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Durch dick und dünn

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Annabeth Chase OC (Own Character) Percy Jackson
08.05.2019
03.08.2021
23
49.497
5
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Dieses Kapitel
1 Review
 
12.03.2021 1.298
 
Ich entschuldige mich gleich im Vorraus! Tut mir echt leid, dass es so lange gedauert hat, aber ich hatte ziemliche Schwierigkeiten bei dem Ende der Unterweltszene. Die habe ich irgendwie tausendmal überarbeitet und besonders zufrieden bin ich jetzt immer noch nicht, aber ihr könnt mir gerne eure Meinung dazu schreiben.
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Ich ließ mich nach hinten in den schwarzen, spitzen Sand fallen. Kleine Splitter bohrten sich in meinen Rücken, aber das war mir auch egal. Diesen Schmerz konnte ich gut ertragen, denn er war nicht gegen den, der sich in mir ausgebreitet hatte und nun auch in die hinterste Zelle meines Körpers gekrochen war.
Jedes Körperteil schmerzte. Der Schmerz, den ich inmitten von Rauch und Flammen gespürt hatte, flutete nun durch meinen Körper und lähmte mich. Bis in alle Ewigkeit vor den Toren des Totengottes, unbemerkt von allen andern, rumliegen zu müssen war keine besonders schöne Aussicht, aber es kam mir in dem Moment auch nicht wirklich schlimm vor. Ich würde mir keine Gedanken über irgendwas machen müssen, nach einiger Zeit würde das alles aus meinem Kopf verschwinden. Auch die Millionen von Fragen die in meinem Kopf herumspuckten, und die mir niemand beantworten konnte, weil es schlichtweg außer mir keinen gab, würden irgendwann verstummen. Irgendwann. Aber leider noch nicht sofort.
Es machte mich verrückt! Ich war machtlos. Konnte nur herumliegen, mir den Kopf zerbrechen und Selbstgespräche führen. „Warum um der Götter Willen braucht Hades eine Armee?“ Anders ließen sich die Massen von Soldaten nicht erklären. Der Herr der Unterwelt stellte eine Armee aus Toten auf. Das mussten starke Truppen sein. Bestimmt bestanden sie nicht nur aus gefallenen Kriegern. Vielleicht hatte er auch noch Höllenhunde oder Monster, so schlimm, dass ich nicht mal ihren Namen kannte, geschweigenden ihn aussprechen wollen würde. Ich konnte mir das bildlich vorstellen. Vielleicht waren sie nicht weit weg. Nur auf der anderen Seite des Palastes, oder der Festung, ganz wie man wollte, und warteten nur darauf endlich loszulegen.
Aber womit? Wozu brauchte Hades sie? Eine Armee hat nur zwei Zwecke. Entweder sie muss jemanden verteidigen, aber gegen wen sollten sie den Gott denn verteidigen? Alle schlimmen Feinde waren besiegt, die Halbgötter hatten sie alle erledigt, oder sie soll jemanden angreifen! Ich konnte mir allerdings auch nicht vorstellen, wer das sein sollte. Hades kam, soweit ich weiß, mit vielen Göttern oder anderen nicht so gut aus, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass er einen davon angreifen wollte. Nein, der Gedanke war zu absurd! Viel zu absurd! Ich verbannte ihn kurzentschlossen aus meinem Gehirn, und versuchte an gar nichts zu denken. Nur an eine weiße Wand. Das tat ich immer, wenn ich mich ablenken wollte.
Ob es je geklappt hatte? Nein, eigentlich nicht. „Es ist doch die einzige Erklärung. Eine andere gibt es einfach nicht“, schleicht er sich schon wieder zurück, „Es muss so sein.“ Ich fragte mich, ob Jake davon wusste, aber das war nun unwichtig. Wie dem auch sei, ich konnte nichts tun, mir konnte es total egal sein, was es damit auf sich hatte
Mein Blick wanderte hoch bis zur Höhlendecke. Sie war so weit über mir, dass ich sie schon gar nicht mehr richtig erkennen konnte. An manchen Stellen ließ sie sich nur in der undurchdringbaren Dunkelheit über mir erahnen. An den meisten Stellen war der Stein rau und ungleichmäßig. Es gab jede Menge Felsvorsprünge, Nischen und niedrige, finstere Gänge, die von der Haupthöhle abgingen. Diese erstreckte sich vor dem Palast noch unendlich weit in die Ferne. Dort konnte, wenn auch nur ungenau und in dunklen Nebel eingehüllt, Feuer erkennen und in meiner Nähe hörte ich leise einen Wasserfall rauschen. Die einizigen Lichtquellen waren ein paar Fackeln an den Wänden und den Mauern des Schlosses.
Das Reich des Hades war einerseits sehr furchteinflößend und geheimnissvoll, andererseits, mir blieb nichts übrig als es so zu finden, unglaublich beindruckend. Eine ganz eigene Welt, nur unter der Erde und mit Toten.
Plötzlich streifte mein Gesicht ein leichter Hauch und eine rotbraune Locke fiel mit ins Gesicht. Ich schaute mich verwundert um, aber ich konnte nichts entdecken. Ganz leise, wie aus weiter Ferne, drangen Geräusche an mein Ohr. Das verwunderte mich noch mehr. „Tamina?“, hörte ich auf einmal eine Stimme und ich hatte das Gefühl von einer unerklärlichen Macht weggetragen zu werden. Es fühlte sich auf eine Weise gut und befreiend, aber gleichzeitig sehr seltsam an und ich merkte, wie mir schwindelig wurde. Erst nur leicht, dann immer stärker. Bis ich davon überzeugt war, mich gleich übergeben zu müssen.
Dann schlug ich vorsichtig die Augen auf, obwohl ich mich nicht daran erinnern konnte, sie jemals geschlossen zu haben.
Das Licht war so hell, dass ich sie sofort wieder zusammenkneifen musste. Die Sonne schien mir durch ein Fenster direkt ins Gesicht.
Als erstes spürte ich die weiche Matratze unter meinem Körper, gleich darauf kehrte der pochende Schmerz in meinen Kopf zurück. Mir war so schlecht! Mein Blick fiel auf meinen Arm und ich zuckte verschreckt zusammen. Die normale Hautfarbe war einer gruseligen Mischung aus rot und blau gewichen Es sah keinesfalls gesund aus. Aber wenn ich gesund gewesen wäre, hätte ich wohl auch nicht in dem Krankenzimmer gelegen, das ich wiedererkannte. Dabei bemerkte ich erst das unerträgliche Ziehen in meinem Oberarm, der immer noch dick verbunden war. Mein letzter Besuch war schließlich auch nicht allzu lang her.
Es dauerte eine Zeit, bis mein Gehirn völlig hochgefahren war und die Informationen verarbeitet hatte. Danach viel mein Blick traurig auf den Stuhl, der immer noch neben dem Bett stand und auf dem Jake gesessen hatte. Ich setze mich ruckartig im Bett auf. Wo war er? Wie ging es ihm? War er okay?
Plötzlich spürte ich ein schlimmes Kratzen im Hals und begann laut zu husten. Da wurde die Tür aufgestoßen und ich erblickte ein freundliches, bekanntes Gesicht mit blonden Haaren. „Lang nicht mehr gesehen“, begrüßte mich Luna und ich musste Lachen, was, wenn man gerade mitten in einem Hustenanfall steckt, echt keine gute Idee ist.
Als ich mich erschöpft zurücklehnte, bückte sie sich und kam mit einer Schüssel in der Hand näher. „Na? Wie geht’s dir?“, wollte sie behutsam wissen. Sie musste meinen fragenden Blick bemerkte haben, denn sie nickte in Richtung der Schüssel, die nun auf Jakes Stuhl stand, und erklärte: „Falls dir schlecht wird. Kann gut passieren, du hast nämlich ne Rauchvergiftung. Ist aber auch kein Wunder, bei dem was ihr drei durchgemacht habt. Eigentlich ist es ziemlich seltsam, dass du jetzt schon aufwachst. Die anderen haben auch nicht dran geglaubt, aber ich hab´s gesehen, weißt du.“
„Gesehen?“, erwiderte ich überrascht. Sie zuckte nur mit den Schultern. Eigentlich wollte ich sie gerne weiter ausquetschen, aber eine weitere viel wichtigere Frage lag mir auf der Zunge: „Wie geht´s Jake? Geht es ihm gut? Ist er wach? Kann ich ihn sehen?“, sprudelte es nur so aus mir heraus. Ihr Mundwinkel zuckten verdächtig, aber sie hielt sich zurück. „Mhmh“, machte sie stattdessen, „Der Jake also…“ Die Hitze stieg mir ins Gesicht. „Tut mir echt leid. Dem geht’s noch nicht so gut. Er ist noch nicht ansprechbar.“ Ich blickte sie erschrocken an und sie tätschelte mitfühlend meine Schulter. „Das wird schon wieder.“
Ich wischte mir mit den Handrücken über die Augen und nickte langsam. „Hast du das auch „gesehen“?“, antwortete ich etwas verspätet. „Nein, aber ich bin mir ganz sicher.“

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So, das wars. War diesmal nicht sooo lang, aber ich hoffe es hat trotzdem Spaß gemacht und ich bekomme vielleicht ne Review oder so.
Übrigens Estelle, vielen vielen vielen Dank für deine beiden letzten, sowas ist echt total schön und ich habe mich wirklich dolle gefreut. Und auch ganz lieben Dank an 7Anime7. Total lieb.
Viele Grüße
Eiffelturm 13 <3

PS: Was mich voll interessieren würde, mögt ihr die Teile aus Lizz oder Taminas Sicht lieber? Ich kann das überhaupt nicht einschätzen. Zum Schreiben sind beide cool.
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