Let’s Read: »Game of Thrones – Der Winter naht«

von 505
GeschichteAllgemein / P16
11.05.2019
12.07.2019
5
19288
1
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
Kapitel 2
(S. 26-31)


Catelyn




Wisst ihr was? Ich mag einleitende Sätze. Deshalb werde ich sicherlich nicht aufhören, euch an den Einleitungen der jeweiligen Kapitel teilhaben zu lassen. Diese hier ist bisher die Unspektakulärste.


Catelyn hatte diesen Götterhain noch nie gemocht. (S. 26)



Natürlich muss nicht jedes Kapitel mit einer bahnbrechenden Beschreibung beginnen, aber ich wollte es schlichtweg einfach anmerken. Versteht mich nicht falsch – das ist Meckern auf hohem Niveau. Man kann Gewohnheiten aber nur schwer brechen, weshalb ich vermutlich auch weiterhin darauf achten werde.
    Wir haben ja nun aber zum Glück bereits festgestellt, dass Martin durchaus mit Worten umgehen kann, weshalb wir mal liebevoll darüber hinwegsehen. Kommen wir stattdessen endlich zum Geschehen. Auf geht’s!

Catelyn ist also die zweite Person, dessen Sicht wir nachempfinden dürfen und damit ein weiterer Name auf der unendlichen Liste der Charaktere dieses Universums.
    Ich finde, wir sollten einen Counter ins Leben rufen. Denn momentan, Catelyn mit einbezogen, sind wir bei Sage und Schreibe 17 Charakteren¹, die namentlich genannt wurden. Der blanke Wahnsinn, oder?

Catelyns Geschichte beginnt im sogenannten Götterhain Winterfells und prompt wird uns deutlichgemacht, dass die Gute ursprünglich gar nicht aus dieser Ecke des Landes stammt. Als geborene Tully kommt sie aus Schnellwasser, das ihrer Aussage nach ‚weit im Süden‘ läge.
    Aber entspricht das auch der Wahrheit, liebe Leser? Ja und nein. Ich bin schon jetzt ein Riesenfan der beigelegten Karte, denn sie erlaubt uns, diese Behauptung in Frage zu stellen.
    Zweifellos – von Winterfell ausgehend liegt Catelyns Heimat durchaus südlich, sogar ein gutes Stück, aber wenn man ganz Westeros betrachtet, muss ich der Aussage leider widersprechen. Schnellwasser liegt etwas unterhalb des Zentrums unserer Karte. Lasst euch also nicht von dieser Pseudo-Tatsache in die Irre führen. Beispielhafte Schauplätze, die tatsächlich weit im Süden liegen wären Sonnenspeer, Sternfall und Altsass. Aber überzeugt euch selbst davon. Ich verlinke euch mal schnell beide Kartenteile, also Norden und Süden.

Wenn wir uns nun aber wieder dem Wesentlichen widmen, kriegen wir zumindest einen recht lebhaften Eindruck davon, wie düster der Norden eigentlich ist – speziell im Vergleich zu Schnellwasser.


Es war ein dunkler, urweltlicher Ort, drei Morgen von altem Wald, zehntausend Jahre unberührt […]. Es roch nach feuchter Erde und Fäulnis. […] Es war ein Wald aus unbeugsamen Wachbäumen, die mit graugrünen Nadeln bewaffnet waren, aus mächtigen Eichen, aus Eisenholz, so alt wie das Reich selbst. (S. 26)




Darf ich noch einmal meine These vom Anfang des Kapitels aufgreifen?
    Wir haben ja nun aber zum Glück bereits festgestellt, dass Martin durchaus mit Worten umgehen kann […].
    Da habt ihr den besten Beweis, oder nicht? Zwar ist sein Aufbau hier reicht einfach, mit den immergleichen Satzanfängen, aber was wirklich faszinierend ist, ist Martins bildliches Beschreiben. „[…] mit graugrünen Nadeln bewaffnet […]“ – ein Traum.
    Ich habe viele leichte Bücher gelesen. Wunderbar süffisant geschrieben und simpel zu lesen, aber Martins Steckenpferd ist obendrein eindeutig die Bildlichkeit. Das kann man bereits an dieser Stelle, im zweiten Kapitel, bestens erkennen. Und vertraut mir. Dieser Eindruck wird nicht abflachen.

An dieser Stelle bekommen wir zum ersten Mal vorgehalten, dass es verschiedene Religionen in jener Welt gibt. Catelyns eigene scheint um einiges persönlicher als die ihres Mannes. Sie lässt uns wissen, dass ihre Götter Gesichter und Namen haben und Götterdienst in einer Septe stattfindet – also einer Art Kirche, wenn man sich an dieser Stelle des Buches schon so weit aus dem Fenster lehnen mag.
    Ihr Mann hingegen glaubt an die alten […] Götter des Grünen Waldes, den sie mit den verschwundenen Kindern des Waldes teilten (S. 27). In dieser Religion spielen offenbar Herzbäume eine entscheidende Rolle: Weiße Wehrholzbäume mit dunkelroten Blättern, in dessen Rinde Gesichter geschnitzt wurden. Das findet sicherlich nicht nur Catelyn unheimlich.
    Ihre Religion, die seit Generationen in ihrer Familie fester Bestandteil ist, ist offenbar die weitverbreitetere, sobald man sich im Süden aufhält, während der alte Glaube im Norden nicht wegzudenken ist.

Es ist vermutlich kein Schock, dass Catelyn also nicht zum blanken Spaß den fremden Götterhain aufsucht. Sie hat ein klares Ziel: Ihren Mann.


Immer wenn er jemandem das Leben nahm, suchte er danach die Stille des Götterhains. (S. 26)



Spätestens jetzt wird deutlich, um wen es sich dabei handelt und nicht minder, dass die kuriosen Familienausflüge tatsächlich des Öfteren mal an der Tagesordnung stehen müssen, wenn der gute Eddard bereits ein Folgeritual dafür entwickelt hat. Im weiteren Verlauf wird dieser übrigens häufig auch einfach nur Ned gerufen, nur um sicherzugehen, dass hier niemand verwirrt ist.
    Unser Lieblingshenker ist gerade dabei, sein Schwert zu reinigen, als ihn seine Frau auffindet. So recht weiß man ja an diesem Punkt noch nicht, was man von ihm halten soll, denn er scheint etwas distanziert. Es wird allerdings auch erwähnt, dass er extra für seine Frau eine Septe hat errichten lassen, damit sie sich heimischer im fremden Norden fühlen kann. Warten wir also erstmal ab, bevor wir uns eine finale Meinung zum guten Ned bilden.

Catelyn scheint sich aber nicht an der emotionalen Kühle ihres Mannes zu stören und lässt uns wissen, dass die gemeinsamen Kinder gerade dabei sind, wie wild über Namen für ihre Wölfe zu diskutieren. An dieser Stelle muss ich tatsächlich ein wenig schmunzeln, weil ich gerade erst in einer ähnlichen aufregenden Lage gesteckt habe, als ich einen Namen für meinen eigenen Welpen finden musste. Fun Fact: Letztendlich ist es Renly geworden. Ich bin mir sicher, dem ein oder andere unter meiner Leserschaft sollte dieser Name bereits etwas sagen. Aber genug abgeschweift!
    Im Zuge der Unterhaltung erfahren wir auch, dass der Jüngste im Bunde, Rickon, als einziger Angst vor seinem Wolf hat, während alle anderen der Stark-Bande völlig aus dem Häuschen sind. Absolut normal, dessen ist Catelyn sicher, immerhin sei Rickon erst drei Jahre alt. Ned hingegen sieht das ganze etwas kritischer.


»Er muss lernen, sich seiner Angst zu stellen. Er wird nicht ewig drei sein. Und der Winter naht.« (S. 28)



Freunde, da haben wir unseren Buchtitel.
    Und nicht nur das: Wie Catelyn anmerkt, handelt es sich dabei ebenfalls um den Sinnesspruch der Starks. Damit wird spätestens jetzt deutlich, dass diese Familie eine tragende Rolle in diesem Buch spielen wird.
    Das Ehepaar plänkelt noch ein wenig über die Hinrichtung und Brans furchtlosen Auftritt. Außerdem erfahren wir, dass Neds Schwert, das er weiterhin reinigt, aus Valyria stammt und ein altes Familienerbstück ist. Obwohl wir nicht den leisesten Schimmer haben, in welchem Monat unsere Geschichte spielt, erwähnt Ned, dass es bereits der Vierte in jenem Jahr ist, den er hinrichten musste. Man bekommt allerdings den Eindruck, dass das verhältnismäßig viel sein muss.


»Ben schreibt, die Stärke der Nachtwache sei auf unter tausend Mann gefallen. Es sind nicht nur Deserteure. Sie verlieren auch Männer auf den Patrouillen.« (S. 28)



Wer Ben ist, wird leider nicht genauer beleuchtet, aber immerhin wird deutlich, dass auch hier wieder die Wildlinge als Teilursache für die Verluste genannt werden. Ned befürchtet sogar, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bevor er sich selbst in die Sache einmischen muss, um den König-jenseits-der-Mauer, Manke Reuber, zu stürzen und dass dort sogar noch Schlimmeres zu erwarten sei, wenn man den Geschichten der Alten Nan trauen mag.
    Er selbst steht den alten Märchen kritisch gegenüber und tut sowohl die Kinder des Waldes als auch die Anderen als tot ab. Na, wenn er sich da mal nicht irren mag. Zumindest die Existenz letzterer ist ja bereits im Prolog bewiesen worden.
    Seine Frau hingegen ist für all die Geschichten wesentlich offener und verweist darauf, dass bis zu jenem Tag auch niemand einen Schattenwolf gesehen hat. Schachmatt.
    Ned gibt sich geschlagen und fragt Catelyn nun nach dem eigentlichen Grund, weshalb sie ihn an jenem Ort aufgesucht hat. Und tatsächlich hat sie sich nicht in ihren verhassten Götterhain gewagt, um ein wenig Smalltalk zu betreiben.


»Es tut mir so leid, Geliebter. Jon Arryn ist tot.« (S. 29)



Nun gut, kurz und schmerzlos.
    Aber warte mal, das ist doch auch schon der zweite Jon im Bunde, oder irre ich mich?
    Für Ned scheint er allerdings einen ebenso wichtigen Stellenwert gehabt zu haben wie sein Sohn Jon Nummer 1, denn Jon Nummer 2 war ihm wie ein Vater gewesen. Er hat Ned und Robert Baratheon – den König, nebenbei bemerkt – auf Hohenehr großgezogen. Ein Blick auf unsere Karte verrät uns, dass dieser schmucke Ort laut Catelyns Definition ebenfalls weit im Süden liegen dürfte. Hohenehr ist nur knapp nördlich, aber deutlich östlich von Schnellwasser anzufinden und liegt inmitten eines beachtlichen Gebirges.
    Dort ist also unser guter Ned großgeworden und wurde tapfer von Jon dem Zweiten beschützt, als der Irre König Aerys II. Targaryen dessen Tod forderte. Außerdem hat wohl nicht nur Ned eine Tully geheiratet, sondern ebenfalls sein Ziehvater.

Dass dieser nun tot sein soll, ist unbegreiflich für Ned und er versichert sich schwer getroffen von der Echtheit dieser Nachricht. Bedauerlicherweise stamme der Brief allerdings von Robert höchstpersönlich, der darin auch die groben Umstände Arryns Tod zusammenfasst.


»[…] Er sagte, es habe Lord Arryn schnell dahingerafft. Selbst Großmaester Pycelle sei hilflos gewesen, aber er habe ihm Mohnblumensaft gebracht, sodass Jon nicht leiden musste.« (S. 29)



Muss ich immer noch darauf hinweisen, wie häufig Charakternamen in den Raum geschmissen werden, ohne dass näher erläutert wird, welchen Nutzen sie für die Geschichte haben? Nein? Okay.
    Jedenfalls fragt Ned, sobald er den Schock einigermaßen verdaut hat, prompt nach Catelyns Schwester, Jons Witwe, und deren Sohn, doch Catelyn wüsste lediglich, dass die beiden wieder zurück auf Hohenehr seien. Immerhin muss sie dort nicht allein trauern. Ihr gemeinsamer Onkel Brynden würde ebenfalls dort sein und Lysa Gesellschaft leisten.
    Neds Meinung nach ist das aber nicht genug. Er schlägt vor, Catelyn könnte ihrer Schwester gemeinsam mit den Kindern einen Besuch abstatten, doch sie lehnt ab. Schließlich habe der König selbst in seinem Brief angekündigt, dass er bald nach Winterfell kommen will, um Ned zu sehen. Und während dieser sich über die Nachricht freut, ist seiner Frau unwohl bei dem Gedanken.


Catelyn wünschte, sie hätte seine Freude teilen können. Doch hatte sie gehört, was man auf den Burghöfen tuschelte: ein toter Schattenwolf im Schnee, mit einem gebrochenen Geweih in der Kehle. (S. 30)



Habe ich euch nicht prophezeit, dass die Todesursache des Muttertiers noch einmal Gegenstand sein würde? Mit Sicherheit wird diese Symbolik an dieser Stelle nicht zum letzten Mal thematisiert.

Die beiden einigen sich darauf, dass sie Neds Bruder über den Besuch Roberts aufklären möchten, um ihm Gelegenheit zu bieten, die Mauer zu verlassen und diesen besonderen Moment gemeinsam erleben.
    Anschließend rekapituliert Ned, dass das letzte Aufeinandertreffen mit dem König Ewigkeiten her sein muss und erkundigt sich über dessen Gefolge. Sagen wir, er reist nicht gerade mit der kleinsten Truppe an. Neben Rittern und anderen namenlosen Statisten werden explizit seine Kinder und die Königin, Cersei, aufgeführt. Letztere wird außerdem von ihren Brüdern begleitet, zu denen – nun ja – Ned nichts sonderlich Gutes zu sagen weiß.
    Die Lennisters² sind wohl erst in letzter Minute, als Roberts Sieg bereit unabdingbar war, zu dessen Seite übergegangen, was Ned ihnen bitter nachträgt. Dennoch nimmt er für seinen alten Freund auch gerne die unerwünschten Gäste in Kauf.
    Wir erfahren nebenbei, dass Prinz Tommen, der jüngste Sohn Roberts, im selben Alter ist wie Bran. Doch mehr lässt man uns zu jenem Zeitpunkt noch nicht über das Königshaus wissen.

Da Roberts Gefolgschaft allerdings bereits auf dem Weg sei, so heißt es in dem Brief, sei ein Fest zu seinem Besuch unvermeidlich.

Und da wir dieses Kapitel so schon mit dem ersten Satz eingeleitet haben, möchte ich euch auch den letzten nicht vorenthalten.


»[…]Man sollte ihm sein königliches Fell über die Ohren ziehen. « (S. 31)



Ach komm schon, Ned. Nur weil du nicht weißt, wie du die ganze Sippschaft versorgen sollst?
    Nein, warte. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr kann ich mit ihm fühlen. Ich hätte auch wenig Gefallen daran, ein halbes Dorf zu ernähren und zu bespaßen, vor allem, wenn in dessen Mitte ein König zu finden ist, der womöglich den ein oder anderen außergewöhnlichen Anspruch haben könnte.
    Verzeih mein frühzeitiges Urteil, lieber Ned. Ich verspreche dir, in den kommenden Kapiteln mit dir zu leiden, sollte man dir als Oberhaupt Winterfells zu viel abverlangen.



Kommen wir nun zu meinem Fazit zum zweiten Kapitel.
    Ja, wieso nicht?
    Wir werden mal wieder bombardiert mit Namen und unterm Strich ist auch nicht wirklich viel Spektakuläres passiert, aber es hat sich immerhin alles flüssig lesen lassen. Wie bereits erwähnt glänzt Martin hier mal wieder mit Bildlichkeit und ich möchte ebenfalls die Gunst der Stunde nutzen, um etwas ganz Anderes zu loben. Seine Charaktere sind authentisch. Ehrlich, ich kaufe ihm bisher alle Agierenden ab. Obwohl Martin wohl zweifellos weder ein Kind noch eine Frau ist, finde ich beide uns geschilderten Ansichten glaubwürdig und vor allem merkt man einen nicht geringen Unterschied.
    Brans Augen sind kindlich, unschuldig, während Catelyn in diesem Kapitel pflichtbewusst und aufmerksam wirkt. Man hat bereits nach so wenigen Seiten von beiden Charakteren eine recht gute Vorstellung und ich merke selbst, wie ich mir hier bereits erste Meinungen bilde – vom Serienbezug völlig unabhängig.
    Ich mag das. Vergleichsweise möchte ich einmal auf die Selection-Trilogie verweisen. Diese Bücher habe ich regelrecht verschlungen – aber erst inmitten des dritten Buchs eine tendenzielle Meinung zur Protagonistin entwickelt. Das ist super merkwürdig.
    Martin macht diesbezüglich keine halben Sachen, weshalb ich gleich nahtlos in den Serienbezug übergehen werde.

Ist es ein Geheimnis, dass die meisten GoT-Fans dieselben Lieblinge haben?
    Natürlich, den einen Charakter hat man mehr ins Herz geschlossen als den anderen. Es gibt Figuren, die man liebt zu hassen und andere, die man hasst zu lieben. Meinungen ändern sich im Verlauf der Charakterentwicklung und selbst furchtbare Individuen haben glorreiche Momente.
    Aber je mehr sich die Parteien gebildet haben, desto sicherer war ich, dass Martin gezielt triggern wollte, dass manche Charaktere zu Fan-Lieblingen werden. Und versteht mich nicht falsch: Das ist prinzipiell keine schlechte Sache, denn es funktioniert.
    Wisst ihr? Ich habe wirklich merkwürdige fiktive Favoriten.
    Nicht nur im GoT-Fandom, sondern auch medium-, genre- und persönlichkeitsübergreifend. Manchmal finde ich Gefallen an einer beiläufig eingestreuten Eigenschaft oder vernarre mich in Personen, die bis auf wenige Seiten nie wieder in einem Buch auftauchen werden.
    Aber hier? Nun, bei Game of Thrones ist es sicherlich fast unmöglich, den ein oder anderen Charakter zu hassen. Selbst wenn ihr die Serie an diesem Punkt noch nicht gesehen haben solltet: Es wird euch auffallen, vertraut mir. Und ich versichere euch, dass diejenigen, die es getan haben sicherlich sofort den ein oder anderen Namen im Kopf hatten.
    Und das ist (unter vielem, vielem, vielem, vielem anderen) das Reizvolle an Game of Thrones.
    Und wisst ihr was? In den Grundzügen merke ich diese Tatsache bereits innerhalb dieses Kapitels.

Ja, wirklich. Zu der Umsetzung kann ich nicht sonderlich viel sagen, da ich mir fast sicher bin, dass diese Szene kaum länger als fünf Minuten der ersten Folge einnehmen muss. Ich erinnere mich kaum an sie, während ich im Buch eine direkte Verbundenheit zu Catelyn empfunden habe.
    Zeitweise sind so viele Momente vor meinem geistigen Auge herumgetanzt, die ich in der Serie bereits verkraften musste. Ich fühle mich wie eine Großmutter, die in Fotoalben herumwühlt und ihre Liebsten noch einmal im Kindesalter erlebt.
    Das ist mein Serienbezug zu diesem Kapitel. Vielleicht schaue ich mir noch einmal zeitnah den Serienauftakt an und füge hier einen detaillierten Punkt-zu-Punkt-Vergleich auf, aber solange müsst ihr euch wohl oder übel mit meinem sentimentalo Rückblick zufriedengeben.


An dieser Stelle freue ich mich mehr denn je auf die kommenden Kapitel, die Reise, die noch vor uns liegt und all die Abenteuer, die wir hier noch erleben werden. Seid weiterhin nur halb so gespannt wie ich, dann bin ich schon zufrieden.
    Und jetzt genug gefaselt, ich muss weiterlesen :)



____



¹ Diese Statistik umfasst auch folgende Charaktere, die zwar namentlich genannt wurden, aber absolut nichts zum Plot beigesteuert haben: Manke Reuber, die Alte Nan, Rickon, Desmond



Die aktuelle Charakter-Statistik

Charakter-Counter bei Kapitelende: 29

Davon tot: 6



² Es tut mir furchtbar leid, sollte ich im Laufe der Kolumne Lannister mit a schreiben – es ist einfach die Macht der Gewohnheit. Wie ich bereits erwähnt habe, wurden viele Namen und Begriffe in dieser Buchreihe eingedeutscht und fühlen sich noch immer für mich merkwürdig an. Ich gebe mir Mühe, mich an die deutsche Schreibweise zu halten und bitte in diesem Punkt um etwas Nachsicht.

Falls sich nun aber doch ein Lannister (oder Vergleichbares) durchgemogelt haben, fühlt euch frei, mich darauf hinzuweisen.







A/N:

Verzeiht, dass ich mich nicht an den Uploadplan halten konnte – privat ist so vieles Furchtbares passiert, dass ich ewig und drei Tage nicht an den PC gekommen bin. Von hier kann aber nur alles besser werden und ich freue mich sehr, euch zum Zeitpunkt dieses Uploads bereits mitteilen zu können, dass das dritte Kapitel bereits in Arbeit ist. Spätestens am Sonntag landet es dann frisch überarbeitet und für euch lesebereit hier auf FF.de.

Ich hoffe sehr, ihr seid mir nicht allzu böse :) Man liest sich ja glücklicherweise wieder zeitnah, versprochen.


bis dann oder irgendwann,

505
Review schreiben