The Will Of Fire

GeschichteHumor, Freundschaft / P16
Hinata Hyuga Kakashi Hatake Kiba Inuzuka Naruto Uzumaki OC (Own Character)
19.05.2019
11.09.2019
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Kapitel 6.

--- Shizuka‘s Sicht ---

>> Naruto … <<, stieß ich durch zusammen gebissenen Zähnen hervor. >> Ich glaube, lange halte ich dein Gewicht echt nicht mehr aus! <<, ich umfasste das Seil so fest, dass meine Knöchel weiß hervortraten, meine Füße drückte ich so kräftig gegen den Boden, dass meine Hacken kerben in die Erde schlugen und damit ich die Kraft beibehielt, lehnte ich mich so stark zurück, dass ich in den Himmel hinauf schauen musste, um so bleiben zu können.
>> Keine Sorge, Shizu. <<, rief Naruto zu mir hoch und klang dabei fröhlicher, als ich mich gerade fühlte – der Schweiß kam aus allen Öffnungen, aus wirklich allen. >> Gleich bin ich fertig! <<
Ich schluckte hart, als ich meine Körperhaltung noch etwas mehr verfestigte. Ich hatte die Zeit nicht mehr richtig vor Augen, weshalb ich auch nicht mehr sagen konnte, seit wann wir hier waren und uns fröhlich austobten. Das einzige was ich mit Gewissheit sagen konnte war, dass wir eigentlich ganz woanders hätten sein müssen.
>> Was treibt ihr Bengel da!? <<, brüllte ein Dorfbewohner wütend zu uns hoch.
>> Hört sofort damit auf, wie könnt ihr es wagen?! <<, kreischte eine Frau und ich konnte es mir bildlich vorstellen, wie sie ihre Faust beschwerlich in die Lüfte reckte und wütend das Gesicht verzog.
Naruto indessen kicherte wie ein verrückter, ließ seine Fantasie und Künstlerische Ader freien Lauf und schwang seinen Pinsel weitläufig und präzise hin und her. Ich hörte, wie die Wasser feste Farbe laut auf den Felsen klatschte und platschte. Der Chaot da unter mir schien zu wissen, was er da tat, denn er ließ sich von nichts und niemanden aus der Ruhe bringen.
>> Idioten! <<, schrie er plötzlich fröhlich. >> Haltet endlich die Fresse! <<, er lachte frech und da sich das Seil ein wenig in meinen Händen wandte und drehte, wusste ich, dass der Chaot sich herum gedreht hatte, um auf das Volk hinunter blicken zu können.
Das Seil brannte mittlerweile auf meiner gereizten Haut, weshalb ich das Gesicht verzog und leise zischte. >> Man, Naruto! Halte doch mal endlich still! Oder willst du, dass das Seil aus meinen Händen rutscht? <<, fauchte ich ungehalten und verfestigte meinen Stand noch einmal mehr. >> Ich habe kein Bock auf ein besten Freund, der Matsch ist! <<, ich sah leicht zu ihm runter.
Entschuldigend schaute er zu mir auf. >> Sorry, Shizu, es dauert nicht mehr lange! <<, sein Blick wanderte wieder nach unten, zum Dorf und seine Miene wurde wieder rotze frech. >> Feiglinge! Ihr traut euch doch nicht, so was zu tun! <<, schrie er beherzt weiter und machte einen auf dicke Hose.
Ich konnte es mir nicht verkneifen, mit den Augen zu rollen. Er sollte weiter die Felsen beschmieren und keine Reden schwingen!
>> Aber ich, ich kann‘s! <<, er stieß abermals ein stolzes, freches lachen aus. >> Ich bin groooßartig, echt jetzt! <<, erfreut wedelte er mit seinem Pinsel herum, während er in der anderen Hand ein Eimer roter Farbe hielt, dessen Inhalt lautstark hin und her schwappte.  
Anhand des Seils spürte ich, wie Naruto sich wieder den Felsen umwandte und sie weiter beschmierte. Während er das tat, blendete er das Gezeter der wütenden Meute unter ihm komplett aus und dabei hatte er keinerlei Gewissensbisse – das hörte ich daran, dass er leise summte.  
Irgendwann erklärte er mir, was er da genau malte, da ich es von hier oben kaum, bis gar nicht erkennen konnte – aber mein Kopfkino reichte mir da völlig aus. Laut seinen Erzählungen her, hatte der erste Hokage Nasenbluten und die rote, warme Flüssigkeit lief ihm nur aus dem rechten Nasenloch, während sich auf seiner rechten Wange eine große, genauso rote Spirale befand. Der zweite Hokage und jüngere Bruder des ersten, besaß einen wundervollen Scheißhaufen auf der rechten Wange, während er frech die Zunge heraus streckte. Der dritte und jetzige Hokage hatte ebenfalls Nasenbluten, allerdings suchte sich das Blut aus beiden Nasenlöchern seine Freiheit und es schien, als würde er vor Schmerzen weinen, da ihm Tränen über das ganze Gesicht liefen. Bei Hokage dem vierten hatte Naruto sich besonders viel Mühe gegeben, denn der längst verstorbene Mann hatte nicht nur eine Spirale, sondern gleich zwei davon auf jeweils einer Wange und seine Augen waren von langen, kräftigen geschwungenen Wimpern umwuchert … außerdem liefen ihm flüssige Popel aus dem rechten Nasenloch.  
Im großen und ganzen erlitten die vier mächtigsten Ninja unseres Dorfes, ein hartes Umstyling. Lächelnd schaute ich abermals in den Himmel hinauf. Sahen die drei, leider schon verstorbenen, Hokage uns gerade zu? Ohne es verhindern zu können stellte ich mir vor, wie die drei auf einer Wolke standen und zu uns hinunter sahen. Die Sonne schien ihnen allen auf den Köpfen, ließen ihre Schatten vor sich stark und groß erscheinen und jeder zeigte eine andere Reaktion. Hashirama Senju, der auch als Gottheit der Ninja bezeichnet wurde und der erste Hokage und einer der Gründer Konohas war, würde wahrscheinlich lächelnd auf uns hinab schauen. Wer weiß? Vielleicht würde er sogar leise vor sich hin lachen? Sich denken, wie Lebensfroh die heutige Jugend doch war? So weit ich wusste, dann war der erste Hokage für viele Späße zu haben, außerdem hatte Hokage der dritte ihn als sanft und besonnen betitelt, als er unsere Klasse besucht hatte. In unseren Büchern hatte aber auch gestanden, dass Hashirama eine wirklich sehr starke Persönlichkeit hatte.
Zu schade, dass ich ihn niemals kennen lernen würde …
Tobirama Senju, der jüngere Bruder des ersten und Sensei des dritten Hokage, der als unerschrocken und Leidenschaftlich galt, würde etwas grimmig zu uns runter schauen. Wahrscheinlich würde er unsere Aktion alles andere als gut heißen und uns verfluchen bis zum geht nicht mehr. So war zumindest meine Einschätzung ihm gegenüber. In den Lehrbüchern der Akademie, hatte ich schon einmal ein Bild von ihm gesehen und darauf hatte er sehr, sehr ernst gewirkt. Aber nichts desto trotz, war er ein wirklich guter Hokage gewesen.
Minato Namikaze, der vierte Hokage, der durch seiner wahnsinnigen Schnelligkeit auch als „Konohas Gelber Blitz“ bekannt geworden war, würde vielleicht ebenfalls leicht lächeln und sich so seine Sachen denken. Es hieß, dass er für seinen starken, klugen und großherzigen Charakter geliebt und respektiert wurde und obwohl ich ihn nicht kannte und ihn noch nie gesehen hatte, wusste ich, dass sie recht hatten. Er war großherzig, stark und klug gewesen – sonst hätte er sein Leben, so wie die anderen beiden, niemals für das Dorf geopfert.  
Nachdem sich meine Fantasie fertig ausgelebt hatte, musste ich leicht schnauben. Würden die drei das Spektakel hier wirklich sehen, dann würden sie sich vielleicht in ihrem Grabe herum drehen. Oder sie waren wirklich cool und würden mit uns lachen – was ich insgeheim hoffte.
Leider würde ich niemals eine Antwort darauf erhalten, was irgendwie Schade war. Aber jedes Menschenleben ging einmal zu ende, da war es egal, wie stark dieser Mensch gewesen war.
Plötzlich wurden Naruto und ich mitten im unserem tun unterbrochen, denn ein Schatten warf sich über mich. Erst hatte ich den bekloppten Gedanken, dass die drei Hokage aufgetaucht waren, um mich zu holen – weshalb sich mein griff um das Seil vor Schreck, so sehr lockerte, dass es mir aus den Händen flutschte und ich konnte nur noch hören, wie Naruto anfing vor Panik und Schreck laut los zu schreien … ich konnte von Glück reden, dass es nicht die Hokage waren, die hinter mir standen, sondern Sensei Iruka, der wirklich sehr gute Reflexe besaß und das Seil gerade rechtzeitig zu packen bekam, ehe es aus unserem Sichtfeld verschwinden konnte - hätte er keine so guten Reflexe gehabt, dann würde Naruto wie eine zermatschte Pflaume am Boden liegen, da war ich mir sicher.
Kaum hatte ich an einer zermatschten-Naruto-Pflaume gedacht, musste ich leicht grinsen. Eine zermatschte, lila Pflaume, mit Blonden, zerzausten Haaren und grüner Fliegerbrille – interessantes, aber auch recht befremdliches Bild … Moment, das war ja gar nicht zum lachen! Über mich selbst erschrocken schüttelte ich mit meinem Kopf, wie konnte ich nur über so etwas lachen!
Ach, ich vergaß – ich besaß einen „Gesunden“ schwarzen Humor …
Sensei Iruka zog Naruto, durch das Seil, ruckartig hinauf und ich hörte, wie mein bester Freund ab und zu keuchte, als er – höchstwahrscheinlich – des öfteren gegen die Felsen krachte und knallte.
Ich ahnte bereits, dass der Sensei sehr, sehr, sehr wütend auf uns war und irgendwie konnte ich es auch verstehen und nachvollziehen, immerhin bereiteten wir ihm sehr oft nichts als ärger. Allerdings wunderte es mich, dass er durch uns nicht schon längst graue Haare besaß, so oft, wie er sich wegen uns aufregte und beinahe aus der Haut fuhr.
Sekundenbruchteile später lag Naruto vor uns auf dem Boden und rieb sich seinen schmerzenden Kopf, der nur so von Beulen umgeben war. Ich sollte ihm demnächst vielleicht etwas zum kühlen besorgen, dass sah echt nicht angenehm aus – wenn ich denn daran dachte.
Zwar stand Sensei Iruka mit dem Rücke zu mir, doch wusste ich, dass er eine zornige Miene aufgesetzt hatte und ich bereitete mich innerlich schon einmal auf die Moralpredigt vor, die er sich gerade ausdachte – zumindest wollte ich das, als mir jedoch eine super und glorreiche Idee kam.
Gerade als Sensei Iruka Luft holte, um mit seiner Predigt anzufangen, fiel ich ihm ins Wort. >> Äh … Sensei? Hören sie das? <<
Seufzend wandte er sich zu mir um, er hatte seine Augenlider halb geschlossen - er schien von meinen Worten und Taten mehr als nur ermüdet zu sein. >> Nein, Shizuka, ich höre gar nichts. <<
Eine Zeit lang, ließ ich seine Worte unbeantwortet in der Luft schweben, dachte darüber nach, was ich ihm am besten antworten konnte und öffnete schließlich mein Mund. >> Spitzen Sie doch mal ihre Lauscher, irgendwo da Draußen höre ich etwas! <<, ich zeigte in einer Richtung, die irgendwo hinter Naruto lag und wenn ich mich nicht täuschte, zeigte ich irgendwo dort hin, wo sich die heißen Quellen befanden, wo sich die Stachelbürste sehr gerne aufhielt und seine Zeit vertrieb.
>> Vielleicht Schreie? <<, fügte ich meiner „Vermutung“ hinzu und zuckte mit meinen Schultern.
Während unser Sensei in eben diese Richtung blickte und seine Ohren spitzte, deutete ich Naruto unauffällig an, nach rechts zu flüchten. Er warf mir ein gigantisches grinsen zu, ehe er nickte, ruckartig aufsprang und schreiend davon rannte. Dabei lachte er so laut, dass ich mir sicher war, dass es selbst Jiraiya hören konnte, der im Moment auf einer außen Mission war. Selbstverständlich bekam Iruka das sofort mit und wirbelte zu mir herum, weshalb auch ich hastig meine Beine in die Hände nahm und davon flitzte.
Somit war die Verfolgungsjagd eröffnet und meine Mitschüler Lehrerarm.
Vielleicht hatten sie ja Glück und sie bekamen eine Freistunde, wer wusste das schon?
Hektisch sprintete ich die Stufen hinunter, im wissen, dass Sensei Iruka direkt hinter mir war. Er rief mir zu, dass ich stehen bleiben sollte, aber daran dachte ich nicht einmal annähernd. Warum rannte der Sensei eigentlich zu erst mir hinter her? Immerhin hatte ich Naruto nur fest gehalten!
Solch eine Gemeinheit!
Gereizt legte ich noch mal ein Zahn zu, sprang förmlich drei Stufen auf einmal hinunter und freute mich schon jetzt darauf, in einer Menschenmenge verschwinden zu können. In solch einer Menge konnte ich sehr gut untertauchen und Iruka würde es schwer haben, mich darunter ausfindig zu machen.
Wir kamen dem Marktplatz immer näher und in dieser Zeit hatte Sensei Iruka es aufgegeben, mir etwas hinterher zu brüllen. Allerdings hatte ich in dieser Zeit angefangen, ihm alle möglichen Hindernisse entgegen zu werfen. Das letzte, was ich ihm in den Weg geworfen hatte, waren einige Kisten gewesen, worin irgendetwas gescheppert hatte und davor hatte ich ihm Fässer vor die Füße geschleudert, die Gefährliche Geräusche von sich gegeben hatten. Zwar konnte er sie ausweichen,  kam dabei jedoch so sehr ins straucheln, dass er einige Meter hinter mir zurück blieb.
Ich fing an breit zu grinsen, als ich beim Marktplatz ankam und mich unter die Leute mischte. Viele hatten keine Blicke für mich übrig, während mich einige Verächtlich oder lächelnd ansahen. Ich kam sogar am Obst- und Gemüsestand der alten Amy vorbei. Diese hatte mir einen Apfel angeboten, allerdings war ich eilig an ihr vorbei gerannt und hatte ihn dankend abgelehnt.
Als ich schließlich einige Meter weiter gerannt war und keine hitzigen Schritte mehr hinter mir hören konnte, wagte ich es über meiner rechten Schulter zu blicken. Dadurch konnte und durfte ich fröhlich feststellen, dass ich meinem Sensei erfolgreich entwischt war.
Kichernd sah ich wieder gerade aus und wollte weiter rennen, als ich gegen jemanden knallte. Die Brust, gegen der ich landete, fühlte sich warm und hart an. Allerdings konnte ich das Gefühl dessen nicht länger identifizieren, denn die Person und ich schrien erschrocken laut auf und fielen hinten über, was so viel hieß, dass ich direkt auf seiner Brust drauf landete und Voilà, ich konnte sie wieder spüren und fühlen. Jedoch achtete ich nicht mehr wirklich darauf, denn es passierte etwas viel, viel schlimmeres und unangenehmeres. Mein Herz schlug vor Schreck so schnell, dass ich die leise sorge hegte, dass er es spüren konnte, da auch ich sein schnellen Herzschlag wahrnehmen konnte.
Mit riesen, großen Augen starrte ich in die schwarzen Seelenspiegel Kibas, während unsere Lippen sanft aufeinander lagen. In seinen Augen konnte ich rein gar nichts erkennen, aber ich schätzte mal, dass er in meinen vieles sehen konnte, darunter Verwirrung und Entsetzen.
Eine Zeit lang konnten wir uns nicht bewegen, wir waren wie erstarrt und konnten uns nur in die Augen starren. Ich war mir sicher, dass einige Dorfbewohner verwirrt an uns vorbei liefen und sich so ihren Teil dachten, aber das war mir egal. Es gab wichtigeres, zum Beispiel die frage, wie ich meinen Körper wieder dazu bringen konnte, sich wieder richtig und funktionstüchtig zu bewegen.  
Erst als Akamaru seine Schnauze an Fangzahns und meine Wange drückte, erwachte ich wieder zu Leben und sprang von dem Idioten unter mir runter. Auch er rappelte sich hastig wieder auf und klopfte sich den Staub von der Kleidung. Seine Wangen waren leicht gerötet, was bei meinen nicht anders war. Beide waren wir sprachlos … bis wir synchron anfingen zu husten und zu würgen.
Angeekelt rieb ich mir über die Lippen und versuchte dadurch, das merkwürdige brennen auf ihnen los zu werden.
>> Sag mal, hast du ein voll knall?! <<, brüllte er mich plötzlich wütend an, als er sich schließlich, mit seinem linken Ärmel, über die Lippen wischte. >> Ist ja widerlich! <<
Seinen letzten Kommentar überhörte ich einfach, auch wenn es mich zum kochen brachte. >> Was kann ich denn bitte dafür, wenn du Vollpfosten, plötzlich im Weg herumstehst?! <<
Winselnd sprang Akamaru wieder auf Fangzahns Kopf, als dieser leicht knurrte. >> Ich hatte doch nicht damit rechnen können, dass ausgerechnet du, wie eine Wilde Esau auf mich zu gerannt kommst und mich anfällst! <<, hielt er dagegen an.
Empört plusterte ich meine Wangen auf. >> Wie bitte?! Ich?! Dich Anfallen?! <<, innerlich explodierte ich und leider drang die Explosion auch nach außen. >> Ich käme nicht einmal im Traum auf die Idee, dich freiwillig anfallen zu wollen! Ich glaube es hackt! <<, schrie ich lauthals und stampfe erzürnt auf den Boden auf. >> Für wen hältst du dich?! <<
Bevor Kiba mir auch nur Antworten konnte, meldete sich eine andere Stimme hinter mir zu Wort. >> Wenn du nicht gefunden werden willst, dann solltest du aufhören, so herum zu schreien. <<
Kaum war die Stimme im Wind verklungen, wandelte sich meine Wut in Entsetzen um und ohne wirklich darüber nachzudenken, sprang ich Kiba erschrocken in die Arme. Mehr aus Reflex, als aus wohl wollen, fing der Inuzuka mich auf und hielt mich fest. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, dass auch er leicht erschrocken die Augen geweitet hatte.
Sensei Iruka hatte seine Fäuste in die Seiten gestemmt, als er mich streng musterte. >> Das wird Konsequenzen haben, Junge Dame. <<, sein Blick fiel auf Fangzahn. >> Und du, Kiba, gehst lieber flott zur Klasse zurück. <<, kaum hatte der Sensei das gesagt, ließ das Drecksschippengesicht mich einfach los und ich fiel unsanft auf meinem Hintern.
>> Mistkerl. <<, zischte ich erbost und rappelte mich langsam auf.
>> Du wirst jetzt zur Akademie gehen, Shizuka, verstanden? <<
Normalerweise würde ich mich jetzt geschlagen geben und seinen Anweisungen folgen. Allerdings machte es mir einen Heidenspaß, ihn zu ärgern – weshalb ich ihm bloß die Zunge raus streckte und davon rannte.
Später sprang ich, wie eine Hupfdohle über die verschiedensten Dächer. Manchmal kam ich leichtfüßig auf den Dächern zum stehen, andere male musste ich mein Gleichgewicht hastig wieder zurück erlangen, damit ich nicht Haushoch vom Dach fiel.
Ich konnte mich noch sehr gut daran zurück erinnern, wie Naruto, Takumi und ich vom Nachsitzen geflohen waren. Damals waren sie vom ersten Stock hinunter gesprungen und ich hatte Angst, dass ich mir alle Knochen brechen würde – mittlerweile war diese Angst verraucht.
Das allerdings nur, weil Naruto mich des öfteren dazu verdonnert hatte, mit ihm über die Dächer zu springen, um dadurch meine Angst zu besiegen und es hatte geklappt … es sei denn, es war wirklich sehr, sehr hoch, dann schrillten wieder meine Alarmglocken.  
Kamen wir noch mal zu meinem Gleichgewichtssinn: Bisher hatte ich das ganze ziemlich gut überstanden … bis ein Geräusch mich zutiefst erschrecken und mich zu früh abspringen ließ. Erschrocken schrie ich auf und sah hinter mich – es war ja wohl klar, dass Sensei Iruka hinter mir her rannte. Dieser lächelte leicht und deutete nach vorne, weshalb ich mich wieder zurück drehte. Nur um dann meine Augen vor  Entsetzen weit auf zu reißen. Die Häuserwand mir gegenüber kam immer näher und es gab kein zurück mehr, ich konnte mich nicht vor das kommende retten – dazu war ich noch viel zu ungeschickt.
Sekundenbruchteile später knallte ich, mit Karacho, gegen hartes Holz und meine Nase war das erste Körperteil, was das Material streifte und zu schmerzen anfing.
Kurz blieb ich noch an der Wand kleben, ehe ich mich langsam löste und wie ein Stein Richtung Boden fiel. Um mich herum drehte sich alles. Ich war benommen und erst mal zu nichts mehr fähig, weshalb Sensei Iruka mich ohne Hindernisse fesseln konnte.
>> So, dann fehlt wohl nur noch Naruto. <<, verkündete er und obwohl mir Schwindelig war, konnte ich erkennen, dass er entschlossen lächelte.

Genervt schaute ich zu meinem streng dreinblickenden Sensei auf, der vor mir und Naruto stand und seine Fäuste in die Seiten gestemmt hatte. Seine Miene war recht finster, was kein Wunder war.
Trotzdem war auch ich sichtlich genervt. Wie lange wollte Sensei Iruka mich denn noch gefesselt lassen? Es war ja nicht so, als würde ich gleich sofort wieder verschwinden! Der Trottel hatte mich eine Stunde lang vor einem Haus sitzen lassen und das gefesselt, nur damit er in ruhe Naruto hinter her jagen und sich sicher sein konnte, dass ich nicht gleich wieder stiften gehen würde!
Ich meine – was hätte er gemacht, wenn ein Bösewicht um die Ecke gekommen wäre und gemeint hätte, mich vermöbeln, gar entführen zu müssen? Ich hätte mich wahrscheinlich gar nicht wehren und retten können, da ich die Kunst des Entfesselns noch nicht wirklich drauf hatte.
Ja, das Thema hatten wir schon einmal durch gekaut, aber so richtig verstanden hatte ich das ganze immer noch nicht. Jedoch hoffte ich, dass mein baldiger Sensei mir das noch bei bringen würde.
Gemeinsam, mit den beiden Volldeppen, hockte ich vor der Klasse und wurde beinahe von den finsteren Blicken überflutet, die man Naruto und mir zuwarf. Allesamt zogen sie ein Gesicht, als hätte der Wetterbericht vorhergesagt, dass es sieben Tage lang durch regnen würde.
Dabei gab es weitaus schlimmeres, als schlechtes Wetter.
Aus dem Augenwinkel her konnte ich erkennen, wie Naruto trotzig sein Blick abwandte und ein tiefes, beleidigtes Schnauben ausstieß. Ich war gewillt und versucht es ihm gleich zu tun. Allerdings ließ ich es lieber bleiben, da Sensei Iruka wirklich ziemlich böse dreinschaute und das ließ mich dann doch auch schlucken.
>> Morgen ist die Abschlussprüfung unserer Ninja-Akademie! Und ihr seid durch die letzte und vorletzte Prüfung gefallen! <<, er holte tief Luft, als er tadelnd den Zeigefinger nach uns ausstreckte und noch strenger das Gesicht verzog. >> Da habt ihr keine Zeit zu verlieren! <<
Beleidigt zog Naruto eine Fluppe, als er ein genervtes: >> Jaa, Jaa. <<, von sich gab.
Ich währenddessen schaute nachdenklich zu Boden, wobei ich am liebsten auf meine Hände gestarrt hätte – dies erübrigte sich jedoch, da ich noch immer gefesselt war und das kotzte mich immer noch ziemlich an. Dennoch … Ich war überhaupt nicht Stolz darauf, durch die letzten beiden Prüfungen gerasselt zu sein. Aber manchmal war mir meine Freizeit viel verlockender und wichtiger erschienen, als das lernen und da hatte es auch nichts gebracht, wenn Nori mich getadelt hatte. Sie hatte sich dumm und dämlich gemeckert, aber gebracht hatte es rein gar nichts und ich konnte es nicht leugnen, ich war ein ziemlicher Lernmuffel.
Langsam aber sicher zog ich eine Entschlossene Miene. Dieses mal würde ich die Prüfung schaffen! Egal wie! Und wenn ich dafür die ganze Nacht durch lernen musste – dafür schließlich Genin zu werden … das wäre es mir wert.
Genau das wollte ich dem Sensei sagen, als ich jedoch aufschaute, blieben mir die Worte im Hals stecken. Narutos Antwort schien ihm rein gar nicht in den Kram gepasst zu haben, denn sein ganzes Gesicht zuckte furchtbar merkwürdig, fast gefährlich.
Ich biss mir unsicher auf die Unterlippe. Das könnte gleich für uns alle böse Enden, so wie eigentlich immer wenn Naruto und ich Mist bauten.
„Naruto, ich weiß, du hörst mich nicht – aber sollte ich das überstehen … Sag der alten Stachelbürste und der Maulenden-Nori, dass ich sie Liebe!“, ging es mir durch den Kopf.
Kaum waren mir die Gedanken durch den Kopf gegangen, warf Naruto mir ein verständnislosen Blick zu, was mich verwirrt das Gesicht verziehen ließ. Was war dem denn jetzt über die Leber gelaufen? Er schaute mich an, als hätte er ein Geist gesehen.
>> Thema heute ist die Wiederholungsprüfung zur Kunst der Verwandlung! Alle in einer Reihe aufstellen! <<, brüllte Sensei Iruka und holte mich somit aus meinen Gedanken. >> Ihr sollt euch in mich verwandeln! <<, er stampfte auf Naruto und mich zu und entfesselte uns.
Während die ganze Klasse genervt aufstöhnte, packte Naruto mich sanft am Arm und zog mich etwas weiter weg, weg von den anderen.
Seine Miene war ungewöhnlich ernst. >> Was war das? Wie hast du das gemacht? <<, flüsterte er und schien die Welt nicht mehr zu verstehen.
Verwirrt zog ich meine brauen zusammen. >> Was meinst du? <<, verständnislos schüttelte ich mit meinem Kopf.
Bevor der Chaot mir jedoch Antworten konnte, wurde ich einfach mal so angerempelt. Verärgert wandte ich mich um und schaute direkt in das Gesicht von Fangzahn. Seine Augen funkelten Sauer und sein Blick schien zu sagen: „Alles nur wegen dir!“ und ich hatte auch die kleine Vermutung, dass er mir den ungewollten Kuss noch immer ziemlich Krumm nahm.
Aber was blieb der Nepp-Depp auch einfach mitten im Weg stehen?
Als Shinobi sollte man auf alles gefasst sein!
Gut … vielleicht sollte ich mein Mund nicht allzu voll nehmen.
„Blöder Kacklappen.“, dachte ich verärgert und verzog beleidigt meine Mundwinkel.
Nach und nach stellten wir uns alle in einer Reihe auf, wobei Naruto und ich von bösen und wütenden Blicken nur so überwuchert wurden. Allerdings hielten meine Schuldgefühle sich in Grenzen. Wenn ich Spaß haben wollte, dann hatte ich auch Spaß, da war mir der Grund völlig Latte. Ja gut, dass die anderen unsere Suppe wieder auslöffeln müssen … das musste nicht sein. Aber wie sollte ich denn vor raus ahnen, dass auch sie bestraft werden würden? Immerhin war ich kein Orakel. Ich besaß keine Kugel, womit ich in die Zukunft blicken könnte! Und ja, auch die Hokage konnten nichts dafür, aber es war immer mal wieder verlockend, ihre Gesichter eine neue Abwechslung zu verschaffen. Außerdem liebte ich den Adrenalin-Kick, wenn Naruto und ich einen Streich ausheckten.  
Ach man … ich war auch nicht unfehlbar.
>> Immer wieder müssen wir euren Mist ausbaden! <<, fluchte die Blonde Barbie neben mir erbost.
Ein spöttisches grinsen schlich sich auf meinen Lippen, als ich meine Arme vor der Brust verschränkte. >> Ach ja? Wo bliebe denn der Spaß, würdet ihr das nicht tun? <<, mir war klar, dass das völlig unfair, unhöflich und unnötig gewesen war, aber … manchmal konnte ich einfach nicht anders und meistens verselbstständigte sich meine Zunge – was hieß hier meistens?
Sie tat es immer!
Sasuke war der erste, der sich in den Sensei verwandeln sollte. So wie ich ihn bereits ein wenig kannte, ging er selbstbewusst nach vorne und würdigte uns anderen keines einzigen Blickes.
Eine Sache hatte sich jedoch verändert. Ich wusste ein Teil seiner Geschichte und ich musste zugeben, dass dieser Teil so dunkel und finster war, dass es selbst mir kalt über den Rücken lief.
Naruto hatte mir mal erzählt, dass Sasuke zwar ein Uchiha war … jedoch der letzte hier in Konoha. Vor einigen Jahren hatte es ein ziemlich schlimmen Massaker im Uchiha-viertel gegeben, der von seinem eigenen Bruder durchgeführt wurde. In diesem Massaker starben alle Uchihas – außer Sasuke und Itachi.
Mein Klassenkamerad hatte sich das alles mit ansehen müssen.
Vielleicht war er ja deswegen so kühl und distanziert?
Ich wusste es nicht, aber ich wollte mir auch nicht weiter Gedanken darum machen. Sasuke würde schon seine Gründe haben, weshalb er so war, wie er jetzt nun einmal war – außerdem kannte ich nur seinen Namen, nicht seine ganze Geschichte und deshalb hatte ich mich da auch nicht einzumischen.
Der letzte Uchiha bildete einige Fingerzeichen und Voilà, da war der erste, perfekte Sensei Iruka verschnitt geboren. Der einzige Unterschied zwischen ihnen bestand allerdings darin, dass Sauske völlig kühl drein schaute – warte … ich fing leicht an los zu prusten. Hatte ich gerade „Sauske“ gedacht, satt „Sasuke“?  Klang ja noch viel besser als Fatzke! Vielleicht sollte ich ihn ja mal so ansprechen.
>> Das war sehr gut, Sasuke. <<, der Sensei kritzelte irgendetwas auf sein Klemmbrett.
Ich biss mir auf die Unterlippe, um nicht laut los zu lachen. Sauske … ich glaubte, ich wurd‘ nicht mehr. Wie bekloppt klang der Spitzname bitte?
Fragend schaute Naruto mich von der Seite her an – er stand ebenfalls neben mir. Ich zuckte bloß mit meinen Schultern und zwinkerte ihm zu. Diesen Spitznamen würde ich ihm schon nicht vorenthalten, er würde ihn schon früh genug kennen lernen – und Sasuke wahrscheinlich auch.
Schließlich rief Sensei Iruka das Pinke Kaumgummi auf. Sakura löste sich aus unseren Reihen und lief ruhig auf den Erwachsenen zu. Ihr Gang war so selbstbewusst, dass ihre langen, pinken Haare leicht hin und her wehten. Sie drehte sich zu uns herum, verzog konzentriert das Gesicht und schloss eilig, aber perfekt die Fingerzeichen für die Kunst der Verwandlung. Kaum hatte sie das ganze Prozedere abgeschlossen, hatte sie Iruka bis aufs Haar kopiert.
Etwas enttäuscht biss ich mir auf die Unterlippe. Warum konnten alle diese Kunst so gut? Meine Verwandlungen ließen noch immer zu wünschen übrig … immer war irgendetwas verkehrt.
Und überhaupt? Gab es irgendetwas, was das Pinke Kaugummi nicht konnte? Sie war in allen Sachen so unfassbar gut … bevor ich weiter nachdenken konnte, holte Sensei Iruka mich abermals aus meinen Gedanken, indem er: >> Shizuka, versuch du es mal. <<, sagte.
Erschrocken zuckte ich zusammen, wobei ich Narutos Schulter, mit meiner streifte. Er schien mein Unbehagen zu spüren, denn er drückte kurz meine Hand, ehe er mich sanft nach vorne Schubste.
Mit einem verkrampfen, fast gequälten lächeln ging ich nach vorne. Mein Herz pochte so schnell, als hätte ich viel zu viel Koffein zu mir genommen – dabei hasste ich Kaffee, wie die Pest!
Langsam und leicht zitternd drehte ich mich zu den anderen herum und starrte dabei gezielt auf meine Finger, um die Blicke der anderen entgehen zu können. Trotzdem spürte ich sie.
Diese Blicke, die auf etwas warteten.
Aus dem Augenwinkel her sah ich, wie Naruto seine Daumen hob und mir breit zulächelte. Zwar konnte ich Hinata nicht sehen, aber ich wusste, dass sie da war und ich wusste auch, dass sie mir sanft zu lächelte. Daraus meine Kraft schöpfend, machte ich die gebrauchten Fingerzeichen und vollendete die Verwandlung – nur um dann festzustellen, dass ich genauso groß war, wie immer.
Irritiert sah ich zu Sensei Iruka, der leicht lächelte. >> Bis auf die Haare und die Größe hast du mich sehr gut getroffen, Shizuka. <<, er notierte sich meine Leistung.
Überrascht nahm ich eine Haarsträhne zwischen meinen Fingen. Mein Haar war noch genauso rot, wie sonst. Dennoch konnte ich mir ein Zaghaftes lächeln nicht verkneifen. Wenn Sensei Iruka sagte, dass ich nur zwei Fehler gemacht hatte, dann würde das ja wohl auch stimmen.
Fröhlich ließ ich meine Verwandlung fallen und stellte mich wieder zwischen Naruto und Ino. Letztere warf mir ein überhebliches grinsen zu, während Naruto mir leicht auf die Schulter klopfte.
Es kamen noch einige andere dran, die es gut und mal nicht so gut hin bekamen, als schließlich Narutos Name aufgerufen wurde.
>> Alles wegen dir! <<, brummte ein Junge, dessen Name ich vergessen hatte, verärgert, als Naruto nach vorn ging.
Anscheinend wurde uns diese Sache immer noch übel genommen.
Wie nachtragend.
>> Na und?! <<, stieß mein bester Freund gereizt aus und ging einfach weiter.
Ich warf ihm ein aufmunterndes lächeln zu, was ihn grinsen ließ. Selbstsicher rückte er sich seine Fliegerbrille zurecht, nickte einmal kräftig und murmelte: >> Na gut … und los! <<
Er vollbrachte Fingerzeichen, die mir eigentlich hätten bekannt vorkommen müssen … allerdings … kamen sie mir so unbekannt vor, dass ich mit voller Sicherheit sagen konnte, dass sie nicht zur Kunst der Verwandlung gehörten!
„Was macht der denn da?“, ging es mir durch den Kopf und ich verzog verwirrt das Gesicht.
>> Verwandlung! <<, stieß Naruto dann plötzlich laut aus und kaum war seine Stimme im Raum verhallt, verwandelte er sich.
Und wie er sich verwandelte. Der Kerl hätte sich in alles verwandeln können, in wirklich alles! Dass er sich aber in einer Nackten, Erwachsenen Frau verwandeln würde, dessen Weiblichen Zonen von kleinen, aber genügend großen Rauchwölkchen verdeckt wurden … damit hätte ich nun gar nicht gerechnet. Überhaupt nicht. Und es gefiel mir nicht. Ganz und gar nicht.
Angeekelt verzog ich das Gesicht und war mir im inneren sicher, dass er dafür noch büßen würde.
Sensei Iruka indessen … nun … dem spritzte sofort so viel Blut aus der Nase, dass er einige Meter nach hinten geschleudert wurde und seine Augen hatte er dabei so weit aufgerissen, dass es schon gar nicht mehr gesund aussah.
Kurz musterte ich den Sensei noch verdattert, ehe ich mich zu meinem besten, versauten Freund umwandte.
>> Das Nenn ich „Erotischekampfkunst“! <<, gluckste er und mein rechtes Augenlid fing an zu zucken, als er Sensei Iruka einen Luftkuss zu warf.  
Ich schob meine Ärmel ruckartig hoch und stampfte auf ihn zu.
Als ich bei ihm angekommen war, zog ich kräftig an seinem linken Ohr und starrte ihn fuchsteufelswild an. >> Ist das dein Ernst?! <<, schrie ich. >> Du kannst dich doch nicht einfach in eine Frau verwandeln, die dazu auch noch völlig nackt ist! <<, während ich wie eine wilde schrie, verwandelte er sich zurück und jammerte leicht.
>> DU VOLLIDIOT! <<, brüllte schließlich auch unser Sensei, der sich Taschentücher Fitzel in die Nase gesteckt hatte. >> WAS SOLL DIESER SCHWACHSINN?! <<
Naruto riss sich von mir los, zog seine Schultern an und ließ die Moralpredigt Sensei Irukas stumm über sich ergehen, während ich ihn für eine kurze Zeit mit meinen Blicken erdolchte.
Klar, es war scheiße, dass er das getan hatte … aber es würde mich ja schon interessieren, wo er das aufgeschnappt hatte. Ob er es sich selbst beigebracht hatte? Oder wurde es ihm beigebracht? Wenn ja, von wem? Leider war es kein Geheimnis, das er von vielen Dorfbewohnern verstoßen wurde – weshalb auch immer. Vielleicht sollte ich ihn mal fragen?
>> Der will doch nur Aufmerksamkeit! <<, regte sich ein Schüler auf, während seine Freunde zustimmend nickten.
Takumi, der mit Gray etwas abseits stand, verdrehte heftig seine Augen. Mit ihm kam ich eigentlich ganz gut klar, nur hatten wir nicht viel miteinander zu tun – wobei ich sehr gerne mit ihm befreundet sein würde. Jedoch waren Takumi und Gray ein solch verfestigtes Duo, dass ich es nicht schaffte, an ihnen heran zu kommen. Diese Tatsache brachte mich aber nicht dazu aufzugeben, auch wenn es ziemlich ermüdend war.
Meine Freundin Hinata hatte einen hochroten Kopf bekommen, während die Blonde Barbie und das Pinke Kaugummi erbost ihre Köpfe schüttelten und Naruto mit ihren blicken beinahe umbrachten. Nur Kiba und ein paar andere Leute aus der Klasse, schienen amüsiert über Narutos Aktion zu sein.
„Was für Idioten.“, dachte ich und rollte mit meinen Augen.

Später, nach der Akademie, standen Naruto und ich auf einer Art Holzplatte, die irgendwo an den Hokagefelsen befestigt worden war. Neben uns standen Eimer und in den Händen hielten wir Lappen, womit wir die ganze Sauerei weg machen mussten.
Da die Sonne noch recht hoch am Himmel stand, lief mir der Schweiß wie aus Eimern über die Haut. Manchmal musste ich sogar blinzeln, damit mir die Flüssigkeit nicht in die Augen drang.
„Wie ätzend.“, grummle ich innerlich und fing an härter zu Schrubben.
Naruto neben mir hatte grimmig das Gesicht verzogen. Seine Hände umfassten den Lappen so fest, dass seine Knöchel weiß hervortraten. Außerdem schrubbte er so kräftig und hart, dass seine Finger, ab und zu, über die Raue Gesteinswand ratschten.  
Kein Wunder, dass seine Knöchel so rot angelaufen waren.
>> Ihr könnt Nachhause gehen, wenn alles absolut sauber ist! <<, meldete Iruka sich zu Wort, der über uns, auf dem dritten Hokagen saß und uns bei der Arbeit beobachtete.
Mir brach der Schweiß aus und ich musste heftig schlucken, als ich an mein Zuhause dachte. Würde ich später nachhause kommen, dann würde Nori mir wahrscheinlich eine Pfanne über den Schädel ziehen. Natürlich nicht wörtlich gemeint, aber ich ahnte bereits, dass es ihr ab und zu in den Fingern kribbelte und sie liebend gern nach der Pfanne greifen würde!
Dieses mal würde die Stachelbürste auch nicht da sein, um mich vor ihrem Zorn zu schützen. Ich wäre ihr restlos ausgeliefert … Vielleicht hatte ich ja Glück und Kakashi wäre wieder zu Besuch? Hm … unwahrscheinlich, der hatte in letzter Zeit so viele Missionen … und wenn … dann würde er eh zu spät kommen und ich wäre schon längst zu Matsch verarbeitet worden.
Innerlich lachte ich Freudlos.
>> Pah! <<, stieß Naruto plötzlich völlig abfällig aus. >> Mir doch egal … auf mich wartet zu Hause sowieso niemand. <<, er klang zwar wütend und trotzig … aber ich wusste dennoch, wie es wirklich in seinem inneren aussah.
Wir kannten uns schon seit ungefähr zwei Jahren, in diesen Jahren sind wir unzertrennlich geworden und hatten uns dementsprechend auch alles anvertraut. Wirklich alles. Ich wusste seine Schwächen, seine Stärken, seine Geheimnisse … einfach alles und andersherum war es genauso. Und deswegen wusste ich auch, dass er ein Waisenkind war, dass er allein war.
Aber für mich gehörte er zur Familie, zwar hatte ich ihm das noch nicht wirklich gesagt … aber ich hoffte mal, dass er es wusste … was ich irgendwie bezweifelte.
Manchmal war er wirklich ziemlich dumm, aber ich hatte ihn trotzdem lieb.
Vielleicht sollte ich es ihm wirklich mal sagen, dass er für mich zur Familie gehörte … es würde ihn sicher freuen.
Auf einmal hörte ich ein seufzen, weswegen ich leicht aufsah. Nur um dann verdattert die Augen auf zu reißen. Sensei Iruka hatte sein Gesicht mitfühlend verzogen und irgendetwas, was ich nicht benennen konnte, glomm in seinen Augen auf.
>> Naruto … <<, sprach er plötzlich und klang dabei ein wenig seltsam.
Beleidigt schaute angesprochener auf und verzog das Gesicht. >> Was gibt‘s? <<
Überrascht durfte ich mit erleben, wie Irukas Wangen ein wenig rot wurden und er sich an der Wange kratzte. >> Hm … Na ja … <<, druckste er herum. >> Wenn ihr alles erledigt habt … lade ich euch zu Nudelsuppe ein! <<, er schaute überall hin, nur nicht zu uns.
Augenblicklich fing Naruto an zu strahlen, er lächelte so breit, dass auch ich ein wenig lächeln musste – auch wenn ich leider nicht mitkommen konnte.
>> YEAH! <<, brüllte er auch schon los. >> GERN! DANN STRENG ICH MICH MAL AN! <<, er fing an wie ein besessener zu Schrubben.
Ein wenig frustriert ließ ich den Kopf hängen. >> Ich würde ja gerne mitkommen … aber Nori hat bestimmt schon Essen gemacht … außerdem wird sie nur besorgt sein, wenn ich noch später nachhause komme. << … „Außerdem will ich ihre predigt so schnell, wie möglich hinter mich bringen“, fügte ich Gedanklich noch hinzu und erschauderte.
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Oi :D
Da ist endlich das Kapitel. Eigentlich sollte das schon letzte Woche rauskommen ... aber unser Modem meinte kaputt gehen zu müssen, weshalb wir kein Internet hatten ... aber jetzt ist es wieder da und wir können euch, mit unserem geschreibsel wieder nerven XD

Na jaaaa :) Wir hoffen, dass es euch gefallen hat und wir sind schon gespannt, was ihr davon haltet :D

G.L.G ^^
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