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Kehrt Gabriela Dawson zurück?

von CDF CDF
GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Matthew Casey
11.05.2019
18.12.2019
19
29.043
 
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30.10.2019 1.803
 
Auf der Wache war es erstaunlich still, abgesehen von den Schnarch-Geräuschen aus dem Schlafraum. Die heutige Nacht war sehr ruhig, es gab bisher keinen Einsatz. Sogar die Besatzung des Rettungswagens konnte sich ein wenig ausruhen.


Gabby hatte sich entschieden, nachdem sichergestellt war, dass Jay Halsteads Schusswunde nicht Lebensgefährlich war, nicht weiter mit dem Ambo und mit Sylvie und Emily mitzufahren.

Chief Hatcher hatte sich zudem auch deutlich ausgesprochen, das er Gabby nicht auf dem RTW 61 sehen wollte, bis sie sich entschieden hatte.

Antonio hatte Gabby zur Wache zurückgefahren, Anfangs war er verwirrt, das seine Schwester überhaupt auf der Wache war, er wusste von ihrem Probetag im Med. Beide tauschten ein paar Blicke aus, sagten aber kein Wort.


Nun lag Gabby wach in „ihrem alten Bett“, wie Matt es genannt hatte.

Sie war hundemüde mit ihrer Straßenkleidung ins Bett gefallen, weil sie die Nacht zuvor nicht wirklich zum schlafen gekommen war, aber jetzt konnte sie nicht mehr schlafen. Dabei war es erst 03:30 Uhr.

Sie musste heute Morgen eine Entscheidung treffen!
Nahm sie die freie Stelle im Chicago Med an oder kam sie zum Chicago Fire Department, zur Wache 51 zurück?
Während Sharon Goodwin ihr noch einen weiteren Probetag angeboten hatte, hatte Chief Hatcher sie zu einer schnellen Entscheidung gebeten. Sie hatte bis heute Morgen 09:00 Uhr Zeit.
Normalerweise konnte sie immer schnell eine Entscheidung treffen, aber bei dieser Entscheidung tat sie sich schwer.

Sie schaute zu Matts Büro. Er hatte die Jalousien wieder hoch gezogen, so dass man durch die Fensterfront in sein Büro schauen konnte, aber von ihrer Position aus konnte sie nicht erkennen, ob Matt überhaupt im Büro war.
Gabby schaute nochmals auf ihre Uhr. Jetzt war es 04:15 Uhr, eine dreiviertel Stunde lag sie bereits wach im Bett. Sie sah sich um. Sie war es nicht mehr gewöhnt, in einem Raum mit lauter schnarchenden Frauen und Männer zu schlafen, dabei hätte sie vor einem Jahr die Geräusche zum Einschlafen benötigt.

Gabby beschloss aufzustehen und blieb vor Matts geschlossener Bürotür stehen. Durch die offenen Fenster entdeckte sie Matt auf seinen Bett liegen.
Er schlief auf dem Rücken, beide Arme über den Kopf, unter dem Kopfkissen liegend - in Arbeitskleidung - falls ein Aufruf kam.

Wie konnte er so bloß schlafen? Fragte sich Gabby…
Sie blieb einen Augenblick vor der Tür stehen und musste mit einem Lächeln im Gesicht an vorletzte Nacht denken.

Er liebkostete Sie, als würde es niemals enden. Sie hatte sich nach seiner Berührung gesehnt, sie hatte sie schmerzlich vermisst.

Gabby schloss ihre Augen.

Aber Matt hatte Recht, sie mussten Reden, Reden für ein Mehr und die schmerzhafteste Unterhaltung wird die über ihr Bauchaneurysma sein.

Mit einer einzelnen Träne, die ihr die Wagen herunter lief, verließ sie den Schlafraum und ging zum Aufenthaltsraum.

Vor der Tür blieb sie abrupt stehen, aus dem Aufenthaltsraum kamen Stimmen. Gabby konnte diese Stimmen aber keinem Mitglied der Wache 51 zuordnen.
Leise öffnete sie die Tür.

Auf der Couch, auf Mouchs Platz sahs Emily Forster, naja sie lag eher.
Sie hatte ihren Kopf auf Mouchs Kissen platziert. Ihre Beine nach vorne gestreckt auf dem Couchtisch liegen.

Als Gabby näher zur Couch kam, bemerkte sie das Emily schlief.

Gabby setzte sich, vorsichtig, auf die linke Couchseite, sie wollte Emily nicht wecken. Aber kaum saß Gabby, wurde Emily wach.

„Sorry, ich wollte dich nicht wecken!“
Gabby war überrascht, als sich Emily bewegte.

Verschlafen schaute Emily Gabby an.
„Oh, bin ich eingeschlafen…?“

Dabei sah sich Emily im Aufenthaltsraum um und konnte an der Wanduhr erkenne, dass es 04:20 Uhr war.
„Ich geh nochmal ins Bett.“, sagte Emily und stand auf.
Das Kissen von Mouch rutschte hinter ihrem Rücken auf die Sitzfläche.

„Okay! Gute Nacht.“
Gabby sah Emily hinterher. Emily war regelrecht vor ihr geflohen…


Gabby schüttelte den Kopf und setzte sich jetzt auf Emilys / Mouchs Platz und platzierte das Kissen hinter ihrem Rücken.

Im Fernseher lief eine DVD und der Film war fast zu Ende.

Gabby lächelte, Matt konnte diesen Film nicht mehr sehen, wenn er schon nur die Dialoge hörte, damals in ihrem Apartment, dann war er regelrecht zu Kelly geflüchtet.

Gabby machte es sich weiterhin bequem. Wie Emily auch, legte sie ihre Beine auf den Couchtisch. Als der Film zu Ende war, startet sie ihn neu. Es war einer ihrer Lieblingsfilme und sie konnte nie genug von ihm bekommen.
Selbst in Puerto Rico, mit Sarah, hatte sie sich in der wenigen Freizeit die sie hatten, diesen Film angeschaut.


Matt war wach geworden, weil er ein dringendes Bedürfnis spürte.
Als er auf dem Rückweg von der Toilette zu seinem Büro war, fiel ihm auf, das Gabbys Bett leer war.

Er überlegte kurz, ob Gabby vorhin auch schon weg war? Ob sie es sich anderes Überlegt hatte und nach Haus war?

Auf dem Beistelltisch sah er ihre Handtasche liegen, ihr Handy lag ebenfalls auf dem Tisch.

Er sah sich leise im Schlafraum um und kratzte sich mit seiner rechten Hand an seinem Kinn, welches mit Bartstoppeln übersät war. Alle anderen Betten waren belegt und die Inhaber schliefen tief und fest - bis auf Otis, der den Captain genau beobachtete, seit Dawson voreinpaar Tagen durch die Türen und Tore der Wache 51 gelaufen war.

Matt hatte nicht bemerkt, dass Otis wach war. Matt ging auf seine geöffnete Bürotür zu. Bevor er eintreten wollte, schaute er durch die Fensterfront auf sein Bett.

Enttäuschend nahm er wahr, das Gabby nicht in seinem Bett lag.

Matt schüttelte den Kopf.
Was hab ich mir dabei gedacht? Ich brauche dringend eine kalte Dusche!

Er streifte sich mit beiden Händen durch das Gesicht, bevor sich auf die Suche nach Gabby machte. Er fand sie im Aufenthaltsraum und als er sah, welchen Film sie sah, musste er laut stöhnen. Gabby drehte sich herum.

„Mh, Gabs was machst du hier? Es ist erst kurz nach 5.“
Matt stand jetzt direkt hinter der Couch.

Gabby blickt über ihre Schulter, direkt in Matts blaue Augen:
„Ich konnte nicht mehr schlafen.“

Dieser rieb sich die Augen, mit beiden Händen.
„Wir haben vorletzte…,“ Matt stockte. Überprüfte ob sie alleine waren und fuhr lächelnd fort: „…Nacht kaum schlaf bekommen und jetzt kannst du nicht schlafen?“

Gabby drehte sich ein wenig, über die Schulter schauen, war etwas unbequem. Mouchs Kissen rutschte ihren Rücken hinunter, ihre Beine stellte sie vor dem Couchtisch auf den Boden.
„Ich muss eine Entscheidung treffen. Med oder CFD.“

„Ich verstehe und deshalb musst du dir diesen Film schauen?“ Matt kam um die Couch herum und Gabby platzierte das Kissen neu.

„Der Film lief schon als ich herein kam. Emily hat ihn eingelegt.“ Gabby verteidigte sich und verschränkte demonstrativ ihre Arme vor ihrer Brust.

Matt lächelte und kratze sich am Kinn. Drehte sich kurz zum Fernseher, bevor er zu Gabby zurückschaute:
„Der Film hat gerade erst angefangen!“
und überblickte kurz den Aufenthaltsraum: „Wo ist Emily?“

„Der Film war zu Ende und ich hab ihn von neuem gestartet. Emily ist wieder ins Bett gegangen.“ Gabby lächelte Matt an und machte es sich wieder gemütlich. Legte ihre Füße wieder auf den Couchtisch.

„Ich verstehe!“ und Matt lächelte zurück und setzte sich zu ihr auf die Couch.
Sein Gesicht zu ihr gewandt.

„Du schaust dir freiwillig diesen Film an?“

„Mh. Hast du schon eine Entscheidung getroffen?“, fragte Matt ohne Gabbys Frage zu beantworten.

„Nein.“

Matt nickte und sah auf den Fernseher.
Gabby sah ihn fragend an. Er hatte ihre Frage noch nicht beantwortet.

„Was?...“ Matt hatte Gabbys fragenden Blick gemerkt.
Etwas trocken antwortete er: „Ich hab ihn schon über ein Jahr nicht mehr gesehen!“

Jetzt nickte Gabby.
Stillschweigend sahen sie sich den Film an.


Es war Kelly, der die beiden ungefähr eine Stunde später fand.

Kelly war aus demselben Grund wachgeworden wie Matt und auf seinem Rückweg zu seinem Büro war ihm das leere Bett von Gabby aufgefallen. Natürlich ließ er sich nicht nehmen, in Matts Büro zuschauen.
Kelly war jedoch verwundert, dass die Jalousien offen waren, als er nah genug an Matts Büro war, sah er dass auch sein Bett leer war.

Im Aufenthaltsraum fand er schließlich beide.
Der Film war längst zu Ende. Der Bildschirm war schwarz.

Kelly musste lächelte, als er Matt und Gabby auf der Couch zusammen liegen sah.
Gabby lehnte sich an Matts Brust, einen Arm über seinen Bauch. Matt hielt Gabby in seinen Armen und drückte sie fest an sich. Sein Kopf ruhte sanft auf Ihrem.

Kelly war nicht ganz überrascht, sie so zu sehen. Er war am Anfang skeptisch, als es hieß Gabby wäre wieder in der Stadt.
Aber Kelly war auch derjenige, der Matt letzte Nacht zu Gabby geschickt hatte und offenbar hatten beiden die Nacht gutgetan. Er wusste jedoch, das Gabby und Matt noch einen weiten Weg vor sich hatten.

Kelly schaute auf seine Uhr, am linken am Handgelenk.

Er wollte sie ungerne wecken, aber sosehr sich die Jungs über diesen Anblick der beiden auf der Couch bestimmt freuen würden, so würden sie sie auch mit Fragen löchern, was Kelly den beiden vorerst gerne ersparen möchte.

„Matt!... Matt!... Matt!“, flüsterte Kelly direkt ins Matts Ohr.
Matt zeigte keine Reaktion. Er schien tief und fest zuschlafen.

Kelly erhob seine Stimme:
„Matt!“ und stupste ihn gleichzeitig auch an.

Mit einem schläfrigen und fragenden Blick starrte Matt Kelly an. Er hatte seinen Griff um Gabby noch nicht gelöst.
Gabby bewegte sich. Ihre Augen blieben geschlossen.
Ihr Arm rutschte von seinem Bauch zu seiner Gürtelschnalle.

„Das Haus wird gleich wach, ihr wollt bestimmt nicht, dass euch alle so sehen?“ fragte Kelly und lächelte Matt an.

Matt sah zu Kelly, dann zu Gabby und schließlich auf Gabbys Hand, auf seiner Gürtelschnalle. Er wollte sich von Gabby nicht lösen, wusste jedoch, dass es jede Menge Fragen geben würde, wenn sie weiterhin so zusammen liegen blieben.

Wie eben Kelly mit sich haderte, ob er die beiden wecken soll, so wollte nun Matt Gabby nicht wecken.
Beide beobachteten Gabby beim Schlafen, bis sie ein Geräusch auf dem Flur hörten.
Matt erschrak sich und sah abwechselnd zu Kelly und zu Gabby. Gabby immer noch fest im Arm.
Kelly nickte Matt zu und ging dem Geräusch nach.

Matt gewährte sich noch einen letzten Blick, auf die schlafende Gabby, dann beugte er sich zu ihrem Ohr und flüsterte:
„Gabby, Chief Hatcher ist in der Fahrzeughalle!“

Matt lächelte, als Gabby ihre Augen öffnete und ihre Umgebung wahr nahm. Dann sah er sie verwirrt an, er hatte gedacht, das Gabby sich sofort aus seiner Umarmung lösen würde, als er `Chief Hatcher ist in der Fahrzeughalle` sagte, aber Gabby schloss ihre Augen wieder, ihre Arme wanderte um seinen Bauch und umarmten ihn fest.

„Wenn Chief Hatcher tatsächlich in der Fahrzeughalle wäre, würdest du nicht so ruhig hier sitzen,“ beantwortet Gabby Matts unausgesprochene Frage und richtete sich auf.
Sie sah an die große Wanduhr, über den Fernseher. Es war fast sieben Uhr und so langsam sollten die Mädels und Jungs wach werden.
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