ST Voyager (8. Staffel): Neue Abenteuer II

von VoyGirls
GeschichteSci-Fi / P16
B'Elanna Torres Chakotay Kathryn Janeway Owen Paris Seven of Nine Tom Paris
21.05.2019
06.12.2019
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Einige Stunden später...

Chakotay
Ich saß auf dem Sofa in meinem Quartier und Aru fielen langsam die Augen zu. Ich hatte ganz gut gelegen, dass dem Kleinen duschen Spaß machen würde. Er hatte die ganze Zeit über lachend gekreischt. Sogar beim Haare waschen. Als wir beide sauber waren, hatte ich süßen Maisbrei repliziert und davon hatte Aru eine ordentliche Portion verschlugen. Eigentlich müsste ich ihn jetzt zu Sam bringen, aber es war gerade so gemütlich.
"Ach was soll's... Ein bisschen Zeit haben wir noch."
Ich legte mich lang, Aru kuschelte sich an mich und wir schlossen beide unsere Augen. Nur ein bisschen dösen... Nur ... ein ... bisschen …


Weitere drei Stunden später...

Kathryn
Ich saß auf der Brücke und arbeitete als sich Fähnrich Wildman meldete. Chakotay hatte das Kind nicht zu ihr gebracht. Als ich versuchte Chakotay zu erreichen, antwortete er nicht. Ein wenig besorgt übergab ich Tuvok die Brücke und machte mich auf den Weg zu meinem Quartier. Aber da war auch niemand. Ich fragte den Computer und stand wenig später vor Chakotay und Aru in Chakotays Quartier.
"Chakotay?"


Chakotay
Ich dämmerte aus dem Schlaf als ich meinen Namen hörte.
"Mhm?"
Ich streckte mich leicht und spürte Arus Präsenz. Der Kleine lag an meinen Oberkörper gekuschelt und krallte auch im Schlaf seine kleinen Finger in mein Shirt. Ähm...
"Kathryn?"
Ich blinzelte und sah Kathryn vor dem Sofa stehen. Ich schmunzelte leicht.
"Hey..."


Kathryn
Ich hob leicht eine Augenbraue.
"Hey."
Ich ging neben ihm in die Hocke.
"Sam wartet schon", flüsterte ich, um das Kind nicht zu wecken.
"Sie konnte dich nicht erreichen."


Chakotay
Ich krauste leicht meine Stirn. Sam konnte mich nicht erreichen? Ich habe doch nur... Mein Blick huschte zum Chronometer. Es war fast 19:00.
"Ohh... Wir sind wohl ... eingeschlafen..."
Ich schmunzelte und sah zu Aru.
"Ich glaube, er hat ab und zu geredet im Schlaf. Ob er Albträume hat?"
Immerhin hatte er schon viel mitgemacht in seinem jungen Leben.


Kathryn
Ich sah ebenfalls zu dem Kind.
"Ja dass du eingeschlafen bist, ist mir nicht entgangen. Was machst du hier?"
In seinem ehemaligen Quartier?!
"Das weiß ich nicht."
Ich hatte Aru nicht reden hören.
"Sam wartet", erinnerte ich.


Chakotay
Ich richtete mich vorsichtig auf.
"Du hast doch gesagt, dass ich mit Aru in mein Quartier gehen sollte. Wir haben geduscht und gegessen... und dann sind wir eingeschlafen."
Ich sah erneut zum Chronometer.
"Ist es nicht schon zu spät für Sam? Du hast doch auch gleich Dienstschluss."


Kathryn
Ich schüttelte leicht den Kopf.
"Sie hat alles hergerichtet. Ein Bett und ein paar Sachen."
Sam hatte sich Mühe gegeben.
"Er schläft doch. Und dort hat er ein eigenes Bett."
Ich setzte mich neben ihn.
"Und du könntest auch etwas Schlaf gebrauchen."


Chakotay
Ich zupfte mir am Ohr.
"Ich kann ihn doch nicht einfach zu Sam bringen, während er schläft. Dann bekommt er doch den nächsten Schock."
Ich strich dem Jungen vorsichtig über den Rücken.
"Kann er nicht heute Nacht bei uns bleiben?"
Ich konnte mich einfach nicht von Aru trennen. Ich hatte so viel Mitgefühl mit ihm. Er lebt im Krieg und hat seine Mutter verloren. Und er hatte vorhin gegessen als hätte er noch nie etwas gegessen!
"Ich kann ihn doch auf dein Sofa legen. Da schläft er auch gut."


Kathryn
Ich seufzte leise.
"Na gut. Ist vielleicht auch besser so", gab ich nach und informierte dann Fähnrich Wildman.
"Dann bring ihn rüber. Ich übergebe die Brücke inzwischen an die Nachtschicht."


Chakotay
Ich begann zu Strahlen und gab Kathryn einen sanften Kuss.
"Danke... Boss."
Ich schmunzelte. Aru hatte eine ziemlich schnelle Auffassungsgabe.
"Wenn wir ins Bett gehen, dann kuschle ich mit dir."
Ich wäre nur ungern mit Aru allein hier geblieben.


Kathryn
Ich erwiderte den sanften Kuss.
"Das hoffe ich auch. Ich habe mir echt Sorgen um dich gemacht!", meinte ich ernst.
Während Chakotay in unser Quartier wechselte und für Aru das Sofa richtete, übergab ich auf der Brücke das Kommando und kehrte ins Quartier zurück.



In Kathryns Quartier...

Chakotay
Ich hatte für Kathryn und mich etwas zu essen repliziert, während Aru auf dem Sofa weiterschlief. Ich hatte ihm ein Kopfkissen und eine weiche Decke repliziert. Und einen Kuscheltier-Bären, an den er sich jetzt klammerte.
"Ich hoffe, du hast Hunger", begrüßte ich Kathryn, die endlich Feierabend hatte.
"Ein Glas Wein dazu?"
Ich lächelte sanft.


Kathryn
Ich nickte.
"Ja, ich hab ziemlich Hunger!", gab ich zu und holte zwei Gläser Wein.
"Schläft er?"
Ich lugte über die Couch und sah das Kind mit dem Teddy im Arm schlafen.


Chakotay
Ich nickte und öffnete leise die Weinflasche.
"Ja, er schläft noch. Wenn er bisher so wenig Schlaf wie Nahrung hatte, dann würde es mich nicht wundern, wenn er die ganze Nacht durchschläft."
Ich zog für Kathryn den Stuhl zurecht, damit sie sich setzen konnte.
"Es ging alles so schnell auf dem Planeten. Gerade noch waren wir auf einem gut gefüllten Markt und innerhalb von Sekunden brach das blanke Chaos aus. Ich wurde einfach mitgerissen."
Ich schüttelte leicht meinen Kopf.
"Es herrscht so viel Elend in dieser Stadt... Das haben wir vorher nicht gewusst und es war auch auf dem Markt nicht ersichtlich."


Kathryn
Ich nickte und setzte mich.
"Danke", lächelte ich und legte meine Hand auf seinen Arm.
"Ich bin so froh, dass es dir gut geht!"
Ich nippte am Wein und probierte vom Essen. Der Tag war sehr anstrengend gewesen.


Chakotay
Ich lächelte.
"Ich hatte einfach nur Glück. Was definitiv nicht alle hatten."
Zum Beispiel Arus Mutter. Ich sah zu dem Jungen.
"Sie lief neben mir, aber war sehr langsam. Weil Aru nicht schneller laufen konnte. Dann wurde sie getroffen. Ich fing sie auf und wir wurden weiter mitgerissen. Bis der Angriff vorbei war. Und da war es auch mit ihr fast vorbei."
Ich verzog leicht mein Gesicht.
"Ich habe nicht einmal bemerkt, dass ich meinen Kommunikator verloren habe."


Kathryn
Ich nickte verständnisvoll.
"Dann war das Blut an deinem Kommunikator von Arus Mutter."
Ich hatte eine riesige Angst gehabt, als ich das Blut gesehen hatte. Ich legte das Besteck wieder in den Teller. Mir war der Hunger vergangen. Ich nahm einen Schluck Wein.
"Du solltest mit dem PHN sprechen", riet ich sanft.


Chakotay
Ich blickte wieder zu Kathryn, lächelte und schüttelte meinen Kopf.
"Nein, brauche ich nicht. Es ist nur schwer zu verstehen, dass es noch solche Planeten mit solchen Spezies gibt. Die nichts besseres zu tun haben als gegeneinander zu kämpfen. Ich würde denen gern unsere Geschichtsbücher zeigen, wohin sowas einen bringt. Und wie es sein kann, wenn Frieden herrscht."
Ich schob meine Hand auf ihre und drückte sie sanft.
"So schnell wirst du mich nicht los."


Kathryn
Ich nickte und beugte mich zu ihm vor. Sanft küsste ich ihn.
"Das hoffe ich. Am liebsten würde ich für immer mit dir zusammen sein", raunte ich und lächelte.
"Kommst du? Ich möchte ins Bett."
Ich war müde und wollte nur noch mit Chakotay kuscheln. Und schlafen. Der Tag war anstrengend gewesen und ich wollte schlafen.


Chakotay
Ich hob leicht meine Augenbrauen.
"Wieso nur am liebsten? Haben wir nur eine zeitlich begrenzte Partnerschaft?"
Das wäre mir neu! Ich schmunzelte leicht und nickte.
"Bett klingt gut."
Ich erhob mich, ging zu ihr und zog sie sanft in meine Arme.
"Aufräumen kann ich morgen früh."


Kathryn
Ich kuschelte mich in seine Arme.
"Wer weiß wie lange uns bleibt?"
Ich hatte schon genügend Männer verloren.
"Dann lass uns schlafen."


Chakotay
Ich gluckste.
"Jaaa, ich hatten dich damals gleich in mein Quartier ziehen und die Bedingung stellen sollen, dass ich nur dein Erster Offizier werde, wenn du mit mir das Bett teilst. Dann wären es schon beinahe neun Jahre."
Ich lachte leise und hob sie auf meine Arme.
"Aber die holen wir mindestens noch heraus."
Ich dimmte das Licht auf wenige Prozent und trug sie in den Schlafraum.


Kathryn
Ich lachte leise.
"Ich hätte wohl kaum eingewilligt", meinte ich nüchtern und schlang meine Arme um seinen Nacken.
Im Schlafzimmer angekommen zog ich ihn sofort zu mir aufs Bett und küsste ihn glühend.
"Ich hab dich vermisst."


Chakotay
Ich fing mich mit den Knien ab, damit ich nicht mit meinem vollen Gewicht auf ihr landete.
"Ich vermisse dich nur. Immer wenn du nicht in meiner Nähe bist."
Ich erwiderte den Kuss ebenso glühend.
"Hättet du nicht? Du hättest mir widerstehen können?"
Ich schmunzelte. Hätte sie? Sie HAT! Fast acht Jahre lang!
"Wir werden noch viel Zeit miteinander verbringen."


Kathryn
Ich lächelte an seinen Lippen und küsste ihn erneut. Ich genoss es mit ihm zu 'knutschen'.
"Das hoffe ich. Sehr sehr lange."
Ich lächelte und streifte ihm die Jacke ab.
"Mhhm ... Wie sehr hast du mich eigentlich vermisst?", wollte ich wissen und strich durch sein Haar.
Es war schon wieder eeeeewig her. Er machte einfach süchtig.


Chakotay
Ich brummte leise.
"Sehr, sehr...", murmelte ich leise und begann mit meiner rechten Hand auch ihre Uniformjacke zu öffnen.
Ich küsste sie erneut und nach und nach landeten unsere Sachen auf dem Boden.
"Wann machen wir eigentlich mal wieder Urlaub?"
Ich lag noch immer oben und ließ meine Lippen über ihren Oberkörper wandern.


Kathryn
Ich keuchte leise als die Erregung aufkam.
"Urlaub? Wir sind das Kommandoduo ...", murmelte ich und fuhr durch sein dichtes Haar und über seinen Rücken.


Aru
Ich erwachte und spürte sofort, dass ich alleine war. Ich schreckte hoch und klammerte mich an das kuschelige Ding, dass bei mir war.
"Chatoty?", rief ich leise und krabbelte von dem Sofa.
Ich entdeckte einen Tisch mit Essen. Mhmm... Ich krabbelte auf den Stuhl und fischte Essen von dem noch fast vollen Teller.


Kathryn
"Chakotay", rief ich laut vor entzücken als ich meinen Höhepunkt erreichte und die sinnlichen Wogen mich überrollten. Erschöpft lag ich unter ihm, die Beine um seine Taille geschlungen.
"Wow", flüsterte ich.


Chakotay
Ich atmete schwer und ließ meine Lippen erneut über ihr verschwitztes Dekolleté gleiten.
"Mhmm...", raunte ich kehlig und lächelte.
"Wir haben uns beide vermisst."
Nach solchen gefährlichen Erlebnissen wie heute würde ich am liebsten nie aufhören, sie zu lieben! Aus Dankbarkeit, dass wir noch immer zusammen sein können!
"Du bist so unglaublich schön...", raunte ich in die Küsse und eroberte dann ihre Lippen mit den meinen.


Aru
Ich schmatzte und spitzte meine Ohren. Hat da jemand 'Chatotay' gerufen?! Ich drehte meinen Kopf und sah etwas Licht in einem anderen Raum. Ich stopfte mir noch so ein rundes, gelbes Ding in meine ohnehin vollen Mund und krabbelte vom Stuhl.
"Schoty?", nuschelte ich und presste das weiche Ding an mich.
Wirklich Angst hatte ich nicht, denn ich war schon oft allein. Aber ich will nicht mehr allein sein! Ich ging in den helleren Raum und sah Chatoty und die Captain-Frau.
"Aru auch tuscheln!", beschwerte ich mich und krabbelte auf das Bett.


Kathryn
Ich genoss seine Liebkosungen und lächelte ihn ein wenig atemlos an.
"Oh ja, das haben wir."
Ich lehnte mich entspannt zurück, nur um dem Schreck meines Lebens zu bekommen als dieser Junge ins Schlafzimmer kam. Vor Schreck ruckte ich hoch und donnerte mit dem Kopf gegen Chakotays. Ich stöhnte.


Chakotay
Ich unterdrückte einen lauten Fluch als Kathryns Kopf gegen meinen donnerte und es krachte.
"Ich hab doch gerade Sterne gesehen", presste ich hervor und kniff kurz meine Augen zusammen.
Aru! Den hatte ich fast vergessen! Ich wollte etwas sagen, aber da hockte der Kleine bereits halb auf mir drauf. Oh Mann... Ich langte nach der Decke und zog sie über Kathryn und mich.


Aru
Ich gluckste.
"Auch tuscheln. Hier."
Ich krauchte mit dem Stoffding in der Hand höher.
"Aru wach."
Ich setzte mich auf Chatotys Rücken und sah die beiden erwartungsvoll an.


Kathryn
Ich hatte einen undamenhaften Fluch auf den Lippen und zog schützend die Decke hoch.
"Ich dachte er schläft!"
Ich bekam rote Wangen. Wer wusste schon wie lange der Kleine in der Tür stand!
Ich fasste mir an den Kopf. Aua! Das gibt ne Beule!


Chakotay
Ich sah Kathryn an.
"Dachte ich auch. Dass er schläft."
Aber ganz offensichtlich ist er jetzt wach! Ich sah wieder zu Aru, der mit dem Bären im Arm auf mir thronte.
"Gefällt dir der Teddy?"
Ich schmunzelte und hob Aru neben mich auf meine Bettseite, ehe ich nach meinen Shorts angelte und sie unter der Bettdecke anzog.
"Es ist spät. Wir schlafen jetzt auch."


Aru
Ich sah zu dem Stoffding. Teddy? Ja, gefällt mir.
"Meins", verkündete ich und zog Teddy an mich.
"Alle slafn?"
Ich guckte zu Frau Captain. Was macht sie eigentlich hier?! Aber egal. Vorerst. Ich legte mich hin und zog Chatotys Decke zu mir.
"Slafn."


Kathryn
Ich stöhne leise. Eigentlich hatte ich mir den Abend und die Nacht anders vorgestellt.
Ich hangelte ebenfalls nach meiner Unterwäsche.
"Gute Nacht."


Chakotay
Ich schmunzelte über Aru, hörte aber auch Kathryns Stöhnen.
"Hey... Ich kann ihn doch nicht aussperren", meinte ich sanft und legte einen Arm um Kathryn.
"An mir ist genug dran, dass es für zwei reicht."
Ich ließ mich zurückgleiten und zog Kathryn sanft mit mir.
"Und spät ist es auch schon."


Kathryn
Ich seufzte und schloss die Augen. Es war ja nur für eine Nacht.
"Ist ja nur eine Nacht."
Wir schliefen relativ schnell ein - aber unruhig. Aru wurde mehrmals wach und weckte uns. Er schlief schlecht.



Am nächsten Morgen

Kathryn
Auch bei allem Verständnis - der Morgen nach der Nacht war grauenhaft. Todmüde saß ich am Morgen auf der Couch und nippte am Kaffee.


Chakotay
Ich kam mit Aru aus dem Bad. Als ich das Bett verlassen hatte, war ich wie gerädert gewesen. Aber im Bad hatte ich so viel Spaß mit dem Jungen, dass die Müdigkeit vergessen war.
"Nur Kaffee? Kein Appetit auf ein paar Croissants?"
Ich zwinkerte Kathryn zu und ging zum Replikator, um Frühstück zu machen.


Aru
Ich tapste Chatoty hinterher und sah Frau Captain auf dem Ding sitzen, auf dem ich auch geschlafen hatte. Ich klemmte Teddy unter den Arm und kletterte zu ihr.
"Schau! Von Chatoty!"
Ich strahlte und hielt ihr Teddy hin.
"Ted-dy!"
Ich mochte Teddy! Ich hatte nämlich noch nie einen Teddy! Und einen Chatoty auch nicht...


Kathryn
Ich sah Chakotay an.
"Woher die gute Laune?"
Ich fühlte mich wie gerädert! Und er strahlte?!
"Nein, kein Hunger. Ich muss gleich auf die Brücke."
Und dann mussten wir eine neue Familie für den Jungen finden, ehe wir weiter konnten.
"Mhm?! Ja ein schöner Teddy."


Chakotay
Ich lachte leise.
"Aru hat versucht sich die Zähne zu putzen. Ganz allein. Danach musste ich sein ganzes Gesicht waschen."
Ich replizierte Toast, Marmelade, Butter, Tee und einen warmen Kakao.
"Ich habe heute erst Beta-Schicht. Ich werde Aru das Schiff zeigen."


Aru
Ich drückte Teddy und sah zu Frau Captain.
"Tinken?"
Ich zeigte auf das Gefäß in ihrer Hand und rutschte näher zu ihr heran.
"Aru auch tinken."


Kathryn
Ich lächelte leicht als Chakotay die Story erzählte. Das klang wirklich komisch.
Als er meinte, er zeige Aru das Schiff, runzelte ich die Stirn.
"Geh doch bitte zu Seven in die Astrometrie. Der Plasmasturm ist vielleicht abgeflaut und wir können eine Familie für Aru suchen."
Wozu dem Kind das Schiff zeigen.
"Nein, Aru. Das ist nicht lecker. Trink deinen Kakao.


Chakotay
Ich deckte den Tisch und zuckte innerlich zusammen als Kathryn die Astrometrie erwähnte.
"So ein Sturm kann ziemlich lange dauern", bemerkte ich und setzte mich an den Tisch.
"Und glaubst du wirklich, dass jemand da unten ein fremdes Kind aufnimmt?"
Ich war mir da nicht sicher. Oder ich hoffte, dass es nicht so ist? Ich seufzte innerlich. Aru ist so ein lieber Junge. Ich lächelte den Kleinen an und bereitete sein Frühstück vor.


Kathryn
Ich nippte am Kaffee.
"Schon. Aber bei solcher Häufung handelt es sich meist um kleinere Stürme. Das kannst du ja bei Seven abklären. Hast du die Berichte fertig?", wollte ich wissen und nickte.
"Ich denke ja. Die Stürme und Todesopfer sind keine Seltenheit. Die Population wäre stark vermindert und gefährdet wenn es anders wäre."
Ich beobachtete das Kind beim Essen.


Chakotay
Ich krauste leicht meine Stirn.
"Ich schreibe die Berichte noch."
Wann bitte hätte ich die denn schreiben sollen?! Ich reichte Aru noch ein paar Stücken Marmeladen-Brötchen.
"Ich schaue mit Aru in der Astrometrie vorbei."
Ich schmunzelte, weil es dem Kleinen schmeckte.
"Aru hat nur überlebt, weil ich da war. Wäre ich es nicht gewesen, wäre er auch tot."
Ich habe mich quasi schon längst eingemischt!


Kathryn
Ich erhob mich und legte meine Hand auf Chakotays Arm.
"Aru gehört zu seinesgleichen. Nicht auf ein Raumschiff, dass immer weiter von seinem Zuhause wegfliegt", meinte ich sanft.
"Wir werden geeignete Eltern für ihn finden. Leute, die Zeit für ihn haben, sich mit Kindern auskennen und ihn zu einem Mann seiner Spezies erziehen."
Ich hatte das Gefühl, dass Chakotay ihn nicht gehen lassen WOLLTE!
"Es ist das Beste."


Chakotay
Ich nickte leicht.
"Ja, ich weiß. Wenigstens nehmen wir uns dafür die Zeit."
Ich lächelte, aber das Lächeln erreichte nicht meine Augen. Ich mochte Aru. So einen Jungen wünscht sich bestimmt jeder Daddy.
"Wenn wir fertig sind, dann gehen wir in die Astrometrie."


Kathryn
Ich sah ihn fragend an.
"Wenigstens nehmen wir uns dafür Zeit? Was meinst du damit? Für was sollten wir uns mehr Zeit nehmen?", wollte ich wissen und schon die Kakaotasse weiter weg von der Kante.
Aru hatte keine wirklichen Tischmanieren - sogar für ein Kind. Aber böse war ich ihm deshalb nicht.


Chakotay
Ich nahm meine Teetasse.
"Ich meine, dass wir uns Zeit nehmen, um eine gute Familie für ihn zu finden. Und nicht einfach schnell weiterfliegen."
So habe ich noch etwas Zeit mit ihm.
"Nach der Astrometrie bringe ich ihn zu Sam. Vielleicht erreichen wir dann schon jemanden auf dem Planeten. Die Botschafterin vielleicht?"
Sie hatte uns die Genehmigung erteilt, auf dem Markt Handel zu betreiben.


Kathryn
Ich legte den Kopf schief.
"Natürlich nehmen wir uns dafür Zeit. Es geht um die Zukunft eines Kindes", erinnerte ich ihn.
"Sam hat heute morgen Dienst", stellte ich fest.
Wir waren nicht optimal besetzt. Da war es selten, dass jemand spontan frei nehmen konnte.
"Ich werde die Botschafterin kontaktieren."


Chakotay
Ich nickte verstehend. Und war gar nicht betrübt, dass Sam Dienst hatte.
"Gut. Dann kümmere ich mich um unseren Gast. Das gehört schließlich zu meinen Aufgaben."
Ich zwinkerte Aru zu.
"Dann kann ich dir doch das Schiff zeigen. Nach der Astrometrie."
Ich trank meinen Tee aus und ließ mir mein Brötchen schmecken.
"Du kannst mich ja rufen, wenn du Kontakt zur Botschafterin hast. Dann komme ich auf die Brücke."
Und kann ihr auch auf den Zahl fühlen! Aru soll eine gute Familie bekommen!



Kathryn
Ich nickte.
"Einverstanden", stimmte ich zu und beugte mich über ihn.
"Bekomme ich einen Kuss?", bat ich und lächelte.
"Mach ich dann", versprach ich ihm.


Chakotay
Ich lächelte.
"Aber natürlich."
Ich zog sie an der Uniformjacke sanft zu mir und küsste sie sanft.
"Danke. Und die Berichte reiche ich nach."
Sie waren ja nicht sooo dringlich. Ich lächelte und freute mich auf die kommende Zeit mit Aru.



Später am Tag

Kathryn
Ich befand mich im Kontakt zu der Botschafterin und bat Chakotay in meinen Raum. Aru hatte einen Platz auf dem Planeten. In einem Kinder- bzw Waisenheim. Durch die vielen Stürme waren auf dem Planeten viele solcher Einrichtungen. Und die Botschafterin hatte einen Platz für Aru gefunden.


Chakotay
Ich verließ missmutig die Astrometrie und machte mich auf den Weg zur Brücke. Ich hatte einen schönen Nachmittag mit Aru verbracht und wir waren sogar im Kasino bei Neelix zu Mittag essen. Kurz danach kam der Kontakt mit der Botschafterin zustande, die uns ein 'Angebot' für Aru gemacht. Pfft! Ein ANGEBOT! Ich betrat den Lift und fuhr zur Brücke. Jetzt gerade war Aru bei Amal in Obhut. Er hatte nicht schlecht geguckt, dass es quasi zwei Chakotays gibt, aber letztendlich war er bei Amal geblieben. Ich schmunzelte bei dem Gedanken und starrte auf das Padd in meinen Händen. Darauf waren Luftbilder von dem 'Waisenheim', dass uns die Botschafterin genannt hatte. Und mir gefielen diese Bilder überhaupt nicht! Ich betrat die Brücke und wenig später Kathryns Raum.
"Du wolltest mich sprechen?"
Ich blieb vor ihrem Schreibtisch stehen.


Kathryn
Ich nickte und wies vor meinen Schreibtisch.
"Wir können Aru geben 17.00 auf den Platz des Waisenheims beamen."
Ich war froh eine Lösung gefunden zu haben. Und das Heim war wirklich schön. 6er-Zimmer für die Kinder. Ein Spielplatz. Intakte Versorgung. Fließend Wasser.
"Möchtest du ihn auf den Planeten begleiten?"


Chakotay
Ich reichte ihr das Padd.
"Ich habe mir von Seven Luftbilder von diesem … Lager … machen lassen. Hast du gesehen wie die Kinder dort herumrennen? In abgewetzten Sachen! Und gut ernährt sehen sie auch nicht aus!"
Aru hat eine Familie verdient!
"Das sind keine Familien. Das sind zusammengepferchte Waisenkinder, die keine Chance auf eine gute Zukunft haben!"


Kathryn
Ich hob eine Augenbraue.
"Das ist auch ein Waisenhaus und kein Spielparadies. Die Kinder bekommen essen und Grundbildung."
Ich scrollte auf dem Padd weiter.
"Im Schnitt werden nach gut zwei Jahren alle Kinder adoptiert."
Das klang doch gut!
"Die Kleidung ist vielleicht abgetragen aber gut in Schuss und funktional."
Ich sah da kein Problem. Und wir hatten da noch die Direktive...


Chakotay
Ich presste meine Kiefer aufeinander, drehte meinen Kopf und sah hinaus ins All.
"Wir haben Neelix aufgenommen. Und Kes. Und Seven und Icheb und die anderen Kinder. Da hat niemand die Oberste Direktive an die erste Stelle geschoben."
Warum jetzt?! Aru wäre tot, wenn ich ihn nicht gerettet hätte. Ich... Ich... Ich schluckte.
"Ich habe den Jungen gern, Kathryn", meinte ich leise.
"Sehr gern. Ich will nicht, dass er ohne Familie in einem Heim groß wird. Das hat er nicht verdient."


Kathryn
Überrascht musterte ich ihn.
"Neelix, Kes und Seven sind erwachsen. Sie wussten, was sie erwarten würde", warf ich ein.
"Und die Kinder waren in ernsthafter Gefahr, Chakotay. Aru nicht. Das hier ist sein Planet. Sein Schicksal teilen viele. Er wird eine neue Familie finden."
Ich sah ihn liebevoll an.
"Ich weiß, dass du ihn gern hast. Er ist ein guter Junge. Er wird bald jemanden finden", versprach ich.


Chakotay
Ich schnaubte leise.
"Wo bitte ist Aru nicht in Gefahr? Es herrscht Krieg auf dem Planeten. Durch den letzten Angriff wurde die halbe Stadt zerstört!"
Ich sprang auf und begann auf und ab zu tigern.
"Sieht dir doch die Gesichter der Kinder in diesem Lager an. Sie sehen nicht aus wie Gesichter von glücklichen Kindern. Und hier an Bord herrscht mehr Sicherheit als auf diesem Planeten!"
Aber definitiv!
"Naomi und Miral leben hier auch!"
Ich fuhr mir durchs Haar.
"Und ist es wichtig, auf seinem Heimatplaneten groß zu werden? Heimat ist dort wo man sich wohl fühlt. Und nicht wo man zufällig geboren wurde."


Kathryn
Ich folgte ihm mit meinen Augen
"Chakotay ... Ich weiß. Aber die Waisenheime liegen geschützt. Noch nie wurde eins zerstört oder beschädigt. Wir sind schon genügend im Krieg lebenden Spezies begegnet."
Da gab es Kinder, die noch schlimmer dran waren.
"Miral und Naomi haben Eltern an Bord", rief ich ihm in Erinnerung.
"Und deren Betreuung ist unmöglich genug."
Wir hatten nicht das Personal für Aufsichten.
"Nein. Nicht unbedingt", gab ich bezüglich der Heimat zu.
"Aber es ist immer ein Teil von einem."


Chakotay
Ich packte mit beiden Händen das Geländer in Kathryns Raum und meine Finger spannten sich.
"Aber nicht so begegnet."
Nicht so wie ich Aru!
"Er ist gerade einmal drei Jahre alt! Und ich habe seiner Mutter versprochen, dass ich ihn beschütze. Wie soll ich das tun, wenn ich ihn einfach abschiebe!"
Genau so fühlt es sich an! Dass ich ihn abschiebe, weil es unbequem wäre, ihn an Bord zu behalten! Bequemlichkeit zu Lasten eines unschuldigen, kleinen Jungen?!!
"Ich kann ihm ja später von seiner Heimat erzählen."


Kathryn
Ich seufzte
"Das tust du doch. Du weißt wie gefährlich unsere Reise ist. Dort ist er sicherer."
Ich wusste wie sehr er an dem Jungen hing. Aber es war besser so.
"Aru wird es gut gehen."


Chakotay
Ich atmete tief durch.
"Woher willst du das wissen?"
Gefahr lauert überall. Aber auf seinem Planeten herrscht Krieg! Ich fuhr zu Kathryn herum.
"Ist das auch deine private Ansicht? Dass ich Aru besser in ein Waisenlager in ein Kriegsgebiet schicke?"
Das täte mich interessieren! Spricht sie hier nur als Captain oder denkt sie auch als Frau so?


Kathryn
Ich seufzte.
"Ich kann das nicht wissen. Aber es liegt nahe."
Wieso nur hatte ich das Gefühl, dass hier etwas gewaltig schief lief? Überrascht sah ich ihn dann an und blinzelte.
"Chakotay! Wir sind in erster Linie Offiziere!", rief ich ihm in Erinnerung.
"Der Planet befindet sich in einem Umschwung. Und daran können wir nichts ändern."
Ich wedelte mit dem Padd.
"Da unten sind noch weitere Kinder. Und eines davon oder Aru werden vielleicht den Frieden bringen!"
Ich legte das Padd auf den Tisch.
"Wir können Aru nicht hier behalten! Wer soll sich um ihn kümmern? Wer nimmt sich seiner an? Wir kennen diese Spezies nicht. Und für Kinder sind wir nicht ausgestattet. Du reißt ihn aus seiner Heimat."


Chakotay
Ich spürte meinen Blutdruck noch mehr ansteigen.
"ICH kann mich um ihn kümmern. Ja, ich bin Offizier! Aber es gibt kein Protokoll und keine Vorschrift, die einem Offizier der Sternenflotte eine Familiengründung an Bord eines Schiffes verbietet. Ob es ein eigenes Kind ist oder ein angenommenes... Das spielt dabei keine Rolle!"
Ich fuhr mir durchs Haar.
"Ursprünglich waren wir für Kinder nicht ausgestattet. Aber jetzt haben wir zwei an Bord und einen Jugendlichen. Und es werden nicht die letzten Kinder sein, sie die wir an Bord bekommen. Oder gibt es neuerdings ein Gebärverbot für weibliche Crewmitglieder, die hier an Bord eine Beziehung aufgebaut haben?"
Nicht das ich wüsste!
"Und B'Elanna und Tom sind auch Führungsoffiziere. Und sie haben ein Kind! Und wir alle wurden aus unserer Heimat gerissen. Hier an Bord hat der Kleine eine bessere Zukunft vor sich."


Kathryn
Ich zuckte zurück ob seines heftigen Ausbruchs.
"Du?", fragte ich ungläubig.
"Und wann? Du bist Kommandooffizier! Wir haben nicht mal wirklich Zeit für unser Privatleben!"
Hatte er den Verstand verloren?
"Natürlich gibt es kein solches Verbot! Aber wir können kein optimales Umfeld bieten! Oder Sicherheit!"


Chakotay
Ich runzelte meine Stirn. Ja, ICH! Wieso nicht?!
"Nur weil ich bisher kein Kind habe heißt das, dass ich mich nicht um eines kümmern kann?"
Aru ist kein Säugling!
"Und auch als Erster Offizier habe ich ein geregeltes Leben an Bord. Also zumindest überwiegend."
Notfälle ausgenommen! Ich schnaubte leise und wischte mir übers Gesicht. Dann atmete ich durch.
"Lassen wir das einfach. Was nicht geht, weiß ich selbst."
Dafür brauche ich keinen Streit mit ihr. Und Zustimmung habe ich offensichtlich nicht zu erwarten.
"Ich werde mich kurz vor 17:00 melden. Und wenn, dann bringe ich Aru persönlich in dieses Lager."
Ich wandte mich zum Gehen um.
"Bis dahin kümmere ich mich weiter um ihn."


Kathryn
Verblüfft sah ich ihm nach. Ich war sprachlos. Was war mit dem Indianer los? Sonst war er nicht so aufbrausend. Dass er kinderlieb ist, wusste ich. Schließlich wollte er ein Kind. Aber hatten wir nicht genug zu tun? Hatten wir selbst nicht einmal Zeit für uns selbst?

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