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Kehrt Gabriela Dawson zurück?

von CDF CDF
GeschichteAllgemein / P16
Gabriela Dawson Matthew Casey
11.05.2019
18.12.2019
19
29.043
 
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14.07.2019 1.532
 
Rückblick – Gabby
ca. 2 ½ Wochen zuvor!

Gabby hatte heute frei, das erste Mal seit Wochen!
Sie brauchte auch dringend mal eine Pause. Sie war total ausgelaugt.
Ihr Alltag in Puerto Rico war jeden Tag derselbe: Aufstehen, frühstücken, arbeiten, essen und schlafen. Ganze 7 Tage die Woche und das manchmal 14 - 15 Stunden am Stück. Einen Tag frei, war selten.

Über einen 14 - 15 Stunden-Tag beschwerte Gabby sich nicht. Als Rettungssanitäterin und Feuerwehrfrau hatte sie 24 Stunden-Schichten, aber nach einer Schicht zwei Tage frei. Hier in San Juan unmöglich.

Sie liebte ihre Arbeit. Sie hatte viele Leben gerettet, seit sie hier war und sie hatte eine neue beste Freundin gefunden, Sarah. Sie war wie Leslie Elisabeth Shay. Sie verhielt sich wie Shay und sie liebte Frauen, wie Shay. Als Gabby sie bei einem Rettungseinsatz kennenlernte, musste sie sofort an Leslie denken. Leslie würde Sarah lieben und Sarah Leslie!

Seit dem waren die beiden Frauen unzertrennlich. Sarah wusste das Gabby nach einem Schicksalsschlag geflohen war und in Puerto Rico einen Neuanfang wagen wollte und sagte wie Shay, Gabby direkt ins Gesicht, das sei Feige war! Das hätte sie mit Matt auch anders klären können!
Sarah hatte ein ähnliches Schicksal nach Puerto Rico verschlagen. Sie konnte es aber nicht mehr Rückgängig machen. Vielleicht verstand sie Gabby deshalb auch nicht. Matt war greifbar und ihre Probleme gemeinsam lösbar!


Gabby musste sehr oft an Matt und Shay denken!
Sie hatte erst Shay, dann Matt verloren. Die beiden wertvollsten Menschen in ihrem Leben, neben Ihrer Familie.

Shays Unfall hätte sie vermeiden können, wenn sie die Plätze nicht getauscht hätten…
Matts Verlust hätte sie vermeiden können, wenn sie nicht, -wie Sarah gesagt hat- feige und davongelaufen wäre. Wenn sie aber im Bett liegen geblieben wäre, bevor er wach geworden wäre, dann hätte er sie überredet zubleiben…
Sie liebte Matt immer noch!


Matt nahm sie in den Arm und küsste sie.

„Das ist nicht der richtige Zeitpunkt!“, hörte Gabby sich sagen. Aber das stimmte nicht…

Sie brauchte ihn jetzt, sie wollte ihn jetzt! Sie wollte ihn für immer, aber er hatte gesagt, dass er nicht mit ihr nach Puerto Rico gehen würde!
Wenn sie ihn jetzt nur noch ein letztes Mal spüren durfte, würde sie auch das nehmen.

Sie musste nach Puerto Rico gehen. Sie konnte nicht anderes und sie hätte diesen Kuss niemals zulassen dürfen.

Küssend bewegten sie sich Richtung Schlafzimmer. Zogen sich leidenschaftlich aus, ganz egal wo die Kleidungsstücke hinflogen.

Matt hob sie auf ihr Bett und legte sich halb über sie. Er stütze sich mit dem linken Elenbogen hab und strich ihr mit der freien rechten Hand, zärtlich eine Haarsträhne hinter ihr linkes Ohr und sah ihr tief in die braunen Augen, bevor er sich zu ihr hinab beugte und ihr einen langen Kuss gab.
Matt wusste ganz genau, was sie jetzt brauchte…


„Aufstehen, Gabby!“, Sarah hatte einen Schlüssel zu Gabbys Zimmer und stand mit nassen offen Haaren, weißem Top und einer fransigen kurzen Jeanshose vor Gabbys Bett.
Auch Sarah hatte heute frei und ihre Dienstkleidung, die die der Chicagoer Rettungskräfte sehr ähnlich sah beiseitegelegt.

Gabby war alles andere begeistert, von einer quirligen Sarah geweckt zu werden. Shay konnte das nach einer harten Schicht am nächsten Tag auch!

Gabbys Blick ging durch ihr Zimmer.

Das Zimmer hatte ein eigenes Badezimmer und eine Küchenzeile, mit Herd und Kühlschrank. Aber die Küche wurde kaum benutzt. Gabby war ja mehr auf der Arbeit als zuhause. Aber wenn Gabby zuhause war, dann kochte sie für Sarah und sich gerne Dominikanische Rezepte ihrer Mutter.

Sarah kam auch aus der Dominikanischen Republik, hatte denselben braunen Teint und dunkle Haare wie Gabby, aber ihre Haare waren gelockt und gingen ihr bis an den Po!
Sie liebte Gabbys Essen, weshalb sie sich auch mehr in Gabbys Zimmer aufhielten.

Gabby sah auf ihr Nachtisch. Dort stand ihr Hochzeitsfoto.
Glücklich verliebt schauten sie und Matt sich in die Augen. Sie hatten spontan geheiratet, deshalb bestand ihre Hochzeitskleidung auch nicht aus Brautkleid und Frack wie üblich, sondern sie trugen noch ihre Schutzkleidung aus der letzten Schicht!

Gabby hatte ihre Rettungssanitäter-Dienstkleidung an, das graumelierte T-Shirt, mit dem Aufdruck „Fire Department Chicago Paramedic“ vorne links auf der Brust, dazu eine blaue Jacke, auch hier war groß das Emblem des Fire Department von Chicago drauf, als Aufnäher an der linken Armseite und eine blaue Arbeitshose.
Matt hatte das graue Poloshirt des Drehleiter-Lieutenant an. An der linken Armseite stand bei ihm „Fire Department Chicago“ und am Kragen war das Zeichen des Lieutenant ersichtlich. Darüber trug er die Schutzausrüstung mit den Reflektierungssstreifen an Armen und Beinen.


„Gabby! Ich hab dir schon mal gesagt, wenn ich noch einmal sehe, das du dieses Foto anstachst, dann muss du deinen Mann anrufen!“, Sarah sah in Gabbys braune Augen.
„Du hast auch die ganze Nacht wieder geweint!“

Sarah setzte sich auf Gabbys Bettkannte.
„Süße, ich hab meine Freundin bei einem Amoklauf verloren. Ich bekomme sie nicht wieder. Aber du kannst Matt wiederbekommen. Du musst ihn nur anrufen oder besser, du setzt sich in ein Flugzeug und fliegst zu ihm nach Chicago!“

Sarah schüttelte mit dem Kopf.
Normalerweise würde Gabby ihr jetzt wiedersprechen. Aber Gabby warf die Bettdecke von sich und stand auf.
Das graue Lieutenant-Shirt stand ihr sehr gut.

Matt hatte die grauen Shirts aussortiert, als er zum Captain ernannt wurde und als Gabby ihre Koffer in Chicago gepackt hatte, hatte sie das ein oder andere graue Shirt von Matt mitgenommen…

„Okay, ich rufe Matt jetzt an!“. Gabbys Handy lag greifbar auf dem Nachttisch.

„Nein, Sarah, das tust du nicht. Matt ist nicht mehr mein Ehemann. Er hat, falls du dich erinnerst, mich zur Scheidung gedrängt.“

„Ja, nachdem du zurück nach Chicago geflogen bist, weitere Koffer gepackt hast, mit Matt eine Abschiedsnummer gedreht hast und dich still und heimlich davon geschlichen hast. Die Abschiedsnummer hättest du dir schenken können!“

„Sarah. Bitte. Du hast recht. Ich hab die ganze Nacht wieder geweint. Lass uns einen Kaffee trinken und zur Abwechslung mal kein Leben retten und auch nicht an das Leben denken, das wir zurück gelassen haben.“

Sarah sah Gabby stirnrunzelnd an.


Paar Tage später…
„Gabby, das Hochzeitsfoto steht ja immer noch auf deinem Nachttisch!“
Sarah wollte Gabby zur Schicht abholen.

„Oh, mein Gott, wie siehst du den aus?“, schrie Sarah entsetzt, als Gabby aus dem Bad kam.
Gabbys Augen waren rot unterlaufen. Gabby hatte die ganze Nacht wieder geweint.

„Mir geht es gut!“, versuchte Gabby Sarah zu beruhigen.

„Nein, Gabby. Mir reicht es. Ich werde Chief Hatcher informieren, das du heute nicht zum Dienst erscheinst und du wirst Matt anrufen!“

„Wir haben heute Hochzeitstag. Es wäre der dritte!“, schluchzet Gabby. Sie hatte wieder ein graues Lieutenant-Shirt an. Sarah überlegte, ob sie Gabby schon jemals mit einem anderen Shirt, in diesen vier Wänden gesehen hatte, sie konnte sich nicht daran erinnern.

„Ich bleibe auch hier. Ich zieh mir nur schnell was anderes als unsere Dienstkleidung an und dann buchen wir zusammen einen Flug und telefonieren mit Matt, ok?“

Gabby wollte sich eigentlich währen, aber wenn Shay sich was in den Kopf gesetzt hatte, dann kam Gabby nicht dagegen an und so war es bei Sarah auch!
Bei jedem anderen konnte Gabby ihren Kopf durchsetzten nur bei Shay und Sarah nicht!

Gabby machte sich im Bad fertig und hörte Sarah in ihrem Zimmer telefonieren. Sie entschuldigte sich und Gabby bei Chief Hatcher:
‘Sie hätten gestern Abend wohl beide etwas Falsches gegessen und würden jetzt, jeder sein eigenes Badezimmer als Lieblingsplatz bezeichnen.‘
Die wahren Gründe behielt Sarah erst mal für sich.

Danach verließ Sarah kurz Gabbys Zimmer um in ihr eigenes Zimmer sich umzuziehen. Schwarze Leggings und ein grün-schwarz gestreiftes Tshirt mussten reichen.

Auch Gabby hatte eine Leggings und ein blaues T-Shirt an - zur Abwechslung mal kein T-Shirt mit CFD Logo! Sarah war begeistert.


Gabby entschied sich ihren Bruder Antonio in Chicago anzurufen.
Sarah sah’s neben Gabby und studierte den Flugplan von San Juan nach Chicago.

Das Telefonat zwischen den Geschwistern war sehr emotional.
Wie Sarah, bestand auch Antonio darauf, das Gabby zurück nach Chicago kam!

Antonio versprach, sich direkt um ein Apartment und um einen Wagen zu kümmern und das alles sehr diskret. Gabby wollte erst mal ein paar Tage in Chicago ankommen und dann entscheiden, wie es weiter gehen sollte und wenn sie dann sehen wollte.
Über Matt und das Chicago Fire Department wurde im Telefonat nicht gesprochen.

Am Ende des Telefonats hatte Sarah einen Flug für Gabby gebucht. Jetzt gab es kein zurück!


„Das ist keine gute Idee! Dann habe ich sie wohl wieder in Chicago am back?“
Gabby war gleich am nächsten Tag in Chief Hatchers Büro gegangen.

Chief Hatcher war überrascht, Gabby wieder auf der Arbeit zusehen, eine Magenverstimmung, wie Sarah gestern angedeutet hatte, ist nicht mit einem Tag Pause erledigt.
Aber Gabby ist eine Kämpferin und stark im nehmen. Daher hatte er Dawson ja auch ausgewählt, ihn mit nach Puerto Rico zu begleiten und erstaunlicher Weise, funktioniert ihre Zusammenarbeit hier sehr gut. Anders als in Chicago gab es hier keine Beschwerden über Gabbys Behandlungsmethoden.

Gabby sah Chief Hatcher verwirrt an. Dann fiel ihr ein, das Chief Hatcher vor vier Wochen angekündigt hatte, das er wieder nach Chicago zurück ging…
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