Die Vergangenheit ruht nicht

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
1.FFC Turbine Potsdam OC (Own Character)
05.05.2019
03.12.2019
29
81449
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Hey :) Es tut mir so leid, dass ihr so lange habt warten müssen. Aber zurzeit ists in der Uni total stressig und ich muss mich leider voll darauf konzentrieren. Nach Weihnachten wird's hoffentlich besser, davor kann ich euch leider keine regelmäßigen Updates versprechen. Tut mir wirklich leid. Aber ich hoffe euch gefällt das neue Kapitel und ich würde mich sehr über eine Rückmeldung von euch freuen. :)




POV Svenja
Es klopfte an der Tür und ich öffnete müde meine Augen.
„Guten Morgen Sveni. Ich hab hier dein Frühstück.“, weckte Theresa mich leise und ich setzte mich gähnend auf. Egal wie gern ich jetzt noch geschlafen hätte, heute würde ich mich ausnahmslos an jede Anweisung halten, denn dann durfte ich in wenigen Stunden nach Hause. Lara wusste auch schon Bescheid und würde mich holen, sobald ich die offizielle Entlassungsbestätigung habe. Aber irgendwie hatte ich schon ein wenig Angst vor den nächsten Wochen. Die werden sicher doppelt anstrengend für Lara...


3 Stunden später
POV Svenja
Ein erneutes Klopfen ließ mich aufschauen und die Tür wurde geöffnet. Sofort musste ich lächelnd. Lara war da...
„Hey Sveni...“, sprach sie sanft und kam zu mir. Dann küsste sie mich sanft und ich lächelte nach dem Kuss glücklich. Doch dann sah ich meine Freundin fragend an.
„Wo ist Elena?“, wollte ich wissen und Lara setzte sich unsicher zu mir an die Bettkante. Ich rutschte ein wenig auf die Seite, damit sie bequemer sitzen konnte.
„Sarah passt gerade auf sie und Jamie auf. Ich dachte, dass es so einfacher ist.“, antwortete sie mir und ich presste meine Lippen aufeinander. Bevor ich mich allerdings aufregen konnte, beugte Lara sich zu mir und streichelte mir sanft über die Wange.
„Schatz...Sarah weiß was sie tut. Sie weiß wie sie die Flaschen wärmt und Windeln wechseln kann sie auch. Und Elena kennt sie ja auch schon. Ich wollte mich nur voll auf dich konzentrieren können.“, erklärte Lara und ich lächelte leicht. Eigentlich war es echt nicht so blöd, dass Lara die beiden nicht mitgenommen hatte. Ich würde ihre Hilfe nämlich brauchen...
„Du hast recht.“, sagte ich daher und gab ihr einen Kuss.
„Darf ich dich jetzt eigentlich wieder mitnehmen?“, wollte meine Freundin nach dem Kuss wissen und ich nickte grinsend.
„Ich muss mich nur noch umziehen und wir müssen bei der Schwesternstation die Entlassung unterschreiben.“
Lara stand wieder auf und lächelte glücklich.
„Das schaffen wir! Brauchst du meine Hilfe beim Umziehen?“
Ich zögerte kurz, doch dann nickte ich leicht. Deswegen kam die Jüngere wieder zu mir und half mir beim Umziehen.
Anschließend packte sie meine Sachen fertig und reichte mir meine Krücken. Danach gingen wir zu den Schwestern. Dort bekamen wir meine Medikamente und Anweisungen für die nächsten Wochen noch mit, dann durften wir endgültig gehen.


POV Sarah
Ich saß mit Elena auf der Couch und ließ sie aus der Flasche trinken. Lara war inzwischen fast zwei Stunden weg und wahrscheinlich würden sie und Svenja jede Minute wiederkommen. Bis jetzt lief aber alles super mit der Kleinen. Auch mit Jamie, aber der schlief eigentlich die komplette Zeit über auf der Couch. Kurz hatte er seinen Kopf gehoben als Elena geweint hatte, doch anscheinend hatte er sich daran schon gewöhnt, denn er war schneller wieder eingeschlafen als die Milchflasche warm war.
„Bist du etwa müde?“, fragte ich leise und streichelte Elena sanft über den Kopf. Doch sie konnte ihre Augen schon fast nicht mehr aufhalten. Deswegen stand ich mit ihr auf und trug sie in ihr Kinderzimmer. Dort setzte ich mich in den Schaukelstuhl und sah Elena zu wie sie die Flasche austrank. Einige Minuten wiegte ich sie noch bis sie eingeschlafen war. Ich stand wieder auf und legte sie vorsichtig in ihr Bett. Anschließend ging ich wieder ins Wohnzimmer zurück und setzte mich zu Jamie auf die Couch zurück.

20 Minuten später hörte ich einen Schlüssel im Schloss und Jamie sprang sofort von der Couch. Ich folgte ihm in die Garderobe und sah Sveni auf Krücken in die Wohnung kommen.
„Hey. Wie geht’s dir?“, fragte ich vorsichtig und die Ältere zuckte seufzend mit den Schultern, ging dann aber wortlos an mir vorbei ins Wohnzimmer. Jamie folgte ihr sofort. Besorgt sah ich zu Lara, die seufzend Svenjas Sachen abstellte.
„Sie meint alles ist gut...“, antwortete sie leise auf meine vorhin gestellte Frage und zog sich dann ihre Schuhe aus.
„Scheint aber nicht so...“, sagte ich vorsichtig und Lara sah mich augenverdrehend an.
„Ach echt?! Ich dachte sie sagt die Wahrheit...“, zischte sie und sah mich im nächsten Moment entschuldigend an.
„Tut mir leid. Das ist alles gerade ein bisschen viel...“, fügte sie hinzu und ich nahm sie sanft in den Arm.
„Schon gut. Ich kann Sveni irgendwie verstehen. Verletzt sein ist scheiße und dann auch noch so schwer. Außerdem kann sie dir wahrscheinlich nicht wirklich mit der Kleinen oder Jamie helfen und das belastet sie zusätzlich. Sie wird es nur nicht zugeben wollen.“
Lara löste die Umarmung wieder und sah mich dann nachdenklich an.
„Das kann sein. Hat mit Elena alles geklappt?“, wechselte sie das Thema und ich nickte lächelnd.
„Sie hat vor einer halben Stunde eine Flasche getrunken und schläft seitdem.“, erklärte ich ihr und Lara nickte lächelnd, doch dann wirkte sie wieder nachdenklicher.
„Glaubst du soll ich Sveni einfach in Ruhe lassen?“, fragte sie mich und ich überlege ebenfalls kurz.
„Wie wär’s, wenn du was zu Essen machst und ich versuch mit ihr zu reden? Wenn das nicht klappt, dann helf ich dir beim Kochen.“, schlug ich vor und Lara nickte leicht.
„Irgendwelche Wünsche?“
Ich schüttelte den Kopf und die Jüngere nickte leicht.

Wir gingen beide ins Wohnzimmer wo Svenja auf der Couch lag und sich irgendwas im Fernsehen ansah.
„Sveni, was magst du Essen?“, wollte Lara wissen, doch ihre Freundin zuckte nur mit den Schultern. Seufzend drehte Lara sich um und verschwand in der Küche. Ich selbst unterdrückte mein Seufzen und ging zur Couch.
„Darf ich?“, fragte ich vorsichtig und die Deutsche rutsche ein wenig auf die Seite, damit ich mich hinsetzen konnte. Jamie, der neben Svenja lag, sah kurz auf, doch kuschelte sich danach sofort wieder an sein Frauchen.
„Wollen wir eine Runde Fifa spielen?“, schlug ich vor als Svenja weiter schweigend fernsah und sie schüttelte leicht den Kopf.
„Ein anderes Mal vielleicht...“, murmelte sie und ich sah sie überrascht an.
„Seit wann willst du mal kein Fifa spielen?“
Sveni verdrehte genervt die Augen.
„Hab halt gerade keine Lust! Lass mich doch einfach mal schlecht drauf sein!“
Aufgrund ihrer Aussage drehte ich mich noch mehr zu ihr und lächelte sanft.
„Ich weiß, die Situation ist beschissen, aber das wird schon wieder Sveni.“, begann ich doch die Angesprochene schnaubte sofort genervt.
„Das sagen mir alle! Aber denkt ihr eigentlich auch weiter?! Ich kann gerade nichts machen ohne Krücken, nicht mal aufstehen. Lara muss mir bei allem helfen UND sich um Elena UND um Jamie kümmern! Wie soll das funktionieren? Was bin ich bitte für eine schlechte Unterstützung?!“, warf sie mir an den Kopf und brach nach der letzten Aussage unseren Blickkontakt ab. Doch ich konnte trotzdem Tränen in ihren Augen sehen.
„Ich weiß nicht mal ob ich Lara überhaupt um Unterstützen bitten werden...vielleicht versuch ich‘s einfach alleine und entlaste sie zumindest so ein bisschen...“, fügte sie traurig hinzu.
„Was?! Das ist doch kompletter Schwachsinn!“, warf Lara plötzlich ein und ich sah überrascht zur Küchentür. Die Jüngere kam auf uns zu und ging dann vor Svenja in die Hocke.
„Schatz...ich weiß die Situation ist echt nicht leicht. Aber...es wird doch nicht besser, wenn du dir nicht helfen lässt. Ich weiß du kannst die nächsten Wochen nicht so viel mit der Kleinen machen und aufstehen werd ich auch alleine müssen, aber...das heißt ja nicht, dass wir das nicht schaffen. Ich hab Anna gestern gebeten Jamie in der Früh mitzunehmen. Sie geht mit ihrem Hund ja eh raus und es ist auch nicht wirklich ein Umweg für sie. Das ist schon geregelt. Und den Rest schaffen wir auch noch irgendwie. Sonst fragen wir die Turbinen ob sie Elena oder Jamie kurz nehmen können.“, sprach sie sanft und streichelte Sveni währenddessen sanft über den Unterarm.
„Du hast mit Anna schon geredet?“, fragte Svenja ungläubig und Lara nickte lächelnd.
„Ja. Für sie ist das kein Problem. Und Sarah hab ich gestern ja auch recht kurzfristig angerufen, ob sie heute Zeit hat.“, antwortete sie und ich sah meine Kapitänin lächelnd an.
„Das stimmt und es hat heute echt alles geklappt. Wir wissen wie schwer die Situation gerade für euch ist und helfen euch ja auch total gerne.“
„Danke Sarah!“, lächelte Lara und ich sah sie lächelnd an.
„Immer wieder gerne!“
„Danke...“, bedankte sich Sveni leiser und sah dann ihre Freundin entschuldigend an. Doch bevor sie etwas sagen konnte küsste Lara sie sanft.
„Es ist alles gut. Wollen wir essen?“
Sveni nickte leicht und ich stand auf. Dann reichte ich ihr die Krücken und wir drei gingen in die Küche.


POV Lara
Nach dem Essen blieb Sarah noch für ein paar Runden Fifa mit Svenja während ich den Abwasch gemacht habe. Anschließend ging ich noch eine kurze Runde mit Jamie, da sie eh zu zweit auf Elena aufpassen konnten.
Inzwischen war es kurz nach 20 Uhr und ich wickelte Elena gerade, doch die schlief schon wieder fast. Vorhin hatten Sveni und ich noch eine Kleinigkeit gegessen während unsere Tochter neben uns im Maxi Coxi war und alles genau beobachtet hatte. Irgendwie war das ja schon sehr süß zu sehen, dass die Kleine mit jedem Tag aufmerksamer wurde.
„Schlaf gut Kleines...“, flüsterte ich als ich sie in ihr Bett gelegt hatte und gab ihr einen Kuss auf den Kopf.
Danach verließ ich ihr Zimmer leise und ließ die Tür einen Spalt offen.

Leise ging ich zum Schlafzimmer, da Svenja sich vorhin schon hingelegt hatte. Ich wollte sie nicht wecken, falls sie schon schlief...
„Schläfst du schon...?“, fragte ich leise als ich das Zimmer betrat und die Deutsche schüttelte leicht ihren Kopf. Dann drehte sie ihren Kopf weg von mir, doch ich sah trotzdem, dass sie sich eine Träne wegwischte.
„Sveni...nicht weinen...“
Sie schüttelte nur den Kopf und ich krabbelte zu ihr ins Bett. Dann zog ich sie vorsichtig in meine Arme und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Wir bekommen das schon wieder hin. Wir haben schon so viel gemeinsam überstanden, da ist das doch fast nichts...“, versuchte ich sie aufzubauen und anscheinend wirkte es, denn Sveni löste ihren Kopf von meiner Schulter. Dann sah sie mich leicht lächelnd an.
„Danke...“
Lächelnd strich ich ihr noch eine Träne von der Wange.
„Hast du eigentlich Schmerzen? Oder brauchst du sonst irgendwas?“, wollte ich wissen und sie überlegte kurz.
„Ich muss meine Thrombosespritze noch nehmen. Kannst du mir die aus dem Kühlschrank holen? Und ein Coolpack dazu?“, bat sie und ich nickte lächelnd. Dann stand ich auf und ging in die Küche.
Dort holte ich die beiden Sachen und überlegte dann kurz. Vielleicht konnte ich Sveni ein bisschen aufmuntern...
Aus diesem Grund nahm ich die Schokoeispackung und zwei Löffel mit.

Ich ging mit allen Sachen wieder ins Schlafzimmer und Svenja sah zu mir. Als sie das Eis sah begann sie zu lächeln.
„Eis hilft bei fast allem!“, erklärte ich ihr und setzte mich mit allem zu ihr ins Bett.
„Du bist süß...“
Ich schüttelte den Kopf und hielt meiner Freundin dann ihre Spritze und das Coolpack hin. Sie nahm beides dankend und spritze sie das Mittel ins Bein. Dann gab sie mir die Spritze zurück und ich stand auf um sie wegzuschmeißen.
Als ich wiederkam legte Svenja sich das Coolpack gerade aufs verbundene Knie und ich hielt ihr die Eispackung hin. Sie öffnete sie und ich reichte ihr einen Löffel. Lächelnd aß sie einen Bissen und lehnte sich dann sitzend an mich. Ich legte einen Arm um die Ältere und aß selbst einen Bissen Eis.
„Die nächste Zeit wird echt nicht leicht werden...“, murmelte Svenja und ich gab ihr einen Kuss auf die Wange.
„Wobei brauchst du denn Unterstützung?“, wollte ich wissen und sie überlegte kurz.
„Beim Umziehen, beim Verbandwechseln, beim Tragen.“, zählte sie auf und zögerte dann. Deswegen sah ich sie interessiert an.
„Wobei denn noch?“, hakte ich behutsam nach und sie seufzte leise.
„Beim Duschen. Ich kann es auch alleine, wenn es dir zu mühsam ist oder du keine Zeit dafür hast. Aber ich kann mein rechtes Bein gerade fast gar nicht belasten...“, erklärte sie unsicher und ich gab ihr noch einen Kuss auf die Wange.
„Klar helf ich dir. Aber wir müssen vielleicht warten bis die Kleine gestillt wurde, weil dann schläft sie eigentlich immer ziemlich fest und dann hab ich mehr Zeit.“, antwortete ich und Sveni sah mich erleichtert an.
„Danke Süße...“
„Hör auf dich dauernd zu bedanken. Du würdest das für mich auch tun.“
„Trotzdem...“
Ich küsste sie lächelnd, schwieg aber. In dem Punkt waren wir beide gleich stur und das würde nichts bringen.

Nach dem wir einige Zeit noch unser Eis aßen, brachte ich es wieder in die Küche und räumte es weg. Anschließend half ich Svenja beim Umziehen und bettfertig machen. Dann tat ich das gleiche und wir legten uns beide ins Bett. Meine Freundin kuschelte sich erschöpft an mich und legte ihren Kopf auf meine Brust. Dann schloss sie müde ihre Augen.
„Schlaf gut Lara...“, flüsterte sie und ich gab ihr einen Kuss auf den Kopf.
„Du auch.“
„Und...danke nochmal...“, fügte sie leiser hinzu und ich grinste leicht.
„Wart lieber noch damit, bis ich wegen der Kleinen aufstehen muss. Dann wirst du mir nicht mehr so dankbar sein.“, scherzte ich und Sveni lachte leise. Lächelnd hob sie ihren Kopf und küsste mich sanft. Anschließend drehte ich das Licht ab und wir beide schliefen recht schnell ein. Schließlich war heute ein anstrengender Tag für uns beide...
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