Erinnerst du dich noch...?

GeschichteRomanze, Familie / P16
11.05.2019
17.06.2019
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Die Slovakwei, 06:23 Morgens, Flughafen.
Erschöpft steige ich aus dem Flieger aus und nehme mein Handgepäck in Empfang.
Müde kämpfe ich mich durch die Menschenmengen die sich angesammelt hatten und in den verschiedensten Sprachen wild durcheinander sprachen. Mein Kopf brummte wie nochwas und das alles war nicht gerade hilfreich.
Die Türen öffnen sich und ich atme ersteinmal erleichtert und tief Luft ein.
Vögel aller Art flogen mir über den Kopf und die ersten Sonnenstrahlen kamen hinter dicken Wolken zum Vorschein.
Ich hatte zwar keinen Jetlag, aber trotzdem war ich Hundemüde!
Ersteinmal musste ich knapp 2 Stunden in Frankfurt warten bis mein Flieger starten konnte und dann hatten wir hier in der Slovakei Probleme beim landen weil unsere Landebahn belegt war.
Hatte ich Gute Laune? Keines Falls.
War ich Aufgeregt Markus wieder zu sehen? Ja

Ich hatte ihn inzwischen seit knapp 4 Wochen nicht mehr gesehen, das war ein neuer Rekord.
Wer einen Zwilling hatte weiß was ich meine, wir machen alles zusammen, kurzzeitig hatten wir sogar zusammen gewohnt... Man kann sich ja denken warun das nicht funktioniert hatte.
Hier konnte man Wunderbar in Erinnerungen schwelgen, irgendwie war es eine ganz andere Atmosphäre hier, so ruhig.

"Lina!" von weitem konnte ich meinen Namen hören.
Ich öffne die Augen, bis diese sich an das Licht gewöhnt hatten standen die beiden Personen aber schon längst vor mir.
"Markus!" direkt zeichnet sich ein Lächeln auf meinen Lippen ab und ich falle meinem Bruder um den Hals.
"Ich dachte ich sehe dich erst an der Halle!" flüstere ich.
"Irgendwie musste Thorsten ja wissen wie unsere Physiotherapeutin aussieht und wer kann das besser wissen als ihr Zwillingsbruder?" er grinst und löst sich aus der Umarmung.
"Frau Eisenschmid, freut mich sehr Sie endlich kennenzulernen!" der Mann hinter Markus reicht mir jetzt die Hand.
"Lina bitte. Das ist angenehmer glaube ich... Und ich freue mich auch sehr!" lächel ich und schüttel seine Hand. Sie ist etwas verschwitzt, aber ziemlich groß.
"Okay dann bleiben wir doch gleich beim Duzen, Thorsten mein Name, ich bin der Manns..."
"Der Mannschaftsarzt ich weiß" ich strahle über beide Ohren als ich ihn unterbrach.
"Ja genau" er lachte leicht auf.

"Okay also ich will nicht unfreundlich oder so sein, aber das Training fängt in 'ner halben Stunde an. Ich will nicht zu spät kommen" Markus macht sich neben uns bemerkbar.
"Natürlich! Ich will an meinem ersten Tag ja auch nicht zu spät kommen!" anscheinend war das für die beiden Jungs eine Aufforderung los zu laufen, denn Markus nahm mir direkt meine Tasche ab und lief neben Thorsten Richtung Parkplätze.
Verwirrt sehe ich mich kurz um, laufe ihnen dann aber direkt hinterher.

Nach einem knapp 10 Minütigen Fußmarsch, beidem sich meine Kopfschmerzen wieder zurückmelden, waren wir am Auto angekommen.
Ein großer, schwarzer VW Bus.
Ich klettere hinter den Beifahrersitz und Markus reicht mir mein Handgepäck, mein Hauptgebäck war schon mit Markus vor zwei Tagen hier gelandet.

"Lina ich hoffe du musst nicht mal zum Hotel dich schick machen, wir fahren jetzt direkt zur Halle Matthias hat mir gerade geschrieben dass sie schon los sind" Markus sieht mich durch den Rückspiegel an.
"Nene alles gut, solange es in der Halle eine Toilette gibt bin ich Wunschlos glücklich" ich lehne meinen Kopf an seinen Sitz an.
"Und vielleicht ein Glas Wasser ich brauche ganz dringend meine Tabletten" murmel ich bevor mir die Augen zufallen.
Eingeschlafen bin ich nicht, aber ich nahm deutlich weniger wahr, nahm nur einzelne Wortfetzen von Markus und Thorstens Gespräch auf, viel mehr konzentrierte ich mich darauf mich zu entspannen.

Nach guten 20 Minuten stoppte Thorsten das Auto und ich konnte die beiden Türen vorne hören.
Dann wurde es plötzlich heller und ich konnte zwei Hände spüren die mir die Haarsträhne hinters Ohr streicht.
"Hmmm" murre ich und drehe meinen Kopf Richtung der Lichtquelle.
Meine Augen brauchten wieder sehr lange um sich ans Licht zu gewöhnen, aber schließlich konnte ich sie öffnen.
Markus stand vor mir und sieht zu mir runter.
"Auf gehts Schwester, die warten bestimmt schon auf uns" er greift über mich hinweg und nimmt mein Gepäck, während ich mich abschnalle.
"Komm her" er reicht mir seine Hand und ich stolpere aus dem Auto.
"Warum muss es hier so früh morgens schon so hell sein?" murre ich und reibe mir übers Gesicht.
"Sei nicht immer so Pessimistisch Lina, auf, Thorsten wartet bestimmt schon" er schließt die Autotür hinter mir und läuft Richtung einer großen Halle.

"Denkst du ich kann nochmal schnell aufs Klo und 'ne Tablette nehmen?" frage ich meinen Bruser als ich zu ihm aufgeholt hatte.
"Klar, Thorsten wird dich sowieso ersteinmal herumführen und dir alles zeigen, wir haben erst noch Besprechung bevors richtig los geht" er hält mir die Tür auf und schlüpft hinter mir selbst in die Halle.
"Markus, Lina da seid ihr ja endlich! Ich dachte schon ihr habt euch verlaufen" Thomas kam auf uns zu.
"Dann würde ich mir echt sorgen machen!" lachte Markus.

"Ich muss jetzt aber auch los, die Besprechung hat 100 Pro schon angefangen" Markus reicht mir meine Tasche und drückt mir einen Kuss auf die Stirn, dann macht er kehrt und läuft den langen Gang herunter.
"Okay, musst du nochmal aufs Klo oder so?" Thorsten sieht mich fragend an.
"Ja das wäre sehr...cool. Ich muss auch noch meine Tablette nehmen, aber ich bin in 3 Minuten wieder da, versprochen!
Wo ist die Toilette ?"
"Den Gang runter, die zweite oder dritte Tür links.
Aber es steht auch ganz groß auf Englisch drauf" er zeigt in die Richtung.
"Okay super danke" ich mache mich auf den Weg den Gang entlang, bis ich zu einer großen, weißen Tür kam auf der das Wort "Toilet" groß gedruckt war.

Erleichtert öffne ich die Türe und schließe sie hinter mir ab. Dann krame ich ersteinmal meine Migränetabletten aus der Handtasche und nehme diese in den Mund. Dann drehe ich den Wasserhahn auf und nehme einen Schluck davon.
Das kalte Wasser war ziemlich erfrischend, also mache ich nochmals schnell mein Gesicht nass und trockne es danach ab.
Dann drehe ich mich zur Toilette um.

Ich schließe den Knopf meiner Hose wieder und wasche meine Hände. Ein kurzer Blick in den Spiegel zeigt mir dass ich schrecklich aussah.
Tiefe Augenringe
Rote Augen von meiner Migräne
und leicht gerötete Wangen.
Ich seufze und öffne die Tür wieder.
Aber kaum hatte ich einen Schritt aus dem Klo gemacht spürte ich schon einen großen Gegenstand, viel eher ein Mensch, gegen den ich stoß.
Ich taumelte hart rückwärts und lediglich die Hände an meinem Arm und meiner Hüfte hielten mich davon ab mich sauber auf den Boden zu legen.

Wie peinlich.

Ich richte meinen Blick auf das Gesicht der Person und binnen Sekunden erstarrt mein ganzes Gesicht.
Ich spürte wie mir die röte ins Gesicht stieg und mein Kopf pochte wie noch was.
Er schien genau so überrascht zu sein wie ich, denn auch er konnte seinen Blick nicht von mir wenden.
Und trotzdem war er der erste der das Wort ergriff.

"Lina?"

Mein Herz pochte wie wild, was meinen Kopfschmerzen nicht sehr half.
und trotzdem bekam auch ich nur seinen Namen heraus.

"...Leon?"
-
Heey!
Hoffe euch hat das erste Kapitel gefallen!
Ich muss mich für meine Rechtschreibfehler entschuldigen, ich konnte das Kapitel nicht überarbeiten...
Wie hat euch das Kapitel gefallen?
Würde mich sehr über Reviews freuen :)
LG!
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