Das Schwert des Samurais

von Benny89
GeschichteFantasy / P16
Eboshi OC (Own Character)
13.05.2019
18.02.2020
5
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,,Hey, willst du das wirklich tun?", fragte der Mann und starrte zu Akeno auf.
Akeno stand unter dem Leinenstoff, den man mit drei Holzpfählen zu einem Dach aufgeschlagen hatten. Seine einfache Bauernkluft, die er heute wieder trug, sah besonders schäbig aus.
Er hatte einfache Sandalen aus Bambus an, während er einen Kimono trug. Unter diesen stach ein Kurzschwert hervor.
,,Würde ich dich sonst ansprechen?". Akeno deutete dem Mann an, endlich mit der Waage zu hantieren, während Akenos Begleiter am Rande saß, die Augen fest verschlossen, als würde dieser Schlafen. Akeno allerdings wusste, das, wenn der Händler was schlechtes tun wollte, das er durch ein Pfeil sterben würde von der Hand seines treuen Begleiters.
,,Nun ja", brummte der Händler, der den weißen Reis wog. ,,Viel hast du ja nicht anzubieten Akeno", erklärte der Händler. ,,Willst du mir jetzt den Reis verkaufen oder nicht?". In Akenos Stimme lag eine Spur ungeduld, denn es ermüdete ihn, wie sehr Tanaka sich drückte. Natürlich wusste Akeno, wie Wertvoll der Reis war. Seitdem Überfall der Samurais war Reis in dieser Gegend eine begehrte, wenn auch seltene Ware geworden.
Gerüchten zu folge hatte jemand sogar für einen Vollen Sack Reis ein paar Goldstücke hergegeben.
,,Na verkaufen tue ich Ihn dir ja! Was verlangst du für den Reis?".
Akeno nickte auf zwei Säcke, die bei seinen Begleiter lagen. ,,Mindestens Fünf Goldstücke", erklärte er. Das Gesicht des Händlers verkramfte sich kurz. Dann schaute er düster zu der Waage, wo er einigen Reis aus dem dritten Sack drauf gelegt hatte.
Er nahm eine weitere Handvoll aus dem Sack und ließ die Reiskörner zwischen seinen Fingern in den Sack rieseln. ,,Fünf Goldstücke? Der Reis hat keine gute Qualität, Er stinkt und ist obendrein Unrein. Ich kann dir Zwanzig Kupferstücke geben, für alle drei Säcke. Mehr auch nicht Akeno", erklärte der Händler in einem Geschäftsmäßigenden Tonfall.
Akeno blieb ruhig. Er kannte den Händler schon lange und wusste, das es ein Gauner war. Der Reis war in der Tat nicht der beste, denn durch den Überfall war ein Großteil der Reisernte des Dorfes vernichten wurden.
Nun sammelte man das ein, was man für gewöhnlich nur zum Fraß des Viehs vorwerfen würde. Aber Akeno war schon lange auf den Reisfeldern tätig, um trotz der Krise an guten Reis zu kommen war.
Die Bauern, wo er den Reis her hatte, hatten einige Verstecke gehabt und erst, als Akeno den Mann getötet hatte, war die Familie bereit gewesen, ihm den Reis zu überlassen.
Es waren harte Zeiten und Akeno hasste sich sogar ein wenig dafür, so weit gegangen zu sein. Doch in dieser Zeit konnte man sich nicht erlauben, zimperlich zu sein. Mitleid und Erbarmen waren in Zeiten dieser großen Not nur hinderlich.
Als er erfuhr, das im benachbarten Dorf die Herrin Eboshi zu gange war, Reis zu kaufen, wusste er, was er tun musste. Die Herrin der Eisenhütte war eine Grausame, wenn aber Gerechte Herrscherin. Sie würde ihm sicherlich einige Waffen verkaufen, wenn er das Gold dazu hatte.
Da Akeno nichts besaß, als er erfuhr, das die Herrin sich wieder angekündigt hatte, musste er handeln. Seine Felder, wo er einst gearbeitet hatte, bevor die Samurais seine ganze Familie getötet hatten, war völlig zerstört. Die Familie, für die er arbeitete, genauso ermordet, wie seine Zwei Jährige Tochter.
Ein Stich in Akenos Magen ließ ihn zusammen zucken. Kaum merklich, so das es niemanden auffiel, aber dennoch tat ihm der Gedanke weh, das die Samurais seine Familie getötet hatte. Er kannte diejenige, die es waren und hatte Rache geschworen.
Das Problem war, das Akeno kein Erfahrener Krieger war. Er war ein einfacher Bauer, ohne Wissen über den Schwertkampf.
Doch als er Kaede kennenlernte, änderte sich dies.
Und nun stand Akeno beim Reishändler und würde bald Gold besitzen. Er hoffte nur, das die Herrin Eboshi damit zufrieden wäre.
,,Willst du nun das Geschäft machen oder nicht?", fragte der Händler ungeduldig. Akeno schnaubte auf. ,,Ich habe dir gesagt, ich verkaufe dir den Reis nur für Gold! Ich selber habe den Reis gegessen, es ist guter Reis. Bessere Ware, als dein jetziger Bestand hergibt!".
,,Und ich frage mich, wo du den Reis her hast. Die Felder deines Herren sind doch genauso tot, wie dein Herr selber Akeno! Oder Irre ich mich da?".
Natürlich irrte sich der Händler nicht. Doch das war Akeno egal. Entweder der Händler machte mit, oder er und Kaede würden es auf die härte Art tun. Aufjedenfall brauchten Kaede und er Schusswaffen, um wirklich die Samurais zu besiegen.
,,Der Reis habe ich gekauft, bevor die Samurais das Dorf angriffen. Es hatte seine Vorteile, auf dem Hof zu arbeiten. Nun werden wir uns jetzt einig, oder nicht?".
Der Händler warf Kaede einen Blick zu. Dessen Augen waren noch immer festverschlossen und das Gesicht leer und leblos. Es war schwer abzusehen, ob Kaede am Leben war oder nicht.
Der Händler grunzte. ,,Na gut, Fünf Goldstücke! Da, nimm deinen Köter und haut ab!".
Er warf Akeno die Goldstücke hin. Anscheinend hatte der Händler begriffen, das er sein Leben in gefahr brächte. Akeno steckte die Goldstücke ein und ging an Kaede vorbei, der sich nun erhob und beide traten auf die Straße, die heute belebter war, wenn nicht ganz so voll wie üblich.
Sie folgten einen Viehwagen, der Gras transportierte.
,,Ist es ratsam, sich die Waffen von Herrin Eboshi zu erkaufen?", fragte Kaede nun mit seiner nüchternen, ruhigen Stimme.
,,Du kennst unsere Ziele, ohne die Lunten werden wir beide ein leichtes Ziel abgeben", erwiderte Akeno jedoch barsch. Kaede schwieg einige Minuten, während beide Männer die Straße entlang folgten. Die Menschen auf der Straße blieben nur dann stehen, wenn sie an einen Stand was kauften. Heutzutage war es Gefährlich, irgendwo stehen zu bleiben.
,,Sie könnte deine Not ausnutzen Akeno. Die Herrin Eboshi mag zwar eine Frau sein, aber Sie ist eine Grausame Frau, die nach Macht giert. Was ist, wenn Sie uns in Ihrem dämlichen Kampf mit dem Fürsten Asano reinzieht? Ging es dir nicht darum, dich an die Samurais zu rächen, die deine Familie schändeten? So weit mir bekannt ist, waren es keine Samurais von Fürst Asano, die deine Familie vernichtet hatten".
Akeno blieb an einer Weggablung stehen.
Das Gras wehte leicht in der Brise, während die Kirschblüten des Baumes leise raschelten. Irgendwo schrie ein Kranich und die Sonne neigte sich langsam den entfernt liegenden Bergketten des Wald des Waldgottes.
,,Warum sollte Sie zwei dahergelaufene Bauern um Hilfe bitten Kaede? Sieh uns an, wir können uns kaum Wehren! Ich trage einen einfachen Bauern Kimono! Sie wäre Dumm, uns für Ihre Zwecke zu benutzen!". Kaede ließ ein unglaubwürdiges lächeln erschallen.
,,Es ist nicht zu verhandeln mit der Herrin, Akeno. Ich habe Angst, das wir ein Packt mit einen Dämon schließen werden".
Akeno wandte sich Kaede zu und fasste ihn an den Schultern. Die tief stehenden Augen Kaedes und das dunkle, lange Haar und der dichte Bart schienen ihn wie einen Gewöhnlichen Bauern aussehen. Das hinter Kaedes Aussehen ein Mann war, der bereits in unzählige Schlachten des Kaiers dabei war, erkannte kaum jemand und nur Akeno wusste es und nur deswegen, weil Kaede es ihm erzählt hatte.
,,Wir werden uns auf nichts einlassen, Kaede. Wir brauchen nur die Schusswaffen, mach dir keine Sorgen".