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Nein danke.

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Maxim Drüner Nico Seyfrid OC (Own Character) Tarek "Tafel" Ebéné
19.05.2019
04.08.2019
13
21.260
1
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Dieses Kapitel
1 Review
 
29.07.2019 1.521
 
Maxim:

>> Naria ist ohnmächtig geworden. Sind im Krankenwagen auf dem Weg ins Krankenhaus.<<

So eine Nachricht habe ich nicht erwartet. Klara hatte die Aufgabe, mit meiner Freundin unauffällig nach Möbel zu schauen. Schließlich muss das Kinderzimmer eingerichtet werden in unserem Haus. Vor einigen Wochen habe ich das perfekte Haus für uns gefunden, gekauft und zusammen mit meiner Familie und meinen Bandkollegen renoviert. Diese Woche wollte ich sie damit überraschen, schließlich ist es ziemlich genau ein Jahr her, dass wir uns begegnet sind. Verrückt was in einem Jahr so passieren kann.

Voller Panik suche ich die Autoschlüssel von Tarek, renne deswegen quer durch das Studio. „Tarek, wo zur Hölle sind deine Schlüssel? Ich brauche dein Auto!“, brülle ich.
„Wozu brauchst du denn jetzt mein Auto?“, fragt er verwirrt und holt die Schlüssel aus seiner Hosentasche.
„Naria ist im Krankenhaus! Ich klaue gleich irgendein Auto wenn du mir die scheiß Schlüssel nicht gibst!“
„Kannst vergessen, dass du in dem Zustand fährst. Wir kommen mit und fahren.“, sagt Nico schnell und nimmt Tarek die Schlüssel aus der Hand.

Nach einer Fahrt, die mir viel zu lang erschien, erreichten wir das Krankenhaus. Am liebsten wäre ich schon aus dem fahrenden Auto gesprungen. An der Rezeption stieß Tarek mich weg und fragte höflich und ruhig nach Naria. Hätte Nico mich nicht festgehalten, würde ich auf dem Gang ihren Namen schreien und in jedes Zimmer stürmen. Wir kamen dann mal an einem Zimmer an, meine Freundin in diesem furchtbaren Krankenhausbett.

„Ist alles in Ordnung mit unserem Baby? Wie geht es dir? Ich hab mir solche Sorgen gemacht, mein Engel.“, sage ich schnell und küsse Naria auf die Stirn.
„Mir geht es gut, aber die Ärztin will nichts auslassen und habe jeden Test hinter mir... ich würde gerade töten für einen Burger.. oder Schokolade.“, jammert sie mit hervorgedrückter Lippe.
Ich verspreche ihr, dass sie beides bekommt sobald sie entlassen wird.

„So, dann machen wir noch einen Ultraschall zum Schluss.“, ruft die Ärztin und blickt verwirrt zu uns drein. „Wer von ihnen ist denn der Vater, wenn ich fragen darf?“.
Lächelnd hebe ich die Hand und halte mit der anderen meine Freundin. Sie nickt stumm, entleert eine Tube auf ihren Bauch und legt das Gerät auf.
„Wissen sie das Geschlecht?“
„Nein. Wir möchten es auch nicht wissen.“, sage ich leise und warte nervös auf dem befreienden Ton des Herzschlages. Nach langen Sekunden kam das Geräusch und wir entspannten sofort. Jeder Ultraschall fasziniert mich, öfters müsste ich ein paar Tränen wegdrücken und kann mit jedem Mal es noch weniger erwarten, dieses kleine Wesen in meinen Händen zu halten.

„Es sieht sehr gut aus, alles so wie es sein sollte.“, grinst die Ärztin. Allerdings bleibt ihr Lächeln nicht lange und sie zieht ihre Augenbrauen zusammen. „Was ist mit dem Kind?“, fragt Naria sofort.
„Es ist... Moment. Ich möchte mich erst vergewissern, bevor ich Ihnen etwas falsches sage.“, murmelt die Ärztin.
Sofort kamen mir die schlimmsten Gedanken in den Kopf.
„Wie lange liegt ihre letzte Untersuchung zurück?“
„Drei Wochen... morgen habe ich wieder ein Termin.“, erklärt Naria beunruhigt.
„Dann sagen sie ihm bitte, er soll seine Brille putzen und genauer untersuchen. Ich habe hier zwei schlagende Herzen. Vier Arme, vier Beine, zwei Köpfe. Ich gratuliere, sie bekommen Zwillinge.“, sagt sie freudig.

Warte, zwei Kinder?
Zwillinge?
Die ganze Babyausstattung mal zwei?
Zwei Minimenschen?
Zwei Kinder die unsere DNA tragen?

Naria schaute genauso verwundert wie ich, Klara strahlte vor Freude und meine beste Freunde? Sie versuchen ihre Freudentränen zu verdrücken und strahlten mit Klara um die Wette. Schneller als ich schauen konnte, würde ich von ihnen in eine Umarmung gezogen und nun musste ich auch grinsen.

„Frau Desrosiers, sie sehen nicht all zu begeistert aus?“, hakt die Ärztin nach.
„Unsere Wohnung sind schon zu klein für ein Kind, und jetzt sind es zwei? Der Wohnungsmarkt ist die Hölle und Vermieter sind meistens scheiße! Wo sollen die dann schlafen, etwa in der Mikrowelle oder was? Das sind jetzt doppelt so viele Windeln, doppelt so viel Geschrei. Alles doppelt!“, sagt sie panisch.

„Aber auch doppelt die Liebe! Ich bin sicher, sie finden noch eine passende Wohnung für ihre Familie. Babys ist es egal ob sie die ersten Wochen oder Monaten im Schlafzimmer ihrer Eltern schlafen. Es wird alles gut.“, beruhigt sie meine Freundin und es funktioniert tatsächlich.

„Ich habe eine Frage..“, kündigt Nico an. „Würdet ihr das Geschlecht von eurem Frauenarzt aufschreiben lassen und uns den Zettel geben? Dann bereiten wir etwas für die Zwerge vor, falls ihr doch das Geschlecht früher wissen wollt. Außerdem möchte ich es echt gerne wissen!“
Naria nickt glücklich und auch ich finde die Idee klasse. Was auch immer im Nicos Gedanken vorgeht, ich bin gespannt. Der Frauenarzt am nächsten Tag bestätigt uns, dass wir Zwillinge bekommen werden, schrieb wie vorgeschlagen das Geschlecht auf einen Zettel und packt ihn in einen Umschlag.

Mit dem neuesten Ultraschallbild fahren wir zu ihren Eltern. Ihren Vater habe ich ein paar mal getroffen, waren auch zusammen joggen und es war so schwer, nichts von der Schwangerschaft zu sagen. Ich würde auch behaupten, ihr Vater mag mich. Bevor sie klingelt, prüft Naria dass ihr Pullover alles kaschiert was man sehen konnte.

„Was für eine schöne Überraschung! Meine wunderschöne Tochter mit ihrem wunderschönen Freund!“, begrüßt uns ihr Vater und zieht uns in die Wohnung. Mir fielen die vielen Bilder von der schönen Natur auf, ich vermute, dass diese in Kanada zustande kamen – so schön kann Deutschland nicht sein. Endlich begrüßt ihre Mutter mich, mit einem Lächeln! Sie entschuldigt sich für ihr Verhalten beim letzten mal und freut sich, dass ihre Tochter anscheinend jemand gutes kennen gelernt hat. Noch bevor wir saßen bzw. wirklich angekommen sind, sagt Naria: „Ihr werdet wieder Großeltern.“.
„Oh ist Juna wieder schwanger? Ich dachte, die wollen nicht mehr als drei Kinder...“, sagt ihre Mutter verwirrt.
Naria verdreht ihre Augen, wirft das Bild auf den Couchtisch und lehnt sich zurück. „Du könntest das auch schöner verkünden.“, flüstere ich zu ihr. „Nachdem wir es nicht so wie geplant bei Nico und Tarek machen konnten, habe ich darauf keine Lust.“, grinst sie und wird von ihrem Vater angestarrt.

„Du? Ihr kriegt ein Kind?“, stottert er. Schneller als ich schauen konnte, schlägt seine Ehefrau leicht auf seinen Hinterkopf. „Das sind zwei Babys, wenn du mal genauer hinschauen würdest. Sie bekommen Zwillinge!“, schreit diese fröhlich und zieht uns in eine Umarmung. Ihr Vater stand einfach weiterhin da, ungläubig von dem ganzen, gepaart mit ein paar Tränen in den Augen.
„Meine kleine Prinzessin bekommt Zwillinge? Oh mein Gott.“. Etwas Angst hatte ich, dass er einfach in Ohnmacht fällt..

Ein paar Tage später, am Wochenende war es so weit. Ich werde ihr das Haus zeigen, in dem wir unsere Zukunft gemeinsam erleben werden. Sie war sichtlich verwirrt, als wir beim Spaziergang auf Tarek, Nico und Klara trafen und mit ihnen liefen. In eine recht bekannte Nachbarschaft. „Warum laufen wir in der Nachbarschaft meiner Schwester rum? Ich will schlafen oder essen, oder beides gleichzeitig.“, jammert sie und bleibt stehen.
„Komm, nur noch ein paar Meter!“, schreit Nico der bereits vorm Haus stand.
„Hetzt mich nicht, ich bin auf dem besten Weg ein Walross zu werden!“, brüllt sie zurück und schaut mich traurig an. Schnell nehme ich sie hoch und trage sie zur Tür. Sie war sehr verwirrt als Tarek einfach aufschloss und hinein ging.

„Ihr wisst, dass es auch Hausfriedensbruch ist, wenn man einen Schlüssel hat?“. „Die Hausbesitzer sind ja hier, also alles cool.“, grinst Klara. „Komm wir schauen uns mal um.“. Sie kommen wieder zurück und Naria strahlte und weinte. „Ich wünsche, wir können auch irgendwann so einen schönen Wohnort haben.“. Schnell ziehe ich sie in eine Umarmung und lege den Schlüssel in ihre Hand. „Es ist unser neues Zuhause. Ich habe dir versprochen, dass ich dir beweise, dass ich nicht einfach abhaue. Ich bleibe bei dir, bis zum bitteren Ende.“. Ihr Blick wechselte vom Schlüssel zu mir. Nach ein paar Sekunden fällt ihr mal den Ring am Schlüssel auf.
„Warte, was?!“, fragt sie laut.
„Ich habe uns ein Haus gekauft, ich kriege mit dir zwei Kinder und ich will mit dir jeden Tag verbringen, bis wir alt und faltig sind. Am liebsten wäre es mir, wenn du bald meinen Nachnamen trägst. Also, möchtest du mich heiraten?“, frage ich mittlerweile auf den Knien.

„Bist du dir sicher?“
„Warum sollte ich mit nicht sicher sein, du bist meine Zukunft, Kleine.“
„Ich bin voll mit Hormonen, schiebe eine Kugel die immer größer wird vor mir, ich weine momentan wegen allem. Und mit 60 Jahren bin ich bestimmt unausstehlich.“
„Dann bist du aber immerhin meine unausstehliche Ehefrau.“, grinse ich stolz allein durch die Vorstellung. Meine Frau... es klingt so schön...
Naria nickt und versucht ihre Tränen zu unterdrücken. Meine zukünftige.

„Also hätte mir jemand vor 5 Jahren gesagt, dass einer von uns sich ein Haus kauft und Kinder bekommt, hätte ich nur gelacht. Aber jetzt kann ich es kaum abwarten, bis eure Kinder da sind und diese Miniatur-finger um einen Finger von uns gewickelt werden.“, lächelt Tarek und ich bin mir ziemlich sicher, er wird in der ersten Zeit nach der Geburt viel Zeit bei uns verbringen.
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