Ach, wie gut, dass niemand weiß …

DrabbleAllgemein / P6
15.05.2019
15.05.2019
1
521
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
 
Ach, wie gut, dass niemand weiß …



Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen …

Wie meinen Vater nannten sie mich einst einen Feigling. Doch im Krieg ist bekanntlich alles erlaubt. Die Frau nahmen sie mir und mein Sohn verließ mich, weil er den säuselnden Worten einer Fee glaubte. Schon lange bin ich kein Feigling mehr. Jetzt bin ich derjenige, vor dem man sich fürchtet. Ich erkenne die verzweifelnden Seelen. Ich kann ihnen helfen, doch nur für eine kleine Gegenleistung. Im Leben gibt es nichts geschenkt. Für manche spinne ich Stroh zu Gold. Was kann ich für dich tun? Doch bedenke: Magie hat immer ihren Preis. Und ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich …


Zweiter Stern rechts …

Ich war ein ehrenwerter Mann, bereit, alles für die Krone zu tun. Doch die Gier eines Königs nahm mir den Bruder und den Glauben an die Krone. Nun sind wir Piraten, brandschatzen und plündern, verführen und morden. Einem Feigling stahl ich einst die Frau, sie sollte es besser bei mir haben. Doch unser Glück währte nur kurz. Ein Krokodil nahm mir nicht nur sie, sondern auch meine Hand. Bittere Rache schwor ich ihm. Ich gebe nicht auf, ihn zu finden und wenn es mich hunderte Jahre kostet. Wehe dir, Krokodil, das Letzte, das du sehen wirst, wird mein Haken sein!


Selbstlos, mutig und treu

Die Aufgabe, die man mir erteilt hatte, war simpel. Gib auf sie Acht, sei ihr ein Freund und gutes Vorbild, denn eines Tages, wird sie unsere Rettung sein. Nicht schwer, sollte man meinen. Doch die Verführungen einer fremden Welt waren zu stark. Ich war selbstsüchtig, feige und  unzuverlässig. Ich brach das Versprechen, das ich meinem Vater gab, und ließ sie im Stich. Ein Fehler, den ich mir bis heute nicht verzeihen kann. Doch ich werde alles tun, um es wieder gut zu machen. Ich kann nur hoffen, dass es mir gelingt, bevor es zu spät ist. Meine Zeit ist begrenzt.


Ab mit dem Kopf

Sie sahen auf mich herab, stießen mich in den Dreck und hielten sich für etwas Besseres, nur weil sie eine Krone trugen. Aber ich bin mehr, als sie erahnten. Mein Ehrgeiz trieb mich voran, ließ mich nicht ruhen, bis ich ihnen bewiesen hatte, dass sie nichts weiter sind, als Figuren auf einem Schachbrett. Meine Figuren auf meinem Schachbrett. Die Schülerin hat den Lehrer übertrumpft. Was nützt ihnen die Krone, wenn sie am Ende doch mir gehören wird. Das Haupt werden sie vor mir neigen, wie ich es einst tun musste. Wer seinen Kopf nicht verlieren will, tut, was ich sage.


_____________________________

Mein Beitrag zu dem Projekt Errate, wer ich bin!
Review schreiben
 
 
'