einen Tee getrunken, ehe ich meinen Rundgang durch das Schiff begann. Die Schäden waren noch immer immens. Aber die Repararurteams konnten auch nicht zaubern. Die Voyager harrte noch immer in diesem Nebel aus, der uns Schutz und Deckung bot. Konnten wir auch gut gebrauchen bei der Arbeit, die noch vor uns lag. Ich bog um eine Ecke und betrat wenige Meter weiter den Maschinenraum. Ich begrüßte die Crewmitglieder und rief dann nach B'Elanna.
"Lieutenant Torres?"
Ich sah mich um.


B'Elanna
Ich war über und über mit Dreck versehen. So wie die meisten aus meiner Truppe. Die ganzen Spuren der Phaserfeuer und die Merkmale der geplatzten Leitungen. Und ich hatte KEINE gute Laune. Hatte Janeway beinahe das Waffensystem zerstört!


Carey
Ich arbeitete gerade weiter vorne im Maschinenraum und entdeckte den Commander. Sein Arm war geschient.
"Lieutenant Torres ist hinten. Aber ohne Phaser würde ich da nicht hin gehen", warnte ich ihn vor.


Chakotay
Ich nickte verstehend.
"Danke, Joe."
Warum überraschte mich das nicht. Ich steuerte den hinteren Teil des Maschinenraumes an, in dem B'Elanna vor einer Konolse hockte. Sie sah aus wie direkt nach dem Angriff.
"Lassen Sie mich raten, Lieutenant... Sie haben seit gestern durchgearbeitet?"
So wie sie aussah... Aber so kannte ich sie. Ich hockte mich neben sie.
"Bekommst du das wieder hin?"


B'Elanna
Ich schnaubte und sah auf.
"Ob ich das hin bekomme?!", knurrte ich.
"Beinahe das ganze Waffensystem ist zerschossen! Und das ist nur ein klitzekleiner Teil!"
Das war hier wirklich nur ein kleiner Teil.
"Solltest du nicht im Bett liegen?"


Chakotay
Ich neigte leicht meinen Kopf.
"Aber wir leben noch."
Es hätte auch ganz anders ausgehen können, wenn Kathryn nicht alle Register gezogen hätte.
"Und fang du nicht auch noch damit an. Wie alt bin ich? Drei?"
Also ehrlich?! Bin ich ein Mann oder eine Memme?!
"Ich weiß, du hast viel zu tun... Und es hätte sicher einen besseren Moment gegeben, aber... Ich brauche deine Hilfe, B'E."
So hatte ich sie immer beim Maquis genannt, wenn es... sagen wir Mal... top secret und nicht ganz sauber wurde.


B'Elanna
Ich hielt inne und hob eine Augenbraue. Wow ... Das musste echt ernst sein, wenn er mich B'E nannte.
"Okay ... Was hast du verbrochen?"
Neugierig sah ich ihn an.
"Du nennst mich doch sonst nicht so."


Chakotay
Meine Mundwinkel zuckten. Und schon habe ich ihre volle Aufmerksamkeit!
"Noch nichts. Aber ich bin gerade dabei."
Ich fasste in meine Hosentasche und holte einen kleinen Mikrochip heraus.
"Das ist ein Modul, um gewisse Kommunikations-Frequenzen zu stören. Ich habe ihn auf die drei Frequenzen modifiziert, auf der uns immer die Sternenflotte kontaktiert", raunte ich ihr zu.
"Das kleine Teil muss nur noch eingebaut werden, was aber nur bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten möglich ist."
Sonst würde unser vulkanisches Spitzohr aufmerksam werden.


B'Elanna
Ich nahm den kleinen Chip und besah ihn mir im Licht von allen Seiten.
"Und ich soll die mögliche Kommunikation zur Flotte so ... verhindern?"
Ich platzte gleich vor Neugier.
"Und wieso ... sollte ich das tun?", wollte ich neugierig wissen und meine Augen funkelten.
"Also ...?!"


Chakotay
Ich räusperte mich.
"Ja, die Flotte kann uns so nicht erreichen. Kleines Spielzeug aus meiner Maquis-Schatztruhe."
Ich grinste leicht und ich sah das Funkeln in ihren Augen.
"Eigentlich wollte ich das allein einbauen. Aber mit dem Arm komme ich in der Jefferies-Röhre nicht zurecht."
Ich beugte mich näher zu mir heran.
"Ich muss verhindern, dass die Flotte mögliche Konsequenzen wegen Admiral Paris' kleiner Privatmission ziehen kann. Kathryn meint, er könnte degradiert oder sogar suspendiert werden. Und das muss ich... sagen wir Mal... etwas verzögern."
Meine Augen blitzten ebenfalls auf.


B'Elanna
Ich hob eine Augenbraue. Jetzt war ich richtig neugierig.
"Und wieso ...?", wollte ich wissen.
"Ich meine ... Wenn er seines Ranges enthoben wird, ist Janeway wieder ruhiger."
Ja, eine gewissen Unruhe ging von der Kommandantin aus. Und dass ihr das mit Admiral Paris nicht schmeckte, war kaum zu übersehen.


Chakotay
Ich verdrehte leicht die Augen.
"Seit wann bist du so neugierig."
Ich schmunzelte leicht.
"Ist schon richtig, dass Kathryn dann wieder etwas ruhiger leben könnte. Aber wenn Paris suspendiert wird, dann ist wieder niemand an Bord, der ein spezielles Paar trauen kann."
Meine Mundwinkel zuckten.
"Und das ist mir diese kleine Sabotage definitiv wert."


B'Elanna
Meine Augen weiteten sich und unwillkürlich packte ich ihm am Arm.
"Wie! Hast du sie etwa gefragt? Hat sie ja gesagt?! Wieso hast du uns nichts erzählt?!"
Ich war ganz aufgeregt. Es war ja schon eine Sensation, dass die beiden ein Paar waren. Und dann noch Aru!
"Ist sie schwanger?!", unkte ich.
"Haut dir Mommy Janeway sonst den Kochlöffel hinter die Löffel?!"


Chakotay
Ich zog sie etwas zu mir.
"Psst, nein ich habe sie noch nicht gefragt! Also herrscht absolutes Stillschweigen!"
Ich nickte zu dem Chip.
"Ich muss erst damit sicher gehen und dann alles organisieren. Aber der Zeitpunkt ist verdammt schlecht durch den Angriff. Und nein, sie ist nicht schwanger. Da sind wir uns einig. Kein Baby auf der Voyager."
Außerdem haben wir beide Implantate.
"Mit Gretchen muss ich auch erst noch sprechen. Es muss alles gut organisiert sein. Ich frage sie und wenn sie Ja sagt, dann heiraten wir noch am gleichen Tag."
So zumindest der Plan.
"Aber dafür brauche ich den Admiral und den muss ich auch noch einweihen."


B'Elanna
Meine Augen funkelten. Uh! Big Wedding!
"Heißt, es steigt bald eine große Party?"
Uuh, mein Mann würde sich freuen!
"Hast du schon einen konkreten Termin? Oder Plan?!"
Jetzt war ich selbst aufgeregt!
"Also Aru und Miral hätten nichts dagegen."


Chakotay
Ich schnappt nach Luft.
"Hey... Hast du dir das Schiff angesehen. Es gibt definitiv keine große Party. Nur Familie, Trauzeugen und Admiral Paris. Schlicht und einfach. Es ist schon verrückt genug, dass ich über eine Hochzeit in unserer Situation nachdenke. Aber ich kann es nicht zu lange hinaus zögern, falls die Sternenflotte uns kontaktiert."
Die Sabotage sollte nicht länger als nötig andauern.


B'Elanna
Ich schnaubte.
"Hallo? Das Schiff kriege ich schon repariert", versprach ich.
Na dafür würde ich auch den Kubus der Queen mal kurz auseinander nehmen!
"Jetzt sag schon! Was hast du geplant?"
Das war so aufregend!
"Wie hast du dir das vorgestellt?"
Ich war wirklich neugierig.


Chakotay
Ich krauste leicht meine Stirn.
"Freut mich, dass ich dich so schnell aufmuntern konnte."
Noch vor Minuten hatte sie fast Schaum vor dem Mund!
"Ich habe noch nichts weiter geplant. Das sagte ich doch. Wir sind das Kommandoduo. Da passt keine pompöse Party. Schon gar nicht in unserer Situation."
Aber ich wollte nicht länger warten! Wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte, dass Kathryn und nicht selbst trauen muss, hätte ich sie schon längst gefragt.
"Es wird eine schöne Zeremonie auf dem Holodeck geben. Zur Trauung. Und dann vielleicht ein Essen im Kasino. Aber alles in einem. Ich will nicht länger als ein, zwei Stunden ihr Verlobter sein."


B'Elanna
Ich krauste die Stirn. Keine große Feier? Am Ende noch hinter unserem Rücken, mh? Aber nicht mit uns!
"Wenn du Hilfe brauchst ... Tom programmiert sicher von Herzen gerne das Holodeck. Und zieht ihr die Galauniformen an?"
Uiih! Und wegen dem Essen...
"Neelix kreiert sicher etwas! Diesen Hasentoast den der Captain so gerne isst!", schlug ich vor.


Chakotay
Ich kippte fast nach hinten um.
"Tom hältst du schön da raus! Das wird klein und fein. Und keine Paris-Party!", raunte ich.
"Und über das Essen spreche ich mit Gretchen. Ich will nur die Nötigsten einweihen. Sonst ist das schneller rum an Bord als ich Kathryn überhaupt gefragt habe. Und sie kann auch NEIN sagen."
Ich legte meine Hand auf ihren Arm.
"Kein Wort zu Niemandem. Oder ich suche mir eine andere Trauzeugin."
Ich schmunzelte leicht. Sie und Tom hatten ohne Trauzeugen geheiratet. Aber da war an Miral nicht zu denken. Wir aber haben Aru. Falls uns etwas passiert...


B'Elanna
Empört sah ich ihn an.
"Du kannst doch die Crew nicht ausschließen, Indianer!", warnte ich ihn vor.
"Ach quatsch. Sie wird schon nicht nein sagen", winkte ich ab und brummte.
"Na wenigstens darf ich deine Trauzeugin sein", grummelte ich.
"Hast du wenigstens einen Ring?"


Chakotay
Ich hob meine Augenbrauen.
"Du und Tom habt auch nur im kleinen Kreis gefeiert. Und ja, du bringst Tom und Miral natürlich mit! Aber du sagst es Tom erst kurz vor der Trauung!"
Wenn der davon Wind bekommt, dann kenne ich seine Planung!
"Ja, natürlich habe ich einen Ring. Also zwei... Nein, eigentlich drei. Einen Verlobungsring und unsere Eheringe."
Ich fuhr mir durchs Haar.
"Ich schließe die Crew nicht aus. Ich will es nur nicht übertreiben. Das Schiff liegt in Trümmern und das Kommandoduo hat nichts besseres zu tun, als groß zu heiraten."
Was setzt das für Signale?! Anders herum...
"Ja, gut... Es ist auch ein Zeichen, dass Kathryn und ich selbst in der schwersten Krise an unsere Heimreise glauben. Wenn wir die Hoffnung aufgegeben hätten, dann würden wir nicht heiraten."


B'Elanna
Ich hob eine Augenbraue.
"Im kleinen Kreis? Und was ist mit der Party nach unseren Flitterwochen, hn?", wollte ich wissen und brummte.
"Du verlangst, dass ich ein Geheimnis vor meinem EHEmann habe?"
Tsss... und das ausgerechnet von Chakotay.
"Also hast du den Termin schon fest?"
Ich platzte vor Neugier!


Chakotay
Ich seufzte leise.
"Wir sind das Kommandoduo. Die Flitterwochen werden wir auf der Brücke im Dienst verbringen. Wir sind eben kein normales Paar."
Nein, definitv nicht.
"Ich habe noch keinen Termin. Darum muss ich mich jetzt erst kümmern. Und wie ich bereits sagte... Der Zeitpunkt könnte schlechter nicht sein."
Ich sah B'Elanna bittend an.
"Behalte es einfach für dich, ja? Und von dem Chip weißt du auch nichts. Falls es rauskommt, dann war ich allein es."


B'Elanna
Ich nickte nur, innerlich aber brütete ich eine Idee aus ...
"Hm? Ja, na gut, alter Mann. Ich behalte es für mich."
Brummend stimmte ich zu.
"Der Chip ist da rein gerutscht."
Ich steckte ihn in die Tasche.
"Ups."


Chakotay
Ich schmunzelte.
"Ups klingt gut."
Ich zwinkerte ihr zu und erhob mich.
"Danke, B'E. Wenn ich dürfte, würde ich dir gern zur Hand gehen. Aber ich habe zur Zeit nur eine."
Dank dem Doktor! Die Schiene war nur Schikane! Meiner Meinung nach. Ich sah mich um und seufzte.
"Es arbeiten alle am Limit."
Es muss doch irgendwas geben, um die Crew zu unterstützen!
"Und ausgerechnet Neelix wurde so schwer verletzt, dass er noch auf der Krankenstation liegt."
Er hat immer das Talent, die Crew aufzumuntern im Kasino. Ich hielt inne. Das KASINO! Ich lächelte spitzbübisch.
"Ich glaube, ich weiß, was ich tun kann. Danke nochmal... Wir sehen uns zum Mittag. Im Kasino."
Ich hatte es plötzlich sehr eilig und verließ den Maschinenraum.



Wenig später im Kasino

Chell
Ich stand müde im Kasino. Da Neelix ausfiel, sprang ich für ihn ein. Und das obwohl ich seit 13 Stunden auf den Beinen war. Glücklicherweise half Captain Janeways Mutter aus. Dennoch war es blankes Chaos. Und bald war Mittag!


Chakotay
Ich betrat das Kasino, dass wie nach einer Kneipenschlacht aussah. Allerdings herrschte in der Küche Betrieb. Ich konnte die Stimmen von Chell und Gretchen hören. Na da hatten sich zwei gefunden. Ich schmunzelte und ging zum Tresen.
"Ich wusste gar nicht, dass wir neues Küchenpersonal haben."
Ich lehnte mich über den Tresen und sah auf das Chaos.
"Was gibt es denn schönes zum Mittag?"


Gretchen
Ich kam ziemlich ins Schwitzen, aber es machte Spaß. Als ich mir einen Kaffee holen wollte, war mir dieser Chell aufgefallen, der Neelix zu vertreten versuchte. Und da ich eh gerne kochte und Seven meine Hilfe nicht brauchte ...
Leise summte ich während ich das Mittagessen zubereitete. Die ersten Besatzungsmitglieder saßen schon beim Essen.
"Chakotay!"
Überrascht sah ich auf.
"Äh ich meine natürlich Commander. Sollten Sie nicht im Bett liegen?"
Ich schmunzelte. Dass meine Tochter ihren Stellvertreter ausgeknockt hatte, war kein Geheimnis.


Gretchen
Ich schmunzelte und wartete, bis Chell gegangen war. Der Arme war ziemlich blassblau gewesen.
"Hat meine Tochter ihre Schwingen über dir ausgebreitet?", wollte ich amüsiert wissen und rührte weiter in der Gemüsepfanne.
"So kenne ich sie gar nicht."


Chakotay
Ich umrundete den Tresen und gesellte mich zu Gretchen.
"Ich ehrlich gesagt auch nicht. Mich hat es schon viel schlimmer erwischt."
Ich sah auf den Essenplan.
"Ich habe ihr versprochen, dass ich den Arm schone und mich nicht in gefährliches Terrain begebe auf dem Schiff."
Ich schmunzelte spitzbübisch.
"Von kochen im Kasino war nicht die Rede."
Ich zeigte auf den Plan.
"Das ist zu aufwändig. Was hältst du von einer Gemüsepfanne mit Reis?"
Das macht satt und lässt sich in großer Menge herstellen.


Gretchen
Ich grinste leicht.
"Sie weiß also nichts hiervon? Und denkt du bist brav in eurem Quartier?"
Uuuh, das würde meiner Tochter gar nicht gefallen.
"Klingt gut. Ich vermute mal das alle heute hier essen?"


Chakotay
Ich räusperte mich.
"Ich habe ihr gesagt, dass ich spazieren gehe."
Ich ging in die Vorratskammer von Neelix.
"Wenn es sich herumspricht, dass wir kochen, dann können wir davon ausgehen, dass das ganze Schiff essen kommt."
Ich kehrte mit einem großen Korb vakuumverpacktem Gemüse zurück.
"Allerdings spart das Replikatoreinheiten und Energie."
Ich begann Gretchen zu zeigen, wo genau Pfannen, Öle und Gewürze lagerten, ehe ich mit ihr zu kochen begann. Es würde die Moral der Crew heben, wenn sie etwas Gutes im Magen haben! Und ganz nebenher hatte ich endlich Zeit, mich mit Gretchen zu unterhalten.


Gretchen
Ich gluckste.
"Oh weh."
Meine Tochter war im Augenblick wirklich die reinste Glucke. Wobei ... Sie war schwanger. Das waren die Hormone mit Sicherheit. Ob Chakotay schon Bescheid wusste? Mhhm.
Er zeigte mir wo die Zutaten stehen und wir begannen zu kochen.



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