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Durch dick und dünn

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 / Gen
Annabeth Chase OC (Own Character) Percy Jackson
08.05.2019
07.04.2021
19
37.114
5
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11.02.2021 657
 
Prolog
Annabeth und Percy waren einfach glücklich. Solche Momente gab es in ihrem Leben nicht oft, in der letzten Zeit kamen sie aber zum Glück häufiger vor.
Ihr einjähriger Sohn hatte ein Tag zuvor seine ersten Schritte gemacht und schon vor einigen Tagen sein erstes Wort gesagt.
Er war für sein Alter überdurchschnittlich weit entwickelt und sehr intelligent, das behauptete zumindest Annabeth immer, „Das liegt an meinen Genen.“ Davon war sie überzeugt.
Ihr Leben hatte sie zum Guten geändert. Manchmal vergaßen sie sogar, dass sie keine Normalsterblichen waren und fühlten sich einfach wie zwei junge Erwachsene mitten im Leben.
Die Gedanken an Krieg und Angst spielten keine Rolle mehr.
Die beiden saßen im Gras und sahen ihrem Kind dabei zu, wie es mit seinem besten Freund, dem Sohn von Jason und Piper, vor der Poseidonhütte spielte.
Sie fühlten sich rundum wohl, es konnte nichts passieren. Das dachten sie jedenfalls.
Als sich langsam die Dunkelheit über das Camp legte, wurden die beiden kleinen Jungen ins Bett gebracht und ihre Eltern verbrachten noch einen schönen, entspannten Abend zu viert am Strand.
Auch der nächste Tag konnte schön werden. Diese Sonne ging früh über dem Camp auf und verbreitete ihr warmes, einladendes Licht.
Annabeth freute sich auf den Tag. Keine Verpflichtungen, nichts Zutun.
Wie jeden Morgen schlich sie sich ins Kinderzimmer, um ihren Sohn möglichst sanft und liebevoll zu wecken.
Percy hatte sich derweil schon draußen in einen gemütlichen Liegestuhl gesetzt, um die Sonne zu genießen.
Plötzlich hörte er einen markerschütternden Schrei und sah, wie Annabeth angelaufen kam. Sie sah völlig verzweifelt aus und Tränen rollten ihre Wangen hinunter.
Im Zimmer, indem ihr Kind schlief, hatte sie nur ein leeres Bett vorgefunden und das Fenster war speerangelweit aufgestanden.
„Er, er ist weg Percy“, schluchzte sie in seine Schulter.
„Wa- Was!?“ rief er und starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an, „Das kann nicht sein!“
Er stürmte an ihr vorbei ins Haus und rannte die Treppe hoch. Das ganze Zimmer durchsuchte er. Er riss den Schrank auf, schaute unters Bett und guckte aus dem Fenster.
„Wo ist er?“ brüllte er danach verzweifelt.
Annabeth, die neben ihm stand, immer noch tränenüberströmt, schaute ihn an.
„Ich weiß es nicht! Ich habe keine Ahnung! Percy, wo ist mein Kind?“ weinte sie. Angst spiegelte sich in ihren Augen. Solch ein Gefühl hatte sie erst ein einziges Mal erlebt. Das Gefühl nichts tun zu können. Sie hatte ihr Kind verloren und wusste nicht was zu tun war.
Was war bloß geschehen? Wo war ihr Sohn? Camp Half-Blood war für Monster absolut unzugänglich. Konnte es trotzdem eines durch die Grenze geschafft haben? Unmöglich. Nur Götter, Halbgötter und „nette“ Kreaturen schafften es hindurch. War ihr Sohn von einem ihrer Verbündeten entführt worden? Was war mit ihm geschehen und lebte er überhaupt noch?
Percy wollte seine Arme um sie legen, aber sie schob ihn weg. Sie konnte gerade nicht. Die Erkenntnis, nichts tun zu können, brannte sich ins sie ein wie Feuer. Ein Feuer, das nicht einmal ein Sohn des Meeresgottes löschen konnte.
Sie fiel auf die Knie und lies sich schließlich auf den Boden nieder. Ihre Wangen waren vor lauter Tränen schon ganz taub, sie konnte den Fluss aber auch nicht stoppen, hatte einfach nicht die Kraft dazu.
Eine Weile lag sie so da. Sie ließ ihren Gefühlen freien Lauf. Neben ihr hatte sich Percy niedergelassen und griff nach ihrer Hand. Diesmal ließ sie es zu. Keiner der beiden sagte ein Wort.
Kurze Zeit später erfuhren sie auch von dem Verschwinden des Sohnes von ihren Freunden, Jason und Piper.
Sie versetzten das ganze Camp in Aufruhr und Alle halfen mit. Jeder Stein wurde gleich dreimal umgedreht, in jede Felsspalte wurde geleuchtet, hinter jedem Baum wurde nachgesehen und jedes Gebäude wurde durchsucht. Keine Spur vom Verbleib der Jungen.  Die Vier verzweifelten Eltern fragten sogar die Olympier um Hilfe. „Götter sehen doch alles“, meinte Jason. Trotzdem gab es keine Informationen.
Die beiden blieben wie vom Erdboden verschluckt.
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