Seeing home

DrabbleSchmerz/Trost / P16
Engineer
14.05.2019
14.05.2019
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Disclaimer: Ich kenne keinen der vorkommenden Prominenten persönlich, habe keinerlei Rechte an ihnen oder an sonst irgendwas, das mit ihnen zusammenhängt, und selbstverständlich verdiene ich mit dieser Geschichte kein Geld. Was es hier zu lesen gibt, ist Fiktion und basiert demzufolge auch nicht auf irgendwelchen realen Ereignissen.

English Version: I do not own anyone, this is purely fictional. If you got here by googling yourself please I urge you go back now!

A/N: Dies ist jetzt das siebzehnte Drabble in meiner kleinen Kurzgeschichten-und-Drabble-Reihe zu Christopher Nolans Film Dunkirk.
Die sechzehnte Kurzgeschichte findet ihr bei Interesse hier: I won’t back down

In diesem Drabble geht es zum zweiten Mal um Engineer. Für alle, die noch einmal sichergehen wollen, dass sie dabei denselben Charakter im Kopf haben wie ich beim Schreiben: Im Film wird Engineer von Michael C. Fox gespielt.
Außerdem darf dieser Oneshot gerne als Fortsetzung von The tide is turning now gelesen werden.


Ihr wisst ja, Reviews und Sternchen sind das Brot des Fanfictionautors – lasst mich bitte nicht hungern!






Seeing home


Plötzlich waren sie da. Aufgetaucht aus dem Nichts. Er konnte das Lächeln, das sich unwillkürlich auf sein Gesicht stahl, nicht unterdrücken. All die kleinen zivilen Boote, die die Mole nicht benötigten, die so nah an den Strand herankamen, dass es den Pier eigentlich gar nicht gebraucht hätte. Jenen Pier, den er seine Männer hatte errichten lassen, um ihnen Hoffnung zu geben.

Eine Hoffnung, die ihnen Kraft gegeben hatte, um bis jetzt auszuhalten.

Bis jetzt, wo sie sich erfüllte.

Die meisten von ihnen standen noch auf dem Pier, auf den Dächern der Automobile, die sie dafür verwendet hatten. Sie standen an, um an Deck des Kutters zu gelangen, der den Pier angefahren hatte, der sie in die Heimat übersetzen und damit in Sicherheit bringen würde.

„Das ist es also.“

Er schreckte auf, bemerkte erst jetzt, dass Harlow neben ihn getreten war und versuchte, einen Zigarettenstummel anzuzünden. Woher auch immer er den noch hatte…

„Ja“, nickte er, ließ den Blick in Richtung der Mole schweifen. Noch immer standen dort Gewehre aufgereiht, herrenlos und ohne Munition, nutzlos gegen die Flugzeuge der Luftwaffe zurückgelassen.

Commander Bolton und Captain Winnant waren noch dort und so, wie er beide einschätzte, würden sie zu allerletzt gehen und wenn Commander Bolton zuletzt ging, dann würde sein Adjutant dasselbe tun. Er selbst würde sich dem anschließen. Zuerst seine Männer und er zum Schluss. Wenn der Krieg schon Monster aus ihnen machte, dann war es eine Frage der Ehre, sich in Situationen wie diesen wie ein Gentleman zu verhalten. Ohne Wenn und Aber.

Harlow hatte den Zigarettenstummel tatsächlich anzünden können, nahm den ersten, unvermeidlichen Zug und bot ihn ihm an. Dankend nahm er ebenfalls einen Zug, reichte den Stummel danach zurück.

„Gehen Sie, Harlow“, sagte er, nickte in Richtung ihres Piers.

„Was ist mit Ihnen, Sir?“

Er lächelte nur: „Ich komme nach. Der Kapitän verlässt das sinkende Schiff zuletzt.“

Oder gar nicht mehr, fügte er in Gedanken an, doch soweit würde es nun sicher nicht mehr kommen.

Harlow brauchte das nicht zu wissen.

[333 Wörter]




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