I see you and I want you

von ToniTime
GeschichteAllgemein / P16 Slash
13.05.2019
14.08.2019
23
36103
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Die Tage zogen dahin und Weihnachten stand endlich vor der Türe, was Steve schon von selbst früh aufstehen ließ.

Wenn er jetzt in der Schule gewesen wäre, hätte er Bucky sehen können und er hätte endlich sein 'Geschenk' bekommen. Doch das war er nicht und somit konnte er es komplett vergessen. Also hiefte sich Steve doch tatsächlich ohne Weckaktion aus dem Bett und ging in das Badezimmer um zu duschen. Er konnte schon von unten den Duft einer Marinade, die Mary wahrscheinlich unten in der Küche, für das Weihnachtsessen vorbereitete, vernehmen. Es roch an sich sehr gut aber am Morgen ging das gar nicht.

Deshalb isolierte sich Steve schnell im Badezimmet und schloss die Türe ab, um schnell unter die Dusche zu schlüpfen. Als er damit fertig war, ging er zurück auf sein Zimmer. Er setzte sich auf das Bett und würde vermutlich solange darauf liegen bleiben, bis Sarah, weihnachtsliederträllernd herein kommen würde, um ihn eigentlich zu wecken.

Nach circa fünf Minuten, stellte Steve dann fest, das einfaches Herumliegen stinke langweilig war, weshalb er zu seinem Handy griff. Er hatte sogar eine Nachricht bekommen. Von Sam. Steve hatte ihn ganz vergessen, weshalb er schnell nachsah, was er geschrieben hatte.

Fröhliche Weihnachten, Stevie! [6:45]

Steve lächelte und entschloss sich kurzerhand zurück zuschreiben.

Dir auch Kumpel! [7:03]

schrieb er etwas flach zurück, aber das war im Moment egal. Er musste noch jemandem viel wichtigerem schreiben. Bucky. Der vermutlich noch schlief und seine Nachricht höchstens in drei Stunden lesen wird, was für den Blonden die Hölle sein wird. Denn dann müsste er drei Stunden auf eine verdammte Antwort warten.

Aber was wenn er einfach wartet, bis Bucky schreibt?

Nein.

Kurz den Chat gewechselt und schon begann Steve zu tippen.

Fröhliche Weihnachten, Buck. Vermisse dic|

Sollte Steve das wirklich abschicken? Nein. Schnell die Zeilen gelöscht und der nächste Versuch startete.

Fröhliche Weihnachten Bucky! Wünschte ich könnte jetzt schon dein Geschenk haben.

Ja das müsste in Ordnung sein.

Also schickte Steve die Nachricht ab und legte sein Handy auf die Brust. Lasset die Folter beginnen!

Da klappte aber auch schon wie erwartet die Türe auf und Sarah kam herein. Sie lächelte und sang 'Jingle bells' vor sich hin. „Morgen Stevie!", begrüßte sie Steve im Sing Sang und setzte sich zu ihm aufs Bett. Sie wuschelte ihm durch die Haare und zog sie gleich wieder zurück, da sie gleich feststellte, das diese noch nass waren.

„Fröhliche Weihnachten.", sagte sie stattdessen und küsste Steves Wange. Der Blonde wich darauf etwas verlegen zurück und lies sich in sein Kissen fallen. „Dir auch, Mom.", sagte er lächelnd und sah zur Decke. Dann rutschte er etwas zur Seite, das auch Sarah neben ihn hin liegen kann.

Sie lagen einfach auf dem Bett und starrten an die Decke. Während Joseph im Dienst war, und Steve nicht in der Schule, hatten sie das oft im Park, nachts, auf der Wiese getan.

Nach einiger Zeit, drehte sich Sarah zur Seite und sah Steve an.

„Werde ich auch erfahren, um welchen Jungen es geht?", fragte Sarah grinsend. „Nein. Ich denke das wirst du nicht.", murmelte Steve und sah herüber zu seiner Mutter. Wie würde sich das denn anhören, wenn er sagen würde, das es sein erster und bester Freund war? Total bescheuert. Vor allem wo Sarah Bucky doch so sehr mag.

„Kenne ich ihn?", fragte Sarah mit gehobenen Brauen. Steve schüttelte den Kopf. Lügen war halt immer noch die beste Methode. „Hör auf zu lügen Steve! Ich kenne dich, das wird nix bei mir.", sagte Sarah darauf und schürzte die Lippen, als würde sie nachdenken. „Okay, bist du mit ihm zusammen?", fragte sie als nächstes doch wieder nur ein Seufzen und Kopfschütteln. „Also wäre ich ein Junge in deinem Alter, würde ich dich sofort nach einem Date fragen.", meinte Sarah grinsend und sah wieder zur Decke. Steve grinste darauf und schüttelte den Kopf. „Wie blöd das du meine Mutter bist.", meinte er darauf und setzte sich auf. Sarah tat ihm gleich. „Lass uns runter gehen.", meinte die Blondine dann und stand vom Bett auf. Steve folgte ihr schnell und ging die Treppen herunter, zur Küche. Dort stand der Tisch bereits gedeckt zur Verfügung und Michael und Joseph, saßen auch schon da. Sie unterhielten sich noch immer über die Sache vom Baumfällen und Mary warf immer wieder schockierte Worte ein, und das Joseph ein schreckliches Vorbild sei, wenn er das so weiter machen würde.

Steve schüttelte einfach nur den Kopf und setzte sich zu seinem Vater.

„Morgen Dad.“, murmelte Steve und lächelte Joseph an. „Morgen.“, erwiderte dieser etwas tonlos.

„Also wirklich, zeigt doch etwas mehr Weihnachtsfreude! Sonst könnt ihr gleich alle wieder verschwinden!“, rief Mary, während sie einige Pancakes auf den Küchentisch stellte. „Also ich denke wir haben alles.“, murmelte sie und somit durften die anderen mit dem Essen beginnen. Steve bekam allerdings so gut wie keinen Bissen herunter, weil er auf eine Antwort von Bucky wartete.

Und dann vibrierte sein Handy. Nicht nur einmal. Das zweite Vibrieren folgte zügig. Und ein drittes.

Er rufte an!

„Tschuldigung, da muss ich kurz ran.“, murmelte er und holte sein Handy hervor, wobei er einen vielsagenden Blick zu Sarah warf, damit sie ihn freigab.

Er sah auf sein Handy. Tatsache, Bucky rief ihn an. Hastig nahm er den Anruf ab und hielt das Smartphone an sein Ohr. „Hallo.“, murmelte Steve mit einer geradezu zittrigen Stimme.

„Hey! Fröhliche Weihnachten.“, ertönte Buckys vertraute Stimme und lies Steves Herz damit höher schlagen. Wie sehr er sie vermisst hatte. „Dir auch. Ich vermisse dich.“, meinte Steve und konnte einen Ton hören, der auf ein unterdrücktes Lachen hindeutete. „Ich dich auch.“, erwiderte Bucky nur und fuhr dann sofort fort, „Ich habe mir etwas überlegt. Wir fahren nächste Woche noch in die Berge um Skifahren zu gehen. Ich weiß ja nicht wie lange dein Pa' noch da ist, aber wenn du lust hast, dann kannst du ja vielleicht mit kommen.“

„Ehrlich?“

„Ja. Also wenn du Lust dazu hast.“

„Oh mein Gott natürlich!“, meinte Steve glücklich und war schon kurz davor aufzulegen und sofort zu Sarah zu springen. „Mein Dad ist nächste Woche sowieso nicht mehr da.“, fügte er hinzu. „Steve das klang fast so als wolltest du ihn loswerden.“, hörte Steve am anderen Ende lachen.

„Haha. Ich ruf dich zurück.“, meinte Steve überglücklich und legte schließlich ohne ein weiteres Wort auf.