Notfallkonferenz

KurzgeschichteMystery, Sci-Fi / P16
15.05.2019
15.05.2019
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Außerhalb der Hauptstadt, tief unter der Erde des Menschen Königreiches, erstreckt sich ein streng geheimes und von Militäreinheiten schwer bewachtes Bunkersystem.

Im inneren sind neben Wohnquartieren, Lager und Krankenstationen auch Konferenzräume installiert.

Dieser Bunker könnte einen Atomkrieg standhalten. Aber auch ein pinkes Mädchen?



In einen dieser Konferenzräume findet im Moment eine Notfallkonferenz statt. Ein paar Personen sind persönlich anwesend. Andere können bzw. müssen mit einer holografischen Projektion der Veranstaltung beiwohnen.

Sie sitzen an einem runden Tisch mit 10 Stühlen, von denen jedoch nur 7 besetzt sind. In der Mitte des Raumes auf dem Boden präsentiert sich das Logo der Human Safety Organisation.

Ratsmitglied – CM



CM1 Schmid eröffnet das Treffen. Der etwas ältere Feldmarschall der teutonischen Kaisergarde konnte kurzfristig fast alle Ratsmitglieder einberufen. „Es sieht wohl danach aus, dass nicht jeder von uns der Konferenz beiwohnen konnte.“, merkte Schmid an hindeutend auf die drei leeren Plätze und den zwei Hologrammen.

„Wir sitzen in der HSO-Zentrale fest, weil wir umzingelt sind von Agate’s Blobs. Es ist eine Frage der Zeit bis sie das Stockwerk erreichen indem sich Akura und ich befinden.“, erklärte die holografische Projektion von CM3 Dorovitsch. Die ältere Dame sieht beunruhigt aus.

„Das ist schlecht. Wie ist der Status von Faraday, Spielmann und Colak?, fragte Schmid daraufhin einen der Ratsmitlgieder, der sich an einem Laptop befand.

Dieser antwortete sogleich: „Faraday und Spielmann sind neutralisiert, Sir. Colak wird vermisst. Wir vermuten jedoch, dass er auch neutralisiert wurde.“ Seine Mine verzerrte sich bei seiner Erklärung kein bisschen.

CM1 Schmid kratze sich am Hinterkopf und beschwerte sich:„ Alles gerät außer Kontrolle! Die Barriere wurde durchbrochen! Die Stadt wird von einer jahrtausendalten Hexe heimgesucht und unsere eigenen Behörden hintergehen uns! Da spreche ich ganz explizit Jessica Grey an! Wie ist ihr Status?“

Flinn antwortete nüchtern:„ Neutralisiert, Sir.“

„Verdammte Scheiße!“, Schmid schlug seine Faust aus Frustration gegen den Konferenztisch, „Nun. Irgendwelche Ideen, wie wir diese Situation am effektivsten lösen? Unsere Notfallpläne haben bisher versagt. Selbst magische Barrieren können Agate nicht mehr eindämmen. Selbst unsere Erfahrung in der Gefangennahme von Subjekt-DL7-CL8-JJ hilft uns nicht weiter.“

Eine schattenhafte Gestalt in schwarzer ijogodanischer Uniform lehnte sich aus der Dunkelheit hervor und erklärte mit ruhiger Stimme aber ernstem Blick:„ Weil er auch nicht so durchgeknallt ist wie Agate. Außerdem hatte er nie so viel Seelenkraft in sich, wie sie jetzt.“

Schmid beharrte:„ Wir brauchen einen Plan. Es kann nicht sein, dass wir, der HSO-Sicherheitsrat, keinen Plan besitzen dieses Biest zu bekämpfen!“

„Wenn wir Psi-1 nicht aufgelöst, teils eingedämmt und teils neutralisiert hätten, würden wir jetzt eine gute Chance besitzen sie zu neutralisieren.“, meinte der schattenhafte CM10.

„Psi-1 ist unkontrollierbar gewesen.“

CM10 [ZENSIERT] wurde furios über CM1s Aussage und erwiderte:„ Sie haben für unsere Sache gekämpft!“

„[ZENSIERT]!“

„Ich habe es dir gesagt Schmid!“

„Ist das jetzt meine Schuld, dass wir das jetzt durchleben müssen!?“

„Teilweise schon!“

„Überleg dir mal was passiert wäre hätte ich es Psi-1 gestattet so weiter zu machen!“

„Wenigstens haben sie ihre Missionen immer erfolgreich abgeschlossen. Ganz im Gegensatz zu Direktorin Grey!“

CM3 Dorovitsch konnte diesem Kindergarten nicht mehr zusehen und appellierte:„ Wir sollten mal endlich starten praktische Pläne zu entwerfen für unsere Notlage anstatt uns gegenseitig die Schuld zuzuwerfen. Wir haben schon schlimmere Szenarien durchstanden. Vielleicht auch welche, an die wir uns nicht mehr erinnern können.“ Die beiden streitenden wurden danach ruhig.

Schmid pflichtete bei. „CM3 hat recht. Setzen wir die Konferenz fort.“

CM10 [ZENSIERT] fragte anschließend: „Selbst wenn wir einen Plan entwickelt haben dessen Ausführung zu Agates Neutralisierung führt, was machen wir mit dem Nachbeben dieser Tragödie?>>

„Wie meinst du das?“

„Dieser Angriff hat unzähligen Menschen das Leben gekostet. Abertausende Existenzen wurden in dem Maße seit dem Krieg gegen Ijugoda nicht mehr zerstört. Die Leute werden sich fragen warum das alles passieren musste. Sie wollen einen Schuldigen haben. Jemanden, den sie bestrafen können. Und wir wissen, dass Menschen hauptsächlich in kleinen Rahmen denken. Die meisten werden sehen, dass die Barriere geöffnet wurde, die Monster zurückgekehrt sind und dieses pinke Mädchen anschließend so viel Leid und Elend allen zugefügt hat. Diese Menschen werden die Schuld den Monstern zuschieben. Rassenkonflikte werden überkochen. Vor allem wenn sie erfahren, dass das AMD diesem Mädchen geholfen hat, wird es Aufstände, gar schon Bürgerkriegsähnliche Zustände auf den Straßen unserer Städte geben. Die Menschen werden ihren Glauben an uns verlieren.“

„Was schlägst du vor, was wir tun sollten?“

CM10 lehnte sich so weit vor, dass sein Schatten im Gesicht verschwand, und antwortete:„ Ich schlage vor, dass wir die Prozedur Glockenschlag initiieren.“

Alle Anwesenden hat es die Sprache verschlagen nach CM10s Vorschlag. Sie haben es für einen Moment nicht fassen können. Jedoch dachten sie allmählich über diese Maßnahme nach.

Nach beinahe einer Minute beunruhigender Stille sprach CM3:„ Glockenschlag sollte nur dann initiiert werden, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft und nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben eine Apokalypse zu verhindern.“

„Für all unsere Ratsmitglieder, die jetzt nicht anwesend sein konnten. Für all die unschuldigen Mütter, Väter, Brüder, Schwestern, Töchter und Söhne, die in diesem Wahnsinn sinnlos ihr Leben lassen mussten und denjenigen, die ihren Tod betrauern. Für die Aufrechterhaltung des Friedens sind wir verpflichtet als HSO-Sicherheitsrat diese Prozedur durchzuführen.“, forderte CM10 auf.

CM3 Dorovitsch erkundigte sich:„ Sind da nicht noch andere Maßnahmen, die wir treffen können? Ich meine, Glockenschlag ist eine sehr riskante Prozedur. Alles kann dabei passieren. Alles könnte noch mehr…“

CM3 Dorovitsch und CM4 Akura bekommen Schwierigkeiten. Blobs haben ihre Position erreicht. Akura stürmt mit Gebrüll und einem Samuraischwert auf diese Geschwüre während Dorovitsch auf ihr Schicksal wartet. „Blyat!“

CM3s und CM4s holografische Projektionen verschwinden anschließend.

„Beschissener Zeitpunkt!“, sagte CM1 dazu, „CM2! Kontaktiere Standort 17!>>

„Sind Sie sicher Sir?“ Schmid nickte. CM2 versucht daraufhin eine Verbindung mit Standort 17 aufzubauen, jedoch funktioniert es nicht. „Sir. Es ist mir nicht möglich eine Verbindung aufzubauen.“

„Schalte auf den Kamerafeed!“ CM2 projiziert wie befohlen die Kameraaufnahmen von Standort 17 auf eine holografische Projektion in der Mitte des Konferenzraumes. Blobs haben den Standort überrannt.

CM1 befahl umgehend:„ Sende sofort Verstärkung zu Standort 17!>>

„Alle Einheiten werden schon in der Hauptstadt benötigt.“

„Wir brauchen die Glocke verdammt nochmal!“, schrie der Feldmarschall schon fast und knallte seine Faust ein zweites Mal gegen den Tisch.

„Moment!“, rief CM2 aus, „Ich erhalte gerade eine Nachricht.>>

„Berichte.“

Flinn erklärte:„ Area 52 erlebt gerade einen Einrichtungsweiten Ausbruch der sich darin befindenden Entitäten.“

„Wo hat es begonnen?“

„Sektion 4. Subject-DL7-CL8-JJ ist vor ein paar Stunden aus seiner Zelle ausgebrochen.“

Als CM10 dies vernahm lächelte er ein wenig. „Das ist das einzige Mal, wo ich glücklich bin über einen Ausbruch.“, sagte er anschließend.

„Wo befindet er sich jetzt?“, fragte CM1 eindringlich.

„Die Kameras verorten ihn…“

„Flinn?“

Geschockt antwortet Flinn:„ Er befindet sich in Standort 17, Sir!“ Schmid verschlug es sofort die Sprache.

„Wie er es wohl sagen würde, alles läuft wie geplant.“, scherzte CM1s Counterpart.

„Die Sicherheitskräfte von Standort 17 werden ihn bei Sichtung sofort angreifen.“

„Wir alle wissen, dass dies für ihn kein Problem darstellt.“

„Möge Gott all unseren Seelen gnädig sein.“, betete der Feldmarschall.
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