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Durch dick und dünn

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Annabeth Chase OC (Own Character) Percy Jackson
08.05.2019
09.06.2021
20
40.230
5
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02.10.2020 2.855
 
Oh ja, an diesem Abend erinnerte ich mich nur zu gut. Beim Gedanken daran kamen mir schon wieder die Tränen. Die Vorstellung, dass ich einen Neffen hatte war für mich immer noch unvorstellbar. Er wäre jetzt ungefähr ein halbes Jahr älter als ich. Wie sähe er wohl aus? Das würde ich wohl nie erfahren. Wer hatte ihn entführt? War etwa in jener Nacht ein Monster durch die Schutzbarrieren des Camps gekommen? Ob Zoe wohl wusste, dass sie einen Bruder gehabt hatte? Vielleicht hatten ihr ihre Eltern aber auch nichts davon erzählt, um ihr keine Angst zu machen, immerhin war sie erst sieben. In meinem Kopf schwirrten noch tausend weitere Fragen, aber ich wollte Percy nicht damit belasten und nicht noch mehr Salz in die Wunde streuen, also beschloss ich, meine Fragen fürs erste für mich zu behalten.
Ich legte mich wieder auf den Rücken und betrachtete gelangweilt die Decke. Von weit weg hörte ich Gelächter. Die anderen saßen gerade beim Abendessen. Wie aufs Stichwort knurrte mein Magen laut und ich hoffte inständig, dass sie mich nicht vergessen würden, meine letzte Mahlzeit war das Frühstück gewesen.
Ich setzte mich auf und musste noch geschlagene zwanzig Minuten war-ten, bis sich die Tür öffnete und jemand, zum Glück mit einem Tablett in der Hand, das Zimmer betrat und es vor mir abstellte.
Bei meine Abendessen handelte es sich um eine Suppe. Das war unschwer zu erkennen. Vielleicht etwas mit Pilzen oder so. Ich wollte mir gerade den Löffel schnappen und probieren, da griff das Mädchen nach meinem Arm und hielt ihn fest. Meine Hand mit dem Löffel schwebte kurz über dem Suppenteller und ich versuchte mich loszumachen, aber ihr Griff war fest. „Was soll das?“, beschwerte ich mich lautstark. „Bevor du anfängst zu essen, solltest du wissen, dass das eine spezielle Suppe ist.“ Ich zuckte mit den Schultern. Sie sah sehr verlockend aus und ich hatte schrecklich Hunger. „Ist mir egal“, murmelte ich. „Sie wurde extra für dich gekocht.“
Das freute mich zwar ein wenig, aber in diesem Moment war es mir eigentlich egal. Ich versuchte mich noch einmal aus ihrer Umklammerung zu lösen. Wenn sie mir etwas sagen wollte, dann sollte sie langsam mal zum Punkt kommen.
„Was willst du eigentlich?“ Ich war mittlerweile wirklich ungeduldig.
„Dir den Inhalt der Suppe verraten.“
„Dann tu´s doch endlich.“ Nun ratterte sie eine Liste mit Namen von Gewächsen herunter. Von keinem einzigen hatte ich je etwas gehört.
„Das sind alles Pflanzen, die laut den Laborergebnissen gegen das Gift in deinem Körper helfen sollen. Sie müssen dafür nur besonders heiß verzehrt werden.“
„Wenn du mich nicht endlich loslässt, ist die Suppe aber kalt“, entgegnete ich und da ließ sie endlich meinen Arm frei und der Löffel klatschte mit Schwung in die Suppe. Überall waren danach kleine hellbraune Spritzer und die, wie ich annahm Tochter des Apollo entschuldigte sich sofort.
„Nicht schlimm“, murmelte ich und steckte mir den ersten Löffel in den Mund.
Die Suppe schmeckte eigenartig. Sehr nach Wald und Pilzen aber auch irgendwie chemisch. Meine Mutter hätte mir bestimmt verboten, davon zu essen, wenn sie hier gewesen wäre.
„Und du bist dir sicher, dass man das essen kann?“, fragte ich skeptisch. Das Mädchen war schon wieder verschwunden, aber sie steckte den Kopf noch einmal ins Zimmer.
„Naja, es gab noch keine Tests, aber sterben wirst du daran wahrscheinlich nicht“, sagte sie und lächelte mich an, „Ich habe sie nicht gekocht, aber meine Schicht fängt erst an, also wenn etwas ist, dann ruf mich. Wir finden dann schon das passende Gegenmittel.“
Sie wickelte ein Haargummi um ihre blonden Haare und lächelte weiter, „Ich bin übrigens Luna.“ Dann verschwand ihr Kopf wieder und aus dem Nebenzimmer war Geklapper zu hören.
Ich schüttelte den Kopf. Luna war zwar irgendwie ganz nett, aber auch ganz schön seltsam. Ich hoffte, dass sie einen Scherz gemacht hatte und die Suppe wirklich helfen würde.
Kurz nachdem ich, glücklicherweise noch immer lebendig, das Essen beendet hatte, bekam ich Besuch. Ich war nicht wirklich überrascht, als Jake in der Tür stand, aber ich konnte fast meinen Augen nicht trauen, als ich sah, wer hinter ihm den Raum betrat. Jake stellte sich an mein Fußende und stützte seine Ellenbogen auf das Bett auf. Sein Bruder stellte sich neben ihn und lächelte mich an. Irgendwie erinnerte er mich an jemanden, aber ich verwarf diesen Gedanken schnell wieder. Das war Blödsinn.
Ich richtete meinen Blick schnell auf meine Decke und tat so, als würde ich eine Falte glatt streichen. „Was macht der denn hier?“, dachte ich und beherrschte mich gerade noch so, es nicht laut auszusprechen. Gerade sah er nett aus, aber ich hatte bisher das Gefühl gehabt, dass er mich nicht besonders mochte und wir hatten noch nicht einmal miteinander gesprochen. Beide Jungen standen einfach nur da und schauten mich an und ich fühlte mich unwohl.
„Hi“, machte ich piepsig und das nahm Jake wohl aus Kommando um auch etwas zu sagen. „Wie geht es dir?“, fragte er mich. Ich zuckte mit den Schultern und fasste sofort an meinen Verband. Die Wunde ziepte trotzdem Ambrosia noch gehörig.
„Es geht“, sagte ich und beobachtete dabei aus dem Augenwinkel weiter Luke. Ich war mir nicht sicher, ob er einfach hergekommen war, um seinen Bruder zu begleiten, oder ob er etwas im Schilde führte.
„Wie lange musst du denn dann noch hier bleiben?“, wollte Luke, immer noch lächelnd wissen. Ich schaute ihn etwas skeptisch an, begann dann aber zu überlegen. Ich wollte eigentlich so schnell wie möglich wieder zurück in meine Hütte. Ich fürchtete mich auch ein wenig vor der Nacht ganz alleine. Zuhause schlief ich mit Emily in einem Zimmer und im Camp immer bei Maggy und Jenny. Soweit ich mich erinnern konnte, hatte Luna jedoch dazu nichts gesagt, also zuckte ich entschuldigend mit dem Schultern. „Ich weiß es nicht“, sagte ich leise.
Luke schaute mich mitfühlend an. So, als ob er genau wusste, wie ich mich fühlte. Er setzte sich auf meinen Bettrand und lächelte mir aufmunternd zu.
„Du willst doch aber so schnell wie möglich hier raus, oder?“, fragte er mich eindringlich und ich bemerkte Jakes wütenden Gesichtsausdruck. Er setzte sich auf meine andere Seite und zwang sich zu einem Lächeln.
„Ich fände es besser, wenn du noch hier bleiben würdest“, sagte er. Ich guckte ihn verständnislos an. Wusste er denn nicht, wie sehr ich so schnell wie möglich zu meinen Schwestern zurück wollte? Würde es ihm nicht genauso gehen?
Als er mein Gesicht sah, fügte er schnell hinzu: „Du solltest dich lieber noch schonen. Du wärst fast gestorben und du hast das Gift noch in deinem Körper.“ Ich war immer noch nicht sonderlich überzeugt und Luke anscheinend auch nicht. Er winkte ab. „So schlimm war es bestimmt nicht, wir sind Söhne des Hades. Wir hätten doch bestimmt gespürt, wenn sie kurz vor dem Tod gewesen wäre. Jake, hör auf so ein Drama zu machen oder hast du etwas gespürt?“
Der Angesprochene links von mir kniff den Mund zusammen und an seinen Augen konnte ich erkennen, wie die Wut in ihm brodelte und drohte, plötzlich überzukochen. So kannte ich ihn gar nicht. Ich hatte richtig Angst vor ihm und senkte meine Augen wieder. Ich wollte nicht, dass er mich genauso ansah wie seinen Bruder im Moment.
„Was soll das?“, zischte er leise, aber ich hörte es trotzdem, „Hör auf dich einzumischen. Dein Plan wird nicht aufgehen.“ Ich hörte Luke lachen, traute mich aber trotzdem nicht aufzusehen.
„Sie verändert dich. Ich erkenne dich nicht wieder, Jake“, flüsterte er zu-rück.
Ich war empört. Dachten die vielleicht, ich wäre schwerhörig? Am liebsten hätte ich laut geschnaubt und ihnen verkündet, dass vielleicht mein Arm gerade nicht funktionierte, aber meine Ohren noch tadellos, aber ich fürchtete mich zu sehr vor ihrer, vor allem Jakes, Reaktion, also ließ ich es sein.
„Also, willst du jetzt so schnell wie möglich raus, oder bist du klug und ruhst dich noch aus?“, wollte Jake nun von mir wissen. Ich zuckte zaghaft mit den Schulter. Seine Stimme war laut und nicht so freundlich wie sonst. Es hörte sich fast an wie eine Drohung.
Nun begann auch sein Bruder wieder auf mich einzureden: „Du willst aber doch bestimmt wieder bei deinen Schwestern sein. Hier ist es doch total langweilig. Du bekommst alle paar Stunden mal Besuch und sonst hast du nichts zu tun.“
„Wenn der Besuch so ist, wie ihr gerade und sich die ganze Zeit vor mir streitet, dann ist mir das auch lieber“, dachte ich insgeheim, aber ich trau-te mich wieder nicht es auszusprechen. Nicht wenn zwei aufgebrachte Jungs vor mir standen, von denen einer mich bis vor ein paar Minuten noch nicht leiden konnte, und der andere momentan nicht sehr gut auf mich zu sprechen war.
Plötzlich tippte mir jemand auf die Schulter und ich hob langsam den Kopf.
„Was wirst du jetzt tun?“, wurde ich gefragt, „Bist du wirklich dumm genug um dich jetzt in deine Hütte zu verkriechen? Jetzt geht es dir vielleicht gut, aber du bist bestimmt gerade vollgepumpt mit Schmerzmitteln oder so etwas. Du wirst die Entscheidung hinterher bestimmt bereuen.“
„Oh wow. Gerade noch war er so nett zu dir und jetzt das… Das ist aber nicht nett, Jake“, zog sein Bruder nach, „Du solltest sie entscheiden lassen. Sie weiß was für sie gut ist. Das sind ihre Schwestern und ihr gewohntes Zuhause.“
„Sie wohnt doch gar nicht hier!“, rief Jake laut und mein Oberkörper schnellte überrascht hoch. Woher wusste er das?
Luke begann laut zu lachen und schaute seinen Bruder mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Du hast dich also über sie erkundigt?“, sagte er spöttisch und diesmal wusste ich, dass ich es hören sollte. Ich spürte mein Gesicht rot anlaufen und schielte vorsichtig zu Jake hinüber. Dem stieg jetzt auch das Blut ins Gesicht und dank seiner blassen Haut sah man es bei ihm wahrscheinlich noch deutlicher als bei mir, obwohl meine Haut auch hell war.
„Du warst doch dabei?“, meinte Jake leise, „Warum musst du denn hier so laut rumschreien? Das muss doch echt nicht jeder hören.“
Die beiden hielten mich wirklich entweder für komplett dumm oder schwerhörig. „Mit jeder meinst du sie, oder?“, fragte Luke immer noch lachend. In Jakes Gesicht war aber keine Spur von Belustigung zusehen.
„Es geht hier aber nicht um mich, sondern um Tamina.“, sagte er und drehte sich von seinem Bruder weg.
„Also, du bleibst hier, oder?“. Mit seinem Blick flehte er mich einerseits an, andererseits sah er einschüchternd aus und ich hatte keine Ahnung, was ich zu tun hatte.
Beide Jungs schauten mich an. Beide wollten, dass ich mich für sie entschied. Eigentlich hätte mir die Wahl leicht fallen müssen. Schließlich kannte ich Luke überhaupt nicht. Jake war von Anfang an sehr nett zu mir gewesen, aber in den letzten Minuten hatte ich einen anderen Jake kennengelernt.
Auf einmal lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücken und ich hielt mich an meinem Bettlaken fest. Wie konnte mir das erst jetzt auffallen? Ich drehte mich ein Stückchen nach links und schaute Jake in die Augen und riss meine ungläubig auf. Seine braunen Augen mit den goldenen Tupfen, die mir als erstes bei ihm aufgefallen waren, waren verschwunden. Ich schloss kurz meine Augen, aber als ich sie wieder aufmachte, hatte sich nichts verändert. Seine Augen waren blau. Ein helles, elektrisierendes blau. Mein Mund stand weit offen und ich bekam ihn fast zwei Minuten lang nicht zu. Luke und Jake warfen sich verwirrte Blicke zu und rüttelten mich dann an der Schulter.
„Alles klar?“, fragte Jake mich. Am liebsten hätte ich nachgefragt, aber wahrscheinlich gab es dafür eine ganz logische Erklärung.
„Du hast immer noch nicht geantwortet“, bemerkte er gleich darauf und atmete genervt aus. Was ging sie das überhaupt an? Bei Luke bezweifelte ich, dass er sich einfach nur Sorgen um mich machte und bei Jake war ich mir da mittlerweile auch nicht mehr so sicher.
Ich blickte auf die Uhr über der Tür und erschrak. Bis zur Sperrstunde waren es nur noch zehn Minuten und wenn die beiden hier erwischt würden, würde ich auch Ärger kriegen und darauf hatte ich keine Lust. Ich hielt mich grundsätzlich an Regeln.
„Ihr müsst jetzt gehen“, sagte ich und deutete auf die Uhr. Luke schien das aber überhaupt nicht zu interessieren. Er blieb ganz gelassen. „Wen interessiert denn so etwas“, bemerkte er mit einem Schulterzucken.
„Mich“, sagte ich. Er brummte nur.
„Was ist denn jetzt?“, fragte Jake und mir wurde es wirklich zu viel. Ich wollte losschreien. Sie anschreien und sie rauswerfen, aber das tat ich natürlich wieder nicht. Typisch.
„Hier geht es doch gar nicht um mich“, sagte ich vorsichtig. Beide Jungs schauten ganz überrascht, aber ich glaubte ihnen nicht.
„Worum soll es denn sonst gehen?“, fragten sie.
„Um euch“, sagte ich leise. Wieder überraschte Blicke, „Es geht um euren Streit, darum, dass ihr jeder euren Willen durchsetzen wollt.“
„Das stimmt doch gar nicht!“, warf Luke augenblicklich ein. Seine Stimme klang dabei allerdings ein wenig zu überzeugt.
„Doch“, sagte ich und richtete mich auf. Ich wollte mir von ihnen nicht reinreden lassen. Wollte das tun, was mir gefiel, was ich für richtig hielt und nicht das, was sie versuchten aufzudrängen. Trotzdem konnte ich mich nicht dazu bringen, laut zu werden und ihnen kompromisslos zu sagen, was ich wollte. Ich hatte einfach nicht den Mut dazu.
Ich kratzte den kleinen Rest davon zusammen und versuchte es: „Ich will auf die Ärzte hören“, erklärte ich, „Ich will das tun, was ich für richtig halte und nicht das, was ihr wollt. In Wahrheit macht ihr euch doch gar keine Sorgen, sondern wollt einfach dem anderen etwas beweisen.“
Nun waren sie baff. Das hatte sie wohl nicht erwartet.
„Natürlich mach ich mir Sorgen um dich. Du bist vergiftet worden und lagst im Koma“, sagte Jake sofort, aber ich glaubte ihm nicht. Vor mir saß nicht mehr der Jake, den ich kennengelernt hatte. Ich kannte ihn zwar weder lange noch besonders gut, aber bei einer Sache war ich mir ganz sicher. Wenn der wirkliche Jake so war, wie er sich gerade zeigte, wollte ich ihn nicht besser kennenlernen.
„Und was ist mit dir?“, fragte ich um mich abzulenken und wandte mich nach rechts.
„Du kennst mich doch gar nicht und mögen tust du mich auch nicht“, warf ich dem Schwarzhaarigen an den Kopf. Darauf wusste er keine Antwort. Er schaute mich kurz mit zusammengezogenen Brauen an und tat dann das naheliegendste. Er stand wortlos auf und drehte mir den Rücken zu.
„Tschüss“, wisperte Jake leise und erhob sich. Dabei streifen seine Finger leicht meine. Dann waren sie weg.
Ich biss mir auf die Unterlippe und schlug mit den Händen auf meine Bett-decke. Ich war wütend. Richtig wütend sogar. Auf Jake und auf mich. Vor allem auf mich. Warum hatte ich ihnen nicht von Anfang an gesagt, was ich wirklich darüber dachte? Warum hatte ich meine Gedanken nicht laut ausgesprochen, so wie sie es anscheinend ohne mit der Wimper zu zucken getan hatten? Die Antwort war: Ich war zu schüchtern gewesen, hatte zu viel Angst vor ihnen gehabt, dabei waren die beiden doch eigentlich nicht gefährlich. Sie konnten zwar besser mit einem Schwert umgehen als ich, aber sie würden mir doch bestimmt nichts antun, oder? Aber so wie Jake sich verhalten hatte, war ich mir da beinahe nicht mehr sicher. Was hatte Maggy vor ein paar Stunden noch zu mir gesagt? „Der Typ ist doch echt seltsam. Der tut bestimmt nur so nett und scheinheilig, schau dir doch seinen Bruder an. Hast du seine Blicke beim Abendessen gesehen? Dieser Jake ist bestimmt kein Stück besser. Echt Tammy, lass dich von dem nicht um den kleinen Finger wickeln!“
Am Nachmittag hatte ich sie wegen dieser Bemerkung fast angebrüllt, aber nun musste ich ihr fast Recht geben. Das würde ich vor ihr zwar niemals zugeben, aber war ganz klar eigenartig gewesen. Anders als am Vortag, anders als in dem Augenblick wo neben meinem Bett gesessen war, und meine Hand gehalten hatte. Der Jake ein paar Minuten zuvor, so war es mir zumindest vorgekommen, war ein anderer Mensch gewesen. Ein Mensch mit einem anderen Verhalten, mit anderen Gesichtsausdrücken und vor allem mit einer anderen Augenfarbe! Kurz hatte ich an meinem Verstand gezweifelt, aber das hatte ich mir doch nicht eingebildet! Seine Augen waren blau gewesen und das waren sie davor nicht. Als wir uns im Haupthaus zum ersten Mal begegneten, waren mir seine Augen sofort aufgefallen. Braune Augen mit goldenen Tupfen darin. Von einem blau, wie der Himmel an einem strahlenden Sommertag, war darin keine Spur gewesen.
Konnte sich die Augenfarbe verändern? Bei einem Mensch hätte ich diese Frage ohne zu zögern verneint, aber in dieser anderen Welt war ich mir bei absolut nichts mehr sicher. Es war so gut wie alles möglich.
Ob es sich um einen Wechsel der Augenfarbe oder einen Wechsel der Persönlichkeit handelte, spielte keine Rolle, jedoch konnte ich aus Erfahrung sagen, dass jede dieser Möglichkeiten einen bestimmten Grund hatte.
Welcher das bei Jake war, musste ich noch herausfinden…
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So, hier ist das neue Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch. Ein paar Reviews wären echt schön. Es gab nämlich seit richtig vielen Kapiteln keine mehr und meine Motivation ist dadurch nicht gerade gestiegen. Also ich würde mich freuen <3
Lg
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