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Carrie

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
19.05.2019
28.09.2019
3
3.439
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
19.05.2019 1.167
 
Mal wieder was Kleines... ich versuche derzeit einen Charakter für Carrie zu finden... und Motivation das Cosplay weiter zu machen. D.h. Motivation habe ich schon, nur eben keine Lust xD

Ist auf dem Handy getippt, Schreibfehler dürft ihr behalten~

••••••

Carrie tastete nach dem Sitz des großen Dutts, der ihren Hinterkopf zierte und strich ihren Rock glatt. Dabei kaute sie nervös auf ihrer Lippe herum. Der junge Gepäckwagen stand vor einer großen, grünen Stahltür. Die Tür war alles was sie- nach einer Reise über hunderte Kilometer hinweg- noch von ihrem neuen Zug trennte. Ihrem ersten Zug. Nunja... sofern man den Zug nicht mitzählte, der sie hier her gebracht hatte, war es ihr erster Zug. Beziehungsweise die Personenwagen des Zuges... die Lok würde sie erst die nächsten Tage treffen.
Carrie atmete einmal tief durch und klopfte zaghaft an. Einige Sekunden passierte Nichts, dann rumpelte es einmal laut und die Tür öffnete sich.
Blind durch den hellen Schein der Lampen im Inneren- es war bereits dunkel- blinzelte sie einige male.
"Oh, du musst die Neue sein. Carrie!", rief jemand. Ein schwarzer Schatten rollte auf sie zu und zog sie in eine Umarmung.
"Ich bin Dinah!", stellte sich der Schatten vor.
Vollkommen überumpelt stotterte Carrie vor sich hin: "Ähm...ja...ja, schön dich... ähm kennen zu lernen...?"
"Komm mit rein!", der andere Personenwagen packte sie an der Hand und zog sie hinter sich her ins Innere des großen Depots.
Bevor sie weiter als in den Flur rollen durfte, wies Dinah sie an, ihre Rollen abzuputzen. Dazu stand ein Gerät bereit. Dinah erklärte ihr, dass die Personenwagen dieses Depots im Gegensatz zu den Frachtwaggons und Loks, viel Wert auf Sauberkeit legten. Es hing sogar eine Liste im Eingangsbereich auf der stand, wann wer was zu tun hatte. Damit es gerecht blieb. Carrie war noch nicht in der Liste eingetragen, aber das würden sie in den nächsten Tagen ändern.
Der Gepäckwagen war sichtlich unsicher. Unzählige neue Eindrücke waren die letzten drei Tage auf sie eingeregnet.
Das Erste, was sie vor einigen Tagen wahr nahm, war ein Mensch der sie immer wieder antippte, bis sich ihr Bewusstsein langsam aus einer tiefen Dunkelheit schälte und sie reagierte. Das Erste was sie jemals erblickt hatte, war eine Wand voll mit Werkzeugen und ein mit Öl verschmierter, mittelalter Mann.
Es folgten einige Checks, Daten wurden abgeglichen und überprüft und wenig später hing sie zwischen diversen anderen Wagen und Waggons und wurde auf eine Reise geschickt, deren Ziel sie nicht kannte.
Die Fahrt dauerte mehrere Tage und verlief größtenteils schweigend. Keiner der brand neuen Wagen hatte etwas zu erzählen- vor allem nichts über sich selbst, keiner im Zug (außer die Lok) war älter als zwei Tage.
Also betrachtete sie die sich ständig verändernden Landschaften. Von dichten Laub- oder Nadelwäldern, über unzählige Felder, Wiesen zu Mittelgebiergen und neben Flüssen entlang ging die Fahrt. Sonne, Regen und Wind, Dunkelheit und Dämmerung, das alles erlebten Carrie und ihre Mitstreiter zum ersten mal. Für das Meiste kannte sie ganz automatisch die Bezeichnung, anderes war ihr fremd und sie würde bei der erst besten Gelegenheit nachfragen müssen...
Die Fahrt war angenehm gewesen. Immer wieder hielten sie an kleineren oder größeren Bahnhöfen, um Wagen abzuliefern. Carrie selbst hing im vorderen Drittel, hatte also mit die weiteste Strecke vor sich. Mit jedem Stopp verlor der Zug ein oder mehrere Waggons, die Lok wurde betankt und es ging weiter. Es gab keine Zeit für längere Pausen, der Zeitplan war knapp.
"Und hier haben wir die Anderen!", wurde der Gepäckwagen aus ihren wenigen Erinnerungen gerissen, "Das sind Ashley, Buffy und Pearl!", stellte Dinah einen nach dem anderen vor.
Carrie mussterte ihre neuen Kolleginen. Pearl erstrahlte in perfektem weiß, was die Aufschrift "First Class" auf ihrer Brust irgendwie unnötig machte. Sie lächelte Carrie freundlich an und hob leucht schüchtern die Hand.
Ashley sah älter als Pearl oder Buffy aus, zog am Stummel einer Zigarette, drückte sie in einem Aschenbecher aus, stand auf und rollte auf Carrie zu.
"Ashley, hi, ich muss morgen früh raus, wir reden später, Süße", gähnend zog sie ab, ohne irgend etwas anderes zu sagen.
Was war das denn?
Fragend sah Carrie zu Dinah, welche Ashley leicht missmutig nach sah.
"Keine Sorge", meinte sie schließlich, "Ashley ist nicht sehr gesprächig, was aber nicht heißt, dass sie dich nicht gern hätte!"
"Da muss ich Dinah recht geben.", grinste der letzte Wagen. "Ich bin Buffy. Schön dich kennen zu lernen! Carrie war dein Name, nicht?", Buffy war auf sie zu gerollt und hielt ihr die Hand hin.
"Ja, Carrie", bestätigte die Jüngste und schüttelte die Hand der Anderen leicht.
Buffy warf einen prüfenden Blick auf die Uhr an der Wand. "Es ist wirklich spät... wir lernen uns morgen besser kennen.", lächelte sie entschuldigend, "Gute Nacht, Mädels!"
"Gutte Nacht!", rief Dinah ihr nach.
Damit verschwand auch sie.
Carrie sah fragend zwischen Pearl und Dinah hin und her.
Pearl schien schüchtern zu sein und nicht viel älter als sie selbst. Auch sie verabschiedete sich schließlich.
"Nun ja... vielleicht ist es wirklich besser, das richtige Kennenlernen auf morgen zu verschieben.", meinte Dinah verlegen, "Komm, ich zeig dir deinen Raum!"
Carrie folgte dem Speisewagen durch einen langen Flur, von dem einige Türen abgingen, zu einer Tür ganz am Ende besagten Flures.
"Die Zimmer sind alle gleich groß und haben die gleiche Grundeinrichtung. So kommt kein Neid auf", erklärte Dinah nebenbei.
Sie öffnete die Tür und rollte gefolgt von Carrie hinein.
Auf den ersten Blick hatte das Zimmer alles, was man brauchte. Ein Bett, ein Regal, eine Kommode, ein kleines Fenster, einen Tisch und zwei Stühle. Natürlich gab es keine persönlichen Sachen, so wirkte es kahl und langweilig. Dinah schien Carries Gedanken gelesen zu haben.
"Keine Sorge, mit der Zeit sammelt sich einiges an mit dem du die Regale voll stopfen kannst. Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich meine ganzen Sachen unterkriegen soll.", lachte sie leise.
"Ja... wahrscheinlich..."
"Ich lasse dich mal allein. Wir sehen uns zum Frühstück. So circa gegen sieben Uhr. Schlaf gut!", breit lächelnd zog auch Dinah sich zurück und schloss die Tür hinter sich geräuchslos.
Carrie stand einige Minuten unschlüssig in ihrem Zimmer.
...Sie würde hier schon ganz gut zurecht kommen. Die anderen Wagen schienen teilweise zwar etwas eigen zu sein, aber was erwartete man, wenn mitten in der Nacht eine Fremde einzog?
Wie nie zuvor in den letzten Tagen spührte der Gepäckwagen eine eiserne Müdigkeit von ihr Besitz zu ergreifen. Gähnend löste sie ihren Dutt und legte sich in das metallerne Bett. Es war bequem und noch bevor sie die Augen richtig geschlossen hatte, schlief sie ein.

••••••

[Ich lasse die Story mal auf "in Arbeit" bezweifle aber, dass in den nächsten Wochen/Monaten wieder was kommt, bzw weiß ich nicht, ob überhaupt wieder etwas kommt, aber wenn~)
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