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Nein danke.

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Maxim Drüner Nico Seyfrid OC (Own Character) Tarek "Tafel" Ebéné
19.05.2019
04.08.2019
13
21.260
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Dieses Kapitel
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04.08.2019 1.745
 
Naria:

Mein Leben ist verrückt seitdem ich Maxim kenne. Ein Jahr nachdem wir uns kennen gelernt haben, schwanger, verlobt, Hauseigentümer. Immerhin hat Maxim überlegt bezüglich des Ringes. Es war keine Anfertigung und nur ein ganz normaler, ohne viel Schnick Schnack. Weil momentan würde kein Ring passen, der nach der Schwangerschaft nicht einfach abrutscht.

Alles an mir wird größer, außer die Körpergröße. Der Bauch, die Brüste, meine Beine sind tonnenschwer gefühlt. Gefühlt nahm aber mein Hirn ab, ich vergaß alles, was ich vor ein paar Minuten machte und so kam es auch vor, dass ich eine Pfanne dreimal abwasche oder mir fünf Jacken aus dem Umzugskarton legte, für den Fall, dass mir kalt werden sollte. Apropos Umzugskartons, ich durfte die Hälfte meines Kleiderschrankes selbst packen, danach kam Maxim panisch angerannt und übernahm den Rest. „Ich wusste gar nicht, dass du so etwas besitzt.“, grinst er und hält ein schwarzes, nicht zu viel verdeckendes Dessous hoch.
„Ich hatte Dinge mit dir vor!“, kichere ich und mein Verlobter reißt grinsend seine Augen auf. „Aber dann wurde ich ja schwanger. Kannst du dir vorstellen, wie lange wir kein Sex haben werden? Wenn die erst mal auf der Welt sind, ist nichts mehr mit durchschlafen, überall Windeln, Schreie, Tränen und Pisse. Das wird unser Armageddon, nur mit keinen Toten.“
„So schlimm wird es nicht, wir haben unsere Familien und Nico und Tarek, die bestimmt gerne mal babysitten.“

Just in diesem Moment kommt Tarek in den Raum und nimmt einige Kartons. „Das sind die letzten, alles andere ist bereits gepackt. Klara kommt gleich und nimmt unsere Schwangere im Auto mit.“, grinst er.

Das wird dann ein Schwertransport und gehe mit Hulk bereits vor die Haustür. Die Männer legten die letzten Kartons in den Transporter und fuhren schon los, als Klara um die Ecke angefahren kommt.
„Schwangerentransport ist hier, bitte einsteigen. Süße Hunde bitte auf die Rückbank!“, grinst sie und öffnet mit die Tür. An unserem neuen Haus angekommen, standen fast alle Kartons schon in den passenden Räumen. Die Möbelpacker, die Maxim beauftragt hat, haben bereits das Schlaf- und Ankleidezimmer aufgebaut. So hatten Klara und ich genug zum auspacken und es würden nicht im Weg stehen, wenn sie die anderen Möbel hineintragen.

Vielleicht gibt es circa 330 andere, bessere Tage zum Umziehen als 3 Wochen vor dem Entbindungstermin. Ich konnte, durfte und wollte nichts tragen. Nur leichte Sachen, wie Kleidung geht momentan. Alles andere nicht.

Aber zugegeben, so ein Umzug ist viel stressfreier, wenn man nichts tun darf – aber jeden kommandieren darf. Und das konnte ich sehr gut! Auch dass ich nur auf diesem fetten Sessel im Zimmer sitze und von hier aus jedem Befehle erteile, hat seine Vorteile. Schließlich muss ich so nicht stehen. Nach ein paar Tagen war alles verstaut.

Mit jedem Tag der verging, wurde ich ungeduldiger. Ich konnte es nicht mehr abwarten, dass die zwei Scheißer aus meinem Unterleib kommen. Ich will endlich wieder normal aufstehen können, auf dem Bauch liegen, mehr als 10 Meter laufen ohne gefühlt gleich zu sterben. Nico, Tarek und Klara kamen täglich vorbei. Nur heute, war ich davon weniger begeistert als sonst. Dank den Terrorkrümmel habe ich nur 2 Stunden geschlafen und kann auch nicht mehr einschlafen, weil sie in mir turnen. Also sitze ich seit 3 Uhr morgens hier auf der Couch und starre die Uhr an.
„Liebling, was machst du so früh schon?“, fragt Maxim verschlafen und setzt sich neben mich.
„Unsere Kinder lassen mich nicht mehr schlafen. Ich kann es nicht mehr abwarten, dass die endlich das Licht der Welt sehen.“
„Die sind bestimmt nur so wild, weil sie sich auf dich freuen. Ich meine, bei so einer wunderschönen Mutter ist das völlig legitim.“, grinst er und küsst den Bauch.
„Du bist so ein Schleimer, Maxim.“
„Und dein Bald-Mann.“.

Ja, Bald-Mann. Bald mein Ehemann.
Bald heißt in diesem Fall, 5 Stunden.
Eigentlich dachte ich, er bekommt bestimmt kein Termin beim Standesamt mehr während ich schwanger bin. Dann hätte ich wenigstens etwas abnehmen können und so, aber natürlich hatte er Glück. Es ist schließlich Maxim.
Mein Glück war es nur, dass es sehr warm war und ich somit einfach ein lockeres Kleid anziehen kann und solche hatte ich genügend im Schrank hängen.

Den halben Tag später waren wir Ehemann und Frau und ich schlief direkt auf der Couch ein, als ich mich hinlegte. Ich freute mich zwar über die Trauung, aber schlafen war für mich persönlich gerade etwas geiler. Zumindest bis ich wieder aufwachte, mit starken Schmerzen und Ziehen im Unterleib. Maxim's Beine nutzte ich anscheinend als Kissen und Tarek sitzt gegenüber im Sessel und starrt mich an. „Tarek, wenn du noch dümmer schaust, werfe ich irgendwas in dein Gesicht.“
„Du siehst nur aus, als hättest du die stärksten Schmerzen der Welt gerade..“
„HABE ICH AUCH! VERSUCH DU MAL ZWEI KINDER IM UNTERLEIB ZU HABEN. IST NICHT GEIL!“, schreie ich unbeabsichtigt.

„Ruhig Schatz.“, flüstert Maxim und streicht über meinen Rücken.
„Ich reise dir gleich deinen Arm raus...“
Zack, war seine Hand von meinem Rücken.

Laut atme ich ein und aus, verziehe mein Gesicht vor Schmerzen, versuche nicht weiter zu schreien. „Entweder fährt mich jemand jetzt ins Krankenhaus oder ich schlage jeden einzelnen von euch.“, sage ich unter Schmerzen schnell bevor die nächste Wehe kommt. Jeder sprang auf, Klara läuft mit mir zum Auto, Tarek hinterm Steuer, Maxim machte irgendwas am Kofferraum, Nico rennt mit der Krankenhaustasche vor uns und wirft sich auf die Rückbank. Wie ein gehbehindertes Walross lasse ich mich auf den Beifahrersitz fallen. Natürlich gab es ausgerechnet Stau. „Sicher ihr wollt nicht das Geschlecht wissen? Es wäre doch jetzt ein guter Moment, über potenzielle Name zu reden.“, schlägt Nico vor.

Maxim:

Naria dreht sich mit einem wütenden Blick zu uns um, schmeißt eine Packung Taschentücher auf Nico und sagt: „Nico, wenn du uns die Überraschung versaust, versaue ich dir den Rest deines Leben.“
„Habt ihr euch überhaupt schon Namen überlegt?“
„Auf keinen Fall Nico. Ein Nico genügt in meinem Leben.“, sagt sie leise.
„Nico ist ein wunderbarer Name! Nur die besten heißen so!“
„Es wird nicht nach dir genannt, Nico.“, lächle ich.
„Aber wenn es ein oder zwei Mädchen werden, könnt ihr sie Nicole, Nicola oder ähnlich nennen!“.

Noch bevor ich irgendwas sagen konnte, schrie Naria laut auf. „Tarek, ich bitte dich. Fahr schneller. Ich brauche sämtliche Schmerzmittel der Welt.“. Im Krankenhaus angekommen, rennt Tarek zur Rezeption um sie anzumelden, während ich hier helfe hinein zu laufen. Schnell kamen Schwestern und brachten uns in ein Zimmer, auch ein Arzt kam schnell. Ihr Wunsch nach einem Kaiserschnitt wurde abgelehnt, da der Muttermund bereits zu weit geöffnet war. Also wurden wir schnell in einen Kreißsaal gebracht, sie bekam noch ein paar schmerzlindernde Sachen.

Anders als erwartet, ging es lange. Sechs lange Stunden bis es soweit war. Ich tat alles, was in meiner Macht lag, damit es ihr so angenehm wie möglich ist. Nur die Schmerzen kann ich ihr leider nicht nehmen. „Ich hasse dich Maxim. Ich hasse dein Sperma. Ich hasse das hier alles.“, sagt sie bereits nassgeschwitzt nach dem ersten Mal pressen. „Du machst das gut, mein Engel. Nur noch ein paar Mal und du hast es hinter dir.“, muntere ich sie auf.
„Wie gesagt, ich hasse dich. Warum zur Hölle bin ich bloß mit dir trinken gegangen? WÄRE ICH BEI MEINEM NEIN GEBLIEBEN, WÜRDE ICH JETZT NICHT HIER LIEGEN!“

Die Hebamme kichert leise und verspricht mir, dass jede Frau die gerade gebärt so etwas sagt. Meine Frau gab alles und nach einigen Wehen und Geschreie, hörten wir ein Baby schreien.
„Nummer eins ist hier und Nummer zwei kommt sofort nach. Noch zwei mal pressen und sie haben es geschafft.“, lächelt die Hebamme.

Ich allerdings hörte nur unser Kind im Raum nebenan schreien.
Ich bin gerade Vater geworden.
Ich bin ein Vater.
Wir haben ein Kind.

„Und hier haben wir Nummer zwei.“, verkündet die Hebamme und ein zweites Schreien füllte den Raum.
„Das war die einzige Geburt in meinem Leben. Das mache ich nicht noch ein weiteres mal durch.“, pustet sie erschöpft.

Eine Schwester holte mich und führte mich zu unseren Kindern. Sie waren eingewickelt, gewaschen und schöner als alles, was ich je zuvor gesehen habe. Glückstränen liefen über meinen Wangen. Vorsichtig streiche ich mit meinem Finger über ihre kleine Hände. Gott, wie winzig sie sind. Schneller als ich schauen konnte, nahmen beide meine Finger in Anspruch, umwickelten sie mit diesen kleinen Fingerchen. Wie perfekt beide sind.
Perfekter wäre es, endlich das Geschlecht zu wissen, denn sie waren komplett in weiß gewickelt.

„Ich gratuliere, ein Junge und ein Mädchen.“, lächelt die Schwester und fährt beide zu Naria. Schnell sage ich ihr die gute Nachricht und küsse sie.

Die Zwerge wurden zu ihr gelegt und sofort rattert es in meinem Kopf.
„Wir nennen ihn nicht Nico, Maxim.“, sagt sie ernst. „Er ist viel zu niedlich für einen Nico.“
„Hast du einen Namen? Oder zwei? Ich hätte ein paar im Kopf.“, grinse ich.
„Zachary, nach meinem Großvater. Wenn es für dich in Ordnung ist.“, schlägt sie vor und ich war Fan. Es ist ein neutraler Name, Zac klingt nach einem Gewinner. Unser eigener Gewinner.
„Und Emma für die kleine Prinzessin?“, schlage ich vor und meine Frau nickt glücklich. Gut dass wir uns so einig bei den Namen waren.
Ich verbrachte noch etwas Zeit bei Naria und unseren Kindern, bevor ich in den Warteraum gehe. Sofort drehten sich die Köpfe unserer Freunde zu mir und schnell standen sie auf und liefen zu mir.

„Oh Gott Maxim, ist alles in Ordnung? Du hast Tränen in den Augen!“, stellt Klara schockiert fest.
Ich lächelte: „Alles perfekt. Ich bin Vater. Ich bin der Vater einer wunderschönen Emma und einem wunderschönen Zachary.“.

Obwohl an den Wänden groß geschrieben steht, dass man sich leise verhalten soll, schrien Tarek und Nico laut auf. Von allen drein wurde ich umarmt und beglückwünscht. Eine ältere Schwester ermahnte uns kurz wegen der Lautstärke aber dann gingen wir zurück zu Naria und den Kindern. Beide schliefen in ihren Bettchen und Naria strahlte.

„Oh mein Gott, das sind die süßesten Lebewesen überhaupt.“, flüstert Klara und streicht vorsichtig über die Bäuche unserer Kinder. Nico und Tarek scheinen auch ganz verzaubert zu sein und grinsten sich einen ab.
„Liebling, hörst du auch irgendwann auf zu weinen?“, fragt meine Frau lachend. Mir fiel es nicht mehr auf, dass Tränen über meine Wange liefen. Ich war glücklich.

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Kurze Warnung: bis zum nächsten Kapitel wird es länger dauern. Es ist noch nicht das Ende, dafür nehme ich mir etwas Zeit um das zu schreiben. :)
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