Mondtopia - The Other Age

von Karokitty
GeschichteDrama, Sci-Fi / P18 Slash
15.05.2019
29.07.2019
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Sanft Grüne Augen welche mit jeder Sekunde ihren Glanz verloren. Die kurze Augenblick würde mich auf ewig verfolgen, mich in meinen Träumen heimsuchen und dafür sorgen das ich schweißgebadet aus dem Schlaf gerissen wurde, so das ich mir manchmal wünschte, ich wäre doch in der Wüste gestorben.

~~~

"Wieder schlecht geschlafen?", fragte Morak ziemlich ruhig, zog dabei an einer Kräuter Pfeife und sah nebenher zu wie einige der Kinder das Federvieh jagten. Ein Grinsen huschte über seine Lippen. Mit Sicherheit würden sie deswegen die nächsten Tage keiner Eier legen, war mein Gedanke. Allerdings erinnerte sich der Mann wohl daran wie er es damals auch so getan hatte.
Ich schnaufte leise, was der Mensch als Zustimmung wertete. "Es wird wieder schlimmer oder? Du wirst sie wohl in diesem Leben nicht mehr los...", seufzte er.
"Und auch nicht im nächsten!", knurrte ich.
"Na...", gab Morak von sich und zog kräftig an der Pfeife. "Vielleicht hast du deine Aufgabe erfühlt in dem du hier warst. Wer weiß das schon.", seufzte er und ein leichtes schaudern durchfuhr mich.
"Nimm gleich deinen Posten wieder ein. Auch wenn unsere Gäste ihr bestes geben, trauen können wir ihnen nicht. Vor allem diesen Trash nicht. Der Soldat hat einiges mitgemacht. Fast wie du.", raunte mein Herr und ich verzog angewidert das Gesicht. Mit dem Mutanten verglichen zu werden...
"Der Unterschied ist allerdings das wir bei dir zum einem mehr Zeit hatten um zu verstehen wer oder was du bist und zum anderen waren die Umstände vollkommen anderes. Du gehörst mir und gehorchst mir, während der Soldat tut was nach seiner Entscheidung richtig ist. Das macht ihn unberechenbar bar!", murrte der Alte. Ich nickte verstehend und machte mich von dannen.
Morak war gealtert, vor allem in den letzten Jahren.
Es war verstörend zu sehen wie sich alles veränderte, mein Spieglbild, blieb jedoch gleich, sah man davon ab das die Haare auf dem Kopf länger würden.
Ein kühler Wind zog durch die Strassen welcher in einigen Stunden von der leicht feuchten schwüle des Waldes verdrängt werden würde.
"Kann Chu das habe?", konnte ich es hören ohne das ich bereits in der Nähe der Hütte war.
"Purra.. ", hörte ich es leise und süßlich Flüstern, war mir sicher das es von wo anderes gekommen war. Ich blieb abrupt stehen. Mein Kopf drehte sich leicht, dabei waren es aber mehr meine Ohren die den Punkt suchten wo es her gekommen war. "Sina.", sagte ich tonlos und das Flüstern war erneut zu hören, diesmal forderte sie mich auf zu sich zu kommen.
Leise knurrte ich, mein inneres sagte mir das ich meine Aufgabe erfüllen solle aber mein Kopf sagte mir, das es für mich später nicht von Nachteil sein würde, die Gefälligkeiten an Sina zu erdulden, würde sie, wenn Morak nicht mehr sein sollte, mich als Besitz übernehmen.
Wie ich das ganze hasste...

- - -

"Dad! Ist das ein neues Haustier für mich?", quietschte eine Helle stimme, so das es ein wenig in den Ohren brannte. Die Hand die mich fest gepackt hielt krallte sich noch mehr in meinen Oberarm. "Warum sieht der so komisch aus... irgendwie gruselig.", flüsterte die Helle stimme.
"Setzten!", kam es von einer anderen schroff und die Hand machte einen Ruck nach unten. Mit den Händen auf den Rücken lies ich mich im Schneidersitz auf den Boden gleiten. Es würde mühsam sein wieder auf zu stehen.. Ohne Arme oder Augen.. Beides war verbunden, genauso wie der Mund.
"Milena mein Herz, nicht alles was ich mitbringe ist für dich. Das ist Papas... Spielzeug.", sagte die zweite Stimme nun sehr sanft und ruhig, dabei zögerte er am ende ein wenig.
"Spielzeug... Dad, kann ich seine Augen sehen? Oder ist er Böse? Wie heißt er und kann er mit Jix spielen? Sie freut sich bestimmt.", fragte die helle Stimme sachte.
Die zweite Rauere und dunkle Stimme fing an zu lachen.
"Das geht nicht meine Süße. Der hier ist was besonderes.", sagte er fröhlich. Ich fühlte einen Stoß gegen den Kopf. Rührte mich aber nicht. "Und jetzt geh rauf zum spielen. In einer Stunde gibt es essen.".
"Hm.. okay...", sagte die erste Stimme nicht ganz überzeugt und schritte die weg gingen waren zu hören, dem sich ein zweites paar anschloß. "Jix.. Dad hat jetzt auch ein Haustier wie du! Vielleicht werdet ihr freunde.", konnte ich es weit entfernt kichern hören. "Bestimmt.", sagte etwas das sich deutlich weiblich aber auch erwachsen anhörte.
"Aufstehen!", zischte es sehr befehlend und ich mühte mich ab auf die Beine zu kommen. Anschließend wurde ich weiter geführt. Irgendwann wurde es Spürbar kühler, so das sich die Haare am Körper aufstellten.
"Setzten!", zischte es erneut und ich lies mich erneut nieder. Der Boden war dieses mal deutlich kälter. "Nimm ihn das ab!", knurrte die Raue Stimme und ich fühlte wie sich zwei Hände das Ding um meine Augen betasteten, bis etwas klickte. Der leichte druck, mit dem sich die Binde um die Augen gezogen hatte verschwand und sie rutschte mir das Gesicht hinunter.
Blinzelnd sah ich in den Raum, welcher ein wenig schlecht beleuchtet war. Nervös ging ein Junger Mann bei Seite. Hinter ihm Stand ein anderer. Breitschultrig, im Anzug, mit langen zurück gegelten Haaren und einer Narbe zog sich von der Stirn in die Augenbraue. Der Gesichtsausdruck war finster und er musterte mich. Der Kerl verströmte Gefahr. "Mein Name ist Kiev Saltoris. Merk ihn dir! Sollte ich dich was fragen wirst du mich aber mit Meister ansprechen, ansonsten wirst du mit niemanden Reden! Kein Wort! Verstehen wir uns?!", zischte der Kerl und zog in einer fließenden Bewegung etwas aus seiner Tasche. Der längliche Gegenstand reflektierte das wenige Licht. Er kam näher. "Nick wenn du mich verstanden hast du Bastard!", schnauzte der Mann bedrohlich und ich tat es rasch. "Ich sehe schon... wir werden viel Arbeit haben!", knurrte er und stieß mir gegen den Kopf. Ich machte die Augen zu und hielt still. Es war nicht feste genug das es scherzte aber die Tatsache allein liesen mich verharren. Der lange Gegenstand wurde um meinen Hals gelegt. Es Klickte und mit einem ruck zog der Mensch der sich Saltoris nannte daran nach oben. Das Band schnitt sich leicht in die Haut, so das ich ein leises Stöhnen von mir gab.
"Ich hab dich unter dem Namen Purra eintragen lassen! Was eigentlich eine Zeitverschwendung ist! In ein paar Wochen wirst du eh drauf gehen. Freunde dich mit dem Gedanken an!", zischte Saltoris und lies los.
"Setzt ihn an den Monitor! Wir haben noch 6 Tage ihm was beizubringen... Danach ist die prägephase abgeschlossen und lass den Maulkorb dran!", murrte Saltoris dem jungen Mann zu und verließ den Raum.
"Wenn das wieder ein Fehlschlag ist, werde ich Finigan die Beine brechen!", hörte ich es sehr leise noch.
"Komm mit!", raunte der dunkel Blonde und zog an meinem Arm. Ich setzte mich auf und er brachte mich in eine Ecke. Der Monitor den Saltoris meinte war an einer Wand angebracht und der Blonde wies mich an mich wieder zu setzten. Anschließend wühlte er Hecktisch in seiner Hose.
"Wo ist sie?", murmelte er leise bis er scheinbar das fand was er suchte. Er schob etwas winziges Flaches in einem Spalt am Rand, was hinein verschwand. Der Monitor flackerte und begann damit ein Bild zu zeigen.
Ein Raum welcher mit Gitter umschlossen war. Der Boden war fleckig verfärbt, scheinbar auch leicht feucht. Außerhalb der Gitter sah man Menschen die freudig erregt schrien.
"Verdammt... was ist mit dem Ton!", zischte der Blonde und tippte auf dem Bildschirm. Sachte wurde der Ton lauter.
Die Menschen Grölten, schrien und es war kaum aus zu machen was sie sagten. Dies Steigerte sich als sich an dem großem Käfig sich was veränderte.
Zwei Lebewesen betraten das Gitter innere. Das eine war deutlich ein Hybrid, das andere ein Groß gewachsenes Hundeähnliches Geschöpf. Mehre Augenpaare gingen im Roten Fell immer wieder ein paar schritte auf und ab. Der Hybrid wirkte Sichtlich nervös und drückte sich mit dem Rücken gegen das Gitter, die Spitzen Ohren waren angst erfühlt an den Kopf gepresst und der lange Schweif zuckte.
Eine Katze, dachte ich.
"Gott... das muss ich mir nicht noch einmal antun!", kam es von dem Mann gequält und er wand sich ab. Ich verstand nicht so recht was er meinte, als das Tier einen Satz nach vorne machte, das lange mit Reißzähnen bestückte Maul aufriss und auf den Hybriden zu hielt. Dieser Schrie schrill auf, versuchte auszuweichen, wurde aber am Schweif gepackt und mit einer Bewegung des Tieres zur Seite gerissen. Die Katze würde keine Chance haben... war der Gedanke der mich schlagartig durchzog.
Und genauso war es auch. Das Tier verbiss sich in den Mischling welcher Schreiend mit den Händen auf das Biest einschlug, ein oder zwei Augen ausstach mit den Fingern, schlussendlich den Kampf verlor, als das Tier ihm die Eingeweide bei vollen Bewusstsein aus dem Körper riss.
Ich konnte fühlen wie ich Mitleid empfand, der Hass auf das Tier in mir aufquoll und eine Gänsehaut sich auf meinem Körper breit machte.
Warum zeigte man mir das?
Das Bild wechselte und nun standen zwei Hybriden in dem Käfig. Ein Kater mit schwarzen Ohren und Schweif und das andere war ein Fuchsmischling. Die Ohren war deutlich größer, der Schweif bauschig und breit. Beide wirkten Körperlich gleich, sowohl in Größe als auch in der Statur. Jedoch wirkte letzter ein wenig mitgenommen. Stellen am Schweif waren kahl, auf den Armen waren Wunden die frisch aber auch welche die Verheilt zu sein schienen. Nervös sah er sich um.  Beiden reichte man einen Gegenstand durch die Gitter. Was den Kater den Kopf schütteln lies.
Der Fuchs hingegen nahm es rasch entgehen und umfasste es so feste das die Knöchel weiß wurden. Das Blitzen eines Messers war zu sehen. Ein stöhnen entwich mir.
„Nicht weg gucken... Der Chef meint es ist besser wenn du weißt was auf dich zukommt. Ehrlich gesagt bist du nicht zu beneiden.“, seufzte der Blonde und ich sah kurz zu ihm rüber. Da schwoll der Ton auf dem Monitor plötzlich an und ich starrte rasch zurück.
Der Fuchs hatte sich auf seinen Gegner gestürzt und zog ihm das Messer aus der Seite. Der Kater schrie vor Schmerz und krümmte sich gegen das Gitter. „Das solltest du besser nicht machen. In den Meisten Fällen steht der Cage unter Strom... Nicht viel, aber genug damit es weh tut. Da!“, zischte der Blonde und man sah wie sich der Kater entsetzt von dem Gitter weg stieß.
Dieses grausame Spiel zog sich über einige Minuten, bis der Kater in seiner eigenen Blutlache zusammen brach. Der Fuchs hatte mit seinem Stoß zu Anfang sich einen entschiedenen Vorteil verschafft. Die Frage die sich mir schnell aufdrängte war ob der Kater noch lebte und ja das tat er. Der Brustkorb hob und sengte sich schwach und die Schreie der Menschen formte sich zu einem Chor.
„Bis zum Ende! Bis zum Ende!“, hörte man es deutlich heraus. Was das heißen wollte konnte ich mir schon denken. Ich war auch nicht sonderlich versessen darauf mir das anzusehen was kommen sollte.
„Wenn ein Pet-figther nicht mehr Kämpfen kann ist er wertlos. Kein Halter würde Geld dafür ausgeben, sie wieder zusammen flicken zu lassen. Außer vielleicht er bringt viel ein. Aber das ist eher selten. Ich finde es ist nichts anderes als eine Hinrichtung wenn man mich fragt. Manche von den Geschöpfen haben keinerlei Chance. Selbst wenn sie 5, 10 oder 15 Kämpfe überstehen. Aber es gibt viele Menschen und andere Lebensformen die darauf stehen im Untergrund und die Wetten können erheblich Beträge bringen. Mancher ist daran stink Reich geworden, andere haben alles verloren. “, gab der Blonde von sich, während der Fuchsmischling zum Gnadenstoß ansetzte. Dabei ruhte sein Knie auf der Brust des anderen und mit zitternden Fingern stieß er das Messer Seitlich in den Hals. Die Bewegungen des Katers stellten sich ein und das Blut wurde mehr. Der Tumult explodierte förmlich, bis ein schnitt ankündigte das was neues grausames auf mich zu kam.
Der Schauplatz war diesmal anders aber dennoch gleich. Ein neuer Kampf ging los.
„Früher oder Später wirst du drauf gehen... Das wird sich an deinem können festlegen.“, gab der Blonde von sich und wand wieder dem Kopf vom Monitor ab.
Wie Saltoris es Gesagt hatte, ich war ein Spielzeug, nicht mehr und nicht weniger. Sollte ich kaputt gehen würde man mich ersetzten durch ein neues.
Der Gedanke ein willenloses Haustier zu sein, ein Sklave wenn man es so sehen wollte, war schon in meinen Gedanken schlimm genug gewesen, als mich eine sachte stimme in Normafaktory über meine Existenz aufklärte. Aber das... das war um einiges schlimmer! Ich sollte meines gleichen umbringen, damit meine eigene Haut retten, um andere Lebensformen zu belustigen. Das war grotesk.
Während meine Augen stumpf auf dem Monitor Gerichtet waren, das Aufsaugte was sich vor ihnen abspielte. Gelangte ich zu der einen oder anderen Erkenntnis.
Jede Hybridenrasse hatte ihre stärken und aber auch schwächen.
Sortierte man sie nach Kraft standen an erster Stelle die Bären, anschließend folgten Hund, Fuchs Katze und die Gefiederten. Füchse waren jedoch schnell und intelligent, Katzen wendig und gelenkig, ein Hund trumpfte mit Ausdauer und Zielstrebigkeit. Welche schlecht abschnitten waren die Gefiederten. Sie waren weder robust, noch schnell oder Kräftig. Sie waren Zierlich und zerbrechlich und verstarben in der Regel recht schnell, wurden dementsprechend aber eher weniger einsetzt.
Es kamen jedoch auch Tiere in den Käfig. Hundeähnliche. Welche die wie großen Katzen gleich waren, welche die auf sechs Beinen am Boden Krabbelten und mit Scheren und Stachel bewaffnet waren. Etwas was wie eine Echse aussah nur um eine vielfaches größer. Ein Tier mit breiter Schnauze großen Reißzähnen, welche an den Seiten aus dem Maul ragten und einige andere mehr.
Ob diese Erkenntnisse mir jedoch von nutzen sein würden, war fraglich.
Ein Krachen brachte mich aus meinen Gedanken und holte mich wieder zurück in das hier und jetzt. Ich drehte mich nicht um, meine Ohren richteten sich allerdings nach hinten, vernahmen ungestüme schritte.
„Lush! Bist du hier unten?!“, hörte man es und die Stimme wirkte leicht verzerrt. Sachte drehte ich mich ein wenig um zu sehen wer kam.
„Junger Herr Saltoris, ihr Vater sagte sie sollen nicht hier herunter kommen!“, gab der Blonde nervös von sich, der scheinbar Lush hieß.
„Das Interessiert mich ein Scheiß das der Alte Sack will! ... Ach ne, hat sich der Alte wieder ein neues Pet geholt?!“, lallte ein Junger Mann welcher leicht schwankend in das spärliche Licht des Raumes trat. Im Gegensatz  Kiev wirkte sein Kleidung leicht durcheinander und wies ein paar Flecken auf.
„Haben sie wieder...“, versuchte es Lush, er wurde jedoch etwas grob von dem Mann bei Seite gerempelt. „Halt die klappe! Tatsache, der alte Spinner hat sich schon wieder so ein Ding geholt! Hm... der sieht sogar diesmal recht brauchbar aus!“.
Grob packte der Mann zu, hatte eines der Ohren in den Händen und zerrte meinen Kopf zur Seite. Ich konnte ein schnauben nicht unterdrücken. Mir stieg ein unangenehmer Geruch in die Nase der eindeutig von dem Kerl kam.
„Der Mistkerl gibt sein Geld sinnlos für den Schwachsinn aus! So langsam reicht es doch oder nicht! Wofür ist der Maulkorb?“, knurrte der Junge Herr, während Lush etwas stammelte von Sonderanfertigung. Das brachte den anderen zum lachen.
„Also noch mehr Geldverschwendung. Er hat sich illegal einen machen lassen... Selbst Zuhälter sind was das angeht Vorsicht und lassen ihre Finger davon. Wäre nicht das erste mal das ein Haustier seinen Herr freundlich lächelnd den Hals abgedrückt hat.“. Der Junge Saltoris schien sich darüber köstlich zu amüsieren, ich hingegen verstand nichts.
Die Hand lies mein Ohr los und faste stattdessen an Gurt um meinem Mund, zog mich hoch so das ich dem Mann direkt in die Augen sehen musste. Er war eine Jüngere Kopie von Kiev, keine frage. Jedoch waren seine Augen wässrig und leicht gerötet, ein leichter Bartwuchs war zu sehen und generell macht er keinen sonderlich gepflegten Eindruck.
„Reiß dem Alten die Eier ab und ich werde dir ein Gedenktafel aufstellen und dir die Freiheit schenken.“, grinste er mich an. Anschließend lies er mit einem stoß los, so das ich seitlich auf den Boden sackte.
„Sagen sie so was nicht!“, zischte Lush und fing sich aber einen abfälligen blick vom Jungen Herrn. „Sag nur ein Wort darüber und ich werde dich verschwinden lassen! Haben wir uns verstanden, Lush!“, bekam Lush eiskalt als Antwort. Dieser schnappte nach Worten als der Junge Herr sich bereits anschickte zu gehen.
„Wünsche dir einen schnellen Tot... wobei, das könnte im Cage schwierig werden. Man sieht sich!“, lachte der Mann im gehen und verschwand leicht wankend aus dem Raum.
„Er wird sich noch das Hirn weg saufen wenn das so weiter geht!!“, zischte der der Blonde.

„Los! Jetzt mach schon!“.
Ein reißen in den Armen, ich gab ein dumpfes brummen von mir, als die Stange mit den Gewichten sich langsam nach oben bewegte. Nebenher fauchte mich mein Besitzer an.
„Weiter Verdammt!“, knurrte er und ich zog das Gewicht immer mehr hinauf. Es fühlte sich an als würden die einzelnen Muskel reißen, jedoch zwang ich mich dazu weiter zu machen.
„Das Reicht!“, bluffte Saltoris und sah dabei weder zufrieden noch unzufrieden aus. Täglich kam er runter gab Anweisungen und schien austesten zu wollen wo meine Grenzen waren. Anwesend war er dabei nicht immer. Ich lief Stundenlang auf einem Laufband, stemmte Gewichte oder musste auf einen Trainingssack eindreschen. Man lies mich Liegestütze, Klimmzüge und Situps mit Gewichten machen, bis mir die Kraft versagte. Dabei war ich einfach nur froh das man mir den Maulkorb abgenommen hatte.
„Wenn du essen haben willst dann streng dich an!“, hatte Herr Saltoris gesagt. Allerdings wurden die Portionen weder größer noch kleiner. Sie machten weder Satt, noch schmeckten sie. Sie füllten lediglich den Magen, da man mich jedoch nicht nach meiner Meinung fragte, konnte ich nicht klagen. So nahm ich das ganze schweigend hin.
„Gib dem Ding seine Ration. Wir lass morgen das Training ausfallen, ich hab ihn für morgen Abend angemeldet. Nichts großes, aber dann können wir sehen ob es eine Fehlinvestition war oder nicht!“, murrte man Lush an, welcher eifrig nickte und mir eine Flasche hinhielt. Stumm nahm ich sie ihm ab.
„Bereite alles vor und sieh zu das das Ding unbemerkt hier raus kommt!“, zischte Kiev, erneutes Nicken folgte. „Ich habe keine Lust auf Diskussionen mit Milena oder gar Gorgio!“, knurrte er ärgerlich. „Schon schlimm genug das mir die Kleine wegen ihm in den Ohren liegt, weil sie ihn mal ansehen will. Wozu hab ich ihr das verdammte andere Ding geschenkt!“, Saltoris spukte auf dem Boden aus. Ich war mich sicher das er das Lebewesen meinen musste was Jix hieß.
Anschließend verschwand der Mann ohne weitere Worte.
„Ob das nicht ein wenig voreilig ist...“, seufzte Lush kopfschüttelnd und zog aus einem Fach ein Tablett auf dem das was sie „Essen“ nannten war.
Selbst bei Norma hatte der Blei mehr Geschmack gehabt, war mein erster Gedanke gewesen als ich mich dazu zwang es zu essen. Jetzt war es so das der Hunger es hinein trieb.
Während ich ass, war Lush damit beschäftigt, den Tisch abzuräumen, welchen mein Herr benutzt hatte um mich von dort aus zu beobachten. Heute war er besonders lange hier unten gewesen. Hatte eine Rote Flüssigkeit aus einem Glas getrunken und später ähnlich gerochen wie der Jüngere Saltoris, nur nicht so stark.
„Wasch dich gleich. Du bist am stinken wie ein Tier! Dann geh schlafen in einer Stunde geht das Licht aus. Morgen früh bring ich dir andere Kleidung.“, gab Lush von sich als er mir das Tablett abnahm, dabei murmelte er noch etwas leise vor sich hin, was sich anhörte wie: „Ob ich morgen wieder mit muss... Hoffentlich wird mir nicht wieder schlecht...“.
Dann verschwand auch er irgendwo hin nach oben.

Einige Stunden später machten mich ein paar leise Geräusche in der Finsternis wach. Beim letzten mal hatte es sich als Faust großer Käfer herausgestellt. Das ich nicht so recht wusste was mit ihm zu tun war und ich nicht ausprobieren wollte ob er Giftig sei, entsorgte ich ihn den Schacht in dem Lush immer alles warf was Kiev nicht mehr wollte.
Das allerdings hörte sich anderes an. Kein leises kratzten, sondern eher wie fast lautlose schritte. Nervös setzte ich mich von der schmalen liege auf und spähte in die Finsternis. Es kam deutlich näher, so das ich ein dumpfes knurren nicht unterdrücken konnte. Die Schritte stellten sich ein. Was immer dort war, es war stehen geblieben.
„Mach die Augen kurz zu...“, wisperte es leise und ich war mir nicht so recht sicher ob es richtig war auf eine Stimme zu hören die irgendwo aus dem nichts kam.
Allerdings zog ich rasch die Augenlider zusammen als hell beißend ein Licht den Raum erstrahlte.
„Ohhh... Oh... damit hab ich jetzt nicht gerechnet...“, entfuhr es der weiblichen Stimme und ich war mir für einen Moment nicht sicher ob ich sie nicht schon einmal gehört hatte. Ich hielt mir eine Hand über die Augen und zischte. „Ka.. Kannst du dir bitte was über ziehen? Da wird einem ja ganz anderes... Ich versuch dann eben das hier einzustellen.“, murmelte es nervös.
Was anziehen würde schwer gehen, da die einzige Kleidung die ich hatte, verschmutzt war und ich erst am Morgen neue bekommen sollte, zumal ich nicht verstand wo das Problem war.
Das Licht wurde leicht gedämpft, zu mal sich meine Augen bereits daran zu gewöhnen schienen, während dessen zog ich das Dünne Tuch was meine Decke war über die Hüfte. Vor mir stand ein Hybrid, hielt eine Licht in der Hand und sah sich nervös um. Die Haare waren Silber/grau und glänzten im Licht, ein farblich passender Schweif schwang bei jeder Bewegung mit und die Ohren rotierten geradezu auf dem Kopf herum als würden sie mit Ultraschall jeden cm absuchen.
Der Fuchs der vor mir stand war eindeutig weiblich, den der dicke Stoff Schmiegte sich straff an die Rundungen und Körperform. Arme und Beine waren dabei ausgesparte und man konnte auf ihnen ein blasses helleres streifen Muster auf der leicht gebräunten Haut sehen.
„So ist es besser. Ich hoffe ich hab dich nicht zu sehr erschreckt. Allerdings hab ich auch nicht damit gerechnet das sie dich hier nackt rum liegen lassen.“, seufzte sie.
Stirnrunzelnd schaute ich sie an. Durfte sie hier hin? Hatte man es ihr erlaubt? Und warum redete sie?
„Hm... Ich bin runter gekommen um zu schauen wenn oder was sie hier unten eingesperrt haben. Milena liegt mir schon seit Tagen in den Ohren und vorher war keine Gelegenheit. Körperlich scheinst du ja unversehrt zu sein.“, stöhnte sie und ein paar grüne Augen fixierten mich. Sie schien einen Moment zu warten, den es wurde für lange Zeit still.
„Der Alte Mistkerl hat dir gesagt das du nicht reden sollst oder?“, gab sie von sich, was mich aus dem Konzept brachte. Wie konnte sie so was sagen? Meine Gedanken schienen sich in einer Reaktion im Gesicht wieder zu spiegeln. Denn rasch reagierte sie darauf. „Ich bin nicht sein Haustier sondern Milenas. Sofern es mir möglich ist, verfolge ich nur ihre Interessen und Anweisungen und nicht seine. Was nicht heißt das ich nicht auf der hut bin vor ihm. Ich bin übriges Jix. Ich denke mal Nicken und Kopfschütteln darfst du? Ja? Gut! Milena meinte das man dich ziemlich verschnürt hatte, als du hier ankamst. Ich hab es nicht gesehen, aber ich glaub es ihr. So Naiv die kleine auch rüber kommt, sie ist um einiges schlauer als man es ihr zutrauen würde.“, grinste Jix und lies sich langsam auf den Boden sinken.
„Ich bin froh das ich bei ihr gelandet bin. Auch wenn man sich vor Luka in acht nehmen muss. Wobei du dir eher weniger gedanken machen musst. Zumindest wäre es was ganz neues wenn er Hand an einem Männlichen Hybriden anlegen würde.“, zischte Jix und wieder zurückten ihre Ohren umher als würde sie alles absuchen. Hand anlegen, was sollte das sein? Ich verstand nicht ganz was sie meinte.
„Du bist nicht der erste der hier unten ist. Zuletzt hatte sich der Alte Saltoris einen Kater geholt. Der arme Kerl schaffte es aber nicht sehr lange. Ein netter Hybrid, aber je länger er hier war, desto mehr ging er kaputt. Äußerlich wie auch innerlich. Vor seiner letzten Runde konnte man nicht mehr mit ihm reden. Ich... Er tat mir echt leid, weist du.“, lächelte sie matt und hob dabei den Kopf. „So was grausames sollte es nicht geben. Wir sind keine Tiere!“. Ein leichtes schütteln überkam sie. Kurz wurde es sehr lange ruhig. Ich verstand nicht warum sie hier war. Wollte sie mir Furcht machen vor dem was morgen sein würde. Ich würde sterben, vielleicht auch nicht. Wer wusste das schon. Wenn man mir diese Aufgabe zugedachte hatte dann würde ich sie erfüllen... Auch wenn es hieß einen anderen Hybriden zu töten.
„Wenn sie dich verpackt wie ein Paket gebracht haben, musst du echt was drauf haben. Ich drück dir auf jedenfalls die Daumen.“, raunte sie, dann fing sie an etwas zu suchen und etwas kleines rundes aus dem Stoff am ausschnitt zu fischen. „Milena meinte das ich dir eins geben soll. Ich persönlich mag sie nicht, esse sie aber weil sie sich immer die Mühe macht und mir welche vom Tisch stibitzt. Mit Sicherheit weiß der Alte das sie mir die Dinger bringt... Sagt aber nichts, weil sie sein Engel ist. Mir würde man dafür die Hand abhacken...“, murmelte sie und hielt mir etwas entgehen.
Klein und Rund lag etwas in der zierlichen Handfläche. Wenn ich sie mit meinen verglich waren sie mit Sicherheit um einiges kleiner. „Los nimm oder ich werfe es weg!“, zischte Jix und machte einen leichten ruck, so das es in der Hand leicht rum rollte.
Zögernd nahm ich es ihr ab. „Du hastest noch nie ein Bonbon oder? Vergiss nicht das Außen erst ab zu machen. Dann in den Mund nehmen und langsam lutschen mit der Zunge. Bisher hat es noch jedem gefallen.. Kommt nur mir das so vor oder hörte sich das jetzt ziemlich lüstern an?“, kicherte sie leise. „Du machst mich ganz wisch. Egal. Ich muss wieder hoch, grade ist es oben sehr ruhig... Aber das heißt ja nichts.“, schnaufte sie und blieb stehen um den kleinen Stab der so viel Licht spendete zu betasten. Der Schein glomm ab bis es wieder Pech schwarz wurde. „Ich werde wieder kommen.“, raunte es leise.
Ohne viele Geräusche zu machen verschwand Jix aus dem Raum, zumindest vermutete ich das sie es war und lies mich mit dem Bonbon in der Hand zurück.
Ich konnte es nicht sehen, fühlte es jedoch in der Handfläche und war mir unschlüssig was damit zu tun war. Ich überlegte kurz ob man mir gesagt hatte das ich nichts annehmen durfte, aber bisher hatte Lush mir mein Essen gebracht und es gab keine direkte Anordnung, soweit ich mich entsann.
Also knibbelte ich in der Finsternis das was außen war ab, der süßliche Geruch lies mich kurz stutzen. War das richtig so? Menschen Assen Süßigkeiten. Dabei ging es nur um den Geschmack, nicht darum satt zu werden oder der gleichen. Ich konnte mich nicht daran erinnern das man verbot das Hybriden das Essen durften, was kurzerhand dafür sorgte das ich mir die kleine Kugel in den Mund schob.
„Oh...“, entwich es mir überrascht und ich verschluckte mich fast. Hustend würgte ich es hoch und es rutschte es wieder in meinem Mund. Süß machte sich ein Geschmack in ihm breit. Es war erschlagend intensiv. Ich war mir erst nicht sicher ob ich es mochte, legte mich aber dann recht schnell darauf feste, dass um weiten besser war als alles war ich bisher essen durfte. Seufzend lehnte ich mich auf dem was mein Bett sein sollte zurück und fragte mich wie der weibliche Hybrid so was nicht mögen konnte. So schnell wie ich mich dran gewöhnt, so schnell musste ich auch feststellen das das Bonbon kleiner wurde bis nichts mehr übrig war. Es war enttäuschend als sich der Geschmack verflüchtigte. Ein geflüstertes: „Mist!“, ging mir über die Lippen und so blieb ich mit den Gedanken noch einige Zeit bei Jix bis ich einschlief.