Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Wir zwei vom Ufer des Kuma

von Goldwing
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Freundschaft / P12 / Mix
Erika Itsumi OC (Own Character)
19.05.2019
15.06.2019
5
12.379
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
19.05.2019 2.733
 
Vorab: Diese Geschichte enthält keine Kämpfe zwischen Panzern, die Geschichte soll ein paar Fragen aus Kirschblüte & Orchidee aufklären und sie zeigt meine Theorie für Erikas verhalten.  Ich würde mich freuen wenn ihr die Geschichte bewerten würdet.
Eine Bitte: Dont like dont read.


,,Und nun zum Sport: Die Senshado Koryphäe Maho Nishizumi verlässt die Schwarzwaldgipfel-Mädchenschule…“ ,,Die Oberkommandantin der Schwarzwaldgipfel-Mädchenschule, Maho Nishizumi, verlässt heute um 20:00 Uhr Japan…“ Hört man es auf fast allen Fernsehsendern in Japan und Mahos Mutter wird am Flughafen von Kumamoto-City von Reportern beinahe überrannt. ,,Frau Nishizumi! Frau Nishizumi!“ rufen die Leute der Presse aufgeregt durcheinander, die Kameras blitzen immer wieder, Shiho Nishizumi stellt sich der Menge an Leuten und beantwortet die Fragen. ,,Frau Nishizumi! Wieso verlässt ihre Tochter Japan?!“ fragt eine Reporterin laut gegen das Gerede der anderen Journalisten und Shiho antwortet ernst: ,,Maho verlässt Japan weil sie an einer Universität im Ausland studieren will!“ Die Journalisten reden wild durcheinander und ein anderer Reporter fragt ebenfalls laut: ,,Wo geht sie denn hin?!“ ,,Sie geht nach Deutschland, dort wollte sie schon immer studieren!“ ,,Und wo ist ihre Tochter!? Es hieß sie kommt auch hierher!?“ fragt der Reporter direkt im Anschluss und die Frage wird von zwei lauten, dröhnenden Strahlentriebwerken beantwortet. Ein großes weißes Flugzeug ist vom Flughafen abgehoben und fliegt über sie alle hinweg. Der Boden zittert, die Leute verfolgen das Flugzeug noch eine Weile mit ihren Blicken und Shiho antwortet: ,,Da war sie eben und fliegt jetzt ,,non stop“ nach Deutschland!“ Die Leute reden wieder alle wild durcheinander und Shiho atmet erleichtert durch. ,,Wenigstens konnte ich Maho vor der Presse schützen.“ Denkt sie sich und schaut dem Flugzeug hinterher. ,,Ja aber, wir wollten ihre Tochter fragen, wer ihr Nachfolger wird!“ ruft eine andere Reporterin leicht enttäuscht und die Mutter sagt: ,,Naja…Das kann ich ihnen auch erklären!“ ,,Ja gut…und wer übernimmt jetzt das Kommando beim Schwarzwaldgipfel?!“ fragt ein anderer, sehr ungeduldiger Journalist und Shiho Nishizumi antwortet: ,,Die Nachfolgerin ist: Erika Itsumi!“
Nur einen Tag drauf sitzt die neue Oberkommandantin traurig auf einer Parkbank, gegenüber der Reling des Schiffs und ihr laufen die Tränen. Sie hört Musik über einen ihrer Ohrhörer, gerade läuft das Lied ,,Against all Odds“ von ,,Phil Collins“ und es unterstreicht Erikas Gefühle. Sie betrachtet ein Foto von sich und Maho auf ihrem Smartphone. Das Foto zeigt die beiden wie sie fröhlich am Strand auf einem Handtuch sitzen. Erika erinnert sich an den Tag, an dem das Bild gemacht wurde, Maho saß in einem schwarzen Bikini, auf ihrem lila Handtuch und Erika fragte ob sie mit ihr noch eine Runde Wasserball spielt. Maho war einverstanden und Erika hatte mit Maho beim Wasserballspielen richtig Spaß. Die Erinnerung endet und die Blonde erinnert sich an Mahos Abschied. Sie war zusammen mit Miho, Chika und Gina am Flughafen in Kumamoto City. Der Abschied fiel jedem schwer, jeder weinte und Maho umarmte jeden mehrmals. ,,Du kannst nicht gehen…Was mach ich denn ohne dich?!“ weinte Erika und Maho drückte die Blonde an sich. ,,Keine Angst Erika…Ich weiß du schaffst das!“ antwortete die Brünette weinend und versprach allen: ,,Ich ruf euch an sobald ich in Deutschland bin und ich besuche euch auch so schnell es geht!“ ,,How can you just walk away from me? When all i can do is watch you leave…“ ja das fragt sich Erika, ihre Mundwinkel beginnen zu zucken, sie steckt ihr Smartphone zurück in ihre Uniform und beginnt zu weinen. ,,Maho…Du warst meine einzige Freundin…“ schießt es der Oberkommandantin durch den Kopf, sie reibt sich die Augen und schaut in eine Regenpfütze neben der Bank. ,,So take a look at me now…“ hört man es aus dem Ohrhörer, während Erika ihr trauriges Gesicht in der Wasserpfütze sieht und da klingt es: ,,Cos there’s just an empty space…“ Es stimmt, in Erikas Blick ist bloß noch eine traurige leere da bemerkt sie plötzlich wie sich ihr jemand von rechts nährt. Sie blickt erschrocken nach rechts, Diana steht ca. drei Meter neben ihr und schaut sie betrübt an. ,,Was ist denn…“ fragt die Panzerkommandantin traurig und die Panther-Fahrerin antwortet betrübt: ,,Ich muss mit dir reden…“ Erika schnieft einmal, sie winkt die jüngere zu sich und diese setzt sich neben sie. Die beiden Freundinnen reden eine Weile über die Diskussion von neulich. Erika gesteht das sie Angst davor hatte, Diana zu verlieren, da sie neben Maho ihre einzige Freundin ist. Diana zeigt Verständnis und nimmt die Blonde in den Arm. Die Brünette hält ihre Freundin an den Schultern fest und schaut ihr in ihre rot geweinten Augen. Diana fragt, um ihre Schulfreundin etwas abzulenken, was sie in den Sommerferien macht und die Blonde zuckt nur mit den Schultern. Diana überlegt kurz und hat eine Idee.

Nur einen Tag später fährt der schwarze Mercedes W126 von Erika über die Autobahn, die Kommandantin sitzt am Steuer und Diana sitzt auf dem Beifahrersitz. Beide Schweigen und sie sind beide in Gedanken schon ganz woanders. Die beiden fahren nach Asagiri, in Dianas eigentliche Heimat. Die Panzerkommandantin und die Fahrerin kennen sich schließlich schon seit der ersten Klasse. Erika wuchs zwar in Hitoyoshi auf, aber sie besuchten die gleiche Schule und die Blonde besuchte Diana oft zuhause auf dem Land. ,,Erinnerst du dich an meine Tante Ume?“ fragt Diana, um das Schweigen im Auto zu brechen, Erika überlegt einen Moment und erinnert sich: ,,Das war doch die, die euch immer grünen Tee aus eigenem Anbau gebracht hat.“ Diana beginnt zu lächeln, es freut sie das Erika sich an ihre Tante erinnert. ,,Wow, ich hätte gar nicht gedacht, das du dich an sie erinnerst.“ Staunt die Brünette, die Blondine bekommt rote Wangen und gesteht: ,,Naja, das war jetzt Zufall…Baut deine Tante noch grünen Tee an?“ ,,Ja, sie baut den noch grünen Tee an…Mein Onkel Saburo ist schließlich auch Landwirt.“ Erzählt die Panther-Fahrerin und Erika beginnt auch zu lächeln. Erika verlässt die Autobahn und fährt auf die Landstraße. Sie fährt am Ufer des eines Flusses entlang, Diana schaut zum Seitenfenster heraus und betrachtet die Landschaft. Auf vielen Feldern wächst grüner Tee und auf manchen wird gerade der Tee geerntet. Auf den Straßen ist relativ wenig los, es fahren nur gelegentlich ein paar Autos und ein paar kleine, teilweise rostige Traktoren an ihnen vorbei. ,,Wahnsinn…“ staunt Erika und schaut sich um, während sie durch die Ortschaft fahren und Diana ist wie in Trance. ,,Es sieht aus wie früher…“ staunt die Brünette mit großen Augen und Erika folgt weiter dem Straßenverlauf. Sie fahren um eine Kurve und diese mündet an eine Brücke, die über den Fluss Kuma führt. Während sie über die Brücke fahren, erinnern sich die beiden Freundinnen an die Vergangenheit. ,,Komm schon Erika! Zieh auch deine Schuhe aus, das Wasser ist schön kühl!“ rief die achtjährige Diana, während sie schon knietief im Wasser und im Schatten der Brück stand. Diana hatte ihre kurze dunkelbraune Hose etwas hochgekrempelt und sie winkte Erika zu sich. ,,Ich weiß nicht…“ antwortete die Blonde verunsichert, ihre Freundin verließ das Wasser wieder, stellte sich zu ihr und sah sie verwundert an. ,,Mama hat gesagt, ich soll nicht mit meinem Kleid ins Wasser, denn sonst wird es nass…“ erklärte Erika beschämt, Diana kicherte nur und antwortete: ,,Dein Kleid geht bis zu den Knien und weiter musst du auch nicht ins Wasser gehen.“ ,,Na gut…aber nur bis zu den Knien.“ sagte Erika lächelnd, Diana lächelte ebenfalls und die Blonde zog sich ihre Schuhe, inklusive den Strümpfen aus. Sie gingen langsam ins Wasser und es dauerte nicht lange bis das Wasser schon auf Schienbeinhöhe war. Erika erschrak als sie auf einen wackeligen Stein trat, denn sie verlor beinahe das Gleichgewicht, aber Diana hielt sie fest. Die Jüngere führte die Blonde vorsichtig an der Hand in das Knietiefe Wasser des Kumas. Die Erinnerung endet, die schwarze S-Klasse verlässt die Brücke und der Auspuff schießt einmal. Der dumpfe Knall lenkt die Aufmerksamkeit eines alten grauhaarigen Mannes auf sich, er steht am Ufer des Flusses und er war in Gedanken versunken. Er hat den Kuma beim Fließen beobacht und der Knall hat ihn aus dem Gedanken gerissen. ,,Dieses Auto…“ beginnt er mit seiner alten Stimme, er schaut dem Benz hinterher und denkt laut: ,,Das hab ich ja beinahe zehn Jahre nicht mehr gesehen…“ Erika parkt neben einem großen, traditionellen japanischen Fachwerkhaus, welches mit einer Hecke umgeben ist. Sie schaltet den Motor der S-Klasse aus und zieht den Schlüssel ab. ,,Wow schaut noch aus wie früher…“ staunt die Brünette und betrachtet ihr Elternhaus. Sie steigen aus dem Mercedes, ihre Schulfreundin schließt ihn ab und Diana wirft ihren Blick durch die Landschaft. ,,DIANA!“ ruft eine laute, fröhliche Kinderstimme und Diana schaut erschrocken zur Einfahrt. ,,Diana!“ ruft die Stimme wieder und da kommt ein kleines, schwarzhaariges Mädchen aus der Einfahrt herausgerannt. Das kleine Mädchen trägt ein rotes T-Shirt, eine kurze schwarze Hose und es läuft Barfuß. Das Mädchen rennt in Dianas Arme und lacht fröhlich. ,,Shigeko!“ lacht Diana und knuddelt das kleine Mädchen. ,,Endlich bist du da!“ lacht das schwarzhaarige Mädchen und lässt die größere wieder lächelnd los. Das schwarzhaarige Mädchen wendet seinen Blick von Diana ab und schaut zu Erika. ,,Und wer ist sie?“ fragt Shigeko neugierig, Diana dreht den Kopf zu ihrer Freundin und macht sie beide mit einander bekannt: ,,Shigeko, das ist mein Schulfreundin Erika. Erika, das ist meine Cousine Shigeko.“ ,,Hallo Erika!“ begrüßt die kleine die Blonde freundlich, sie verbeugen sich beide voreinander und Erika begrüßt Shigeko ebenfalls. ,,Hallo Diana.“ Begrüßt Tante Ume ihre Nichte erfreut, beide Verbeugen sich voreinander und dann umarmt Diana ihre Tante ebenfalls. Ume ist 1.40 m groß, sie ist schlank, sie hat schwarzes Haar und sie trägt einen lilafarbenen Kimono, auf dem kleine Blüten abgebildet sind. Die Tante schaut zur Blonden Kommandantin und begrüßt auch sie höflich: ,,Hallo Erika.“ Sie verbeugen sich ebenfalls und die Blondine begrüßt auch sie freundlich: ,,Hallo Frau Tenjō.“ ,,Wo ist denn mein Onkel?“ Fragt Diana neugierig und ihre Cousine beantwortet sofort die Frage: ,,Papa fährt gerade eine Fuhre grünen Tee mit seinem Lastwagen zum Händler.“ ,,Ich glaube Saburo ist in spätestens einer Stunde wieder da, denn er hat einen Großabnehmer für den Tee und mit dem redet er meistens sehr viel.“ Fügt die Mutter hinzu und Diana nickt. ,,Kommt mit rein, ich koche etwas Tee für uns.“ Fordert Ume die beiden Mädchen mit einer Handbewegung zum Folgen auf und sie gehen zusammen durch die Einfahrt zum Haus. Der Boden der Einfahrt besteht aus hellen, unterschiedlich großen und unterschiedlich geformten Natursteinplatten. Das Fachwerkhaus hat die Form eines L, somit ist die Fassade des Hauses rechts und am Ende der Einfahrt zu sehen. Links von der Einfahrt steht ein großer Carport, in diesem steht ein alter, dunkelroter Suzuki Wagon R+ und ein kleiner, leicht dreckiger, grüner Traktor. ,,Von eurem Suzuki könnt ihr euch wohl nicht trennen?“ fragt die Brünette schmunzelnd, denn diesen Microvan hat die Familie Tenjō schon seit Dianas Geburt und inzwischen hat der Suzuki schon 22 Jahre auf dem Buckel. ,,Ja, wir können uns nicht von ihm trennen, denn da hängen zu viele Erinnerungen dran. Sowas kann man nicht einfach wegschmeißen.“ Gesteht die Tante, Shigeko nickt zustimmend und Diana schaut zu ihrer Schulfreundin. Erika schaut sich die ganze Zeit nur erstaunt um, sie durchlebt vermutlich gerade eine Menge Erinnerungen und Diana will sie dabei nicht stören. Die Tante öffnet die Haustür und sie betreten das Haus. Auch wenn Diana schon sechs Jahre nicht mehr hier war, ihr steigt trotzdem ein vertrauter Geruch in die Nase und Erika geht es genauso. ,,Alter…Ich glaub, das ist das größte Déjà-vu was ich je hatte…“ entfällt es der Blonden und sie schaut sich mit großen Augen um. ,,Wir haben das Haus, bis auf ein paar Ausnahmen, so gelassen wie es ist.“ Erklärt Ume und da hat Shigeko eine Bitte. ,,Mama? Darf ich Diana und Erika das Haus zeigen? Bitte…“ bittet die kleine, sie setzt ihren Hundeblick auf und die Mutter nickt. ,,Ja, gerne, ich koche derweil den Tee.“ Antwortet die Mutter lächelnd und macht sich auf den Weg zur Küche. ,,Kommt ich zeig euch das Haus!“ ruft die kleine fröhlich und die beiden anderen Mädchen folgen ihr. Kurz vor dem Ende der ,,Führung“ kommen sie bei Shigekos Zimmer an und die kleine öffnet die Tür. ,,Schaut mal wie groß das ist!“ ruft die kleine fröhlich und turnt etwas im Zimmer herum. Die beiden großen Mädchen schauen sich im Zimmer um und Diana erinnert sich: ,,Da, an der linken Wand, dort wo jetzt der Kleiderschrank steht, da war ein großes Bücherregal und gegenüber davon, unter dem Fenster, war Papas Schreibtisch.“ ,,Stimmt und ich weiß auch noch das da…“ beginnt Erika und deutet an das hintere Ende des Raumes. ,,Das dein Papa da seine Modellflugzeuge an der Wand hängen hatte.“ Beendet die Blonde ihren Satz und Shigeko kichert: ,,Ihr klingt ja wie Oma und Opa...“ Die Beiden Freundinnen nehmen die Aussage mit Humor, Erika beginnt zu lächeln und Diana witzelt: ,,Vielleicht sind wir schon alte Weiber.“ Erika beginnt zu grinsen und imitiert eine alte krächzende Frauenstimme: ,,Alt?! Des heißt Erfahren!“ Die beiden anderen Mädchen beginnen zu lachen, Erika unterdrückt für einen Moment ihr Lachen, doch dann kann sie sich nicht mehr zurückhalten und lacht: ,,GAH! Diese Jugend von heute!“ Diana legt ihrer Freundin lachend die Hand auf die Schulter und die kleine Schwarzhaarige kichert: ,,Du klingst wie die alte Frau die neben dem Obstladen wohnt…die sagt das auch immer!“ Tante Ume schaut überrascht in das Zimmer, als sie dir drei so laut lachen hört und da verstummen alle drei schlagartig. ,,Entschuldigung das wir so laut sind.“ Entschuldigt sich Diana für die Lautstärke, die ältere beginnt zu lächeln und erklärt: ,,Kein Problem, ich gönne euch den Spaß. Ich wollte eigentlich nur sagen das Tee fertig ist.“

,,Mmmh. Spitzen Tee.“ Gesteht Erika voller Genuss, während sie mit den anderen an dem kleinen Tischchen im Esszimmer kniet und den Tee langsam trinkt. Die Kommandantin kniet neben rechts neben Diana und Shigeko kniet gegenüber von Diana am Tischchen. Die Blonde nimmt noch einen Schluck und Ume erklärt: ,, Das ist die erste Auslese und dieses Jahr haben wir echt Glück mit dem Grünen Tee.“ ,,Wieso Glück?“ fragt Diana neugierig, Shigeko nimmt einen Schluck von ihrem Tee und erzählt: ,,Letztes Jahr sind uns fast alle Teepflanzen vertrocknet weil wir zu wenig Wasser hatten.“ ,,Und vorletztes Jahr sind sie fast alle abgestorben, weil ein Tankwagen umgekippt und der ganze Diesel ist in unser Feld gelaufen ist.“ Fügt die Mutter hinzu, sie seufzt und Erika fragt mitfühlend: ,,Da musste sicher der ganze Boden weg oder?“ ,,Ja leider…Das war echt ein guter Boden, aber naja, letzten Endes haben wir die Erde neu aufschütten lassen.“ Beendet Ume das Thema und plötzlich wird die Haustür aufgesperrt. Jeder dreht seinen Kopf zur Esszimmertür und man hört ein leises gebrummel im Flur. Es ist Umes Ehemann, er ist wieder daheim und er scheint sich über etwas zu ärgern. Saburo hat graues Haar, er ist dünn und er ist gerade mal 1.55 m groß. ,,Ume?! Weißt du wem dieses schwarze ,,Bonzen-Schiff“ da draußen gehört?!“ fragt der Ehemann laut und Erika wird rot im Gesicht. ,,Wenn ja, dann sag diesem Menschen, dass er halb in unserer Einfahrt steht.“ führt er seinen Satz fort, während er an seiner Arbeitshose herumfuhrwerkt und das Esszimmer betritt. ,,Auch wenn ich schwören könnte, das ich das Auto kenne, gilt für ihn das gleiche wie für die anderen…“ redet der Onkel weiter und wendet seinen Blick von seiner Hose ab. ,,Wenn er nicht gleich wegfährt, dann…“ Da sieht die zwei Freundinnen und er verliert den Faden.  ,,Äh?“ fragt er verwundert und da macht es ,,Klick!“ bei ihm. ,,Moment! Diana? Erika?“ fragt er erstaunt, die beiden Besucherinnen nicken, der Mann beginnt zu strahlen und möchte meinen die Sonne geht auf. Die Brünette steht auf, läuft zu ihrem Onkel und drückt ihn zur Begrüßung. ,,Meine Güte…“ beginnt er, er strahlt noch immer und Diana lässt ihn wieder los. Saburo schaut erst Diana und dann Erika an. ,,Seid ihr groß geworden…“ staunt er und bekommt feuchte Augen. Ihm laufen ein paar Tränen aus den Augen, Diana drückt ihn wieder an sich und das kleine Schwarzhaarige Mädchen ist überrascht: ,,Papa…Du weinst ja.“ Diana vergießt auch ein paar Tränen, Saburo schnieft und wischt sich die Tränen aus den Augen. Die Brünette weiß was er fragen will, sie schaut zu den anderen und antwortet: ,,Nach dem Abendessen erzähl ich euch wie es Deutschland war.“
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast