Let’s Read: »Game of Thrones – Der Winter naht«

von 505
GeschichteAllgemein / P16
11.05.2019
12.07.2019
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Halt, Stopp, liebe Leser. Bevor wir mit dem eigentlichen Projekt starten, möchte ich in diesem kleinen Vorwort das ein oder andere ansprechen, ein paar Eckdaten zur GoT-Buchreihe nennen und auch meinen ersten Eindruck des Buches zum Besten geben. Wer lediglich für das eigentliche Let’s Read hier ist, fühle sich frei, diesen Teil zu überspringen. Ich möchte allerdings anmerken, dass eventuell das ein oder andere interessante Thema aufgegriffen werden könnte. Es lohnt sich also vermutlich, mal reinzulesen. Wie dem auch sei. Wollen wir mal nicht weiter schnacken und fangen direkt schamlos an :)


Mein Buch
Kartenteile: Norden und Süden








Ich liebe, was ich einst verabscheute.



Passender kann man weder meine komplizierte Beziehung zu Game of Thrones, noch meine Haltung zu dem ein oder anderen Charakter der HBO-Umsetzung beschreiben. Ja, George R. R. Martin hat mich in seinen Bann gezogen, unzählige Male schockiert, zum Weinen gebracht oder den Fernseher, von blanker Wut getrieben, anschreien lassen.

Die Serie neigt sich dem Ende und ich habe – ausgenommen der letzten beiden, noch unveröffentlichten Folgen – die komplette Serie in etwa einem Monat durchgesuchtet, jeden Tag, ohne Pause. Also kann man behaupten, dass ich zwar ein Game of Thrones Frischling bin, aber gleichermaßen noch alles recht gut in Erinnerung habe, was Plot und Character-Development angeht. Naja, so weit, wie man eben beim ersten Schauen durchsteigen kann.

Aber das reicht mir nicht.
Wie ich bereits sagte: Ich liebe dieses unheimlich komplexe, nervenaufreibende Universum voller wahrhaftiger Bösewichte, blutigen Schlachten und faszinierender Kreaturen. Deshalb kam ich nicht umhin, ein Auge auf die Buchreihe zu werfen, da wir ja bekannterweise wissen, dass Bücher in jedem Fall, ausnahmslos, besser als ihre Verfilmungen sind.
10 Bücher umfasst also die deutsche Übersetzung der Hauptreihe. Okay. Damit wird „Das Lied von Eis und Feuer“ wohl die längste Buchreihe, die ich je gelesen haben werde (zumindest vorerst).

Entschieden habe ich mich allerdings für die Neuauflage. Die 5 Doppelbände machen optisch einiges her und sollen in Zukunft als ansprechende Hardcover mein Bücherregal bereichern. Bevor wir mit dem eigentlichen Projekt starten, werde ich mit ein paar Fakten zu der Reihe starten.



Das Lied von Eis und Feuer besteht im Original ebenfalls aus fünf Bänden, die zwischen 1996 und 2011 veröffentlicht wurden. Allerdings ist die Reihe keinesfalls abgeschlossen und soll um zwei weitere Teile ergänzt werden, so George R. R. Martin. Wann die Reihe allerdings fortgerührt wird, steht offenbar noch in den Sternen. Der 11., beziehungsweise 6. Band, soll den Namen „The Winds of Winter“ tragen und hat weder ein gesetztes, noch ein ungefähres Release-Datum, was den ein oder anderen begeisterten Leser in den Wahnsinn treibt, gelinde gesagt. Kann ich gut verstehen, aber ich schätze mal, ehe ich mich durch die 5 Okolyten gewälzt habe, gibt es da zumindest eine genauere Aussage. Optimistisch betrachtet.




Die Reihenfolge der bereits veröffentlichten Werke sieht folgendermaßen aus


1. A Game of Thrones
   Der Winter naht („Die Herren von Winterfell“ und „Das Erbe von Winterfell“)

2. A Clash of Kings
    Unser ist der Zorn („Der Thron der Sieben Königreiche“ und „Die Saat des Goldenen Löwen“)

3. A Strom of Swords
    Hört mich brüllen („Sturm der Schwestern“ und „Die Königin der Drachen“)

4. A Feast of Crows
    Hoch hinaus („Zeit der Krähen“ und „Die dunkle Königin“)

5. A Dance with Dragons
    Ein grimmiger Feind, ein treuer Freund („Der Sohn des Greifen“ und „Ein Tanz mit Drachen“)

Legende:

Originaltitel
Deutsche Version: Neuauflage (Deutsche Version: Taschenbuchtitel)





Ja, das habe ich gerade alles selbst mithilfe von Amazon zusammengeschustert. An dieser Stelle: Falls jemand Anmerkungen, Ergänzungen oder Hinweise auf Fehler hat, lasst es mich gern wissen.

Noch mal zur Erinnerung: Wir lesen die deutsche Neuauflage, also die kursiven Titel. Übrigens fühle ich mich nach dieser Recherche noch einmal in meiner Wahl bestätigt, da ich jetzt schon Schwierigkeiten habe, durchzusteigen, haha.



So weit, so gut. Also fangen wir ganz vorne an, bei Band 1: „Game of Thrones – Der Winter naht“.

Ich wage es kaum zu sagen, aber mit insgesamt 832 Seiten ist dieser Gigant der schmalste seiner Reihe. Und man(n) behauptet, Frauen könnten sich nicht kurzfassen.
Veröffentlicht wurde er in dieser Fassung vor rund drei Jahren vom Penhaligon Verlag, von dem ich bisher witzigerweise noch nie bewusst etwas gehört habe.

Fun Fact: Laut Buecher.de wiegt der Spaß ganze 1319g. Als Vergleichswert habe ich gerade meinen aktuellen Spitzenreiter in puncto Größe und Seitenanzahl gewogen – kein Witz. Marc Elsbergs „Blackout – Morgen ist es zu spät“ bringt in der Hardcover-Version schlappe 926g auf die Waage, bei eindrucksvollen 797 Seiten. Eine wahre Kurzgeschichte im direkten Vergleich zum Fliegengewicht der Game of Thrones Reihe. Momentan kann ich mir kaum vorstellen, je ein schweres Buch in den Händen zu halten.

Aber kommen wir jetzt endlich zum ersten Eindruck.
Schon als der Postbote mir das Paket mit meinem Exemplar überreichte, war ich schier beeindruckt. Ja, man merkt tatsächlich jeden Gramm. Aber das ist es wert.
Ausgepackt ist das gute Stück sogar noch eindrucksvoller. Wir haben es buchstäblich mit einem Giganten zu tun, denn in puncto Abmessung kann wohl keines meiner Bücher mithalten. Der Buchrücken misst in der länge 24,6cm und damit schafft es in meinem Bücherregal einen weiteren neuen Rekord. Sebastian Fitzeks Hardcover-Buch „Flugangst 7A“ rutscht auf den zweiten Platz mit vergleichsweise 21,8cm. Das ist krass. Entschuldigt meine lose Wortwahl, aber treffender kann man es nicht formulieren.
Damit ist dieses Exemplar sicherlich nicht für jedes Bücherregal geschaffen. Bei meinem ist es offenbar eine Frage von Millimetern – aber glücklicherweise passt es aufrecht dann doch.

Jetzt, wo ich den Schönling in unmittelbarer Nähe weiß, fällt es mir tatsächlich schwer, ihn nicht gierig von seiner Schutzfolie zu befreien und sofort meine gesamte Zeit für ihn zu opfern. Aber Geduld ist eine Tugend. Kommen wir zunächst zum Cover.
Man sieht einen grauen Grund mit Textur, und hellen sowie dunklen Akzenten. Mittig sieht man einen nach links ausgerichteten, ebenfalls grauen Wolfskopf, des, wie hoffentlich bekannt (Spoiler, Spoiler), Hauses Stark. Darüber steht in silberner Schrift der Name des GoT-Schöpfers – George R.R. Martin – und wesentlich kleiner „Game of Thrones“. Der eigentliche Titel „Der Winter naht“ findet sich unterhalb des Wolfskopfes. Bis auf den Verlag darunter sind alle Schriftzüge geprägt und in Kapitälchen geschrieben. Mir persönlich gefällt dieses Design wirklich gut.

Wenn wir nun in das Buch hineinschauen, kommt man nicht um die wunderschöne Karte von der fiktiven Welt „Westeros“ herum. Diese ist in Norden und Süden aufgeteilt und auf den ersten, beziehungsweise letzten beiden Seiten zu finden. Bei der Komplexität der Schauplätze bin ich schon jetzt dankbar für diese Übersicht, ebenso wie für die Zusammenfassung der Häuser, mitsamt ihren Standorten auf den Seiten 806-829. Außerdem ist auffällig, dass die Danksagung ungewöhnlich kurz ist. Da hat der liebe George doch tatsächlich ein Buch mit über 800 Seiten herausgebracht und widmet seinen Dank auf lediglich einem Drittel einer Seite – wenn es hochkommt. Aber diese Worte sparen wir uns natürlich für den Schluss auf.



Bevor ich nun endlich, endlich, endlich mit dem Lesen beginnen kann, möchte ich kurz anschneiden, wie ich diese Let’s Read handhaben möchte. Da ich lediglich kurz in andere ähnliche Projekte reingeschaut habe, werde ich mich dabei höchstens minimal von meinen Kollegen hier auf FF.de inspirieren lassen können.
Ich werde euch das wichtigste des Plots zusammenfassen und diesen kommentieren. Sollte ich Zitate verwenden, werden diese als solche angegeben (Ja, liebes FF-Team, ich habe die Richtlinien gelesen :)).
Wir werden wohl auch nicht drum herumkommen, dass ich meine Meinung zum Besten geben werde. Lasst mich gerne auch Eure wissen – erst recht, wenn sie von Meiner abweicht. Ich nehme an, daraus könnten interessante Diskussionen entstehen, solange man sich im angemessenen, respektvollen Rahmen bewegt.
Außerdem werde ich Vergleiche zur Serie aufstellen, aber – das ist mir wichtig – nichts Relevantes für den Plot oder Charakterentwicklungen vorwegnehmen.
Als letztes möchte ich darauf hinweisen, dass ich mich selbst zwar durchaus als Fan der Serie betiteln würde, das Buch aber so unvoreingenommen wie möglich lesen werde. Zumal ich des Öfteren gelesen habe, dass Buch und Serie teilweise sehr stark voneinander abweichen … aber wir werden es ja sehen, wenn es soweit ist.



Damit sollte eigentlich alles Wichtige angesprochen sein. Dann bleibt mir nicht mehr viel übrig, als euch (und auch mir selbst) viel Spaß beim Lesen zu wünschen. Lasst uns gemeinsam in diese wunderbare Welt eintauchen :)
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