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Phantastische Tierwesen-Die Seele eines Aurors

von InkedSoul
GeschichteDrama, Fantasy / P16 / MaleSlash
Credence Barebone Gellert Grindelwald Percival Graves Queenie Goldstein
11.05.2019
01.08.2019
26
54.300
1
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
11.05.2019 1.388
 
Kleine Info vorweg:
Das hier ist meine erste Fanfiktion, daher würde ich mich über eure Kommis sehr freuen :)

Die Story ist an sich schon fertig, ich muss sie nur noch mal überarbeiten (Rechtschreibfehler und Kommasetzung sind nicht gerade meine größten Stärken ;)) Es wird voraussichtlich auf 30-40 Kapitel hinauslaufen.
Wie in der Kurzbeschreibung schon erwähnt, geht es hier in gewissem Maße um eine Möglichkeit, wie es in FB Teil 3 theoretisch weitergehen könnte -Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass Percival Graves wahrscheinlich nicht mehr in dieser Reihe auftauchen wird...Ich finde das einfach nur bedauerlich und schade (Das ist zum Teil auch Anlass für diese Geschichte -mir fällt es schwer loszulassen :))

Achtung: Spoiler!
Es wird ein leichtes Pairing zwischen Grindelwald und Graves geben und mit Credence (Ja, ich weiß, dass er nun offiziell als Aurelius Dumbledore zu bezeichnen ist ) entsteht eine Art Dreieckskonstellation.
Wem so etwas nicht gefällt, sollte diese Geschichte vielleicht eher nicht lesen.

Bis dahin viel Spaß...



Queenie hatte ihm gesagt, er müsse bei diesem Jungen mit äußerster Vorsicht vorgehen. Er hätte noch immer Angst vor ihm und wüsste noch nicht, ob er die richtige Wahl getroffen hatte. So ein naives Bürschchen. Zu seinem eigenen Glück war Gellert Grindelwald ein wahrer Zauberer, wenn es um den Umgang mit Worten ging. Eine Fähigkeit die ihn schon weit gebracht hatte und noch weit bringen würde, davon war er fest überzeugt. Er würde diesen Jungen schon bald vollständig von seiner Sache überzeugt haben, dessen war er sich sicher.
Ein selbstzufriedenes Schmunzeln trat auf sein Gesicht, dann trat er vorsichtig von hinten an das Obscurial heran. Es brauchte nur noch ein paar weitere einschmeichelnde Worte und eine Geste des guten Willens um sich das Vertrauen des jungen Mannes zu erarbeiten –erneut. Vor Monaten hatte Grindelwald sich doch tatsächlich zu einem Fehler hinreißen lassen. Das kratzte an seinem Ego. Er hätte sich viel Ärger und Zeit ersparen können, wenn er es vorher gewusst hätte. Doch aus Graves’ Vision war die Identität des Kindes nicht deutlich hervorgegangen –woher hätte er es also wissen sollen? Alles sprach dagegen. Credence war ein wahrer Ausnahmefall. Immerhin war er älter als Zehn und hätte demnach schon längst nicht mehr leben dürfen.
Doch sei es drum. Er hatte sich sein Vertrauen als Percival Graves schon einmal erschlichen. Und da Credence ihn nicht mit der Person des Percival Graves in Verbindung brachte, war es das zweite Mal umso leichter. Der Fehler war behoben und endlich war Gellert einen großen Schritt weiter vorangekommen. Da war die zeitweise Inhaftierung durch den MACUSA gleich leichter wegzustecken. Zumal das sowieso unvermeidlich gewesen und sogar von ihm mit einkalkuliert war. Erneut musste er über sich selbst schmunzeln. Diese Narren, sie hatten alle nicht die geringste Ahnung. Dieser Brite hatte mit seiner heldenhaften Aktion das ganze nur etwas beschleunigt. Nun stand der MACUSA kurz vor dem Zerfall. Und das alles nur wegen eines Mannes –ihm. Und wie leicht es doch letzten Endes war.
Gellert schüttelte kurz mit dem Kopf. Sie mussten doch langsam sehen, wie nutzlos ihr System eigentlich war. Nicht nur das amerikanische, alle Systeme würde er zu Fall bringen –für das größere Wohl. Sahen sie denn nicht, dass es nur zu ihrem Besten war? Nein, sie sahen es nicht! Sie verschlossen die Augen vor der unabänderlichen Wahrheit! Wut keimte in ihm auf, doch er musste sich beherrschen. Er musste sich an den Plan halten.
„Ich werde dir nun deinen Namen verraten –deinen wahren Namen.“, fuhr er an das Obscurial gewandt fort. Darauf bedacht, ihm zwar durch Körperkontakt Nähe und Vertrautheit zu vermitteln, ihn dabei aber keinesfalls zu bedrängen. Bei diesem Jungen ein wahrer Drahtseilakt, doch als Graves hatte er ja reichlich Übung gehabt.
„Aurelius. Aurelius Dumbledore.“ Es war nur ein sanfter Hauch in Credence’ Ohr und hatte doch so große Auswirkung. Als Bestätigung offenbarte er dem jungen Mann seinen Vogel noch als Phönix und garnierte seinen Beweis mit der Familiengeschichte der Dumbledores. Was der gute Albus wohl dazu zu sagen hätte?, schoss es Gellert durch den Kopf. Er musste schon wieder Lächeln. Alles lief wie am Schnürchen, der Junge fraß ihm aus der Hand und bewegte sich genau in die Richtung, in die Gellert ihn langsam schubste. Zum krönenden Abschluss fehlte nur noch die Geste des guten Willens.
Was wäre da passender als ein eigener Zauberstab? Credence wünschte sich nichts sehnlicher, als seine Aufnahme in die Welt der Zauberer. Als Graves hatte er ihn hingehalten, seine Sehnsucht aber immer unterstützt. Er wollte ihn lehren, hatte er gesagt. Um das Obscurial bei Stange halten zu können, würde er es wohl tun, jedenfalls ansatzweise. Schon wieder ganz in Gedanken versunken ließ Gellert seinen Schützling mit seinem Geschenk allein.
Es gab viel, was der Junge zu verdauen hatte. Und alles hatte er von Gellert auf einem Silbertablett präsentiert bekommen. Credence verdankte ihm alles. Dass ihm das auch immer bewusst blieb, dafür würde Grindelwald schon sorgen.
Als Gellert aus den Augenwinkeln wahrnahm wie Credence einen Sprengfluch auf die Alpen losließ, schüttelte er nur wieder mit dem Kopf. So übereifrig. Für Zauberer war Selbstkontrolle wichtig, doch andererseits war Credence nur bedingt ein Zauberer. Der Obscurus war für Gellert von Nutzen. An dem Jungen an sich hegte er kein Interesse. Er musste das Obscurial noch lehren, den Obscurus zielgerichtet einzusetzen.
Vielleicht war Kontrolle in seinem Fall gar nicht so wichtig, zu viel Kontrolle eventuell sogar hinderlich.
Gellert musste ihn nur in eine Richtung lenken und dann von der Leine lassen. Und diese Richtung hatte Credence bereits erfolgreich eingenommen –Albus Dumbledore. Selbst wenn es seinem ehemaligen Weggefährten gelänge, den Obscurus unschädlich zu machen, so gelänge es selbst ihm bestimmt nicht mühelos. Er würde verwundbar sein und diese Chance würde Gellert ganz sicher nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Obwohl, eine Sache in diesem Gedankengang bereitete ihm Unbehagen. Instinktiv griff er sich an die Brust, um sich noch einmal von der Abwesenheit des Amuletts zu überzeugen. Noch immer rätselte er darüber, wie es verschwunden sein konnte. Kurz vor Abreise in der Lestrange-Gruft war es noch da gewesen. Und dann plötzlich nicht mehr. Gellert wusste nicht, wem es gelungen war, ihm dieses wertvolle Schmuckstück zu entwenden, doch er vermutete ganz stark, dass es schon bald den Weg in die Hände von Albus Dumbledore finden würde. Wenn es nicht sogar schon bei ihm war.
Bitte, es sollte Gellert gleich sein. Wenn alles weiterhin so lief, wie geplant, machte es keinen Unterschied, ob Albus das Amulett und damit ihren Schwur zerstörte, oder ob er es selbst tun musste. Das Albus die Motivation dazu hatte, dieses Schmuckstück zu zerstören, daran hegte Gellert keinen Zweifel. Immerhin hatte er ihm durch seine Taten genug Anreiz geboten. Und aus vertraulichen Quellen wusste er, dass nicht nur das britische Zaubereiministerium bereits mehrmals dahingehend insistiert hatte. Es würde interessant werden.
Was würde Albus wohl tun, wenn der Pakt ihn nicht mehr in seinen Entscheidungen einschränkte? Würde er wirklich gegen Gellert ins Feld ziehen? Eigentlich war Albus eher der friedfertige Typ, schon immer gewesen. Doch er war auch ehrgeizig und sehr von sich selbst und seinen Fähigkeiten überzeugt. Ein kleiner Teil in Gellert hoffte, Albus würde nicht nur wegen des Blutpaktes nicht gegen ihn kämpfen wollen. Es war ein schöner Gedanke. Immerhin waren ihre Überzeugungen einst die gleichen gewesen, das hieß bis zu diesem tragischen Unfall.
Ein weiterer Fehler, den Gellert auf seiner kurzen Liste verbuchen musste. Trotzdem, tief in seinem Inneren hoffte Gellert, dass sich Albus endlich besinnen würde und wieder an seine Seite trat. Doch er würde die Entscheidung Albus überlassen. Er hatte die Wahl.
Gellert wollte nicht gegen Albus kämpfen, auch wenn der Pakt nicht bestanden hätte, doch er würde sich auch nicht einfach von ihm besiegen lassen. Wenn Albus sich gegen ihn entschied und damit ihre gemeinsame Sache verriet, dann war Gellert dazu bereit, selbst Albus Dumbledore für das größere Wohl zu opfern. Eine leise Stimme in seinem Inneren wünschte sich aber dennoch, es möge nie soweit kommen.
Überrascht über seine plötzliche Rührseeligkeit, verdrängte er alle Gedanken Albus Dumbledore betreffend und kehrte zu seinem Plan zurück. Kaltes Kalkül und Logik verscheuchten auch die letzten Reste seiner Gefühlsduselei. So etwas konnte sich Gellert in seinem Vorhaben einfach nicht leisten. Und er hatte einen Ruf zu verlieren. Einen Ruf, der ihm in gewissen Kreisen zu Macht und Ansehen verholfen hatte und woraus er viele seiner Anhänger zog. Ein starker Anführer mit klaren Zielen und Durchsetzungskraft.
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