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Kehrt Gabriela Dawson zurück?

von CDF CDF
GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Matthew Casey
11.05.2019
18.12.2019
19
29.043
 
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21.10.2019 1.821
 
„NEIN! Das ist es nicht. Ich hab letzte Nacht sehr genossen!“

Matt nahm Gabbys Hände in seine und streichelte diese, als Bestätigung, dass er das ernst meinte.

„Was ist es dann?“ Gabby Wichte sich eine Träne aus dem Gesicht.

„Wir können nicht da weiter machen, wo wir aufgehört haben Gabby. Du bist im Streit weggegangen, dann hatten wir kurz die Chance uns auszusprechen. Dann bist du wieder nach Puerto Rico gegangen. Du warst ein Jahr weg. Wir sind geschieden...“, Matt machte eine kurze Pause. Das Wort ‘geschieden‘ bescherte ihm jedes Mal einen Riss in den Magen wenn er es aussprach oder daran denken musste.
„Lass uns nicht dieselben Fehler noch mal machen. Letze Nacht, das war keine gute Idee…“

Gabby liefen wieder Tränen übers Gesicht.

Matt merkte, dass er offenbar etwas Falsches gesagt hatte.
„Oh, so war das nicht gemeint. Wir haben bisher über alles Mögliche gesprochen, aber nicht über uns. Gabby wir hatten Probleme. Ernste Probleme… Wir sind geschieden…“, da war das Wort schon wieder, rasch sprach er weiter: “Träume sind geplatzt. Das ist mit einer Nacht nicht behoben oder ausgesprochen.“

Gabby nickte.

Matt ließ Gabbys Hände los, stattdessen umfasste er nun mit beiden Händen ihr Gesicht. Er zwang sie somit in seine Augen zu blicken.
„Du hast mir gefehlt! Ich bereue diese Nacht nicht. Auf keinen Fall! Ich möchte nur, dass wir es langsam angehen.“

Gabby nickte wieder.
Ganz spontan frage sie „Darf ich heute Nacht hier bleiben?“

„Auf der Wache?“, fragte Matt ein wenig geschockt und ließ seine Hände abrupt auf seinen Schoß fallen.

„Ja!“

„Das ist keine…“, Matt hielt inne, Gabby hatte sich beruhigt. Sie lächelte ihn an, da konnte er ihr unmöglich sagen, dass das keine gute Idee wäre. Nicht schon wieder. Matt lächelte zurück und korrigierte sich:
„Das ist eine gute Idee, ich glaube ‘dein altes Bett‘ ist auch noch frei.“
Um Gabby auf ein anderes Thema zu lenken, fragte er: „Wie war dein Probearbeiten?“

Gabbys braune Augen fingen an zu strahlen. Sie musste an ihre zukünftigen Kollegen denken: Maggie, April, Will, Natalie, Ethan sogar Dr. Charles und Sharon Goodwin wären bestimmt sehr angenehme Arbeitskollegen… der Tag war Traumhaft.

So fing sie ohne Punkt und Komma an zureden.
Die Notaufnahme hatte ein Interessantes Aufgabenspektrum. Sie würde nicht nur die Patienten vom Rettungspersonal übernehmen und mit einem Arzt oder Ärzteteam die weiter Versorgung übernehmen, nein das ein oder andere Mal würde sie mit in den OP kommen.
Als Rettungssanitäterin hatte sie nur einen kleinen Anteil am Genesungsprozess eines Patienten. Im Krankenhaus konnte sie den ganzen Heilungsprozess mitbekommen.

Matt hörte ihr begeistert zu und freute sich für sie, gleichzeitig wurde ihm Bewusst, das Gabby wohlmöglich nicht zur Wache 51 zurück kommen würde.

„Es war ein anstrengender Tag, ich hab mich erst mal in dein Bett gelegt und mich ausgeruht. Ach, Sharon Goodwin hat mir übrigens angeboten, morgen nochmal vorbei zukommen, wenn ich möchte.“, beendete Gabby ihre zehnminütige Zusammenfassung.

Matt nickte. Jetzt wusste er auch, wer die Jalousien in seinem Büro herunter gelassen hatte.
Fast emotionslos sagte er:
„Das heißt, du hast dich für das Chicago Med entschieden?“

„Das könnte die Chance für uns sein“, Gabby betonte das uns, „wir wären nicht mehr 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und ganze 365 Tage zusammen. Jeder hätte seinen Freiraum.“

„Ja das stimmt.“, säufst Matt.

„Dann lass uns deine Entscheidung den andren verkünden, Boden wird traurig sein, Sylvie auch.“
Matt konnte es noch nicht fassen, das Gabby das Angebot auf der Feuerwache wieder anzufangen abschlagen wollte.

Matt wollte aufstehen, er hatte es sich in der Zwischenzeit auf einem kleinen Hocker gemütlich gemacht. Im Krankenwagen stehen, mit seiner Größe war auf Dauer unbequem.
Gabby saß mittlerweile im Schneidersitz auf der Behandlungsliege. Blieb aber nach Matts letztem Satz sitzen. Sie sah sich im Rettungswagen um.

Sie hatte fast ihr gesamtes (Berufs-) Leben auf einem Rettungswagen verbracht. Mit Ausnahme der Ausflüge für zweieinhalb Jahre zur Feuerwehrakademie und anschließend auf die Drehleiter sowie das letzte Jahr in Puerto Rico. Sie hatte immer viel Spaß hier auf der Wache 51. Besonders mit Leslie und zuletzt mit Sylvie. Welche ihren Posten als Rettungsdienstverantwortliche auf dem Rettungswagen 61 übernommen hatte.
Vielleicht wäre zwischen ihr und Matt einiges anderes gelaufen, wenn sie nicht zur Feuerwehr gegangen wäre und dann auch noch darauf gedrängt hätte auf die Drehleiter 81 zu dürfen - und damit Matt direkt unterstellt war.

Plötzlich kam ihr eine Idee. Sie hoffte das es sich nicht befürwortete…

"Matt?"

"Gabby?"

"Du wärst aber nicht mein Vorgesetzter, auf dem Rettungswagen? Das ist Chief Hatcher und Chief Boden als direkter hier vor Ort?"

Matt wurde nachdenklich.
Er musste schleunigst mit Boden reden, wenn Gabby doch zurückkam, dann musste er die Personalverantwortlichkeit für den Rettungswagen abgeben.
Eines seiner ersten Aufgaben, nachdem er zum Captain ernannt worden war, war die Übernahme der Personalverantwortung für die gesamte Wache. Er war für die Koordination von Lehrgängen und dem Dienstplan verantwortlich. Bei ihm mussten alle Urlaub beantragen, sich Krankmelden oder um Verschiebung der Schicht bitten, auch die Besatzung des Rettungswagens. Er musste mit Boden reden und zwar sofort!

„Matt?“, fragte Gabby noch mal, als Matt nicht antwortete.

"Ja. Sonst hätten Boden und ich dir diesen Job nie angeboten!", beantwortet Matt endlich Gabbys Frage und schaute ihr tief in die Augen. "Nochmal machen wir denselben Fehler nicht! Ganz egal, was das mit uns gibt."

Jetzt hatte Matt das uns zum zweiten Mal betont und beugte sich zu Gabby hervor und küsste sie auf den Mund.

Genau in diesem Moment wurden die Hintertüren des Rettungswagens aufgemacht…
… und Gabby und Matt gingen geschrocken auseinander.


Die Rüstgruppe spielte am Rüstgruppentisch ein Kartenspiel, als Besuch von der CFD Zentrale kam.
Da Kelly wusste, das Gabby auf die Wache kommen wollte, lag es nahe, das der Besuch wegen ihr hier war.
Offenbar wurde sie auch gesucht, denn zusammen mit Chief Boden durchquerten Sie vor wenigen Sekunden die Fahrzeughalle und steuerten direkt auf den Rettungswagen 86 zu.


"Guten Abend, Chief Hatcher. Chief Boden.", begrüßte Gabby die Herren und reichte Chief Hatcher die Hand.

Mit weit aufgerissenen Augen grüßte Chief Hatcher überrascht zurück.
Chief Boden musste ein schmunzeln unter drücken.


Kelly war verwundert Stimmen aus dem Rettungswagen zuhören, legte die Karten auf den Tisch, stand auf und ging neugierig zum Rettungswagen. Die anderen folgten ihm, auch die Besatzung der Drehleiter und der Löschgruppe, diese hatten mitbekommen, das sowohl Gabby als auch Matt gesucht wurde.


"Wir sprechen über die Vor- und Nachteile, die für eine Rückkehr zur Wache 51 sprechen… Aber auch die Vor- und Nachteile einer Notaufnahme im Chicago Med!", sagte Gabby hastig.

„Das sah gerade nach etwas anderem aus! Dawson, Captain Casey, sie sind doch keine Teenager mehr!“, Chief Hatcher war leicht verärgert und schüttelte den Kopf. „Dafür müssten sie beide eine Verwarnung bekommen.“ Jetzt verdrehte Chief Hatcher die Augen.
„Gnade Ihnen, das sie sich für das Chigago Med entscheiden…“


Matt und Gabby sahen verlegen und geschockt zwischen den beiden Chiefs hin und her.
Hinter Hatcher und Boden standen die Kollegen.

Boden schmunzelte immer noch, fragte: "Für was haben sie sich entschieden?“

Alle waren gespannt. Matt schloss die Augen.


„Es fällt mir nicht leicht.“ Gabby sah zuerst zu Matt. Dann zu Chief Boden und zuletzt zu Chief Hatcher. „Ich hatte heute einen anstrengenden Tag im Med. Ich würde gerne eine Nacht drüber schlafen.“

Matt öffnete die Augen wieder.

„Sicher, Dawson. Das können Sie tun. Ich würde sie nur gerne noch unter vier Augen sprechen.“, sagte Chief Hatcher.

Alle Augenpaare waren auf Gabby und Matt gerichtete.


„Können wir?“, forderte Chief Hatcher Gabby auf und deutet Richtung Besprechungsraum.

Als Chief Hatcher und Gabby zusammen die Fahrzeughalle verließen sah Chief Boden zu Matt. Er war immer noch amüsiert und nickte ihm zu. Matt stand wie versteinert in der Fahrzeughalle und reagiert nicht auf Bodens nicken.

Die andren hatten offenbar Chief Hatchers Bemerkung nicht mitbekommen, so verteilten sie sich rasch im Haus, nur Kelly blieb noch bei Matt stehen.
Sah ihn fragend an. „Was war das gerade? ‘Teenager‘?“, dann zwinkerte er mit den Augen.

Matt schüttelte nur mit dem Kopf. Er wollte jetzt nicht reden und verließ die Fahrzeughalle.


#Rettungswagen 61 – Schussverletzung, Detective vom 21. Revier angeschossen!#

Gabby war nach dem Gespräch mit Chief Hatcher in den Aufenthaltsraum gegangen und unterhielt sich mit Otis, Stella und Hermann über das Mollys. Sie ließ sich auf den neusten Stand bringen und Matt wollte die Unterhaltung nicht stören. Auch wenn er gerne wüsste, was Chief Hatcher zu Gabby noch gesagt hatte.

Die vier saßen am Runden Tisch und Matt saß alleine, an seinem Stammplatz, am großen langen Tisch und beschäftigte sich mit dem Einsatzplan für den kommenden Monat.

Manchmal nahm Matt seine Arbeit mit in den Aufenthaltsraum, einfach nur um bei seinen Leuten zu sein, abgeschottet in seinen Büro war Segen und Fluch zugleich.


Matt sah die Panik in Gabbys Augen wachsen. Sie dachte an ihren Bruder und stand auf.
Emily sah sie verwirrt an. Hermann schüttelte den Kopf in Emilys Richtung, so dass sie nichts sagen, sondern Gabby einfach mitnehmen sollte.

Kurz bevor Gabby endgültig in den Rettungswagen 61, hinten einstieg musste sie an Chief Hatchers Worte denken:
Er wollte nicht, dass sie noch einmal mit dem Rettungswagen 61 mit fuhr, solange sie sich nicht für die Rückkehr zum CFD entschieden hatten


Als der Rettungswagen am Einsatzort ankam, ries Gabby sofort die Hintertüren auf und versuchte sich einen Überblick zu verschaffen und ihren Bruder zu finden.

Überall liefen Polizisten aufgeregt herum es sah Chaotisch aus. Gabby konnte ihren Bruder nicht ausfindig machen. Burgess und Atwater, Mitglieder der Intelligence und Kollegen ihres Bruders kamen auf sie zugelaufen.
Gabby befürchtete das schlimmste.

Emily und Sylvie sprangen aus dem vorderen Teil des Krankenwagens und schnappten sich je eine Erste-Hilfe-Tasche.

„Wo ist mein Bruder, Kim?“ schrie Gabby als Burgess und Atwater vor ihr stehen blieben.

Sylvie hatte Gabby schon einmal so in Panik erlebt, damals als Matt in einem Lagerfeuer fest sah’s und sich von Gabby verabschiedet hatte.

Gabby merkte den Blick von Sylvie.

Aber noch bevor Gabbys Frage beantwortet wurde, meldete sich Antonio. „Ich bin hier, Gabby!“
Antonio kam um den Krankenwagen herum und sah in die verwirrten und ängstlichen Augen seiner Schwester.
Auch Sylvie war erleichtert, ihren Ex-Freund zusehen.

Antonio hatte Blut an seinen Fingern und auf seinem blauen Pullover, sogar an seiner Dienstmarke. Gabby war geschockt und lief Tränenüberströmt in Antonios Arme.

„Gabby mir geht es gut, es ist nicht mein Blut.“, versuchte Antonio Gabby zu beruhigen.
„Es ist nicht mein Blut...,“ wiederholte Antonio. „Es ist Halstead. Er wurde angeschossen.“


Im Arm von ihrem Bruder, sah Gabby zu, wie Emily und Sylvie Jays Schusswunde versorgten.

Offenbar steckte eine Kugel im rechten Oberarm. Soweit erkennbar war keine Hauptarterie getroffen, dennoch hatte Jay viel Blut verloren, er war stabil und er war überrascht Gabriela Dawson in Chicago zusehen.

Und Antonio war überrascht, das Gabby auf dem Rettungswagen der Wache 51 mitfuhr.
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