Fate/rain

von Hyouka
GeschichteDrama, Romanze / P16
OC (Own Character) Rider / Iskandar Saber
15.05.2019
23.08.2019
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Im Jahre 1994, etwa sechzig Jahre nach dem dritten Gralkrieg, sollte der vierte Gralkrieg stattfinden. Neben den drei Magierfamilien, welche die Tohsakas, die Einzberns und die Matos waren, sollte noch eine weitere Magierfamilie das erste Mal teilnehmen. Dreißig Jahre zuvor war die Matsuri-Familie mit ihren drei Kindern nach Japan gezogen, welche ihre Wurzeln ursprünglich in Korea gehabt hatten. Diese waren mittlerweile in Fuyuki verteilt und nur noch der älteste Sohn der Familie trug den Namen Matsuri. Seine jüngere Schwester hatte einen Japaner namens Shizuka geheiratet der jüngste Bruder hatte als letztes eine Japanerin mit dem Familiennamen Kuzuki geheiratet. Auf den kommenden Gralkrieg hatten sie sich alle drei gemeinsam mit ihren Kindern lange vorbereitet. Matsuri selbst hatte drei Kinder, die älteste Tochter Sora war zu diesem Zeitpunkt in England Lehrerin, weswegen eigentlich sein ältester Sohn Yuichi am Gralskrieg teilnehmen sollte. Dieser starb jedoch einige Jahre zuvor, weswegen die jüngste Tochter Azusa ausgewählt wurde. Eigentlich befand sich die 22-jährige im Moment in ihrem Medizin-Studium als angehende Ärztin. Doch der Wunsch ihres Vaters war dringlich, da er sich selbst als zu alt empfand um daran teilzunehmen. Wirklich eine Wahl gehabt hatte sie ja auch nicht, der Befehlszauber war schon einige Monate zuvor auf ihrer Hand aufgetaucht. Die Shizuka-Familie hatte nur einen Sohn namens Kyon, der ohne Einwände als Vertreter des Gralkrieges zu stimmte. Sein Befehlszauber erschien etwas nach Azusa, aber nicht wesentlich später. Nur bei den Kuzukis schien die Situation ein wenig komplizierter zu sein. Diese hatten zwei Töchter namens Hanabi und Makoto, allerdings hatten sich ihre Eltern vor zehn Jahren scheiden lassen. Makoto hatte die Stadt mit ihrer Mutter verlassen und Hanabi war über viele Jahre lang allein mit ihrem Vater allein im Haus geblieben. Niemand wusste so wirklich, was in den letzten zehn Jahren dort passiert war. Allerdings lebte Hanabi mittlerweile völlig allein, ihr Vater war vor zwei Jahren verstorben und sie hätte auch ihrer Schwester die Teilnahme am Gralkrieg überlassen können. Doch letztlich hatte sie sich dann entschieden, doch teilzunehmen. Der Gral hatte sie als letztes ausgewählt und sie wollte Makoto auch nicht in Gefahr bringen. Eben, weil ihr Vater es sich gewünscht hätte und in den vergangenen Jahren viel passiert war.

Während alle Familien dabei waren sich vorzubereiten, sprach das Oberhaupt der Matsuris noch einmal mit seiner Tochter.
„Ich soll dir einen Gruß von deiner großen Schwester ausrichten, Azusa. Sie hat wohl zum letzten Gralkrieg nachgeforscht und meinte, du sollst am besten ohne Katalysator einen Servant beschwören. Sie hat wohl laut den Aufzeichnungen einen Servant namens Brynhild gefunden, der ihr besonders gefallen hat. Wie du es machen willst, ist aber ganz deine Entscheidung. Dir steht alles zur Verfügung, was wir dir gegeben haben.“, meinte er und Azusa seufzte.
In der Regel sprach sie wirklich nicht viel. Aber die Märchen ihrer Schwester musste sie sich schon seit einigen Jahren anhören, diese war eigentlich völlig vernarrt mit diesem Gralkrieg gewesen. Etwas, was sie eigentlich nicht wirklich verstehen konnte.
„Ist in Ordnung.“, war das einzige, was Azusa dazu sagte.
Die Legende von Brunhild hatte sie schon so oft gehört, dass ihre Schwester diese Geschichte sicher schon vor dem Schlafen als Kind erzählt hatte. Ihr verstorbener Bruder, ihre Cousinen Hanabi und Makoto, sowie ihr Cousin Kyon kannten diese Geschichte wahrscheinlich auch noch zur Genüge. Selbst wenn diese einen Servant wie Brunhild rufen würden, wäre es keine erwähnenswerte Sache für Azusa gewesen. Wäre Sora nach wie vor in Japan gewesen, hätte sie ruhig an ihrer Stelle am Krieg teilnehmen können. Mit der eigentlichen Beschwörung ließ sich Azusa deswegen auch so viel Zeit wie möglich, trotz das sie ihren Katalysator schon hatte. Außerdem pendelte sie wegen der Uni auch noch mit dem Zug in die nächste Stadt, wegen dem Gralkrieg konnte sie auch nicht alles schleifen lassen. Eine Krankschreibung oder eine Entschuldigung würde sie danach zwar mindestens brauchen, aber das war noch ein anderes Thema.
Mit ihren 22 Jahren war Azusa nicht wirklich besonders. Ihr braunes Haar war etwas länger als Schulterlänge, sie hatte eine graue Augenfarbe und meist einen emotionsarmen Gesichtsausdruck. Mit 1,74 m war sie etwas größer als manche ihrer Studienkollegen, für die sie sich aber nicht wirklich interessierte. Bei den Jungen war sie für ihre sportliche Figur beliebt, allerdings war Azusa schon seit ihrer Schulzeit eher eine Einzelgängerin gewesen und hatte eher wenige Freunde. Das lag aber auch daran, dass sie mit kaum jemanden redete. Im Vergleich zu ihrem Cousin Kyon, der wie sie Medizin studierte, war sie einfach das eher ruhige Gegenteil. Er war überzeugend, sehr beliebt und sprach fast die ganze Zeit. Wenn sie ihn in der Bahn traf, hatte sie während der Fahrt keine Ruhe. Was allerdings mit Hanabi war, wusste Azusa nicht. Sie war vier Jahre älter, lebte in einem Haus ganz allein irgendwo in Fuyuki. Diese studierte laut ihrem Vater Geschichte und sollte bald ihren Master darin ablegen, mehr wusste er aber auch nicht. Der Kontakt zu ihr war irgendwann vor vielen Jahren abgebrochen, obwohl sich Azusa gut mit ihr verstanden hatte. Aber ihr Onkel war ihr eh schon immer seltsam vorgekommen. Während Kyon die ganze Zeit stolz vor ihr verkündete, wie stolz er auf seine Teilnahme am anstehenden Gralkrieg war, wusste Azusa nicht ob Hanabi daran teilnehmen würde. Aber so wichtig war das vielleicht auch gar nicht. Einen Wunsch hatte Azusa zwar, aber den Gralkrieg wollte sie eigentlich nur hinter sich haben. Egal wie, eigentlich passte ihr das nicht so gut in den Plan.
„Lass dir nicht zu viel Zeit, Azusa. Ich werde heute Abend meine Beschwörung machen, du solltest damit auch nicht mehr länger warten. Wahrscheinlich haben die anderen Master schon losgelegt.“, sprach Kyon, als er mit seiner gleichaltrigen Cousine auf dem Weg nach Hause war.
„Hm, dann muss ich wohl.“
Auf dem Weg nach Hause überlegte Azusa noch, was sie tun sollte. Mit Hanabi konnte sie nicht direkt in Kontakt treten, aber da gab es noch jemanden den sie fragen konnte. Der Kontakt zu Hanabis kleiner Schwester Makoto funktionierte noch ziemlich gut, auch wenn Azusa sie selbst nicht oft sah. Deswegen entschied sie sich, daheim das Telefon zu nutzen und diese anzurufen. Wenn sie reden musste, kam sie schon schnell zum Punkt.
„Hallo, Makoto. Kannst du dir denken, warum ich dich anrufe?“, fragte sie und das Mädchen auf der anderen Seite lachte kurz.
„Natürlich. Wahrscheinlich ruft Kyon mich auch noch an, aber dem werde ich nichts sagen. Der Kerl war mir sowieso noch nie sympathisch, aber dir kann ich es verraten. Du rufst wegen dem Gralkrieg an, nicht wahr? So wie ich dich kenne, hast du keine Lust daran teilzunehmen. Mir geht es ähnlich, aber ich werde auch nicht teilnehmen. Meine Schwester hat sich dazu entschieden daran teilzunehmen, obwohl unser Vater so viele Experimente an ihr vorgenommen hat. Meine Mutter wollte sie eigentlich nicht allein in diesem Haus lassen, aber Hanabi ist immerhin älter als wir und unser Vater scheint noch Rücklagen von seinen ganzen Forschungen gehabt zu haben. Sie hat mich heute morgen angerufen und meinte, sie will die Beschwörung heute Abend machen. Du und Kyon werdet wahrscheinlich das selbe tun, nicht wahr?“
Azusa ließ sich kurz Zeit zum antworten, sagte dann aber: „Ja, werde ich wohl. Eigentlich interessiert es mich schon, was mit Hanabi in all den Jahren passiert ist. Aber dafür ist jetzt keine Zeit. Was wirst du tun, Makoto?“
Auf der anderen Seite war ein Seufzen zu hören.
„Ich werde nach Fuyuki kommen, wenn die Beschwörung klappt. Sollte sie scheitern, ebenfalls. In dem Punkt ist sie sehr pessimistisch, aber mit dieser Manamenge würde es mich nicht wundern, wenn sie einen Berserker ruft. Aber ich weiß nicht, was Vater für einen Katalysator besorgt hat. Hanabi meinte nur, er wäre deswegen viel gereist und hätte genau geplant. Ich bin froh, wenn sie das überlebt, so wie sie im Moment drauf ist.“
Irgendwo tat Azusa leid, was da bei den Kuzukis passiert war. Erst die Scheidung, die Trennung beider Schwestern und als letztes der Tod des Vaters. Ihr fiel es aber schwer, das Gespräch aufrecht zu halten. Viel Gerede war Azusa einfach nicht gewohnt und das wusste Makoto.
„Ich danke dir, Makoto. Wenn es möglich ist, komm bei uns vorbei sobald du in Fuyuki bist. Bis dahin.“

In der Zwischenzeit hatte Kyon daheim alle Vorbereitungen getroffen und hatte mit seiner Beschwörung begonnen. Der eher schmächtige Student schob sich kurz noch mal die Brille hoch, fuhr sich selbst noch mal durch das blonde Haar und sprach dann:
„So möge Silber und Stahl die Essenz sein. So möge Stein und und der Herzog des Vertrages der Grundriss sein. Füllen, füllen, füllen, füllen, füllen. Fünffach für jede Drehung, zerbrechend mit jeder Füllung.“
Ein paar Momente später stand ein junges Mädchen vor ihm, welches langes, grün und blondes Haar hatte, ihre Augen waren außerdem grün. Ihr Kleid hatte die Farben schwarz, grün und gelb, in den Händen hielt sie einen Bogen.
„Sag, bist du mein Master?“, fragte sie, in einem gereizten Tonfall.
„Richtig, das bin ich. Einen Archer hab ich zwar nicht erwartet, aber warum nicht.“
Kyon war sich ziemlich sicher, den Gralkrieg zu gewinnen. So sehr, dass es ihm eigentlich egal war, welchen Servant er gerufen hatte. Nach der Beschwörung wollte er erst mal warten und ein paar Tage später Makoto und Azusa ausquetschen. Er hatte alles durchgeplant, egal was seine Cousinen oder die anderen Master rufen würden – gegen ihn würde laut seiner Meinung nach niemand ankommen.
Azusa saß während dessen noch in ihrem Zimmer und schnappte sich den Katalysator, ein Stück Holz aus England. Für die Beschwörung ging sie in den Hinterhof des Hauses, ihre Eltern waren im Moment nicht da. Ein Zirkel hatte sie schnell gezeichnet, das ging wohl mit am schnellsten. Sie hatte keine Befürchtung, dass sie jemand sehen würde. Ihr Haus lag an einem Wald und in der Nachbarschaft war an diesem Nachmittag auch niemand da. Da hatte sie schon vorher nachgesehen.
„Ein Eid soll hier geschworen werden. Erhalten soll ich alle Tugenden der Himmel, erhalten soll ich die Herrschafft über alles Böse der Hölle.“
Nach ein paar Lichtern und einem lauten Geräusch, stand ein paar Sekunden später ein blonder Ritter mit grünen Augen vor Azusa. Sie sagte nichts, aber die Überraschung war ihr schon ins Gesicht geschrieben.
„Freut mich, dich kennenzulernen. Du bist mein Master, richtig?“, sprach er, mit freundlicher Stimme.
In diesem Moment wirkte Azusa nach wie vor etwas verwirrt, aber sie nickte zustimmend. Außer mit Kyon hatte sie noch nie wirklich mit irgendeinem Jungen geredet, deswegen wusste sie tatsächlich auch nicht so richtig, was sie sagen sollte.
„Alles in Ordnung?“, fragte er und Azusa versuchte sich zusammen zu reisen.
„Ja, alles gut. Ich rede für gewöhnlich nur nicht so viel. Das ist alles. Mein Name ist Azusa Matsuri und ja … ich bin dein Master.“, antwortete sie.
Mit Saber waren fast alle Servants beschworen. Es fehlte nur noch ein einziger, dann waren sie vollständig. Aber das war für diese Person gar nicht so einfach.

„Vielleicht hätte ich warten sollen, bis Makoto hier ist. Ich muss noch meine Brille holen, sonst seh ich am Ende nicht mal was ich beschwöre.“, sprach Hanabi zu sich selbst, als sie alles zu Recht suchte.
Der Katalysator, von dem sie selbst nicht so recht wusste, was es war. Aber auch noch einen Beschwörungsspruch, den sie sich vorher aufgeschrieben hatte. Sonst hätte sie wahrscheinlich die Hälfte vergeigt, wenn dann wollte sie es schon genau haben. Das lange, schwarze Haar war zu einem einzelnen Zopf geflochten, der ihr über die Schulter fiel. In ihrem Haus gab es extrem viele Bücher, die sie fast alle über die Jahre gelesen hatte. Die meisten davon waren über Magie, aber vieles war auch auf ihre Geschichtsstudium zurückzuführen.
„Ich weiß ja nicht, ob Azusa oder Sora an dem Krieg teilnehmen werden. Aber wahrscheinlich wird eine von beiden Brunhild gerufen haben. Die Legende von der Sora erzählt hat, war wirklich sehr interessant. Und Kyon kann ich so gar nicht einschätzen, aber na ja. Am Ende scheitere ich schon bei der Beschwörung und dann muss Makoto eh für mich übernehmen. Nur kann ich Vaters Handschrift fast nicht lesen, anscheinend ist es ein Rider. Hm … vielleicht geh ich besser raus. Und den Zirkel zum Beschwören darf ich auch nicht vergessen.“
Hanabi erhoffte sich nicht viel vom Gralkrieg. Ihr Vater hatte ihr über all die Jahre nur davon erzählt und ihr erklärt, dass einer ihrer Wünsche damit wahr werden könnte. Seit dem ihr Vater aber nicht mehr da war, wünschte sie sich eigentlich nur eins – nicht mehr so ganz allein zu sein. Immerhin redete sie über die meiste Zeit immer nur mit sich selbst in diesem alten Haus und Freunde hatte sie eigentlich auch fast keine. Also verließ sie das Haus, ging in den Hof mit einem größeren Garten, der mittlerweile aber nur mit Gras bewachsen war. Alles andere war so geblieben, wie es nach dem Tod ihres Vaters zurückgeblieben war.
„Ich hab so viel Schiss, es zu versauen. Aber na ja, eigentlich ist alles was ich kann ein bisschen Heilmagie. Alles andere an Mana kann ich ja nicht mal selbst benutzen. Im Grunde bin ich für nichts zu gebrauchen, eigentlich sollte ich das wirklich lieber Makoto überlassen. Sie hat zumindest ein paar Chance zu überleben.“, sagte Hanabi, die sich kurz gesetzt hatte und den Himmel beobachtet hatte.
Schließlich entschied sie sich aber doch dazu, es wenigstens zu versuchen. Mit dem Zettel in der Hand, las sie vor was auf dem Zettel stand und begann mit der Beschwörungsformel.
„In meiner Hand ist Licht. Wisse, dass das Alles sich in meiner Hand befindet. Ich bin die Wahrheit der Schöpfung, gewiss sei dein Untergang.“
Ähnlich wie bei den anderen gab es ein paar Lichter und ein paar Geräusche. Allerdings dauerte es bei Hanabi einen kurzen Moment, bis sie etwas sehen konnte. In diesen paar Sekunden wollte sie es eigentlich schon aufgeben, als sie panisch auf schreckte und dann doch ein Ergebnis sah.
„W-W-W-W-WAS?!“
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Einen wunderschönen guten Tag oder Abend. Je nach dem, wann ihr das ganze hier lest. Das hier ist meine allererste Fate-Fanfiktion, aber ich bitte euch nicht um Nachsicht. Fehler werde ich sicher irgendwelche machen, aber vor den richtig schlimmen Sachen wird mich wohl mein Betaleser bewahren. Er ist übrigens auch derjenige, der diese Beschwörungszauber für mich verfasst hat. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an dich, dass du mir so geholfen hast. Die beschworenen Servants kann ich euch an der Stelle aber schon verraten, wer es nicht wissen will, wartet einfach darauf. Wer es wissen will - es sind Atalanta (Archer), Athur Pendragon (Saber, nur dieses Mal wirklich männlich, ihr kennt ihn vielleicht aus Fate/Prototype) und ... na, wollt ihr das echt schon wissen? Na gut, ich verrate es euch. Es ist ... *trommelwirbel* ... Rider. Ha, das wusstet ihr schon? Ja, ok. Es ist Iskandar, Alexander der Große oder unter welchem Namen auch immer ihr ihn kennen solltet. Wann das nächste Kapitel kommt weiß ich noch nicht, aber wir schauen mal. Ich werde mir denk nicht zu viel Zeit damit lassen, Kapitel 2 ist schon angefangen. ^^
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