Bakugan New Vestroia

von Tsuzune
GeschichteAllgemein / P16
OC (Own Character)
20.05.2019
25.05.2019
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20.05.2019 1.473
 
Tsuzune PoV:

Diesen Morgen machte ich mich wie immer fertig.
Ich hatte zwar schon lange keine Schule mehr, dennoch sprach nichts dagegen, sich anständig anzuziehen und sich nach draußen zu begeben.

(Ich übernehme nur den Körperbau und das Gesicht sowie die Haare meines Profilbildes)

Ich ging zu meinem Kleiderschrank und zog etwas alltagstaugliches heraus.
Es war ein einfaches, weißes, knielanges Kleid, wobei die kurzen Ärmeln die Schultern frei ließen, der Schnitt die Brust betonte, da der Stoff direkt unterhalb mit einem Gummiband innen zusammen gezogen war, und einer lockeren Schleife, die genau in der Mitte über meiner Brust war. Ich sah auf die Uhr, es war 11:30 Uhr am Morgen. Die Sonne strahlte durch meine großen Fenster in meine Wohnung hinein. Ich lebte im 20. Stock eines Skyscrapers in Beta City.

Ich zog schwarze Schuhe an, mit Absätzen. Vorne liefen sie spitz zu und mein Fußrücken war frei. Außerdem banden sich zwei Bänder zwei Mal überkreuzt um mein Fußgelenk und liefen dann dahinter zu einer Schleife zusammen.

Aber ich bin keinesfalls eine Vestal, ich wurde nicht hier geboren und auch meine Eltern sind nicht von hier.
Woher ich allerdings Stamme weiß ich selbst nicht so genau, alles was ich habe sind spitze Ohren. Ich arbeitete als Model. Ich weiß, es klingt selbstverliebt, aber was anderes hat mich hier nicht interessiert. Außerdem habe ich so immer genug Geld und Kleidung zur Verfügung.

Ich nahm eine kleine, schwarze Handtasche, mit einer Silbernen Kette zum umhängen, aus Leder und  trat aus meiner Wohnung aus und Schloss die Tür ab.
Ich nahm den Aufzug nach unten.
Der Erdgeschoss Bereich war genauso wie der Rest dieses Gebäudes ziemlich außergewöhnlich.
Der Türsteher begrüßte mich und öffnete mir lächelnd die Tür.

Ich bedankte mich und ging durch den Türrahmen hindurch.
Alle Häuser hier in der Nähe waren relativ groß gebaut. Auch das Einkaufszentrum, zu dem ich nun hin wollte, war gigantisch.
Ich benutze weder öffentliche Verkehrsmittel, noch fahre ich in einer Limousine oder lasse mich durch die Gegend kutschieren.
Ich laufe.
Beta City ist nicht so groß, dass ich nicht alles zu Fuß erreichen würde, dass ich brauche.
Heute hatte ich mir vorgenommen, ins Einkaufszentrum zu gehen.
Die Leute hier sind immer sehr nett zu mir, aber das liegt mit Sicherheit nur an meinem Beruf.
Allerdings gibt es eine Sache, die mich massiv stört.
Mein Job sieht es von mir vor, mich stets weiblich zu verhalten. Ich würde so gerne eine gute Bakugan Spielerin werden, aber das passt einfach nicht darein.
Das dachte ich jedenfalls.
Bis heute.
Im Einkaufszentrum setzte ich mich aller seelenruhig in ein Café und bestellte ein Schokokuchen Stück und einen Cappuccino.
Das war mein Lieblingscafé. Die Bedienung ist nett und das Essen schmeckt besser als das in Alpha City.

Mir fiel auf, dass die Vexos durch die Gegend hier streiften. Was auch immer sie suchten, es schien wichtig zu sein.
Ab und an blickte ich von meinem Cappuccino hinauf, bevor ich mich dann meinem Smartphone zuwand.
Ich rief die Seite der Nachrichten auf, der erste Artikel, den ich sah, berichtete über den Verlust eines Darkus Bakugan der Vexos. Dharak war der Name. Es war allerdings nicht von Shadow, sondern ein anderes.
Es war ein wertvolleres. Es kann sprechen, und scheint eine Art von Drache zu sein.

Dieses Bakugan interessierte mich.
Ich verfiel ins Tagträumen darüber, wie toll es doch sein muss, ein Spieler zu sein. Ich beineidete alle, die es tun können.

Ich saß anscheinend schon mehrere Minuten da, mit dem Blick starr nach vorne gerichtet, als mir jemand auf die Schulter tippte. Ich zuckte sofort zusammen.
"Entschuldigung, aber hast du dieses Bakugan gesehen?"
Ich drehte mich zu der Person, die mich angetippt hatte, zuerst sah ich auf das Bild, das Bakugan hieß Dharak, und als nächstes sah ich der Person ins Gesicht. Es war Gus. Ich schüttelte den Kopf und wandte mich wieder zu meinem Cappuccino und meinem Stück Kuchen.
"Bist du nicht das Model?"
Ich seufzte leicht genervt.
"Was willst du mir damit sagen? Darf ich mich nicht einmal in der Öffentlichkeit aufhalten? Im Grunde genommen bin ich nicht anders als jede andere Person die hier lebt auch.
Ich arbeite.
Lebe.
Habe Freizeit.
Gehe meinen Hobbies nach.
Also... Ich bin nichts besonderes."
Er ging wieder.
Ich hasste es, mich so zickig zu verhalten, für gewöhnlich zumindest. Allerdings geht es manchmal nicht anders.

Ich aß meinen Kuchen auf und trank meinen Cappuccino aus. Ich legte das Geld dafür auf den Tisch und verließ das Geschäft.
Von da aus ging ich zum Brunnen, der sich inmitten von dem Einkaufszentrum befand.
Dort stand ich eine Weile vor und schaute hinauf zum Ursprung der Fontäne.
Ich bemerkte blicke, die auf mich gerichtet waren, da mir ein kalter Schauer den Rücken hinunter lief.
Ich drehte mich Ruckartig um. Die Vexos beobachteten mich.
Ich drückte meine kleine Umhängetasche fest an meinen Körper und beschloss einfach weiter zu gehen, ohne mich stören zu lassen.
Meine 5 Zentimeter hohen Absätze klackerten auf den Beton Boden, der so vor sich hin glänzte. Ich suchte mir eine große Menschen Masse und zog eine Sonnenbrille aus meiner Tasche und setzte sie mir auf, ausserdem Band ich meine Haare zu einem Topf zusammen.
Die Menschenmenge verschluckte mich und die Verfolger ließen mich zufrieden.

Ich kam am anderen Ende des Einkaufszentrums an und ging durch die sich automatisch öffnende Tür hinaus auf eine kleine Brücke, die als Überweg für eine Straße diente.
Die Brücke war aus Metall. Ich hielt inne und stützte mich mit meinen Armen auf das Geländer. Ich sah in den dünnen Zwischenräumen des Geländer einen schwarzen Fleck. Ich sah genau hin und erkannte, dass es ein Bakugan war.
Ich zerrte es aus der Rolle hinaus, und Ehe es was sagen konnte steckte ich es in meine Tasche.
Danach sah ich noch einmal nach rechts und links und Schritt dann schnell davon in Richtung Zuhause.
Auf der Hälfte des Weges wurde ich festgehalten, ich sah denjenigen direkt in die Augen, es war Volt.
Ich verhalte mich ungerne wie das totale Mädchen, aber jetzt geht es nicht anders.
Ich fing an zu kreischen, um so viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen wie nur möglich. Die Passanten schauten den Mann geschockt an.
Ich schrie um Hilfe, und schon befreiten mich die Passanten aus seinem Griff.
Im Endeffekt rannte ich nach Hause.
Zuhause angekommen zappelte ich ungeduldig im Aufzug und schloss hastig meine Tür auf, ehe ich sie mit voller Wucht zuschlug.
Ich warf meine Tasche auf mein Bett und verschnaufte erst Mal eine Weile.
Da kletterte auch schon das Bakugan aus meiner Handtasche und beschwerte sich über den unsaften Aufprall in meinem sonst so weichen Bett.
"Wer bist du?"
Fragte ich das Bakugan.
Es antwortete mit Dharak.
Ich zuckte zusammen. Die Vexos suchen es.
"Oh nein, das ist gar nicht gut, nein, nein, nein... Nein!"
Ich fing an zu verzweifeln.
Diese Situation wird mich noch in Schwierigkeiten bringen.
In schlimme Schwierigkeiten.
Es klopfte an der Tür.
Sie haben mich gefunden.
Ich sah mein Leben schon an mir vorbei rauschen.
Meine Karriere wäre hiermit wohl beendet.
Ich nahm die Sonnenbrille ab und öffnete meine Haare wieder.
Dann ging ich auf wackeligen Beinen zur Tür und öffnete diese mit zittrigen Händen. Ich holte einmal Tief Luft.
Ich muss genauso selbstbewusst sein wie sonst auch.
"Ja bitte, was kann ich für sie tun?"
Ich lächelte schief.
Spectra stand an der Tür und wollte sich an mir vorbei in meine Wohnung schieben, allerdings blockierte ich den Türrahmen.
"Versuch gar nicht erst, in meine Wohnung zu kommen. Ich weiß ja nicht wie schwer es bei jemanden wie dir verhängt wird, wenn ich, als eine angesehene Person, dich Anzeige wegen Belästigung und Hausfriedensbruch."
Er wollte mir die Hand auf die Schulter legen. Ich schlug seine Hand weg.
"Fass mich nicht an!"
"Ich will nur dieses Bakugan zurück."
"Und wozu?"
"Es ist ein wichtiger Bestandteil der Vexos."
Ich legte meinen Kopf schief und schloss die Augen halb, zog meine Augenbrauen hoch, und ließ meine Mundwinkel sinken.
"Achso. Und wie erklärst du dir dann, dass ich dir das nicht glaube?"
Das Bakugan kam aus meinem Schlafzimmer geflogen und ließ sich auf meiner rechten Schulter nieder.
"Ich werde nirgends hingehen! Schon gar nicht mit dir!" Keifte es Spectra an.
Er griff danach und ich stieß ihn dieses Mal an die Reling vor meiner Wohnungstür.
"Pass auf, dass du nicht fälltst."
Er wurde wütend. Danach veränderte sich seine Miene zu einem boshaftigen Grinsen.
"Dann lass uns um das Bakugan spielen!"
Mir klappte die Kinnlade runter.
Ich habe noch nie mit einem Bakugan gegen jemand anderes gekämpft.
Ich sah zu Dharak. Es nickte mir zu.
"Gut, meinetwegen."
Wer nicht wagt der nicht gewinnt...