Zeit für Veränderungen

GeschichteRomanze / P12
Dabi Himiko Toga OC (Own Charakter) Shoto Todoroki Tenko Shimura/Tomura Shigaraki Toshinori Yagi/All Might
07.05.2019
30.06.2020
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Sayoko's Sicht:

Noch immer hallten Aizawas Worte zwecks meiner Verhandlung im Kopf.
Ich fragte mich, was mich wohl erwarten würde? Welche Strafe? Und vor allem- welche Zukunft auf mich warten würde - wenn überhaupt ....
Ich konnte von draußen einige , eilige Schritte vernehmen, wahrscheinlich war draußen nun die Hölle los weil ich gleich zum Verhör musste.
Ich Stoß ein leises ,tzzz..' aus und dachte mir wie lächerlich das ganze sei.
Sie fuhren offenbar jegliche Geschützen auf und das alle nur wegen einer so kleinen Verbrecherin wie mir.
,,Los! Los! Beeilung!" rief einer der Wachen und es wurden immer mehr Schritte.
Ich lehnte mich an der Wand an und richtete mein Blick auf die Decke.
Aus welchem Grund auch immer, dachte ich plötzlich an den Spiegel der in dem Zimmer von Dabi und mir hing.
Ich erinnerte mich noch ganz genau daran, was ich damals über den Spiegel dachte als ich ihn mit mir assoziierte:
,Er versuchte von außen hart zusein doch lässt man ihn einmal fallen zerbricht er. Schlägt man darauf ein zerspringt er. Und schenkt man ihm nach langer Zeit endlich die Beachtung die man sich damals gewünscht hätte, so schneidet man sich an ihm.'

War es nicht mein Vorhaben Spiegelphase 3 zu erreichen? Ich schmunzelte leicht bei diesen kindlichen Gedanken und stellte mir selbst die Frage in welcher Phase ich wohl sei? Weder eins ... noch zwei... und in der dritten wohl kaum.
Meine Gedanken schwankten zurück auf Tomura.
Wie sehr ich ihn doch gehasst hatte!
Umso mehr ich über ihn und seine hinterhältige Art nachdachte, umso zorniger wurde ich.
Doch neben meinem Zorn, empfand ich noch eine andere Emotion.
Eine, welche ich schon längst nicht mehr so intensiv verspürt hatte.
Es war pure Mordlust.
Ich wollte mich an Tomura für seine Schandtaten Rechen und das mit allen Mitteln! Und das war der Zeitpunkt indem ich einen festen Entschluss fasste und zwar- das nun MEINE Zeit kommen würde- und zwar mit allen Mitteln die mir recht waren.

Plötzlich wurde es still draußen.
Ich konnte weder das Getrampel von unzähligen Schritten hören, noch das Gebrüll von den Wachen.
Anspannung machte sich in mir breit und als ich ein leichtes klicken meiner Zellentür vernahm, zog sich mir der Magen zusammen. Aizawa und der Kommissar welcher mich ganz am Anfang verhörte blickten überlegen zu mir auf den Boden hinab.
Aizawa ging auf mich zu und während sein Mitbringsel mir die Fußfesseln löste, erfolgte seine Ansprache:
,,Na dann kann es ja losgehen. Keine falschen Tricks- verstanden?"
Etwas wacklig auf den Beinen lief ich dem Kommissar hinterher.
Ich blickte mich um und konnte nirgends eine Wache sehen.
*Ob sie wohl alle schon in meinem Vernehmungsraum stünden?* fragte ich mich selbst und ließ den Blick wieder auf den Boden fallen.
Als wir den Raum betraten staunte ich nicht schlecht.
Der Raum war leer.
Keine Menschenseele weit und breit.
Verdutzt blickte ich zu Aizawa und fragte ihn monoton: ,,Wo sind all die Wachen hin?"
Gerade als er zum antworten Luft holte, kam ihm der Kommissar zuvor: ,,Wir sind hier diejenigen die die Fragen stellen! Zumal dich das nicht zu interessieren hat."
Gott wie ich diesen Typen hasste. Fast genauso sehr wie Tomura- aber nur fast!
Vor mir lagen einige Dokumente und ein Kugelschreiber. Ich überflog die Papiere in denen es um wahrheitsgemäßigte Formalitäten ging.
,,Unterschreib das." befahl mir der Kommissar.
,,Wozu?"
,,Reine Formalitäten. Es geht darum das du uns alles wahrheitsgemäß erzählst und nichts auslässt."
Ich blickte auf meine Handfesseln und fragte wie ich denn damit unterschreiben soll.
,,Das geht schon! Du musst es lediglich nur wollen!" erwiderte das Ekelpaket vor mir doch ich blieb sturr.
In all der Zeit in der ich mich in Haft befand bemerkte ich, wie sich mein Charakter verändert hatte.
Schon längst war ich nicht mehr die kleine, süße Sayoko welche sofort in Tränen ausbrach.
Nein.
Ich wurde standhafter, bestimmend und vor allem hinterhältiger.
Stille.
Einige Minuten lang schwiegen alle Beteiligten. Ich signalisierte klar und deutlich das ich meine Fesseln gelöst haben wollte - und so kam es schlussendlich auch.
,,In Ordnung. Wir werden sie lösen allerdings würde ich dir davon abraten irgendwelche miese Tricks einzusetzen- verstanden?" gab der Kommissar von sich und blickte dann zu Aizawa.
,,Er wird dich die ganze Zeit über beobachten. Über seine Macke weisst du ja sicherlich bestens Bescheid?"
*Oh ja. Das stimmt. Und ich kenne auch seine Schwachstelle." antwortete ich ihm gedanklich.

Als sich meine Fesseln lösten, unterschrieb ich die Papiere und fing an zu erzählen.
Wie alles begann, wie es sich entwickelte und so weiter und sofort...
Ich erzählte und erzählte und ich - wartete!
Auf diesen einen Augenblick der das Kartenhaus der Helden und der Polizei zum Fall bringen würde. Einst hörte ich ein Zitat das besagte: ,,Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern."
Mein Vorhaben war alles andere als klein! Für mich bedeutete es alles denn schließlich setzte ich dafür alles auf’s Spiel was ich noch hatte.
Es mag sein das Aizawa meine Macke kannte aber - kannte er sie auch gut genug? Offensichtlich hatte er vergessen das ich stärker geworden bin und für mich war mein Vorhaben eine Art Selbsttest.
Wie weit konnte ich gehen?
Wo ist mein Limit?
Sie stellten mir erneut die selben Fragen wie beim ersten Mal und ich antworte schön brav. Was sie allerdings nicht wussten war die Tatsache, dass ich in einer Tour am lügen war. Es war MEIN Vorhaben Tomura zum Fall zubringen, also versuchte ich so gut es ging meine Lügen möglichst glaubwürdig rüberzubringen- was mir offensichtlich auch gelang.
Und da war er!
Der Moment auf den ich sehnlichst gewartet hatte!
Aizawas Blinzeln.
In diesem einen Augenblick als er die Augen schloss aktivierte ich meine Fähigkeiten in dem ich die Zeit für die beiden still stehen ließ. Ich schnappte mir den Schlüßel des Kommisars, eilte zur Tür und schloss sie von außen ab. Mein Herz explodierte fast in meiner Brust und ich spürte förmlich wie sich das Adrenalin in meinem ganzen Körper ausbreitete.

Hektisch suchte ich den Ausgang und irrte Stellenweise verloren durch das Polizeirevier. Ich konnte wirklich von Glück reden das ich nicht allzuvielen Polizisten begegnete denn sonst hätte ich ein großes Problem gehabt. Vereinzelt lief ich den Polizisten in die Arme allerdings, wurde ich mit diesen kleinen Fischen ziemlich gut fertig. Kurz bevor ich den Ausgang erreichte, spürte ich einen stechenden schmerz in meinem Kopf. Ich versuchte ihn zu ignorieren doch es half alles nichts- ich musste meine Fähigkeit auflösen bevor ich erneut vor Schmerzen das Bewusstsein verlieren würde. Als ich meine Kraft auflöste, verließ ich so schnell ich konnte das Revier. Zwar hielt ich die beiden mit meiner Fähigkeit gefangen und schloss die Türe ab aber dennoch wollte ich auf Nummer sicher gehen nicht von ihnen geschnappt zu werden. Als ich draußen war rannte ich orientierungslos durch die Straßen. Es war dunkle draußen und ich stellte mir selbst unzählige Fragen.

Ist es Nacht oder kurz vor der Morgendämmerung?

Welches Datum haben wir und wo bin ich überhaupt?

War ich inzwischen weit genug vom Präsidium entfernt?

Fragen über Fragen und als ich in eine schmale Gasse einbog entschied ich mich dazu stehen zubleiben und nach Luft zuringen. Zwar war meine Ausdauer noch nie die beste aber dennoch war ich der Meinung mich etwas in Sicherheit wiegen zukönnen. Als sich meine Atmung etwas beruigte beschloss ich erst einmal meinen Standpunkt festzumachen.
Behutsam stieg ich auf eine relativ hohe Mauer und blickte mich um. Es dauerte nicht lange und ich wusste wo ich war. Nicht weit genug vom Polizeipräsidium entfernt aber dennoch zu weit entfernt um schnell an meinen Bestimmungsort zu gelangen.
Nach kurzer Überlegung beschloss ich einen der vielen, verlassenen Trainingsplätze zu besuchen.
Meine Beine hatten aller Hand zutun denn durch all den Stress der vergangenen Wochen und vor allem an diesem Tag war ich mehr als nur erschöpft.

Als ich an meinem Zielort ankam, setzte ich mich auf einen Stein und atmete erst einmal tief ein und wieder aus. Es war eine alte, kleine Schule die weitaus mehr heruntergekommen war als unser erstes Hauptquartier. Dieser verlassene Ort hatte schon beinahe etwas beängstigendes aber dennoch war ich erleichtert hier zusein. Endlich war ich weit genug entfernt um geschnappt werden zu können und nah genug an Tomura.
Ich fragte mich, wie es denn nur weiter gehen sollte...
Das ich eine Verbrecherin bin die nirgendwo mehr so einfach Fuß fassen konnte stand wohl fest.
Doch wo sollte ich schlafen? Wo könnte ich mir etwas zu essen besorgen?
All diese Fragen kreisten in meinem Kopf.
Ich stieß meinen Kopf auf meine Handfläche ab und sprach laut zu mir selbst: ,,Verdammt! Was dachte ich mir nur dabei!?"

Selbstzweifel stiegen in mir hoch und am liebsten hätte ich mein Leben all für alle mal selbst beendet.
Doch dies war gewiss nicht Sinn und Zweck meiner Jagd.
Plötzlich bemerkte ich, wie sich eine Hand auf meiner linker Schulter abstützte.
,,Nanu? Wen haben wir denn da?" sprach jemand hinter mir und ich riss erschrocken meine Augen auf.
Diese Stimme... so bekannt.
Dieser Geruch... so vertraut.
Als ich mich zu der Person umdrehte blickte ich in zwei Augen welche nur so vor Freude strahlten. Ich konnte ein breites Grinsen im Gesicht der Person erkennen und wusste sofort: Die Jagdsaison auf Tomura Shigaraki war hiermit eröffnet!

_____

Es tut mir wirklich schrecklich leid das ihr mal wieder so lange auf das neue Kapitel warten musstet allerdings bin ich Momenten wirklich extrem auf der Arbeit eingespannt und finde nur wenig Zeit zum Schreiben- ich hoffe ihr seid mir deshalb nicht böse >~<

Noch einmal vielen Dank dafür das ihr alle so fleißig am lesen und kommentieren seid - das bedeutet mir wirklich sehr viel! :)
Ich werde versuchen in Zukunft wieder regelmäßiger zu schreiben \(^-^)/

Weiterhin viel Spaß mit der Story ❤️


Eure Luna
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