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Neuanfang mit Hindernissen

von dianilein
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Maya Matlin Miles Hollingsworth Zig Novak Zoe Rivas
13.05.2019
24.11.2022
11
28.994
 
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Verwirrt starrte ich Zig an. "Du siehst echt scheisse aus", kommentierte mein Bruder mein aussehen, quetscht sich an mir vorbei ins Haus, die Treppe hoch und verschwand in seinem Zimmer.
"Was machst du hier?", ich hörte mich forscher an als beabsichtigt. "Ich dachte ich fahr deinen Bruder heim", verlegen kratzte er sich am Nacken. "Hallo Zig, komm doch rein", hörte ich meine Mutter sagen, die plötzlich hinter mir aufgetaucht war. Sie sah mich mit hochgezogen Augenbrauen an, also machte ich Platz so das Zig rein kommen konnte. "Danke das du Bryan nach Hause gebracht hast", bedankte sich meine Mum und setzte sich wieder an ihren Laptop. "Wollen wir hoch gehen?", ich sah Zig fragend an. Er nickte und folgte mir nach oben in mein Zimmer. Ich setzte mich aufs Bett, Zig stand verloren in meinem Zimmer. "Du kannst dich setzten", ich machte Platz und deutete auf die noch freie Seite auf meinem Bett. Er nickte und zog seine Schuhe aus, dann setzte er sich mir gegenüber. "Deine Haare", durchbrach Zig die unangenehme Stille. "Ja ich weiß ziemliche veränderung, aber das blau hat sich rausgewaschen", nervös spielte ich an meinen Haaren. "Nein es sieht gut aus", grinste er.
"Also was machst du hier?", ich sah ihn fragend an. "Na nach dir gucken", antwortete er. "Das brauchst du nicht, es gucken genug nach mir", wider klang alles was ich sage zickiger als beabsichtigt. "Wer denn? Ich sehe hier keinen Miles", jetzt wurde auch er lauter. "Ich wollte auch keinen Besuch haben", blaffte ich ihn an. "Offenbar willst du nur keinen Besuch von mir haben", erschrocken starrte ich Miles an, der plötzlich in meinem Zimmer stand. Ich hatte ihn nicht kommen hören. "Miles... "fing ich an doch er unterbrach mich. "Du hast mir geschrieben das es dir noch nicht so gut geht, und du deine ruhe willst, aber offenbar willst du nur nicht das ich da bin",er klang enttäuscht. "Nein...", wieder wurde ich unterbrochen, diesmal aber von Zig, der jetzt neben mir stand. "Du hättest dich ja auch gestern schon her bewegen können", blaffte Zig. "Woher willst du wissen das ich nicht hier war?",Miles kam näher an Zig heran. "Weil ICH im Gegensatz zu DIR hier war", entgegnete Zig mit fester Stimme. Ich beobachtete das Szenario fassungslos. Weiß Maya hier von?", zischte Miles."Wovon denn?", fragte ich hilfesuchend. "Du kannst mir nicht erzählen, dass hier nichts gelaufen ist",Miles sah mir tief in dir Augen. Es enttäuschte mich das er so von mir dachte. "Es war und ist nicht zwischen uns, aber wenigstens hat Zig sich um mich gekümmert, und hat sich nicht einfach den ganzen Tag lang nicht bei mir gemeldet. Denn weißt du was Miles?, nicht nur für dich war das gestern "echt" hart, guck mich doch an, das war deine Ex- Freundin der ICH nichts getan habe", platze es aus mir heraus. "Ich sollte gehen", Miles schaute mich bei seinen Worten traurig an. "Vielleicht solltest du das", antwortete ich so hart wie ich klingen konnte. Er nickte resignierend, und ging aus meinem Zimmer. "Spence...", setzte Zig an doch ich unterbrach ihn,"Du solltest auch gehen",ich sah ihn nicht an. Ich hörte wie er aufstand und sich die Schuhe anzog. "Es tut mit leid", flüsterte er und ging aus meinen Zimmer.
Mein Auge und Schlüsselbein pochten, ich entschied mich die stärkeren Schmerzmittel vom Arzt zu nehmen. Erschöpft ließ ich mich ins Bett fallen, und kämpfte gegen die aufkommenden Tränen an. Es klopfte leise an meiner Tür, und Bryan streckte vorsichtig seinen Kopf durch die Tür. "Was war denn das?", fragte er vorsichtig. Ich zuckte nur mit den Schultern. "Mum weiß jetzt auch das du sie angelogen hast.",fügte er hinzu. "Das hab ich mir schon gedacht",ich merkte wie die Schmerzmittel wirkten, und ich müde wurde. "Magst du Zig?", fragte mein Bruder vorsichtig. Mit großen Augen sah ich ihn an, mit so einer direkten Frage hatte ich nicht gerechnet. "Das spielt keine Rolle, er hat eine Freundin, und Miles und ich wir sind dabei uns näher zu kommen",ich sah ihn abwartend an. "Und wenn Zig besser zu dir passt?", ich schaute ihn mit großen Augen an. "Ich weiß das er mit Maya zusammen ist, und versteh mich nicht falsch ich mag Miles, wirklich, aber vielleicht verwechselst du lieber mit Dankbarkeit. Weil er dich versteht, ähnliche Probleme hat und alles, weißt du was ich mein?", abwartend sah er mich an. "Wann bist du den 30 geworden?", ich gab ihn einen kleinen schups, und er lachte. "Mal im ernst Spence, ich denke nur vielleicht brauchst du eine Stütze und nicht jemanden der selbst so eine psychische vorbelastung hat", er tätschelte meinen Kopf und ging aus meinem Zimmer. Ich musste lachen, Bryan war 16 und manchmal fragte ich mich woher er diese Weisheiten hatte. Ich ließ mein Kopf ins Kissen fallen und schlief ein.

Ich wachte ein paar Stunden später vom monotonen summen meines Handys auf.
"Können wir reden?", die Nachricht kam von Unbekannt. "Wer ist da?", schrieb ich. "Maya, in 10 Minuten im Park?", ich schluckte schwer. Hatte Miles ihr davon erzählt das Zig hier war? Ich zog meine Schuhe an und wollte aus der Tür. "Wo willst du hin?", hörte ich meine Mutter rufen. "Raus", antwortete ich. "Ich glaube wir sollten mal reden", jetzt stand sie vor mir. "Später", ich wartete auf keine Antwort, ich ging raus zog die Tür hinter mir zu und ging richtung Park. Ich sah Maya schon von weitem auf einer der Bänke sitzen. Als sie mich sah stand sie auf und lief mir entgegen. "Zig hat eben mit mir schluss gemacht", sie sah mich an und Tränen liefen ihre Wange runter. "Was? Warum?", ich war verwirrt. "Er meinte nur es wäre schon länger schwierig, meine Eifersucht und er hat kein gutes Gefühl mehr", schluchzte sie. "Es tut mir leid", vorsichtig strich ich ihr über den Rücken. "Hat er was zu dir gesag?", sie sah mich fragend an, "Ich meine er hat ja deinen Bruder heim gefahren". "Nein, darüber hat er nichts gesagt, er hat nur gefragt wie es mir geht", betreten schaute ich auf den Boden. "Und mit Miles?", fragte sie vorsichtig. "Ich weiß es nicht, es ist alles so viel", sagte ich leise. Wir verabschiedeten uns und ich machte mich auf das nächste nervenaufreibende Gespräch mit meiner Mutter gefasst. Ich erstarrte als ich Zig in meiner Auffahrt stehen sehe. "Sag mal spinnst du?", fuhr ich ihn an. "Ich musste mit Maya Schluss machen, es hat sich nicht mehr richtig angefühlt", er kam auf mich zu. "Sie hat mich gerade ausgefragt", motzte ich ihn an. "Das tut mir auch leid, aber ich konnte nicht mehr aus Gewohnheit mit ihr zusammen sein, nur um sie nicht zu verletzen", er sah mich schuldbewusst an. "Und dann kommst du direkt hier hin? Willst du das mir die nächste Ex-Freundin eine reinhaut?",ich war fassunglos. "Nein, das hat ja auch nichts mit dir zu tun", er sah aus als würde auch ihn das alles überfordern. Ich atmete tief durch. "Willst du mit rein kommen? Und wir reden in ruhe", er nickte erleichternd. Er folgte mir ins Haus, meine Mutter wartete schon auf mich. "Geh schonmal in mein Zimmer, ich komme gleich", weißte ich Zig an.
"Ok, es tut mir leid das ich gelogen hab, aber ich wollte kein Drama draus machen Mum.", ich schaute sie abwartend an. "Du hättest gleich die Wahrheit sagen sollen",mahnte sie mich. "Ich weiß Mum, ich war nur überfordert und ich wollte mir nichts einreden lassen", sie umarmte mich. "Du musst deine eigenen Erfahrungen machen, nur lüge mich nicht mehr an", flüsterte sie. Ich genoss ihre Umarmung.

Als ich in mein Zimmer kam saß Zig an dem selben Platz wie heute Mittag, ich setzte mich daneben. "Und hat Miles sich nochmal gemeldet?", fragte er mich. Ich schüttelte nur mit dem Kopf. "Aber ich werde morgen mit ihm reden", Zigs Kopf schnellte hoch und er sah mich fragend an. "Mir geht's seit langem wieder gut, ich brauch stabilität, und nicht dieses Drama, ich dachte wir tun uns gut, aber wir ziehen uns nur runter", er nickte. "So ähnlich ist es mit Maya, wir sind festgefahren, wir haben es jetzt zweimal versucht und ich meine klar streit ist normal aber das ging so nicht weiter, und bevor ich wieder ein Fehler mache, bin ich ehrlich auch wenn es wehtut", er grinste es sah aber gequält aus. Ich rutschte zu ihm rüber, und nahm ihn einfach in den Arm, er war überrascht, ich auch, das war eigentlich gar nicht meine Art, er entspannte sich aber relativ schnell und drückte mich fest an sich. Wir lösten uns von einander und schauten uns verlegen an. "Danke Zig", ich lächelte ihn ehrlich an. Er schaute mich fragend an. "Naja, du warst von Anfang an da, hast mich zum Arzt gefahren, mich heim gebracht, mein Bruder heim gefahren, und dafür danke ich dir", ich drückte seine Hand. "Du bist es wert", grinste er. Es klopfte leise, und Bryan guckte rein. "Es gibt essen ich soll euch holen", verkündete Bryan. "So ich sollte dann besser gehen", er kratzte sich  verlegen an seinem Nacken, das machte er öfter wenn er nervös ist. "Bleib ruhig, wenn du willst", er nickte grinsend.

Nach dem Essen holte Zig seine Schuhe und ich begleitete ihn zu seinem Auto. "Danke", flüsterte er. Ich sah ihn fragend an. "Es war schön einfach mal zu reden, und das Abendessen mit euch. Ich mag deine Familie", er zog mich in eine Umarmung, und erst jetzt fiel mir der größen unterschied auf, mein kopf lehnte an seiner Brust, ich atmete sein Geruch ein, und schloss die Augen. Wir lösten uns voneinander, und lächelten uns an. "Soll ich euch morgen mit nehmen?',fragte er vorsichtig. "Das ist total lieb, aber ich denke das wäre keine so gute Idee, und ich sollte morgen erst mit Miles reden, nicht das man was falsches denken könnte", ich wurde von Miles stimme unterbrochen,"Zum beispiel das da doch was läuft, und du deswegen mit Maya schluss gemacht hast", presste er wütend hervor. "Ok, das muss ich jetzt nicht haben, wir sehen und morgen", verabschiedete Zig sich und stieg in sein Auto und fuhr weg. "Miles.. so ist das nicht", fing ich an. "Du willst schluss machen", er schaute mich traurig an. "Ja.. Ich meine wir tun uns nicht gut, wir haben beide so tief  liegende Probleme, und ich glaube wir haben uns einfach an das Gefühl geklammert das jemand anderes unsere Gefühle nachempfinden kann. Ich brauch was stabiles, verstehst du?", er schluckte heftig. "Und Zig ist das Stabile was du brauchst?".
"Hör doch mal auf Miles, das hat nichts mit Zig zu tun, es geht allein um mich, um uns, und was das richtige für uns ist", ich ging ein Schritt auf ihn zu, er tat das gleiche. "Ich hab dich sehr gerne", in dem Moment zog Miles mich an sich, und ich genoss die Umarmung. "Ich dich auch",flüsterte ich. "Es ist schön das du das richtige für dich tust, es wäre nur schön wenn das richtige für dich, nicht das schlimmste für mich wäre", und während er das sagt öffnet er seine Autotür stieg ein und fuhr weg. Ich sah ihm hinterher, meine Augen brannten durch die aufkommenden Tränen.
Trotzdem fühlte ich mich erleichtert. Ich ging in mein Zimmer und zog mir meine Schlaf Klamotten an und legte mich ins Bett.
Mein Handy vibrierte und eine Nachricht von Zig tauchte auf.
"Alles Ok?".
"Ja, wir haben in ruhe gesprochen", antwortete ich.
"Gut. Schlaf gut. Bis morgen", kam zurück.
"Bis morgen, Zig".
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