Break the Ice - Für ein kleines bisschen mehr.

von Yesaja
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Dean Ambrose OC (Own Character) Roman Reigns Seth Rollins
12.05.2019
07.06.2019
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„Hy Tante Carren. Ja ich komme zu meinem versprochenen Besuch, aber nicht nächste Woche. Ich muss zu meinem hoffentlich neuen Arbeitgeber und werde es da nicht schaffen. Ja ich.. Warte doch… Carren, weißt Du was? Ich komme am Freitagabend und fliege Sonntag wieder. So haben wir ein paar Stunden zusammen und ich kann mich mit Freuden treffen. Nein, kennst Du nicht, noch nicht. Ja ich mich auch, bis bald!“ Anni freute sich auf das Wochenende.
Keine WG, keine nervigen Mitbewohner und keine miese Stimmung.
„Wann hast Du denn Deine Tante das letzte Mal gesehen?“ Lilian schob sich Ihre Sonnenbrille tiefer ins Gesicht und streckte die Beine in der Sonne aus.
„Zwei Jahre glaube ich.“ "Wir landen am Samstagabend und fliegen Sonntagabend. Wenn Du magst, kannst Du zu Joe und Mira kommen und den Schlüssel für die Wohnung abholen. Adresse habe ich Dir ja geschickt. Selbst bin ich nächste Woche nämlich nicht in Stamfort.“ Ihre grünen Augen leuchteten über den Brillenrand.
„Ich komme schon zurecht, ich bin erwachsen.“

Annis blick war ausdruckslos und es schien, als wäre sie noch immer tief getroffen von Jons Aussage.
„Jon hat mir erzählt, dass Du Ihm den Mittelfinger gezeigt hast.“ Mit gepressten Lippen erinnerte sie sich an Jons entsetztes Gesicht. „Sorry, aber es war so witzig.“ Auch wenn der Moment selbst, nicht zum Lachen gewesen war, so musste sie gerade selbst darüber lachen. „Weißt Du, Ich dachte, er wäre nett. Seit er in der Öffentlichkeit aufgetaucht ist, hat er mich fasziniert. Das habe ich noch nie jemanden erzählt, aber ich vertraue Dir. Du hast mir von Anfang an zur Seite gestanden. Und ich weiß auch das von dem Zimmer.“ Verlegen sah sie sich auf Ihre Finger und drehte an dem Ring, den sie trug.

„Oh wow, warte. Jonathan ist nicht so wie Du Ihn leider Kennenlernen musstest.“ Lilian setzte sich aufrecht hin, nahm Ihre Sonnenbrille ab und sah Anni direkt an. „Zurzeit ist er echt zum Kotzen, da darfst Du nichts drauf geben! Sobald ich Ihn mal länger sehe, werde ich Ihn mir auch vornehmen, das kann ich Dir versprechen! Du musst nur wissen, dass die letzten Jahre, sehr turbulent waren. Sowohl für Ihn, als auch für uns andere. Das einzige das ich dir Raten muss, ist, Deine Schritte Weise zu wählen. In unserem Business, ist es problematisch, wenn man Bäumchen wechsel Dich spielt. Ich habe das durch und das willst Du nicht auch mitmachen!“

„Lilian, ich war zwei Jahre in Europa und habe keine Ahnung was in der Klatschpresse abgedruckt wurde. Ich habe die Sendungen sehen können, das wars. Natürlich kenne ich weder sein, noch das Privatleben von Euch anderen. Als ich zurückkam, habe ich mich auch nicht wirklich damit auseinandergesetzt, wer mit wem zusammen ist. Wer in einer Beziehung und wer in einer Ehe. Die WWE Welt, ist hinter unseren Grenzen so Gering, dass kannst Du Dir nicht Vorstellen. Und trotzdem spürst Du, wie die Menschen das leben. Aber ich schweife ab. Ich habe davon gelesen, dass Du wohl mit Ihm zusammen warst, mehr weiß ich nicht. Deshalb war ich auch so überrascht, als ich Dich mit Colby gesehen habe.“

„Anni, Du hast Dich in die Kunstfigur Ambrose verguckt und nicht in den Menschen, der dahinter steckt. Deshalb sage ich Dir, lern Ihn kennen, bevor Du urteilst. Ich kenne den Sack schon so lange und auch mich hat er in jungen Jahren so behandelt wie Dich gerade. Gott war ich verknallt in ihn. Letzten Endes hat er mir zweimal das Herz gebrochen. Es lässt Ihn nicht in einem guten Licht dastehen, das ist mir durchaus bewusst, aber Du wirst es eh irgendwann, von weiß der Geier wem mitbekommen. Aber ich kenne Ihn wie kein anderer!“ Eilig holte sie Ihre Tasche vor und suchte nach Ihrer Brieftasche. Darin schob sie wild, Bilder und Papiere umher. „Da hab ich Dich. Hier sieh es Dir an. Dieses Foto zeigt für mich, dass er eine sanfte Seite hat. Wir waren glücklich, für eine lange Zeit sogar. Es hat nicht geklappt, aber das heißt nicht, dass er dazu nicht in der Lage ist.“

Es schnürte Anni ein wenig den Hals zu, als sie sich das Foto der beiden ansah. Inmitten Ihrer Kollegen, schienen sie ganz für sich zu sein. Alles um sich herum ausgeblendet, in Ihrer eigenen kleinen Welt. Jon saß auf einer Matte am Boden und umarmte Lilian, die sich vor Ihn gesetzt hatte. Sein Kopf lag neben Ihrem, beide hatten die Augen geschlossen, ein Lächeln im Gesicht und eine innige Umarmung verband sie für diesen Moment. Ja, man sah die Liebe und Zufriedenheit.
Mit einem zugekniffenen Auge, gab sie Lili das Bild wieder. Die Sonne strahlte Ihr direkt ins Gesicht. „Was ist passiert?“, räusperte sie sich und nahm einen Schluck von Ihrem Eiscafé. Lil sah sie nur kurz an, schob sich Ihre Sonnenbrille wieder ins Gesicht und schluckte ein paar Mal. Man sah Ihr an, wie sie überlegte, ob sie es sagen konnte und wollte.
„Weißt Du, wir hatten eine schwere Zeit. Er hat es zu spät gemerkt, mehr kann ich Dir nicht sagen, ehrlich. Vielleicht irgendwann.“ Nickend schaute die Blondine zu Ihrer Freundin, setzte sich auch Ihre Sonnenbrille auf und genoss die Sonne. Das Schweigen zwischen den beiden war ok und dauerte auch nicht lang.

„Drew huh?“ Beide Frauen saßen mit den Gesichtern nach vorne gerichtet in Ihren Stühlen und ließen sich von der Sonne wärmen. „Ich weiß es noch nicht, aber hmmmmm“, erwiderte Anni und kicherte.
„Der ist schon nicht von schlechten Eltern“, nippte Lilian an Ihrem, Latte Macchiato und grinste.
„Ich habe eine tolle Mom, das stimmt!“ Beide Frauen schoben Ihre Brillen von der Nase und sahen sich erschrocken an, lachten laut und schüttelten mit dem Kopf. Colby verschränkte die arme und schaute sie schmollend an.
„Lacht Ihr mich aus?“ Einen Moment kicherte sie noch, zog dann Ihren Verlobten am T-Shirt runter zu sich und küsste Ihn, trotz mehrmaligem weiter Grinsen. „Niemals würden wir Dich auslachen.“
Anni schaute sich die beiden neidisch an. Sie waren so süß zusammen und genau das wollte sie auch. Aber das schien irgendwie aussichtslos, wenn sie sich wie ein Fan Girl benahm. Vielleicht gab es im HQ ja nette Mitarbeiter.
Die Wrestler waren Ihr zu anstrengend. „Nehmt Euch ein Zimmer!“, bewarf sie die beiden irgendwann mit dem Cookie, der auf Ihrem Teller lag. Ungläubig sah Col sie an. „Hat sie gerade?“ „Ja hat sie!“, lachte Anni laut auf. „Dein Gesicht, herrlich.“ Lopez stellte sich auf, räusperte sich kurz und knackte mir seinen Gelenken. „Ich glaube Du weißt noch nicht, wie wir mit Neulingen umgehen, die sich Urplötzlich anpassen.“

Kurz erschrak Anni. Ihr Herz schlug schneller und die Farbe wisch Ihr aus dem Gesicht. Colby packte sie an den Oberarmen, zog sie hoch, legte seinen Arm an die Oberschenkel. Mit einer kurzen und schnellen Bewegung lag sie über seiner Schulter. „Wir müssen Sie Taufen, es tut mir wirklich leid!“, drehte er sich um und lief los. Lilian packte lachend das Smartphone aus und fing an das Spektakel zu filmen.
„Was hast Du vor? Lass mich runter, bitte.“ Anni quietschte und lachte, schlug Ihm auf den Rücken und zappelte.
Nichts half. „Auf was wird sie getauft?“

„Wenn es nach Jon geht, müssen wir sie Boston taufen, so nennt er sie nämlich. Was anderes fällt mir auch nicht ein, du bist zu spontan gerade.“ Lilian sah sich das ganze durch Ihr Telefon an und bekam sich kaum noch ein.
„Ok, dann nennen wir Dich hiermit *Boston* und nehmen Dich in den inneren Kreis auf.“
Die warme Luft wurde zu einem kurzen Luftzug um Annis Kopf und ehe sie sich versah, stand sie mit Col unter der Wasserfontäne, die aus dem Boden geschossen kam. Das eiskalte Wasser tauchte binnen Sekunden in jede Faser, die sie trug und durchnässte sie. Überrascht, zitternd und auf quiekend stand sie einen Moment da und traute sich nicht die Augen zu öffnen. „Du Arsch!“, war das einzige, was sie herausbekam.
Die beiden brachen in wildes Gelächter aus und Anni konnte auch nicht lange ernst bleiben.
„Boston, es tut mir leid, aber dieses Video wird nun im inneren Kreis verteilt, da kommst Du nicht drum herum.“
Col atmete schwer, so sehr lachte er über dieses entsetzte Gesicht.
„Colby hat das öfter durch. Einmal sogar mit Eiswasser!“ hielt Ihr Lilian Ihre Sweatshirt Jacke hin. Zieh dir in der Toilette das Top aus und die Jacke drüber. Nur mit einer Hose kann ich Dir gerade nicht aushelfen. Da hilft nur in die Sonne gehen.“

Gemeinsam spazierten sie durch die Stadt und die beiden erzählten Ihr von den taufen, der anderen.
"Wir haben einen USB-Stick mit allen Videos. Meistens finden wir einen Tag im Jahr, an dem wir uns treffen und ab und zu, kommt dieser Stick zum Einsatz…“
Arm in Arm schlenderten Col und Lili durch die Straßen, ließen sich nie wirklich los. Wenn sie etwas in einem Schaufenster sah, hielt er sie mindestens noch an Ihren Fingern. Es schien, als würden sie die gemeinsame Zeit aufsaugen wie ein Schwamm. Die größere von den dreien, hielt Ihre Arme verschränkt und ließ Ihre Gedanken fliegen.
„Komm her An, ich habe noch einen Arm übrig“, hielt Ihr Col die Hand hin.
Zögernd griff sie danach. Er zog sie zu sich und legte seinen Arm um Ihre Taille. „Jetzt sehen wir aus wie die Orgelpfeifen.“

Freitagabend landete das Flugzeug pünktlich in Florida und die Wärme erschlug Anni fast. Ihre Tante hatte sie wie abgesprochen an Flughafen abgeholt. Gemeinsam gingen sie etwas essen und plauderten dann bis in die Nacht, über die Zeit in Europa und Ihrem aktuellen Abenteuer. „Du siehst glücklich aus mein Kind, ich hoffe das bleibt auch so.“

Es war gerade 10 Uhr, als sich Ihr Handy meldete. „Wenn ich nicht bald diesen Klingelton änder, dreh ich durch“, schimpfte sie kurz und schaute dann auf das Display. *Andrew*

Andrew (10:00) Guten morgen meine liebe. Ich hoffe, Du bist gut angekommen und hast mich nicht vergessen. Wenn Du magst, können wir gemeinsam zu Mittag essen und ich zeige Dir ein wenig die Gegend. Drew

Anni (10:05) Guten morgen.. Danke ja, ich bin gut angekommen. Wo wollen wir uns treffen?

Andrew (10:08) Ich hole Dich ab. Ich bin gerade unterwegs und würde Dich dann einfach einsammeln. Und ja, ich bringe Dich dann auch wieder zurück. Nein es macht keine Umstände, da diskutiere ich nicht. Ich könnte so gegen 13:20 Uhr bei Dir sein, wenn Du mir Deine Adresse schickst.

Anni (10:10) Da ich jetzt sagen könnte, was ich will, lass ich es direkt. die Adresse schicke ich Dir gleich per Map. Bis später.. Und danke!

Andrew (10:10) Brav Wir sehen uns…

Schnaufend ließ sie sich in die Kissen fallen und warf das Smartphone auf die Bettdecke. „Ich muss mich entscheiden. Was will ich und was bekomme ich. Der Kerl ist echt heiß, keine Frage… Ich lasse es auf mich zukommen. Dieses Wochenende wird genossen!“ Die Bettdecke über den Kopf gezogen, rutschte sie noch einmal in die liegende Position, bevor sie eine halbe Stunde später wirklich aufstand und zur Dusche torkelte.

„Tante Carren, ich bin dann weg. Wir sehen uns nachher, lieb Dich!“, verschwand sie aus der Tür und strahlte Drew an.
Sie hatte sich von dem Wetter inspirieren lassen und ein geblümtes Sommerkleid gewählt, das Ihr etwas über die Knie reichte. Die Träger des Kleides hatte sie mit weiteren bunten Bändern und Perlen ergänzt, damit die BH Träger verdeckt wurden. Von Ihrer Tante hatte sie sich leichte Sommer Sandalen geliehen, die einen breiten Korkabsatz hatten.
So mogelte sie sich noch ein Stück größer, was bei Andrews Größe, nur von Vorteil war. Auf Make-up verzichtete sie komplett, dazu war es Ihr einfach zu heiß. Sonnenbrille und eine Lederbandkette, dazu eine kleine Handtasche, fertig.
„Du siehst bezaubernd aus“, nahm er Ihre Hand, drehte sie einmal und gab Ihr dann einen Kuss auf die Wange.
Es schmeichelte sie und zum ersten Mal, seit der Trennung von Ihrem Freund, fühlte sie sich wieder begehrt und hübsch.
Er hatte so viel kaputt gemacht, aber daran wollte sie jetzt nicht denken. „Ich war schon lange nicht mehr hier, ich bin gespannt, wie es sich verändert hat“, ließ sie Ihren Blick aus der Seitenscheibe schweifen.

Während des Essens erzählte sie ihm von dem Telefonat mit Lacy und das sie am Montag nach Stamford musste.
„Ich weiß nicht, ob ich den Job bekomme und wenn, ob ich Touren darf oder fest dort bleibe.
Die Woche war toll und intensiv. Danke übrigens für die abendlichen Gespräche!“
„Dann hoffen wir Mal, dass du uns begleiten wirst. Ich gehöre zwar noch nicht zum Hauptcast, aber bin die meiste Zeit vor Ort.“ Er hob sein Glas und trank einen Schluck von seinem Wasser.
„Müsste ich nicht noch fahren, würde ich mit Dir ein gutes schottisches Bier trinken.“ Sie mochte sein lächeln, es war ehrlich. „Wohnst Du alleine hier?“, fragte Anni neugierig, mit dem Hintergedanken, von Ihm zu erfahren, ob er vielleicht in einer Beziehung war, von der niemand etwas wusste.
„Du kannst auch direkt fragen. Nein ich habe keine Freundin oder Frau. Ich lebe alleine und bin geschieden.“
Er nahm es mit Humor und Anni musste lächeln, natürlich hätte sie direkt fragen können. Mittlerweile hatte sie sich schon oft genug mit Ihm unterhalten und wusste, dass er sehr direkt war.
„Damit wir gleichstand bekommen, wie siehts aus? Freund, Verlobter? Ehemann?“ Seine Zähne blitzten auf, als er sie mit seinen Fragen aus ihrer Komfortzone geholt hatte. Leicht geweitete Pupillen verrieten Ihm, dass dies ein ungemütliches Thema war. „Ich bin Single, was für diesen Job auch die bessere Entscheidung ist.“

„Ok, ich bin gerade etwas überrascht. Du klingst sehr abgeklärt, obwohl dir das Thema unangenehm ist.“
„Ach weißt Du, wenn man danach gefragt wird und man sich an die schlimmste Zeit erinnern muss, bevor man antwortet, dann ist es mehr als unangenehm. Aber es ist ok, ich habe schließlich auch gefragt, wenn auch weniger direkt“, kicherte sie und legte Ihre Gabel zur Seite.
Mit der Serviette wischte sie über Ihre Lippen und sah Ihn an. Für einen Moment hielten sie in Ihrem Blick inne, ohne etwas zu sagen oder eine Miene zu verziehen. „Lass uns gehen, ich würde gerne das tolle Wetter etwas genießen!“, unterbrach Anni den Blickkontakt und leerte Ihr Glas.
Zusammen liefen sie durch die City, schauten sich ein paar schöne Ecken an um dann an den Strand zu fahren.
Es war nicht gerade Menschenleer, aber immerhin fanden sie ein ruhiges Eckchen, um sich in den Sand zu setzen.
„Was bewegt Dich dazu in der Company arbeiten zu wollen?“ Andrew hatte seine Arme um seine Knie gelegt und seinen Blick auf das Meer gerichtet. Anni saß mit angewinkelten Beinen neben Ihm und hatte sich auf Ihren Ellenbogen abgestützt. „Reisen und andere Menschen kennenlernen! Ich war zwei Jahre in Europa unterwegs. Mein Ex ist Engländer.
Er versprach mir ein gutes Leben und die Möglichkeit mich mit meinem Beruf zu entfalten. Ich wollte nach Paris, um mir die Mode anzusehen. Wollte nach Wien und Deutschland, die Schlösser und Menschen erleben, von denen ich schon so viel gehört hatte. Das britische Leben war nichts für mich, also zogen wir nach Irland.
Aber dort konnte ich nicht mehr in meinem Beruf arbeiten.“

Sie stockte kurz, setzte sich in einen Schneidersitz, drückte das Kleid nach unten und Ihre Handtasche hinein, fuhr mit den Fingern durch den heißen Sand und blinzelte in den hellen Horizont. "Er hat mich ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, hatte in jeder Stadt eine andere und ließ mich irgendwann einfach sitzen. Bis auf mein Sparbuch, dass ich bei meinen Eltern gelassen hatte, war alles weg, was ich mir hart erarbeitet hatte. Ich kam zurück und hatte nichts!“ Seufzend stand sie auf, klopfte sich den Sand ab und sah auf Ihn hinunter.
„Ich lebe nur noch für mich und deshalb möchte ich nicht mehr in meinem WG Zimmer sitzen und meiner Vergangenheit nachtrauern, sondern andere Städte und Menschen erleben. Freunde finden, die es ernst meinen! Lilian ist eine davon und ich glaube, Du eben auch.“ Barfuß lief sie zum Wasser und malte die Wellen nach, die sich um Ihre Knöchel legten.
Andrew beobachtete sie einen Moment und folgte Ihr dann. Mit seinen großen Händen bedeckte er Ihre Schultern und drückte sanft zu. „Danke für Dein Vertrauen!“ Die Finger Ihrer linken Hand legten sich auf seinen Handrücken.
Sie waren kalt und bebten leicht auf seiner Haut. "Thats me- Anni!"

„Lilian habe ich als sehr offene und ehrliche Frau kennenlernen dürfen. Wenn diese kleine Powerfrau Dich ins Herz geschlossen hat, dann hat das echt was zu heißen. Ich habe Dich ebenso erleben dürfen. Du überlegst genau, was Du tust und wem Du vertraust, das ist toll. Wenn Ich Dir meine Freundschaft schenken kann, dann mit voller Überzeugung.
Wir werden nächste Woche mit Sicherheit offiziell zu Kollegen. Ich drücke Dir die Daumen, dass Deine Vorstellungen mit der Realität übereinstimmen werden.“

Nach einem gemeinsamen Eis brachte er sie zu Ihrer Tante zurück. Vor der Tür setzten sie sich noch einen Moment auf die Stufen der Veranda. „Danke, ich hatte heute wirklich viel Spaß.“ Drew legte seinen Arm um sie und drückte Anni fest an sich. „Weißt Du, ich hatte letzte Woche das Gefühl, dass Du ein toller Mensch bist. Deine Augen haben etwas ausgestrahlt und jeden Tag mehr, bestätigte es sich. Du bist ein toller Mensch, lass Dir niemals von irgendjemanden etwas anderes einreden!“, tippte er Ihr auf das Schlüsselbein. „Und erst recht nicht von Good!“
Annis Kopf senkte sich etwas und sie fing an zu kichern. „Ich glaube, der wird sich so schnell nicht mehr dazu hinreißen lassen, Sprüche zu bringen. Lil war sehr, wie soll ich sagen, überzeugend?“
Er drückte Ihren Kopf auf seine Schulter. „Das will ich Ihm auch Raten!“ Innerlich lachte er, denn er wusste, wie Lilian sein konnte, wenn sie sauer war. Oft genug hatte er mitbekommen, wenn sie im Performanz Center los gebrüllt hatte. Mit einem Kuss auf Ihren Scheitel verabschiedete er sich von Ihr und fuhr langsam die Straße hinunter. Anni sah Ihm noch kurz nach und verschwand dann im Haus. „Der junge Mann sah nett aus. Ist er Dein Freund?“, begrüßte sie Ihre Tante, mit dem Kater auf dem Arm. „Nein Aunti, er ist ein guter Freund, mehr nicht.“

(19:29) Hey Boston, sorry Col wollte, dass ich das schreibe wir sind gerade gelandet und fahren zu Joe und Mira, wollen wir uns Morgen zum Frühstück treffen? Heute wirst Du sicherlich keine Zeit mehr für uns haben. Lil

Anni (19:38) Sorry war Duschen. Danke Colby *Augenroll* heute verbringe ich den Abend mit meiner Tante, da ich morgen schon wieder abfliege. Wo soll ich hinkommen?

(20:03) Joe sagt gerade, dass er Dich am Bahnhof abholen kann, wenn Du möchtest. Mira hat zum Brunch geladen und würde sich freuen, wenn Du auch kommen würdest. Sie wohnen in Orlando, Du wirst etwas über eine Stunde brauchen. Oder Du leihst Dir ein Auto. Ab 10 Uhr würde ich sagen. Der kleine geht mit uns morgens immer schwimmen, wenn wir da sind. Würde mich freuen….

Anni (20.28) Habe mir ein Ticket reserviert, ich komme gegen 10:15 Uhr am Bahnhof an, wenn Du mir die Adresse gibst, komme ich mit dem Taxi, kein Problem. Wie alt ist der kleine denn?

(20:30) Maddox ist drei. Joe schickt Dir die Daten, aber er wird Dich trotzdem abholen, also vergiss es.

Anni ( 20:30 We will see

Extra früh hatte Anni sich in den Zug gesetzt, um gegen halb zehn am Bahnhof auszusteigen.
Zum Glück hatte sie nur eine kleine Tasche dabei und Ihren Koffer per Post zur Wohnung von Lilian vorgeschickt.
Mit einem Kaffee in der Hand, lief sie zu einem der Caps und fragte nach dem Preis, für die fahrt, damit sie noch Geld holen konnte. Sie hatte gerade den letzten Schluck Ihres Kaffees getrunken, als neben Ihr auf dem Parkplatz ein schwarzer SUV stehen blieb. „Hast Du Dir so gedacht meine liebe“, grinste Joe sie frech an.
„Woher?“, blieb Ihr Mund kurz offen stehen.
„Die Ankunftszeiten, passten nicht mit Deiner Aussage zusammen, also war uns klar, dass Du geschwindelt hast. Und jetzt steig ein, die Frauen haben Hunger und damit meine ich nicht Mira und Lilian.“
Verschmitzt sah er sie an und öffnete den Kofferraum um Ihre Tasche hineinzustellen.
„Danke für die Einladung.“
„Vergiss diese Worte nicht Boston, vergiss sie nicht.“ Er lächelte, verriet, aber nicht was er damit meinte.
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