- Der Auftrag -

GeschichteFreundschaft / P18
"Howlin' Mad" Murdock Bosco "B.A." Baracus Colonel Decker John "Hannibal" Smith OC (Own Character) Templeton "Face" Peck
12.05.2019
12.05.2019
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Hey
das ist meine erste FF in dieser Kategorie :) Ich hatte schon lange überlegt eine Geschichte hier reinzustellen, aber mir ist nie wirklich eine eingefallen...aber wie ihr seht hat es sich geändert ;D
Ich hoffe sie gefällt euch ;)

Celebrimbor


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„Und Sie glauben wirklich das der da sie schnappen kann?“, fragte einer der älteren Herren in dem Raum und zeigte auf einen Mann in Zivilkleidung. Dieser hatte ein etwas kantiges Gesicht und eine fette Narbe zierte seine Schläfe bis zum Kinn.
„Er ist einer der besten Männer die wir auftreiben konnten, wie Sie selbst in Ihren Blättern sehen können“, antwortete der Mann am Kopf des Tisches mit einem ernsten Blick.
„Aber wir wollen sie nicht töten. Wir müssen sie finden und der Militärpolizei übergeben, oder besser gesagt Decker sonst steckt der uns hinter Gitter!“, meldete sich der dritte Mann am Tisch.
„Macht euch keine Sorgen“, versicherte ihnen der Mann am Kopfende. „Jones wird sich uns sie kümmern und nicht töten. Nicht wahr?“
Er schaute zu Jones, der bisher still neben ihm gestanden hatte und ihrer Diskussion gefolgt war. Stumm nickte er.
„Dann wäre das geklärt. Mr. Jackson, Mr. Smack und die anderen werten Herren“, wandte sich der Mann wieder an den Tisch. „In einigen Tagen werden wir das A-Team hier bei uns haben, wo sie uns anflehen werden sie nicht auszuliefern.“
Munteres Zustimmen ließ ihn böse lächeln. Entspannt lehnte er sich zurück. Mit einem Wink seiner Hand lehnte sich Jones zu ihm herunter.
„Setzen Sie alles dran das A-Team zu finden, egal wie. Außerdem habe ich selbst noch eine Rechnung mit ihnen offen. Das bedeutet, Sie werden von mir nicht bestraft, wenn sie vielleicht ein bisschen grün und blau sind. Verstehen Sie?“
Jones schaute seinen Auftraggeber mit einem neutralen Gesicht an, doch als er in dessen Augen schaute, sah er das der Mann es ernst meinte. Ein fieses Grinsen legte sich auf sein Gesicht. Er liebte es wenn er einen Auftrag bekam und diese Person noch ein bisschen quälen konnte, bevor er sie ausliefern musste.

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Wenige Tage später…in Zivilkleidung waren Hannibal und sein Team auf dem Weg zu ihrem Bestimmungsort - einem Lager in Los Angeles wo man einen Drogenhandel vermutete. Die meiste Zeit der Überwachung war langweilig, und als es dämmerte, bremste BA das alte Fahrzeug ab, um Face herauszulassen.
Der Plan war zweifach. Face sollte die Drogenhändler - welche eine ganze Familie bis auf eine junge Frau die an der Tatzeit nicht da gewesen war, getötet hatten - aus einer Entfernung von etwa 1000 Metern abschießen und sobald die Hölle losbrach, würden Hannibal, BA und Murdock in das Chaos reinlaufen und auf den Anführer zusteuerten, der jeden ausschaltete, der sich in seinen Weg stellte. Danach würden Sie sich an ihrem ausgemachten Punkt treffen, wenn die Arbeit erledigt war.
„Seid vorsichtig“, murmelte Face als er aus dem Fahrzeug stieg.
„Du auch, Facey“, sagte Murdock leise und wickelte einen gemusterten Schal um den Hals seines Freundes.
„Oh, mach dir keine Sorgen, Kumpel, wir sind so schnell wieder zu Hause, bevor du es weißt.“ Face lächelte Murdock an und nahm sein Scharfschützengewehr vom Rücksitz. Hannibal tippte auf die Uhr.
„Zwanzig Minuten, Face“, erinnerte er ihn. Zwanzig Minuten, und Face würde die Wachen ausschalten. Er nickte einmal.
„Fang dich auf der anderen Seite“, grinste er und sprintete zu seiner Position. BA fuhr mit dem Fahrzeug weg.
Das war das letzte Mal, dass sie Face gesehen haben…vor zwei Tagen.

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Die Dunkelheit zusammen mit der Kälte war nicht gemütlich und Murdock zog seine Jacke enger um sich. BA grunzte, als er über die Absperrung sprang und sich neben ihn und Hannibal hockte.
„Ich zähle 10 Wachposten“, sagte er leise.
„Ja, das ist eine faire Annahme“, stimmte Hannibal ihm zu. Sie hatten keine konkreten Informationen über das Lager und keinen eindeutigen Hinweis darauf, dass Face überhaupt da war, nur ein Gerücht, aber es war alles was sie hatten, und sie mussten danach handeln.
„Okay, wir werden warten, bis sie auf Patrouille gehen, und dann reingehen.“
Alle drei Stunden stieg ein großer Teil der Männer auf Fahrzeuge und verschwand auf Patrouille, sodass drei Wachen um die Gebäude herum sichtbar blieben. Es gab nur vier Häuser, eine Zentrale und drei kleinere, die das Team als Vorräte, Schlafraum und Munition herausgefunden hatte. Dieses Gebäude war ihr erstes Ziel. Das Gelände selbst - was eine große Anlage war und darum nichts als Einöde - war von einem schlecht aufgestellten Holzzaun mit einem Eingang umgeben.
Jetzt mussten sie nur noch warten.
Ihre verdeckte Mission, die Drogenhändler auszuschalten, war ein Erfolg gewesen. Ohne Anführer und die Hälfte der Gruppe war verstreut.
Face hat es jedoch nie zum Treffen geschafft.
Als Hannibal Faces Scharfschützengewehr, das hastig unter einigen Abdeckplanen und einem Steinhaufen in der Nähe seines Einsatzortes versteckt gewesen war, war ihm die Luft weggeblieben. Er wusste, dass er gefangen genommen worden war. Sie hatten sofort eine umfangreiche Suche durchgeführt, jedoch hatten sie ihn nicht gefunden. Da sie nicht genug Vorräte gehabt hatten, mussten sie sich widerwillig zurückziehen, was Murdock überhaupt nicht gefallen hatte. Face war seit zwei Tagen vermisst und Hannibal hatte keine Ahnung, wo er sich befinden könnte. Die Befürchtung, dass Face tot war wurde immer wahrscheinlicher, aber sie weigerten sich aufzugeben. Face würde auch nicht aufgeben einen von ihnen zu finden, wenn sie nun an seiner Stelle wären.
Murdock schlief nicht und BA knurrte jeden an, der in seine Nähe kam. Sie mussten wieder raus, um nach Face zu suchen, aber Hannibal wusste nicht, wo er anfangen sollte. Außerdem konnten sie nicht immer so frei herumlaufen ohne das einer die Militärpolizei rief und sie bei Decker meldete.
Gerüchte. Verdammte Gerüchte. Ein junger Mann, der offenbar einige zwielichtige Männer kannte, hatte ein Gespräch mitverfolgt. Ein Mann wurde in einem Lager in der Nähe von einer alten Fabrik festgehalten. Es war nur ein Gerücht, aber Hannibal glaubte jedem Gerücht, dass ihm dabei helfen würde Face wieder zu finden. Er dachte sich schnell einen Plan aus und innerhalb einer Stunde waren die drei auf dem Weg zum Lager. Hannibal betete innerlich, dass Face noch lebte.

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Seine dunkle Zelle war feucht und muffig, stank nach Urin und Erbrochenem. Wahrscheinlich war er nicht der erste hier drin. Er war einige Zeit nach seiner Entdeckung in den Raum geschleppt worden. Nachdem er die Wachposten ausgeschaltet hatte, war die Position von ihm durch eine vorübergehende Patrouille gefährdet worden. Er hatte sein Gewehr schnell unter Abdeckplanen versteckt. Danach war er gerannt, doch konnte er sich nicht einmal mit seinem Team in Verbindung setzen, denn das Ende einer Waffe wurde ihm in den Magen geschlagen. Durch den Schlag ging er zu Boden. Eine Hand hatte ihn umgedreht und im nächsten Moment hatte er einen heftigen Schmerz an seinem Kopf gespürt. Das nächste an das er sich danach erinnern konnte war, dass er in dieser Zelle erwacht war. Für Hannibal, Murdock und BA, sein Team, seine einzige Familie, sagte er still ein Gebet, dass sie ihn hoffentlich bald hier raus holen würden. Er würde bestimmt nicht noch länger von diesem Mann etwas aushalten können. Face wurde so oft geschlagen, bis sein Kopf pochte. Jetzt war er an einen harten Plastikstuhl gefesselt worden. Der einzige Gegenstand, welcher sich außer ihm hier im Raum befand.
Nur mit seinem Hemd, seiner Hose und seinen Schuhen am Stuhl gefesselt, entschied Face, das dies wohl noch das beste an seiner Gefangennahme sein musste. Noch schlimmer waren die Prügel. Er konnte die Schläge ertragen, Schmerz war nur eine Sache in seinem Kopf. Doch so weiter er darüber nachdachte, kam er zum Entschluss, dass wohl der Stuhl doch die größere Folter war. An einen Stuhl gefesselt zu sein, ohne die Fähigkeit sich zu bewegen, hatten sich seine Muskeln verkrampft, und das tat nach einiger Zeit weh.
Das Quietschen von einer aufgehenden nicht geölten Metalltür alarmierte Face, dass er nicht mehr allein war und er blinzelte in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war. Plötzlich flackerte ein Licht auf und der helle Ton ließ ihn einen quälenden Laut unterdrücken, als er seine Augen schloss.
„Scheiße!“ Er krächzte und unterdrückte ein Husten. Seine Kehle war wund von einem Tag ohne Wasser, oder waren es schon Tage? Er wusste es nicht. Doch was ihm jetzt größere Sorgen bereitete war, dass der verrückte Mann wieder da war.
Zusammen mit der Lampe wurde diesmal ein Wagen in den Raum gerollt, und Face versuchte einen kurzen Blick darauf zu werfen.
„Zimmerservice? Oh Mann, dass hättest du echt nicht tun brauchen“, schnurrte er und blinzelte schnell, um sich an das Licht der Glühbirne zu gewöhnen. Das brachte ihm einen harten Schlag ein, der seinen Kopf scharf nach links schlagen ließ. Frisches Blut füllte seinen Mund.
Er starrte den Mann an. Er spürte wie das etwas nahe seines Auges herunter floss. Face tippte auf Blut. Er spürte das starke Pochen. Face sah den Mann vor sich lächelnd an. Er wusste ganz genau, dass es den Mann nur weiter anstacheln würde. Face ballte seine Hände zu Fäusten und spürte seine kalten tauben Finger. Innerlich verfluchte er sich. Hannibal würde ihm selbst eine Klatschen wenn er sehen würde, dass er den Mann weiter anstachelte. Aber wenn er schon sterben würde, würde er nicht betteln und weinen.
„Hast du vielleicht…Waffeln dabei?“, fragte er. Aus seinem Mundwinkel floss Blut als er seinen Gegenüber anlächelte.
Seine Entführer ignorierte ihn.
„Denn wenn du…welche hast, würdest du…ein bisschen Sirup…auf sie tun? Aber wahrscheinlich…würden sie immer noch…scheiße…schmecken“, gluckste er freudlos, mit einer atemlosen, ungleichmäßigen und heiseren Stimme. Weiteres Blut sickerte über sein Kinn und tropfte auf sein Hemd, wo es einen dunklen Streifen hinterließ.
Ein Eimer mit kaltem Wasser wurde über seinen Kopf ausgelehrt und Face zuckte zusammen. Schmerzhaft holte er Luft und hustete.
„Ich hoffe dir haben die Waffeln geschmeckt“, sagte der Mann grinsend.
Face blinzelte. Seine Zunge leckte die Feuchtigkeit von seinen wunden und aufgesprungenen Lippen.
„Ja, na ja...du hast…den Sirup…vergessen un-“
Face Kopf schnellte mit der Kraft des Schlags zurück, er spürte ein Knacken in seinem Kiefer und bemerkte mit Furcht, dass der Bastard ihn mit etwas hartem und metallischem geschlagen hatte. Er bewegte vorsichtig seinen Kopf. Das Pochen seines Schädels war durch den heftigen Schlag kurz unterbrochen worden doch nun, kam er mit solch einer gewaltigen Wucht zurück, dass es sich so anfühlte als hätte der Bastard ihn erneut geschlagen. Verdammter Mist. Er spuckte das frische Blut in seinem Mund auf den Typen, der ihn dann erneut schlug. Dieses Mal platzte die Haut über seinem Wangenknochen auf. Sofort rann neues Blut über seine Wange. Face stöhnte. Schwarze Punkte tanzten vor seinen Augen.

Der Entführer packte ihn an der Schulter und zog ihm grob seinen Kopf zurück, wobei er mit der Hand grausam an seinem blutigen Haar riss.
„An deiner Stelle, würde ich die Klappe nicht so weit aufreißen“, warnte ihn der Mann.
Ein weiterer Schlag in den Magen, ließ Face auf keuchen.
Er schluckte hart. Sein Kopf wurde mit einem Stoß freigegeben.
„Sagst du mir jetzt wo deine anderen Teammitglieder sind?“ Die Frage ließ Face kichern und er grinste den Mann an. Nein, das würde er sicherlich nicht tun.
„Das wird langsam...ein bisschen alt…meinst du nicht?“
Der Mann legte den Kopf schief, verschränkte die Arme und fragte erneut. „Wo sind Hannibal und BA?“
„Am Strand und sonnen sich“, antwortete Face. Ein schneller Schlag auf seine linke Seite ließ Face beim Aufprall schmerzhaft stöhnen. Er spürte, wie frisches Blut seine Handflächen erwärmte, als sein Körper bei dem Schlag heftig zusammenzuckte und die Handschellen ein wenig mehr in seine Handgelenke schnitten.
„Du findest dich wohl witzig.“
„Naja wie man es nimmt…“, meinte Face und atmete schwer und vorsichtig. Er war sich sicher, dass dieses Mal wohl eine Rippe angebrochen war.
Der Mann kicherte für einen Moment, bis stahlfeste Finger Face am Kiefer packten und sein Gesicht nach oben rissen.
„Sag mir wo sie sind!“, knurrte der Mann leise. Seine Augen schauten ihn bedrohlich an. Face biss die Zähne zusammen.
„Weißt du...du könntest wirklich…Minze gebrauchen…“, antwortete er hartnäckig.
Der Mann seufzte. Eine Sekunde später trat er zurück und straffte die Schultern. Er drehte sich zu dem Wagen um, nahm eines der kleinen Gläschen und eine Spritze. Face schluckte. Er hatte eine ungute Vorahnung was jetzt kommen würde. Doch hoffte er sehr, dass der Mann es nicht tat.
„Du wirst mir den Standort deiner Leute sagen“, sagte der Mann. Er stand immer noch etwas abgewandt von Face und hantierte mit der Spritze herum.
„W-wie ist...dein Name?“ Face sah ihn finster an. „Wer bist…du?“
Der Mann wandte sich von dem Wagen ab und beugte sich vor. „Ich bin der Mann, der dich zuerst leiden lässt, bevor er dich zu seinem Auftraggeber bringt.“
„Warum?“
„Weil du ein gesuchter Mann bist und mein Auftraggeber gutes Geld bezahlt“, sagte der Mann sachlich.
Face starrte ihn angewidert an. Er hatte es also mit einem Söldner zu tun, der aber keinem Menschen hilft weil sie Hilfe brauchten - so wie sein Team es tat - sondern der Mann machte es für Geld. Wahrscheinlich für sehr viel Geld.
Wie schön, dachte er bitter. Er würde von einem skrupellosen Bastard aus Spaß weiter gefoltert werden, wenn Hannibal ihn nicht vorher fand. Er wusste nicht einmal, ob sie noch nach ihm suchten. Face stieß flach den Atem aus.
„Dann...warum...warum bringst…du mich…nicht einfach zu…deinem Auftraggeber?“, fragte er müde, doch war sie sofort wieder verraucht als er die Spritze sah.
Verdammter Bastard!, dachte er mürrisch. Er hatte es ihm nicht gesagt, als er ihn das letzte Mal verprügelt hatte…und auch jetzt würde er es ihm nicht sagen.
„Letzte Chance Schönling. Ich möchte wissen…wo sich deine Freunde aufhalten“, lächelte der Mann gefährlich. Er drehte sich um und drückte etwas an der Spritze, sodass das flüssige Zeug aus der Nadel spritzte.
„Nein, ich hätte…aber gerne…noch etwas…von den Waffeln“, sagte Face schief grinsend.
Der Mann schüttelte amüsiert seinen Kopf.
„Haben…ganz gut…geschmeckt“, meinte Face und spuckte Blut.
Das Gesicht des Mannes verhärtete sich.
Er winkte mit der Spritze vor Faces Augen. „Du weißt, was das ist, nicht wahr?“
Face atmete schwer. „Ich weiß nicht…hast du…wirklich…Essen bei dir?“, fragte er stattdessen. Der Mann knurrte, griff in Face Haare und zog seinen Kopf zurück.
Face schmerzende und verkrampften Muskeln schrien bei der plötzlichen brutalen Bewegung, aber er spannte seinen Kiefer fest an und schaute starr in die Augen des Mannes.
„Denkst du, dass es schlau ist was du hier tust?“, meinte der Mann voller Zorn und stach die Nadel in das Fleisch von Face Nacken. „Du bist nicht schlau, du verdammter Idiot!“
Das Heroin brannte, als es in seinen Körper gestoßen wurde. Die Nadel saß tief in seinem Fleisch und Face schloss die Augen. Er wollte im Moment das fiese Grinsen seines Entführers nicht sehen. In seinem bereits geschwächten Zustand spürte er sofort die Auswirkungen des Heroins. Er spürte wie die Angst in ihm hochkroch, als er bemerkte, dass der Mann die volle Spritze in ihm entleert hatte. Doch dann wurde seine kalte Haut warm und er fühlte sich irgendwie wunderbar. Die Angst die er hatte schwebte davon. Er lehnte seinen Kopf zurück und lächelte zufrieden.
„Jetzt, sag mir wo sich Hannibal und BA befinden.“

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Hannibal biss hart seine Zähne zusammen, als er sich der Tür zum Zentralgebäude näherte. BA hatte sich bereits um die drei Wachen gekümmert. Durch sie fanden sie heraus, wo Face gefangen gehalten wurde. Murdock schaute ihn an.
„Boss?“
Hannibal zog seinen Teleskopspiegel heraus und betrachtete den Raum durch das kleine vergitterte Fenster in der Tür. Eine Mischung aus Erleichterung und Wut durchflutete seinen Körper, als er Face sah. Er lebte, aber der Junge war an einen Stuhl gefesselt. Hannibal runzelte die Stirn, als er Face lachen hörte.
„Er ist da“, zischte Hannibal. „Ein Mann ist bei ihm.“
Sie bereiteten ihre Waffen vor.
„Er ist in schlechter Verfassung“, sagte Hannibal leise und machte sich eine Sekunde lang Sorgen.
„Aber er lebt, oder?“, flüsterte Murdock.
Hannibal nickte.
Nun brauchten sie ihn nur noch da raus zu holen.

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Es fühlte sich an, als wäre er unter Wasser. Sein Körper war so schwer und sein einziges gutes Auge sah alles sehr unscharf. Face kicherte erneut.
„Der Aufenthaltsort!“ schrie der Mann ihn an. Er war frustriert darüber, dass Face immer noch nichts gesagt hatte.
Face verzog bei dem lauten Ton schmerzhaft das Gesicht. Sein Magen rebellierte. Der Mann schrie angewidert und brachte sich mit einem Satz in Sicherheit, als Face Blut und Galle auf den Boden erbrach. Der Mann schlug mit der Faust gegen das bereits verletzte Gesicht und schrie empört, als Face nur lachte. „You are my sunshine…my only sunshine…you make me happy…when skys are grey…“
„Wo sind Hannibal Smith und BA Baracus?!“
„Hinter dir!“
Der Mann drehten sich schnell zu der kalten, harten Stimme hinter ihm um. Drei geladene Waffen zeigten auf ihn.
„Waffeln…“ Face bemerkte weiterhin nicht, was in seiner kleinen Zelle geschah.
„Na los, geh weg von ihm!“, befahl Hannibal. „An die Wand!“
Murdock war mit zwei großen Schritten bei seinem Freund und schaute sich das Gesicht genauer an, wobei ihm der Zustand Tränen in die Augen trieb.
„Facey“, sagte er mit erstickter Stimme. Vorsichtig strich er mit seinen Daumen über die Wangen von Face.
„Murdock? Was machst du denn hier? Sing mit mir...komm schon“, meinte Face heiter. „You are my sunshine…“
Murdock schluckte schwer und sang die letzten Worte mit Face.
„Schön…aber ich…träume“, flüsterte Face und ließ seinen Kopf zur Seite fallen.
„Facey, komm schon, bleib bei mir“, sagte Murdock und versuchte ihn wieder zu wecken, als Hannibal und BA ihrem Freund die Hände und Knöchel vom Stuhl lösten. Face regte sich nicht, als sie ihn vorsichtig aufhoben und auf den schmutzigen, blutbespritzten Boden legten.
„Captain?“ Hannibal wandte sich an die beiden, als Murdock ein Lid zurückschob. Face Pupille war eingeengt.
„Der Typ muss ihm Heroin gegeben haben, Boss“, antwortete Murdock.
Hannibal fuhr vorsichtig mit den Händen über Face Körper, um sich der Verletzungen bewusst zu werden. Blutergüsse, Schnittwunden, gebrochene oder angebrochene Rippen…Verdammter Mist. Er öffnete den gequetschten Mund und schluckte. Face Wange war von innen aufgerissen. Hannibal schaute sich vorsichtig den Bereich mit dem verletzten Auge an.
„Verdammter Mistkerl!“, murmelte Hannibal und blickte zu dem Mann, der von BA gesichert an der Wand stand.
Die Männer erschraken, als Face zu zucken begann und Hannibal und Murdock ihn hastig auf die Seite drehten, als er sich wieder erbrach und leise stöhnte.
„Ganz ruhig, Kleiner“, beruhigte Hannibal seinen Lieutenant und rieb mit der Handfläche Kreise auf den Rücken. Er sah wie Face seine Augen öffnete und ihn anschaute.
„Boss?“
„Ja“, sagte Hannibal leise.
„Fühle mich…nicht gut“, hauchte Face. Blut tropfte aus seinem Mund. Face schloss seine Augen und verlor erneut das Bewusstsein.
Hannibal erhob sich und drehte sich zu dem Mann um. „Wer sind Sie?“ Seine Stimme wart hart, kalt und ohne Emotion. BA bekam eine leichte Gänsehaut. Er wusste, wenn Hannibal so mit einem Sprach, dann hatte man bei ihm eine Grenze überschritten.
„Hey du Idiot! Antworte ihm gefälligst“, meinte BA und machte einen Schritt auf ihn zu.
Dieser zuckte zusammen. „Jones. Mein Name ist Jones.“
„Also gut, Jones. Sagen Sie mir warum Sie Face gefangen genommen haben!“, forderte Hannibal.
„Ich wurde damit beauftrag“, antwortete er. „Von eine gewissen Mr. Ross.“
„Ross?“, meldete sich Murdock zu Wort. Er hockte immer noch neben Face. Seinen Kopf hatte er auf seine Beine gebettet. „Der Typ ist doch ein Architekt.“
„Was will ein Architekt von Face?“ Hannibal schaute Jones mit einem durchdringenden Blick an.
„Er ist eigentlich ein Drogenhändler und will das gesamte A-Team, nicht nur Peck. Ihr hattet ihm vor einigen Wochen eines seiner Lager zerstört. Ein gewisser Decker wusste davon und hat ihnen ein Ultimatum gestellt“, packte Jones aus. „Ross sollte entweder in den Knast oder er sollte helfen das A-Team zu fangen.“
„Und da bist du von Ross angeheuert worden“, schlussfolgerte Hannibal.
Jones nickte. „Ja, ich hatte eigentlich vor euch auch noch zu schnappen. Aber leider seid ihr mir zuvor gekommen und seid hier eingedrungen.“
Hannibal holte eine seiner Zigarren heraus, steckte sie in seinen Mund und zündete sie an. Er zog ein paar mal an ihr, bevor er sich an BA wandte.
„Gib mir deine Waffe und fessel diesen Mistkerl.“
BA tat was Hannibal ihm sagte. Doch sobald BA die Waffe aus der Hand legte, holte Jones aus und schlug ihm ins Gesicht. BA’s Kopf wurde ein Stück zur Seite geworfen. Jones Gesichtsausdruck wandelte sich in Angst um, als er sah, dass sein Schlag bei seinem Gegner nichts ausgelöst hatte. Dafür schlug BA ihm jetzt ins Gesicht und Jones fiel wie ein Klappstuhl in sich zusammen. Sofort machte er sich daran den Mann zu fesseln.
Hannibal und Murdock hatten Face bereits stützend auf die Füße gebracht und warteten am Eingang der Zelle auf BA. Als alle draußen waren, schlossen sie die Zelle ab und machten, dass sie schnell hier raus kamen. Hannibal half Murdock Face auf den Rücksitz zu legen und stieg dann selbst auf der Beifahrerseite ein. BA startete den Motor und gemeinsam fuhren sie davon.
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