Akzeptiere das Unmögliche

von KatieC
DrabbleHumor / P12
15.05.2019
15.05.2019
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Hallo ihr Lieben,
dieser kleine Drabble-Beitrag ist mir spontan zum Projekt „Akzeptanz“ über die Tastatur gehüpft.
Ich will auch gar nicht viele Worte verlieren, sondern wünsche euch einfach viel Spaß beim Lesen. :D
Falls ihr Lust habt, würde ich mich sehr über euer Feedback freuen. ^^

Liebe Grüße
Katie


~*~*~*~



Verleumdung
„Das… das kann doch nicht wahr sein…“ Unfähig seinen Blick abzuwenden, starrte Zeke durch die blitzblank polierte Scheibe. Alle Geräusche, die ihn umgaben, verstummten in seinen Ohren zu einem undefinierbaren Rauschen, das sich mit dem Pochen seines Herzschlages vermischte. Nur gedämpft nahm er wahr, wie sein Bruder ihm vorsichtig die Schulter tätschelte und hätte er den Kopf zu Seite gewandt, hätte er den zutiefst bekümmerten Ausdruck auf dessen Gesicht bemerkt.
„Tut mir wirklich leid“, murmelte Uriah leise.
„Nein. Das geht nicht. Die holen bestimmt nur grade Nachschub.“
Dass der Cafeteria wirklich der Schokokuchen ausgegangen sein könnte, war für Zeke undenkbar.


Zorn/Ärger
„Hey, warte mal!“ Beinahe warf Zeke sich komplett über den Tresen, um die nächstbeste Ferox anzuhalten, die hinter der Essensausgabe vorbeikam. Anklagend deutete er auf die immer noch leere Vitrine. „Kannst du mir vielleicht mal erklären, was da los ist?“ Er hatte wirklich Mühe, den Unmut aus seiner Stimme zu verbannen, doch egal wie sehr er es auch versuchte, so ganz wollte es ihm nicht gelingen. Sogar Zeke selbst hörte das tiefe Grollen, das unterschwellig in jeder einzelnen Silbe mitschwang.
Die überraschte Ferox folgte seinem ausgestreckten Finger mit den Augen, bevor sie mit den Schultern zuckte. „Der Kuchen ist aus.“


Verhandeln
Diese lapidare Antwort verschlug Zeke fast gänzlich die Sprache. Perplex starrte er die Angestellte vor sich an, unfähig seine aufkeimenden Gefühle in Worte zu fassen. Unglaube. Fassungslosigkeit. Entsetzen.
Einige Sekunden verrannen, in denen er nur reglos dastehen konnte. Dann stahl sich jedoch plötzlich ein schiefes Grinsen auf seine Lippen. „Ach komm schon, das ist nur ein Scherz, oder?“ Selbstbewusst lehnte er sich vor und stützte dabei den Ellenbogen auf dem dunkelgrauen Tresen ab. Mit einem schelmischen Glitzern in den Augen zwinkerte er der Ferox verschwörerisch zu. „Sei ehrlich, ihr habt doch bestimmt noch ein Blech hinten in der Küche stehen.“


Depression
Zum wiederholten Male schüttelte die Angestellte den Kopf. „Tut mir leid. Für heute ist der Schokokuchen ausverkauft.“ Mit diesen Worten verschwand sie in Richtung Küche und ließ Zeke mit seinem Dilemma alleine zurück.
Dieser brauchte noch einige weitere Augenblicke um zu realisieren, dass sein schlimmster Albtraum tatsächlich Wirklichkeit geworden war.
Als hätte man ihm jegliche Energie entzogen, sanken seine Schultern hinab und das sonst immer so fröhliche Gesicht machte den Eindruck von sieben Tagen Regenwetter.
Plötzlich kam ihm die Welt ungleich düsterer vor. Nichts würde den Schmerz in Zekes Innerem lindern und das hungrige Loch in seinem Bauch füllen können.


Akzeptanz
„Kopf hoch, morgen gibt es bestimmt wieder welchen“, versuchte Uriah seinen Bruder aufzumuntern und stupste ihm in die Seite. Diese Worte mochten der Wahrheit entsprechen, doch sie waren nur ein schwacher Trost. Aber auch Zeke wusste, dass das Leben weitergehen musste. Er konnte nicht ewig seiner Trauer nachhängen und wenn er in seiner Ausbildung und in seinen Jahren als vollwertiges Mitglied der Ferox eines gelernt hatte, dann war es, auch mit den schlimmsten Widrigkeiten fertig zu werden.
Erst nickte er noch zaghaft, dann straffte er entschlossen die Schultern und reckte tapfer das Kinn vor. „Dann nehme ich eben einen Blaubeer-Muffin.“
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