Verschwommene Realität

GeschichteAbenteuer / P12
13.05.2019
10.05.2020
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23.05.2019 1.309
 
Der nächste Tag fing harmlos an, mich wunderte lediglich, das meine Mutter sich bereit erklärte, mich in die Schule zu fahren, was sie sonst nur zu besonderen Anlässen tat. Aber sie begründete es damit, dass es heute so schwer regnen würde, da könne sie mich nicht so zur Bußhaltestelle gehen lassen, immerhin war diese 5 Minuten entfernt. Gegen 13Uhr hatte ich aus und fuhr mit dem Bus zurück, der Regen hatte inzwischen stark nachgelassen. Als ich ins Haus trat merkte ich, das niemand da war. Ich sah in allen Räumen nach, doch ich konnte niemanden finden. Da fing ich an, ein ungutes Gefühl zu haben, meine Eltern hätten mir einen Zettel hinterlassen, wenn sie beide weg gewesen wären. Das so einer nicht da war, beunruhigte mich sehr und ich griff zum Telefon. Im Forschungszentrum der Firma, in dem mein Vater arbeitet, ging in Kollege ran. Wayne sei den ganzen Tag nicht dagewesen, teilte er mir mit. Anschließend versuchte ich, meine Mutter anzurufen, aber ihr Handy war wohl aus, zumindest ging nur der Anrufbeantworter an. Zutiefst beunruhigt, ließ ich mich aufs Sofa fallen und versuchte zu verstehen, was vor sich ging. Nach ein paar Minuten, schlussfolgerte ich, dass es nur etwas mit dem Experiment von gestern zu tun haben konnte, doch was genau, war mir immer noch schleierhaft.


Allgemeine Sicht

Nachdem Sahras Mutter, ihre Tochter bei der Schule abgesetzt hatte, holte sie ihren Mann von Zuhause ab und fuhr mit ihm zu Koordinaten, die er sich ausgerechnet hatte. Am anderen Ende der Stadt, auf dem Weg in ein Maisfeld hinein, wies er sie an, stehen zu bleiben. Amalie, wie sie hieß, wurde langsam nervös, während sie ihrem Mann dabei zusah, wie er versuchte auf eine Karte den exakten Standort zu finden. „Wayne....bist du sicher, dass das eine so gute Idee ist? Hätte ich nicht doch Zuhause bleiben sollen, Sarah wird sich sicher Sorgen machen...“ „Amalie, ich habe dir doch schon mehrmals erklärt wozu du mitkommen musst: Damit du die da überzeugen kannst, unsere Tochter in Ruhe zu lassen, ich als Mann, kann das bei weitem nicht so gut wie du.“ „Ich weiß, ich bin nur unsicher ob du dich...nicht verrechnet hast oder....“ „Oder was?“ Wayne sah sie misstrauisch an. „...du die Wichtigkeit hiervon ein wenig überschätzt...“

„Überschätzt?!“ rief ihr Mann aufgebracht und Amalie zuckte kurz zusammen. „Amalie, dieses Projekt ist wohl das wichtigste in der gesamten Menschheitsgeschichte, die Verschmelzung zweier Dimensionen ist bisher einmalig und was noch viel wichtiger ist...“ Er hatte sich wieder beruhigt und einen feierlichen Ton angenommen: „eine Zeit des Friedens und der Stabilität wird kommen, für alle Menschen dieser Welt.“ Amalie wollte noch etwas dazu sagen, als ihr Mann aus dem Auto ausstieg und ins Maisfeld schritt. Zögerlich, stieg auch sie aus und rief nach ihm, doch er reagierte nicht. So folgte sie ihm und traf holte ihn auf einem, von ihm, platt getretenen Stück des Feldes ein. Er hatte die Karte auf den Boden gelegt und rief aufeinmal: „JA, hier, genau hier muss es sein!“ Dann sah er nach oben und rief: „Hey, Vexos, könnt ihr mich hören? Ich habe euch in unsere Welt gebracht, daher habe ich auch ein Recht mit euch zu reden, hört ihr?!“ „Wayne, jetzt dreh doch nicht gleich durch, da ist doch nichts.“ „Unsinn, da ist der Mutterpalast, ich....“ Sarahs Eltern flimmerten plötzlich und wurden innerhalb weniger Sekunden weg teleportiert.


„Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, sind wir nicht mehr in unsere Dimension. Offenbar hat jemand ein Portal geöffnet und uns dadurch in seine Welt geholt.“ Zenoheld sprach zu den Vexos, welche am Fuße seines Thrones knieten, nur Hydron stand. Vor ein paar Stunden, wurde der Mutterpalast in Sarahs Welt befördert und nachdem Zenoheld mit Clay an den Ursachen geforscht hatte, informierte der König nun seine Kämpfer. „Glücklicherweise hat sich die dafür verantwortliche Person bereits zu uns begeben.“ Im selben Moment, erschienen Wayne und Amalie, welche sich überrascht umsahen. „Aha, scheinen Menschen zu sein, dabei hatte ich mich auf was interessantes gefreut, hihihaha“ kicherte Shadow Prove. „Ihr zwei, kniet gefälligst vor eurem König nieder!“ herrschte sie Hydron an, doch sein Vater signalisierte ihm, sich zurückzuhalten. Wayne, der die Situation langsam begriff, kniete sich dann auch hin, seine Frau tat es ebenfalls, wenn auch zögernd. „Euer Hoheit, mein Name ist Wayne, ich bin Wissenschaftler in dieser Welt und habe schon lange davon geträumt, euch in meine Welt zu bringen.“ „Wozu?“ „Ihr erscheint mir als einzige Person würdig, um diesen Planeten zu beherrschen, seit euch eure Ex-Untertanen, in den Rücken gefallen sind.“ Diese Wort gefielen dem König und er bedeutet ihm, fortzufahren.

„Mit eurer Überlegenen Technologie, werdet ihr in kürze herrschen können. Ich bitte euch daher nur um eine Kleinigkeit: Gewährt mir, meiner Frau und meiner Tochter einen besonderen Status in eurem zukünftigen Reich.“ „Und ihr wollte sonst nichts? Da kann irgendwas nicht stimmen, niemand hilft jemanden einfach so.“ äußerte sich Myliene, doch Zenoheld antwortete: „Warum habt ihr eure Tochter denn nicht gleich mitgebracht?“ Nun sprach Amalie: „Wir wollten unsere Tochter nicht in mögliche Gefahr bringen und sie hat...ein gesundes Misstrauen, gegenüber Fremden und Höherrangigen.“ Wayne schien sie zu korrigieren zu wollen, da lachte Zenoheld. „“Gesundes Misstrauen“, was für ein interessanter Begriff. Nun, sollte sich die Eroberung dieser Welt wirklich als so einfach herausstellen, dann werde ich euch, Wayne, sowie eure Frau und Tochter angemessen belohnen. Sollte allerdings nur einer von euch, Pläne zur Rebellion gegen mich hegen, werde ich euch alle bestrafen, verstanden?“ „Ja, natürlich euer Hoheit.“ Zufrieden lehnte sich der König zurück in seinen Thron. „Sehr gut, dann werdet ihr hierbleiben, eure Frau darf gehen, eure Tochter sollte schließlich nicht so lange allein sein.“ „Verstanden.“ Wayne und Amalie erhoben sich und gingen. Am Teleporter, warteten bereits zwei Wachen auf den Erfinder. „Wayne, was soll ich denn nur Sarah sagen?“ fragte Amalie, ein wenig verzweifelt, da sie bereits anfing, zu flimmern. Ihr Mann lächelte nur zuversichtlich. „Es wird dir schon etwas einfallen, bald wird Zenoheld ohnehin die Erde beherrschen, dann können wir alle Drei glücklich zusammenleben....“ Dann verschwand sein Gesicht vor ihren Augen und sie stand wieder in dem Maisfeld. Als sie nach oben sah, war da immer noch nichts. „Scheinbar hat der Mutterpalast eine Tarnsystem.“ dachte sie sich und ging zum Auto zurück.


Clay war in seinem Labor und betrachtete seine neuste Erfindung: Ein Handgroßer, lilaner Kristall. Ein Piepsen ertönte und Zenoheld betrat den Raum. „Hoheit.“ sagte Clay und verneigte sich. „Was ist dass denn jetzt für eine tolle neue Erfindung, von der sie mir erzählen wollten?“ Der Professor räusperte sich und erklärte: „Es handelt sich um Kristalle, die den freien Willen brechen und stattdessen durch unbrechbare Loyalität zu euch, ersetzen. Das Problem hierbei ist aber leider noch, das, in dem Stadium, in dem sich die Kristalle jetzt noch befinden, die betreffenden Personen..nunja, sich eher wie Zombies verhalten. Aber ich bin bereits daran, das sich noch mehr Persönlichkeit und Emotionen in ihnen breitmachen, ihre Loyalität zu euch, wird dadurch natürlich nicht gebrochen.“ Zenoheld lächelte, während er einen der Kristalle in der Hand hielt. „Aber, wie groß ist denn ihre Reichte und sind sie überhaupt groß genug?“ „Das ist kein Problem, ich hatte bereits von Jahren ein Gerät entwickelt, mit dem sich Objekte deutlich vergrößern lassen, wodurch auch ihre Stärke steigt. Die Kristalle, können somit eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen und haben einen Radius von 8.000Kilometern.
Damit sollten wir fast die gesamte Erde abdecken können, für die Beförderung, an die gewünschten Zielorte, programmiere ich momentan noch unser Teleporter System etwas um, aber in zwei Tagen, sollte auch dass erledigt sein.“ „Ihr seid wirklich der Beste, Professor Clay. Wenn ich erst regiere, werdet ihr der Ranghöchste Wissenschaftler, dieses Planten.“ „Danke, eurer Hoheit.“ Zenoheld blickte in den Kristall und dachte: „Manchmal muss man auch Glück haben: Ein Mensch, der einem quasi einen Planten schenkt und dann auch noch keine Schicksalsspieler, die nerven könnten.“